Nikon will spiegellose Kameras bringen?

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Ich hab ja auch nicht gesagt das du das gesagt hast. Ich glaube ja, dass sich die Leute so Kameras kaufen, weil man damit fotografieren kann.
 
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Das ist natürlich immer eine Frage was man machen möchte, und ist immer subjektiv. Ich war mit beiden Kameras ein paar Tage unterwegs. Ich habe viel auf der Strasse gemacht, ein wenig Landschaft (pur, ohne Filter, etc.) Hunde und Personen am Strand. Um ehrlich zu sein finde ich es für diese Art der Fotografie total unerheblich ob Blende 2 oder 2,8 bzw. APS-C oder Vollformat. Das sieht man hinterher nicht. Ich fand es einfach mehr als angenehm, meine Kamera einfach in die Jackentasche zu stecken. Handgelenksschlaufe dran und fertig. Keine Tasche, nichts um den Hals hängen und ich fühlte mich fotografisch nicht eingeschränkt. An einem Abend bin ich bei den Surfern am Strand gewesen, niemand interessiert sich für dich, du wirkst wie ein Spaziergänger. Dann löst du noch völlig geräuschlos aus und ich hatte eine feine Serie die mir selbst extrem gut gefällt.
Ich will damit nur eins sagen, für diese Art der Fotografie reicht mir diese Kamera völlig aus, sie macht alles das was ich brauche, für diesen Zweck. Das muss man einfach mal erlebt haben, um es richtig zu erfahren. Das begeistert mich.

Und ja ich mag meine D750 genauso, die Dynamik im Sensor, die offenblendigen Fotos mit Vollformat sind total geil, auf dem obigen Trip habe ich mit ihr abends ein paar schöne LZBs gemacht. Bei einem Familienshooting mit dem 70-200 2,8 tolle Bilder. Oder wenn ich die Fotos für den örtlichen Fussballverein schiesse. Ein Gedicht. Und dafür ist eine DSLR, auch heute noch, eine höchste präzise und universelle Kamera.

Aber wenn ich unterwegs bin, in der Stadt oder auf Reisen werde ich die Fuji mitnehmen und die Nikon ganz zu Hause lassen oder nur zu bestimmten Zwecken mitschleppen.

Und nun hoffe ich das mein Standpunkt, meine ganz persönliche Meinung, zu der kleinen Kamera etwas deutlicher geworden ist.

grüße,
Jürgen
 
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Lieber Jürgen, das war für mich schon vorher nachvollziehbar, aber Du hast es jetzt noch einmal schön beschrieben. Der Profi nimmt das Werkzeug, was er für seine jeweilige Arbeit braucht, der Hobbyist, das was ihm am meisten Spaß macht. Und geringes Gewicht etc. kann einen ganz erheblichen Spassgewinn bedeuten. Das habe ich nie anders gesehen. Der von Dir zitierte Satz war rein technisch gesehen.
 
