Dies
Für mich hinken eher die Endkunden der Entwicklung hinterher... auch durch das "easy easy Marketing" geschürt - You press the button and your are a great photographer... suggerieren ist die eine Seite, sich aber weiterentwickleln und wirklich an den Herausforderungen zu Wachsen, das ist ggf. die eigentliche Kunst, die der Endkunde zu leisten hat.
Es ist halt nicht mit dem Kauf von Kamera und Objektiven getan, sondern die aktive Auseinandersetzung mit dem Hobby, das lernen an Bildergebnissen und das Erkennen der eigenen fehlenden Fertigkeiten.... das muss das Ziel sein.
Auch sollte jeder für sich erst einmal definieren, was er mit der Fotografie als Hobby bezweckt. Nicht jeder muss - nur weil er ein paar Tausend Euro für Konsumartikel ausgegeben hat, gleich ein Profi sein oder werden! Die Freude am Fotografieren sollte doch im Vordergrund stehen. Ich bin froh, dass ich nicht von der Fotografie leben muss, sondern mir die Freude an der Kreativität, das Ausprobieren und neu entdecken bewahren kann.
zitiere ich gerne, finde dies eine äusserst interessante Stellungnahme.
Sehe es ebenso.
Ich bleibe bei dem, was ich hier schon seit gefühlten halben Ewigkeiten schreibe: DX ist und bleibt auf absehbare Zeit Nikons Kamertechnik für qualitätsbewusste Einsteiger mit begrenztem Budget bzw. für Amateure.
Profis werden von Nikon mit FX-Gehäusen bedient, beginnend mit der D750 als semiprofessionellem Allrounder für alle die, die bei ihrer Arbeit nicht unbedingt eine gigantische Auflösung (D810) oder sagenhafte "Dauerfeuergeschwindigkeit" (D4s) benötigen und für die auch die fehlende 1/8000 Sek. als kürzeste Verschluss- und die fehlende 1/250 Sek. als kürzeste Blitzsynchrozeit kein KO-Kriterium ist.
Ach klar, "Profi" . . .
Was heisst das nun?
Es geht doch nicht darum, dass sich Nikon künfig (eigentl. bereits gegenwärtig) schwerpunktmäsig den FX Kameras widmet, weil vor Allem die "Profis" bedient wären, sondern jene Amateure die schlicht und ergreifend FX wollen.
Seit dem grossen Erfolg von Kameras wie EOS 5D & D700 wollen nun sehr viele Amateure eine FX/VF.
Die einen weil sie tatsächlich meinen, damit ein bestimmtes Image nach aussen zu reflektieren, die anderen weil sie sich damit bessere Bilder versprechen.
Hand auf's Herz : wir würden wohl heute noch Emulsionen auf Glasplatten schmieren, wenn nicht genau dies stets Antrieb gewesen wäre. Nämlich techisch bessere Bilder zu machen und dazu noch (für die Laien relevant) auf möglichst einfach Weise.
Klar . auch die Berufsfotografen wollten kürzere Verschluszeiten als jene mit Schieber vor der Linse realisierbar, auch Berufsfotografen wollten kompakte Kameras um damit Reportagen fotografieren, auch Berufsfotografen wollten feinkörnigeres Bildmaterial, auch Berufsfotografen sahen in der Farbfotografie einen gestalterischen Gewinn.
Doch mit der Digitalfotografie hat sich nicht nur das Aufnahmemedium verändert, sondern auch manch anderes. So etwa betrachten wir heute Fotos mehrheitlich auf Displays, sehen sie uns im Internet an. In einer vielfach theoretisch schlechteren Bildqualität als es Fotografen mit ihren M Leicas', F Nikon's und OM-Olympusen fotograferten.
Ich besitze den VZug "GRTX MultiplateheatSteamVeawer Y6438.39"* Bin ich jetzt ein Profikoch - pardon Berufskoch - weil ich mit so einer HerdBackofen Kombi koche??

Ich würde meinen ja, denn vor ca 10 Jahren hatte ich in meiner alten Wohnung damals noch einen Gasherd/Ofen. Völlig laienhaft, da lachten alle als ich erzählte, ich würde darauf eine Bratwurst braten. Ja und die Pizzen wurden halt nicht so super weil weder Umluft noch Oberhitze. In meiner zweiten Wohnug hatte ich dann wenigstens Elektro. Mit Oberhitze und Umluft.
Nun war ich gestern in einer Pizzeria. Und was sah ich dort erschreckenderweise?!! Die machten ihre Pizzen auf Steinöfen!! Tiefstes Mittelalter, der stand sicher schon 1000 Jahre dort, dieses zudem noch giftige Ding! Da kehrten wir protestartig wieder um. Gingen in ein richtiges Profi Restaurant. So mit Induktionsherplatten und so. Die Spaghetti schmeckten auch super - kein Wunder dank der Profi-Küche.
Es ist schon so, weshalb sollte ein Profi ein Foto von einer weltbewegenden Situation machen, wenn er keine FX/VF kamera zur hand hat. Der Kunde könnte es ablehnen, die Zeitungsleser würden wohl die Köpfe schütteln wenn sie in der Bildunterschrift "Nikon D300s" läsen.
Profis? Das sind auch die, welche in ihren Fachgeschäften zu 80% Passfotos anfertigen. Profis sind auch die, welche ihre Hochzeitfotos nicht oder nur sehr selten grösser als 20x30cm printen lassen. Mit anderen Worten : Profis sind nicht nur jene die immerzu höchste Qualität benötigen. Manche tun's andere nicht.
Alleine der MF-Markt zeigt, wie klein dieser Markt mittlerweile geworden ist.
Und ich persönlich? Mich fragte niemand aus welcher Kamera jene beiden Fotos stammen die im grossem Umfang veröffentlicht wurden - kein Publisher beschwerte sich bei mir aufgrund der TIFF-Dateien in denen in den Exifs lediglich "Coolscan V" stand.
Filmmaterial und die APS-C DSLR bieten genug an Bildqualität als dass ich deswegen keine Sorgen machen brauche.
Die Digitalfotografie etablierte sich zu einem Zeitpunkt, als sie technisch noch nicht ganz ausgereift war. Darauf zogen endlose, schier ermüdende Debatten um Bildqualität in's Land. Seither gilt es : Es muss noch besser werden! Noch besser und wehe ein Hersteller schaft innerhalb eines Jahres keinen Aufsehen eregenden Sprung - verkauft die Aktien!
* dieses Modell existiert nicht
