Nikon will spiegellose Kameras bringen?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Anzeigen
Naa, DAS liegt doch wohl auf der Hand! Canon und Nikon verschlafen die Zukunft - kann man doch hier allenthalben hier im Forum, nicht zuletzt in diesem Faden lesen. Was soll also diese Frage?

Ich glaube das Problem ist eher das sich viele hier immer nur Gedanken über die Zukunft machen.

Gegenwärtig funktioniert meine DSLR ziemlich gut und sollte ich in Zukunft irgendwann mal auf ein anderes Kamerasystem umsteigen wollen, steht dem doch nichts im Wege. Zumindest passen meine F-Mount Optiken so ziemlich überall dran. Aber so wie Sony mich bisher nicht überzeugen konnte, muss Nikon ja auch erstmal was besseres Spiegelloses hinlegen. Mit einer gegenwärtig guten Kamera kann man die Entwicklung doch ganz entspannt verfolgen.

VG
 
Kommentar
Mittelformat *Kopf schüttel*

Nikon schreibt soch selbst, was es will: Mehr Licht ins Dunkel holen: Eine Möglichkeit sind lichtstärkere Objektive, wie sie beim F-Bajonett nicht möglich sind: bei Af-Objektiven für Digitalfotografie ist da bei 1:1,4 Schluss. Nun wird man mindestens mit Canon gleich ziehen: Das 50mm/f1 und das 85 mm/f 1,2 werden möglich, Extreme Weitwinkel lassen sich wegen des geringen Auflagenmaßes deutlich kleiner und wegen des großen Bajonetts deutlich lichtstärker konstruieren. Das Bajonett öffnet für FX jede Menge weiterer interessanter Möglichkeiten für die, die sie denn brauchen..
Eigentlich sind die bestehenden Spiegelreflexe schon mehr als ausreichend für fast alle fotografischen Wünsche und Anwendungen, aber der Hobbyamateur mit entsprechend etwas mehr an den Füßen, kann dann aus der bei Nacht mit dem 14er fotografierten Landschaft den Spatzen formatfüllend herauscroppen und in Foren für viele Thanks posten. Der Mensch lebt davon, dass er nie zufrieden ist, und immer gerne etwas besser sein möchte als die anderen. Dass er in diesem Streben oft unfreiwillig nur lächerlich ist, bemerkt er selbst nicht, aber es leben ganze Industrien davon
 
Kommentar
Extreme Weitwinkel lassen sich wegen des geringen Auflagenmaßes
deutlich kleiner und wegen des großen Bajonetts deutlich lichtstärker
konstruieren.

Das mit dem "deutlich kleiner" wird gnadenlos überschätzt.
Je näher die Hinterlinse an den Chip ran kommt, umso mehr
Probleme bekommt man mit Sensorreflektion und der Ausrichtung
der Mikrolinsen auf dem Chip.

Das Märchen von "kompakt" steht gegen die Physik.
 
Kommentar

War nicht genau das auch das Problem der (extremen) Weitwinkel zu Beginn der Digitalfotografie? Wurde nicht deshalb ein Riesenaufwand betrieben, damit die Lichtstrahlen "möglichst rechtwinkelig" auf den Sensor fallen, da der Wirkungsgrad der Sensoren stark vom Einfallswinkel der Lichtstrahlen abhängig war?

Gruß Wolfgang
 
Kommentar
Das ist ein grundsätzliches Problem, das immer beachtet werden muss.

eben, aber wegen des größeren Bajonetts sind größere Hinterlinsen möglich, die es auch etwas einfacher machen. Bei Festbrennweiten ist da schon einiges möglich. Aber bei Zooms sollte man nicht zu viel erwarten.
 
Kommentar
(...) wegen des größeren Bajonetts sind größere Hinterlinsen möglich,
die es auch etwas einfacher machen.

Geht so. Je geringer der Hinterlinsenabstand, umso eher bekommst
Du wieder unerwünschte Sensorspiegelungen.

Da beisst die Maus keinen Faden ab:
Wer kompakt will muss Lichtstärke oder/und optische Leistung opfern.
 
Kommentar

… *Kopf schüttel* und viele Daumen hoch (einfach so gesetzt - ohne Erklärung ...) …

Interessant:

Also fotografieren wir künftig mit 50, 85 mm und möglichst mehr Brennweite und vor allem (ganz wichtig) immer größeren Blendenöffnungen wie 1:1 oder besser noch kleiner? Denn: Wenn etwas möglich ist, ist es nur sinnvoll wenn es etwas bringt, in diesem Fall: Nutzung der Lichtstärke.

Den meisten hier dürfte aus physikalischen Gründen klar sein, was da an Schärfentiefe, sorry Tiefenschärfe, raus kommt. Von größerem sowie evtl. schwererem und teurerem Glas ganz zu schweigen.

Trotzdem wird eine größere Blendenöffnung oft gewünscht, auch weil die förderliche Blende umso kleiner wird, je höher die Sensorauflösung, also die Pixeldichte, genauer gesagt die Größe eines einzelnen Pixels ist.

Wenn es viele jetzt wieder nicht hören wollen: Einer der möglichen Auswege ist ein größerer Sensor mit allen Vor- und Nachteilen.