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Während ich diese Zeilen schreibe, kichern neben mir auf dem Tisch 17 Nikkore und lachen sich halb schepp. Ein guter Teil von ihnen beschweren meine diversen Taschen und Rucksäcke seit Mitte der 70er Jahre, das jüngste hat einen Objektivdurchmesser von 95mm und wiegt rund 2,3 Kilo. Da hinten tuscheln wieder zwei rum und ich wette, die erzählen sich ihre neuesten Abenteuer beim Fremdgehen mit einer Spiegellosen. Ich meine, die hatten ja lange Zeit, Erfahrungen zu machen. Von den Kameras mit Film will ich gar nicht erst anfangen; wohlgemerkt, auf allen stand bislang Nikon. Da war die D70, die war sich zu fein, auch nur mit der Wimper zu zucken, Verzeihung, da konnte man nicht mal einen Belichtungswert angezeigt bekommen. Ebenso hochnäsig präsentierte sich die D80, aber immerhin ließen es die beiden Tanten zu, dass man die alten Schätzchen an sie anflaschen konnte. Manuell die Zeit und die Blende eingestellt (das war state of the art für den kleinen Fotoamateur bei Nikon 2004/2006) wozu es den Besitz und die Fertigkeit zum Gebrauch eines Handbelichtungsmessers brauchte (bei mir state of the art seit 1965). Leider, leider klappte das mit der Schärfe nicht ganz so, wie gewünscht, vor allem nicht bei Offenblende. Dann erschien ein neuer Stern am Nikon-Himmel, die D300. Hurra, die alten Schätzchen fühlten sich endlich (!) in der neuen Zeit angenommen. Erst ein wenig fummeln (im Menü, damit die Kamera weiß, mit wem sie es gerade treibt) und ja, es tut der Belichtungsmesser und sogar die Automatik. Genial. Öööööööhhhhh, das mit der Schärfe, also, ja, da haben wir so einen Liveview, und da kann man, wenn man diese Geduld aufbringt, ja, da kann man, also es geht da schon ein bissle genauer als da mit dem Sucher da oben…..und dann macht man sich halt auf jedes Objektiv ein Bepperle drauf und markiert sich, wo ein Meter, drei Meter und unendlich ist. Ach Gott, und diese AuuuuuuTOOO-Fokusobjektive: Wenn du Glück hast, dann treffen sie -vielleicht. Aber nicht bei der D300 im Liveview mit der erwünschten Zuverlässigkeit. Nun gut, es funktioniert ja schon. Irgendwie. Ach jetzt wird's dort hinten beim drei-fünfer Micro-Nikkor lauter.
Hab ich euch erwischt! Ja, eines Tages fing das Elend an. Das Elend kam in der Form einer Olympus E-PL2. Hardcore-Motorradfahrer nennen so etwas 'Jehova' oder einfach 'Campingklo'. Nie würde einer nie und nicht zugeben, seinen kostbaren A… Hintern auf so etwas zu setzen. Bei uns Fotografen ist das ja….also es kam diese 'Jehova' ins Haus weil ich etwas Kleines, Leichtes und Billiges brauchte.
Leute, eine Katastrophe! Ein Menü wie der Palast von Knossos, das Display kaum bei Tageslicht zu nutzen (-ganz wie bei Nikon-) und eine Reaktionszeit schnell wie der Schall wenn der Blitz 300 Meter weiter in den Boden fährt. Also gut, mit den beiden Kit-Zooms ließen sich schon die Bilder anschauen - aber da war doch diese Sache mit dem Adapter. Das ist nur ein dummes Stück Blech. Moment -wie ist das? Dieses dumme Stück Blech ist in der Lage, ein Nikkor an eine völlig artfremde 'Jehova!' anzuschließen und dann…zeigt die eine Belichtungszeit an und kruzifixnochmal da funktioniert auch noch die Belichtungs(A)Automatik!. Ich erinnere: Nikon D70/D80:
BlödwieBrot! Dann versuche ich, mit der 'Jehova' zu fokussieren. Aha, Sucherlupe, ist ja wie bei N. Nein, ich kann viel weiter reinzoomen. Und was ist das denn? Die misst auch im Lupenfeld die Belichtung. Das war natürlich NICHT die Kamera um auf Entenjagd zu gehen, aber die Knipse der Wahl wenn man in zweifelhafte urbane Viertel geht, wohin man keine mehr als kilo(Euro)schwere DSLR mit teurem Glas mitnimmt - und natürlich das kleine Besteck für die Blümchenfotografie, auch mit einem Koffer voller Nikkore.
Ein paar Jahre drauf sprach es sich rum, es gäbe da eine neue 'Jehova', preiswert und mit einem rattenschnellen Autofokus, aus dem gleichen Haus. Geprüft, beide Attribute trafen zu und gekauft. Mittlerweile war noch einmal eine DSLR von N. in der Form einer D7100 eingezogen. Von der versprach ich mir größere Enten(bilder), wenn ich von der Jagd heimkehrte. Nur, was durfte ich mit der noch erleben? Der Liveview, der war mit seinem Kontrast-AF so schnarchlangsam und ungenau wie das Flagschiff D300 wenige Jahre zuvor. Und nebendran liegt meine Jehova E-M10 und feuert aus der Hüfte wie Wyatt Earp und fast jeder Schuss ein Treffer. Und jetzt gibt es noch eine Jehova in der Familie, die macht es nun bei Bedarf auch noch flüsterleise. Die D7100 und die D300 stehen jetzt irgendwie bedreppelt in der Ecke rum und ich hör immer nur was von D500 oder so und von der anderen Seite, da vom Altglas her, da hör ich's tuscheln, sie fänden nämlich den Vibrator in der Jehova so geil, bei denen sie immer noch scharfe Sachen machen, auch wenn ich so tattrige Hände hätte.
Sie haben ja irgendwie recht. Mir täte ja auch so ein Wackeldackel gefallen, gerne in Full-KB, in einer Nikon-Jehova, die dem Altglas aus dem eigenen Stall nicht die kalte Schulter zeigt, mit Autofokusobjektiven zackig und präzise scharf stellt, ein Klapp-Display hat, das nicht schlechter als das eines Samsung-Handys ist und einen elektronischen Sucher hat, der sich hinter einer Fuji-Jehova nicht verstecken muss. Natürlich mit Wasserwaage und sonstigem Pipapo. Und jetzt werde ich mal ganz unverschämt: Nikon, ich kann eure versifften Sensoren nicht mehr ab. Guckt doch mal bei den Olympus-Tussen rein, da musste bislang noch nie einer mit dem Feudel dran!

Für die, die nicht schon vorher aufgegeben haben: Eine Jehova ist hauptsächlich für eine Sache notwendig - dass man präzise scharfstellen kann, wo auch immer auf dem Sensor. Wozu soll man sich denn sonst lichtstarke Festbrennweiten zulegen?

Schönes Wochenende
Herbert
 
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Na da hat ja mal einer ordentlich Frust abgelassen.
Ich kann mit Jehova Sch...... nix anfangen.
Es gab auch zu analog Zeiten schon einfache Kameras. Von denen wollte aber auch kein Fortgeschrittener etwas wissen.
Waren halt haptisch nicht so wie die Luxusteilchen heute. Ein tausender muss so etwas mind. kosten.

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Ich finde es ist sehr schade, das Nikon Sony mit ihren A9, A7III, A6700 und anderen Firmen mit ihren leichten Kameras viel Umsatz und Kunden überlässt
Und dabei ist es völlig egal ob man DSLR oder kompakte Systemkamera mag - weil der Umsatz und der Kunde ist für Nikon erst mal weg
 
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Den Leuten wird Langweilig. Eine A6500 mit einem Zeiss Zoom ist mind. so gross und schwer wie eine DSLR. Die meisten Umsteiger sind doch einfach unzufrieden und kaufen sich keine einfache DSLM, es muss schon was besonderes sein. Dann ist der Gewichtsvorteil schnell dahin.
Um keine Nikon im 5xxx Segment kaufen zu müssen fallen einem da schnell tausend Gründe ein.
Was solls, es geht uns gut[emoji16]
Bin jetzt raus und will das Niedergangsgeheule über Nikon nicht weiter begleiten.