Auf das Thema Schnittweite/Auflagemaß gehe ich jetzt nicht ein, denn das wurde ja schon diskutiert. Fest stehen dürfte, ein kleineres Auflagemaße hat nicht nur Vorteile.
 
Kommentar
Da kommt mir doch folgende Erklärung ins Spiel:
Die neueren Top-Händys haben ja eine künstliche Reduzierung der Schärfentiefe, welche per Software den Hintergrund stark weichzeichnet.
Das klappt motivabhängig mal gut braucbar, meist aber eher unbrauchbar.
ABER:
Die Sehgewohnheiten werden dadurch verändert!
Um ähnliches nun in hoher Qualität zu erreichen brauchen wir quasi 28mm/0.7 und 50mm/f/0.9 und 85mm/f/1.0 Objektive an FX.
Und Nikon hat das bereits erkannt und bringt zeitnah das notwendige Bajonett, also ich find das sensationell
 
Kommentar
50 F0,95 gibts schon für FX, von Leica für die M und von Mitakon für Sony FE
ja schön, danke für den Hinweis auf Bekanntes.



...und das hat jetzt was mit Nikon und der vorausschauenden Entwicklung eines noch deutlich größeren Bajonettdurchmessers und meiner halbironischen Erklärung zu tun?
 
Kommentar
Ok, hatte ich nicht so verstanden. Aus meiner Sicht muß nach der vollmundigen Master of Light Ankündigung mindestens ein 0.9 oder 0.95 / 50 als eines der ersten Objektive mit angekündigt werden.
 
Kommentar
Master of Light Ankündigung

Wo steht das denn? Ich habe bisher immer nur Pursuit of Light gesehen, was aber sogar die Amerikaner (Northrup) und Australier (Granger) als schlechtes Englisch betiteln, da es korrekt eher Journey of Light heißen müsste. Zwischen Journey und Master ist doch inhaltlich ein Unterschied...

VG,
Peter
 
Kommentar
Ok, hatte ich nicht so verstanden. Aus meiner Sicht muß nach der vollmundigen Master of Light Ankündigung mindestens ein 0.9 oder 0.95 / 50 als eines der ersten Objektive mit angekündigt werden.

Woraus resultiert Deine Erwartungshaltung? Damit Du die Kamera nachher schlecht reden kannst, wenn Sie die Erwartungen nicht übererfüllt?

Erst meckern alle, dass Nikon keine Spiegellose bringt, dann tun sie das, vermutlich auch sehr überzeugend, und dann wird eben ein anderer Punkt gesucht, um zu meckern.
 
Kommentar
Ihr könnt Euch ja alle über größere Sensoren die Köpfe heiß reden. Ich fotografiere derweil mit meiner D500 und bereue keine Sekunde, keine D750 genommen zu haben. Unter den wirklichen Praxisbedingungen hole ich die geringere "Lichtstärke" des Sensors oft genug mit Objektiven wieder raus. Und das in der Pressefotografie, wo ich wirklich oft genug am Limit bin. Praktisch heißt das: Ein Vollformat-Fotograf muss ein 2,8/300 kaufen und mitschleppen, um 1 Blende Vorteil gegenüber meiner DX mit 2,8/80-200 zu haben. Hat er "nur" ein 4,0/300, herrscht lediglich Gleichstand! Und bei der Tiefenschärfe ist er in diesem Szenario gnadenlos im Nachteil

Deshalb: Die eine Domände von FX ist oft genug keine, weil Augenwischerei. In einem breiten Anwendungsbereich halte ich die Unterschiede für im Ergebnis kaum nachvollziehbar. Ohne Zweifel hat FX aber Vorteile in der Portrait-Fotografie, auch mancher Stil von Landschaftsfotografie kann dadurch gewinnen. Aber wieviel % macht das aus? Ich für mich würde FX nur kaufen, um schöne, alte Nikkore daran zu nutzen. Weitere Argumente für große Sensoren fallen mir nicht ein.

Sicher, meine Ansichten mögen etwas ketzerisch sein, aber sie beruhen auf täglicher Erfahrung!
 
Kommentar
Wo meckere ich denn ?

Ich definiere eine Erwartungshaltung nicht mehr nicht weniger. Das allerdings mehr aus Sicht des Nikon-Aktionärs. Ob ich die Neue kaufen werde wird sich irgendwann mal zeigen.
 
Kommentar
Gottseidank gibt es außer Pressebedarf noch andere Anwendungsbereiche in denen FX durchaus Sinn macht und die damit möglichen "Reserven" gewinnbringend ausgereizt werden können.
Zudem kommt dazu noch der eigene Anspruch an die Werkzeuge/Ergebnisse und damit verbundenen Möglichkeiten.
Man muss nicht immer seinen Tellerrand als Maßstab der Sichtweise ansehen... ;-))

Der Glaskugelmonolog hier ist m.M. auch nur Energieverschwendung...
 
Kommentar
Wo meckere ich denn ?

Ich definiere eine Erwartungshaltung nicht mehr nicht weniger. Das allerdings mehr aus Sicht des Nikon-Aktionärs. Ob ich die Neue kaufen werde wird sich irgendwann mal zeigen.

Aus Sicht eines Nikon-Aktionärs wäre aber eine sauteure und nur wenig nachgefragte Neukonstruktion eines Objektivs, nur um übersteigerte Erwartungen zu befriedigen, kontraproduktiv.
 
Kommentar
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
-Anzeige-