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Bin jetzt raus und will das Niedergangsgeheule über Nikon nicht weiter begleiten.
Ich habe nicht von einem Nikon Niedergangsgeheule gesprochen

Sondern ich hätte gerne eine aktuelle und sehr schnelle spiegelose Vollformat Kamera für Sport und Tierfotografie von Nikon

PS: Als Konkurrenz zur Sony Alpha 9 - Bitte jetzt nicht mit der D5 kommen
https://cameracreativ.de/vergleichen/sony-alpha-a9-oder-nikon-d5
http://cameradecision.com/compare/Nikon-D5-vs-Sony-Alpha-A9
 
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Kameraquartett-Vergleich. Klar ist die A9 interessant, vor allem da Sony einige Kritikpunkte umgesetzt hat. Aber gerade beim Gewicht und den Abmessungen zählt die jeweilige Kombi und da wird der Vergleich gleich viel weniger dramatisch ausfallen, wenn vorne das schwere Tele dran hängt.
 
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Hm, eine extrem abgespeckte Einsteiger-DSLR heranziehen zu müssen, um die TOP-DSLM mit TOP-Optiken negativ belegen zu können wirft natürlich die Frage auf, inwieweit da selbst ein Vergleich gezogen wurde, oder einfach nur die eigene Meinung Pro-D-SLR zementiert werden soll.


Machen wir den Vergleich doch mal im wahren Leben. Ich kaufte mir seinerzeit eine D5100 mit 18-55, 55-300 und 35 1.8 um keinen Systemwechsel machen zu müssen. Später kam noch eine D5300 mit 16-300 dazu. Im Endeffekt beflügelten die beiden aber meinen Wechselwunsch weg von Nikon und so steht nun auch besagte A6500 zum direkten Vergleich zur Verfügung.

Schauen wir zuerst mal auf den angesprochenen Gewichtsvergleich mit den Zeissen vorne dran. Ja durchaus, das gibt sich zu den Nikon-APS-C Linsen nicht viel, wenn man das Gesamtpaket betrachtet, aber ich kann jederzeit auch das winzige 16-50 vor die A6500 (oder gar vor eine der NEXEN) schrauben und habe eine voll Jackentaschentaugliche APS-C Ausrüstung dabei.

Das ist bei Nikon schlicht nicht möglich, da müßte man schon auf das 1er System ausweichen. Auch das habe ich versucht (J1, 6,7-13, 10-30, 30-110, 10-100, FT-1) Im Endeffekt lief es -trotz FT-1- darauf hinaus, das es ein komplett eigenes und inkompatibles System ist. Ob ich die µFT oder die 1er mitnahm war im Grund wurscht, mit dem Rest meines "Nikon-Geraffels" konnte ich bei beiden ungefaähr gleich gut oder schlecht nutzen. Bei den APS-C Optiken hatte ich ander 1er wenigstens enen rudimentären AF, dafür funktionierten an der µFT (und auch den NEXEN) mit den AiS wenigstens die Belichtungsautomatiken.

Bei mir war irgendwann nur noch das 10-100 an der Kamera und dann muß man sich selbstkritisch die Frage stellen, ob nicht eine der Wettbewerbs-1" Bridges und Superbridges nicht eigentlich die bessere Wahl gewesen wäre, die erheblich weiter öffnende und / oder mit größerem Zoombereich versehene Optiken bieten.

Eine NEX 5 mit 18-200 paßte in die gleiche Tasche, in der auch die 1er mit dem 10-100 steckte und war nur unwesentlich schwerer, dafür aber mit voller APS-C Sensorqualität. So war auch das Schicksal der 1er bei mir irgendwann besiegelt, auch da ich die Produktpolitik etwas "seltsam" fand.

Die A6500 ist mit dem 18-200 ein gutes Stück größer und schwerer, sie paßt aber immer noch in ein recht kleines Täschen, das die D5300 mit dem 16-300 nichtmal ansatzweise aufnimmt.

Im Grunde ist die A6500 also das Gegenteil einer GAS-getriebenen Anschaffung, da sie gleichzeitig zwei Nikons (1er + D-SLR) abdecken kann.

Nur kurz zum direkten Vergleich D5xxx / A6500 da er extrem hinkt. Die kleinen D's können mit ihrer seltsamen Bedienung und den Marketingkastrationen der Sony nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Das gilt übrigens auch für den Sucher. Völlig egal wie man zu EVF vs. OVF stehen mag, das winzige Guckloch der D5xxx ist dem großen hellen Sucher der A6500 -gerade für mich als Brillenträger- für mich weit unterlegen.

Die A6500 müßte man eher mit der D7500 vergleichen und da sind wir dann größentechnisch schon wieder eine Nummer größer.

Trotzdem hatte ich bei der Vorstellung der D7500 länger mit mir gerungen, ob sie es wird oder doch die A6500. Den letzendlichen Ausschlag gab, das -Achtung persönliche Meinung- Nikon, ganz im Gegensatz zu Sony den Systemgedanken völlig aufgegeben hat.

Die D7500 schien mit den AF-P Linsen endlich einen benutzbaren LV-AF bekommen zu haben. Aber die Ausschlußlisten dieser neuen Objektive umfaßten alle meine vorhandenen Kameras. Das ich, wenn eine der D5xxx mitkamen nur meine AF-S Linsen mitnehmen konnte, da der Rest nicht gescheit funktioniert hatte ich schon fast akzeptiert, aber nun würde ich zusätzlich zu den AF-P auch noch immer AF-S mitnehmen müssen.

Dazu würde sich am früheren Zustand, wenn ich übers WE eine D5xxx und die D700 mitnahm nichts änder, ich müßte weiterhin inkompatible Akkus und Ladegeräte mit mir rumschleppen.



Als bei mir die erste VF-Sony (A7) einzog war ich noch nicht bereit die horrenden Preise für die Sony / Zeiss VF-Linsen zu berappen. Erst hatte ich gebrauchte Voigtländer / Leica-Linsen adaptiert, später dann mit geringer Erwartungshaltung einen ersten Minolta-Adapter gekauft. Der erwies sich dann aber als sehr positive Überraschung, denn ich konnte nun selbst die allerersten Minolta-AF Optiken praktisch ohne jede Funktionseinschränkung an allen meinen Sonies nutzen. WOW, von der kleinsten NEX (da natürlich mit 1,5x Crop) bis zur dann bald angeschafften A7 R II paßte alles was jemals für das Minolta / Sony (D)-SLR Bajonett gebaut wurde und funktionierte genauso, als hätte ich eine Dynax dranhängen. Klar sind die alten Stangen-AF-Linsen keine Geschwindigkeitswunder, da im Adapter die Technik einer etwas älteren Sony-SLT steckt, aber es funktioniert und das reibungslos. Mit dem zweiten Adapter für die SSM (Sonies AF-S) Linsen wurde es nochmals besser.


Das nenne ich mal Systemkontinuität. Nun könnte man natürlich argumentieren, das dies ja schädlich für Neukäufe und damit dumm vom Hersteller wäre. Bei mir war es allerdings grad andersum. Eben weil Sony micht nicht zwingen wollte neue Obejektive zu kaufen, weil die älteren Kameras damit inkompatibel waren, oder ich neue Bodies bräuchte um die neuesten Optiken auch nutzen zu können, gab ich immer häufiger Nikon-Sachen in den Verkauf, um neue Sony / Zeiss Optiken zu erwerben. Es mag sein, das ich auf Dauer mit Zitronen gehandelt habe, aber derzeit stellt für mich Sony im Vergleich zu Nikon ein erheblich homogeneres / kompatibleres / zukunftsichereres Programm zur Verfügung.

Das Ganze war weder ein Schnellschuß, noch von Panik getrieben, sondern von der ersten Spiegellosen in 2010 über die D5100 in 2011 bis zur A6500 in diesem Jahr ein Prozeß, der sich langsam entwickelte. Bis zuletzt vom Wunsch geprägt doch bei "meiner" Marke Nikon, der ich 1/4 Jhrdt. die Treue gehalten hatte bleiben zu können.

Dabei sei es nur eine Randnotiz, das meine aktuell 5 Sonies alle den gleichen Akkutyp nutzen, ich also genau ein Ladegerät mitnehmen muß und jederzeit alle Akkus untereinander tauschen kann. Ja, dieser Akku wurde für die allererste NEX entwickelt und ist besonders für die intern stabiliserten neueren Sonies im Grunde zu schwach. Da ich aber nie größere Dauerfeuerserien mache und auch nach einem ganzen Foto-WE mit weit unter 1k Aufnahmen nach Hause kommen ist das für mich verschmerzbar. Mit der A9 und A7 R III gab es nun den ersten Bruch seit erscheinen der ersten Sony mirrorless, die beiden haben einen neuen fetteren Akku.



Bin ich nun von einem Nikon zu einem Sony-Fanboy mutiert, wie mir hier schon oft vorgeworfen wurde? Nein, denn im Laufe von inzwischen 1/2 Jrhdt Lebenserfahrung habe ich gelernt, das Markennamen nur eine begrenzte Wertigkeit haben. Ein schlechtes Management kann jedwede Marke zu Grunde richten, da irgendwann auch der eingefleischteste Fan-Boy sich abwendet.

Würde sich meine Unzufriedenheit mit Nikons Produktpolitik erst jetzt entwickeln würde ich mir z. B. nicht nur Sony, sondern auch -Achtung böses Wort- Canon mal genauer anschauen. Seit meinem ersten Systemwechsel hin zu Nikon, als Canon das FD-Bajonett sterben ließ, wollte ich nie wieder eine Canon kaufen. Heute aber stellen die für mich -wenn man mit und ohne Spiegel parallel fahren möchte das beste Portfolio zur Verfügung.

Das besonders, wenn man viel Action-Sport macht. Die A6500 ist beim AF-C ein Riesensprung zu meinen älteren Kameras, ich würde sagen auf dem Niveau der D300 (was für mich völlig ausreicht) einer D500 kann sie aber eher nicht das Wasser reichen.

Zudem scheint Canon endlich verstanden zu haben, das es keinen Sinn macht die Käufer mit einer schlechten D-SLM (die erste M war ähnlich kastriert wie die 1er) davon überzeugen zu wollen, das D-SLM nichts taugen. Damit treibt man die Kunden nur zum Wettbwerb und die neueren M's sind schon ein Zeichen in die richtige Richtung.

Scheinen nur die Käufer nicht so zu sehen wie ich, denn verglichen mit Sony und Fuji sind die Quartalszahlen von Canon Imaging ungefähr genauso mies, wie die von Nikon. Womöglich kamen auch die M's zu spät.



Zum Schluß nur kurz zu den Geräuschen: Meine älteren NEXEN und die A7 simulieren keinen Verschlußlärm, die haben schlicht nur mechanische Hauptverschlüsse und können gar nicht komplett lautlos betrieben werden. Das können erst die neueren, mit vollständigem E-Verschluß (den man aber auch erst im Menü aktivieren muß und der auch nicht bei allen Bedingungen einsetzbar ist)
 
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Moin Stefan, hast Du das alles etwa noch einmal getippt oder einfach von oben kopiert und hier abermals eingefügt? Gefühlt lese ich diesen Text von Dir etwa zum fünften Mal. Ich hatte ihn übrigens schon beim ersten Mal verstanden. Ist dann eben so.
 
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Moin Christian, eben alles frisch getippt. Dürfte eine Zusammenfassung mehrerer Statements meinerseits sein.

Mir ging es mehr darum der unterschwelligen Unterstellung, das wir D-SLM Käufer technikverliebte untreue Tomaten wären, die diese Spielzeuge nach wenigen Monaten in die Ecke kloppen entgegenzutreten.

Die wird es zweifelsohne geben, genauso wie es Leute gibt die früher zig-mal zwischen Canon und Nikon gewechselt haben, allerdings scheinen mir die hier im Thread schreibenden weniger dazu zu gehören.

Die mit dem Nikon-Programm zufriedenen sind ja nicht Nikons Problem, sondern wir Abwanderer und -ja ich weiß ich wiederhole mich- für jemanden der gern mirrorless fotografiert und sich auch intensiv damit beschäftigt hat ist es völlig geich wieviele Argumente pro D-SLR es auch immer geben mag. Er will keine und muß die Marke wechseln. Dies kann dann aber auf Dauer auch für die D-SLR Kunden zu einem Problem werden.

Es muß auch nicht immer das Vorhandensein oder die Abwesenheit eines Spiegels das alleinige Kriterium sein, daher auch mein Verweis auf die extremen Systembrüche bei Nikon, die aus meiner Sicht überwiegend Schüsse ins eigene Knie sind.
 
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Es muß auch nicht immer das Vorhandensein oder die Abwesenheit
eines Spiegels das alleinige Kriterium sein, daher auch mein Verweis
auf die extremen Systembrüche bei Nikon, die aus meiner Sicht
überwiegend Schüsse ins eigene Knie sind.

Sehe ich ähnlich. Bin schon länger der Ansicht daß Nikons Management
ausschliesslich taktisch und nie strategisch denkt. Das führt dann dazu
daß sie immer wieder von den Auswirkungen ihrer Handlungen kalt
erwischt werden.

Meine erste Berührung mit diesen Systembrüchen hatte ich Mitte der 80er.
Damals hatte ein Kumpel der reichlich F2 und Objektive hatte seiner Frau
eine F-301 (F-401?) gekauft mit dem Hintergedanken ihr keine Objektive
kaufen zu müssen. Sie könnte dann ja ab und an eines von seinen leihen.

Er entwickelte dann spontan Tourette als er feststellen musste, daß die
Gurke mit seinen aus Nikons Sicht "alten" Objektiven keinen Mucks tat,
nicht einmal auslösen wollte. Sowas merkt man sich für sehr lange Zeit.
Die Frustration mit der Blamage eines funktionslosen Geschenks, vor
der eigenen Frau als Vollfotograf zu versagen, und sich von Nikon
abgezockt und für blöd verkauft fühlen.

Statt das Bajonett einmal gründlich zu überarbeiten wie Canon das getan
hatte, wurde und wird - wie Deine eigene Leidensgeschichte zeigt - immer
wieder angeflickt. Und jedes mal stoßen sie damit irgendwem vor den Kopf.
 
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Das führt dann dazu
daß sie immer wieder von den Auswirkungen ihrer Handlungen kalt
erwischt werden..

Mein Eindruck ist ja eher, dass dann dazu
führt, dass sie immer wieder von den Auswirkungen ihrer NICHT-Handlungen kalt
erwischt werden.
Aber es ist damit zumindest gelungen in der Wahrnehmung der Leute den Eindruck zu schaffen, dass es mit dem F-Bajonett tatsächlich eine immer und ewig, für alles und jedes Kompatibilität innerhalb Nikons gibt. Und dieses Image überdauert die reichlich gegenteiligen Tatsachen locker und muss auch unverändert für jegliche Kaufempfehlung herhalten. Also irgendwie ist das dann schon erfolgreich..
 
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F-301: keine Abblendtaste mehr, Spiegelvorauslösung -wofür soll die gut sein?
Wir haben doch jetzt eine Brite View Einstellscheibe und einen eingebauten Motor!
.
.
.
F100, eines der letzten Technologiewunder Nikons in Form einer KB-Filmkamera:
Spiegelvorauslösung nicht vorhanden.

Mein Histörchen mit diversen Nikonprodukten der neueren Zeit habe ich ja bereits hier zum besten gegeben https://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/2600889-post886.html
So lange die Firma ihr heimtückisches Kastrationsmesser schwingt übe ich strikte Zurückhaltung bezüglich einer Empfehlung von Nikonprodukten, wenn mich Leute
fragen, die sich eine Kamera zulegen wollen. Es gibt bei Nikon im Wesentlichen zwei Dinge, die gut funktionieren: Der Schaumsprudler der Marketingabteilung und
die Hardware der Profiklasse. Jeder, der unterhalb dieser Klasse kauft, muss damit rechnen, eingeseift zu werden. Das versteht Nikon unter praktizierter Tradition und da sind sie sehr konservativ. Mit technischen Notwendigkeiten ist das nicht zu begründen. Ich hoffe, die begreifen das endlich bevor die Firma den Bach hinuntergeht.

Angenehmes Restwochenende
Herbert
 
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Das ist ganz einfach:


Et Rheinisch Jrundjesetz

Artikel 1: Et es wie et es.
(„Es ist, wie es ist.“)
Sieh den Tatsachen ins Auge, du kannst eh nichts ändern.

Artikel 2: Et kütt wie et kütt.
(„Es kommt, wie es kommt.“)
Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.

Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange.
(„Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
Situationsabhängig auch: Wir wissen, es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.

Artikel 4: Wat fott es, es fott.
(„Was fort ist, ist fort.“)
Jammer den Dingen nicht nach und trauer nicht um längst vergessene Dinge.

Artikel 5: Et bliev nix wie et wor.
(„Es bleibt nichts, wie es war.“)
Sei offen für Neuerungen.

Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
(„Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.“)
Sei kritisch, wenn Neuerungen überhandnehmen.

Artikel 7: Wat wells de maache?
(„Was willst du machen?“)
Füg dich in dein Schicksal.

Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off.
(„Mach es gut, aber nicht zu oft.“)
Qualität über Quantität.

Artikel 9: Wat soll dä Kwatsch/Käu?
(„Was soll das sinnlose Gerede?“)
Stell immer die Universalfrage.

Artikel 10: Drinks de ejne met?
(„Trinkst du einen mit?“)
Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach.

Artikel 11: Do laachs de disch kapott.
(„Da lachst du dich kaputt.“)
Bewahr dir eine gesunde Einstellung zum Humor.

 
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Das schlimme ist ja, dass die von dir weiter oben beschriebenen Vorzüge "Jehovas" auch fast alle in einer Nikon-DSLR umsetzbar wären... Mittlerweile bin ich mir sicher, dass die Firma die Entwicklungen der Konkurrenz absichtlich verpennt, warum auch immer.
Einsteigene empfehle ich auch andere Marken.
 
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Die ist aber bekanntlich von Nikon, was hat das jetzt mit Canon zu tun?

IMHO hat Canon zwar bei den Sensoren aufgeholt ist aber derzeit (auch im Sport und Actionbereich) durch die der 5D M IV überlegene D850 ziemlich unter Druck.

Die Sony-Argumentation habe ich jetzt auch nur quergelesen, da mittlerweile doch recht oft gelesen ;-) Man muss halt auch die Preise vergleichen, ich denke derzeit gibts bei DX für die typische Consumer-Allround-Ausrüstung (Urlaub, Kinder, Tiere, evtl. bisschen Sport) bei Nikon am meisten Qualität für relativ kleines Geld.
 
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(...) was hat das jetzt mit Canon zu tun?

Er ist ganz offensichtlich von Canon FD auf Nikon gewechselt.

IMHO hat Canon zwar bei den Sensoren aufgeholt ist aber derzeit
(auch im Sport und Actionbereich) durch die der 5D M IV überlegene
D850 ziemlich unter Druck.

Kein brauchbares Wireless Tethering, ein hampeliges natives
Funkblitzsystem, kein DPAF, kein GPS...... für eine "überlegene"
Kamera tritt die D850 in vielen Bereichen gar nicht erst an.
 
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