Nikon 28-300/3.5-5.6 VR bei Photozone im Test

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Ich verstehe nie den Begriff "Reisezoom" und besonders, dass man mit diesem Begriff gleichzeitig generös bereit ist Qualitätseinbußen - wegen des Reisen - den Reisebildern zuzugestehen.

Ist es nicht so, dass man auf Reisen Bilder sieht, die man möglicherweise nie wieder sieht, besonders als Amateur der seine (Fern-)Reisen selbst zahlt? Ganz einfach deshalb, weil man an diesen Ort vielleicht nie wieder kommen wird, nie wieder sehen wird. Und ich meine damit ganz normale Bilder einer Stadt, einer Landschaft, seiner Liebsten oder was man sonst für besonders sehenswert hält

Wenn ich die Argumente pro Reisezoom mit den bekannten Schwächen richtig verstehe nimmt man für Fototouren um die Haustür, für den 45km entfernten Landschaftspark oder Zoo, für Motive die man immer wieder neu fotografieren könnte, das "gute" Material - bei Reisen in ferne Länder dann das Reisezoom, auch wenn es Schwächen hat die man für gute Aufnahmen nicht akzeptieren kann. Diese Logik erschließt sich mir überhaupt nicht. Aber, jedem das Seine.

Trotzdem haben Superzooms ihre Berechtigung. Wenn ich mit Frau und Kind nach Freiburg in die Altstadt gehe, ist so ein Ding einfach Gold wert. Da wartet niemand auf maich, dass ich den Rucksck abnehme, eine andere Linse rauskrame, die Deckel wechsle,.... Und mit dem voll ausgesatteten S&F Tragesystem von Lowepro, wo ich sofort an jede Linse ran käme, lässt mich meine Frau nicht in die Innenstadt zum Einkaufsbummel ;)

Ausserdem muss ich sagen, dass mit der S5 Pro und dem Tamron 18-250mm sehr wohl Bilder möglich sind, die bei 6 MP in der 100% Ansicht sehr schön scharf sind. Auch nachdem man die unvermeidbare Verzeichnug mti PT Lens korrigiert hat. Sie sind problemlos bis A3 druckbar, auch wenn man mit der Nase nah ran gehn will an den Druck. Man muss die Linse nur was abblenden.
Bei mehr Auflösung wird das alles kritischer, grade am Rand. Und grade dann, wenn an FX nur eine Kleinbildlinse ist, dann gibt es keinen Rand des Bildkreises, der wegfällt. Das ist der grosse Vorteil von DX: Man kann FX Linsen dran tun, die gebraucht zum Teil sehr erschwinglich sind und im DX Bereich bis zum Rand richtig gut sind. FX wäre so gesehn eigentlich ein Fall für Mittelformat Linsen - oder die wenigen Perlen im Kleinbild-Objektivprogramm (wie das 200/2.0 VR), die die Schräfe auch bei 24 MP bis zum Rand halten.

Bezüglich Superzoom: DX erlaubt es, die Dinger wesentlich kleiner zu bauen, 200mm ist eben was anderes als 300mm. Zweitens ist die Problematik mit den schrägen Lichtstrahlen bei einem DX Sensor im FX Bajonett (was das F-Bajonett ja ist) weniger ausgeprägt, als bei FX. Und zu guter Letzt: Ja, man kann auch für FX ein Superzoom bauen, das abgeblendet einigermassen gut ist (wenn es auch nicht an FB ran reicht). Das sieht dann ungefähr so aus wie das Canon 28-300mm L IS - ca. 1.5 bis 2kg muss man also schon tolerieren.
 
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Auf jeden Fall nehme ich ein "Reisezoom" mit auf meine Reise und lasse die "Superoptiken" zu Hause. Wenn ich reise, dann will ich die Reise erleben, und nicht nur hinter dem Sucher hängen. Meine Fotos, wie scharf, unscharf, oder wie toll fotografisch die auch komponiert sind, letztendlich kann nur ich damit etwas anfangen. Auf einer Reise durch die Welt ist es für mich egal, ob irgendwelche Foristen es gut oder schlecht fanden, was ich fotografierte.
Da ist das unscharfe, auf einem Event geschossene Bild eventuell für mich wichtiger, als das nach allen Künsten komponierte Landschaftsbild.

Da sind die Ansprüche offenbar extrem unterschiedlich. Reisen heißt für mich auch unvergessliche Augenblicke im Bild festzuhalten, und das in aller Ruhe und höchstmöglicher Qualität. Reisen heißt für mich also immer und viel fotografieren.

Ich habe letzen Herbst für mich einen diesbezüglichen (Gegen-)Versuch gestartet und einen Urlaub lang ausschließlich das 28-300 VR verwendet. Über die technische Qualität der entstandenen Bilder ärgere ich mich heute noch. Der Aufwand in der anschließenden EBV hat mich Tage gekostet, fehlende Auflösung konnte aber auch die nicht komplett kompensieren. Diese Ergebnisse sind für mich inakzeptabel, vor allem da ich auch weiss, wie die Bilder mit dem anderen vorhandenen Equipment ausgesehen hätten. :frown1: Im gleichen Herbst habe ich noch eine zweite Reise unternommen, wo ich mit dem 2.8er Equipment fotografiert habe. Viele Objektivwechsel, trotzdem entspanntes Fotografieren (wer sich im Urlaub hetzen lässt ist selber schuld), und die technische Qualität, einfach :up:. Selbst die Ergebnisse meines 70-200/2.8 mit Telekonverter übertreffen das 28-300 VR bei Weitem. Die Bilder schaue ich oft und gerne an.

Die Konsequenz ist für mich klar. Mein Flipside 400 AW nimmt mein Equipment gut auf und auf dem Rücken stört mich das Gewicht auch im Urlaub nicht. Dafür habe ich alles dabei womit ich auch arbeite und was mir die Freiheit gibt, alles so zu fotografieren, wie ich mir das vorstelle. Das 28-300 VR habe ich recht schnell weiter verkauft und war mit ziemlicher Sicherheit mein letztes Superzoom .....
 
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Das sieht dann ungefähr so aus wie das Canon 28-300mm L IS - ca. 1.5 bis 2kg muss man also schon tolerieren.

Den Schluss würde ich so nicht unbedingt ziehen. Das Canon ist hauptsächlich so schwer, weil es (anders als das Nikon) primär für den harten Presse- und Profialltag gebaut ist.

-- Markus
-- Nikon lens reviews, photozone.de
 
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Hallo Steffen!
Da sind die Ansprüche offenbar extrem unterschiedlich. Reisen heißt für mich auch unvergessliche Augenblicke im Bild festzuhalten, und das in aller Ruhe und höchstmöglicher Qualität. Reisen heißt für mich also immer und viel fotografieren.

Mein Flipside 400 AW nimmt mein Equipment gut auf und auf dem Rücken stört mich das Gewicht auch im Urlaub nicht. Dafür habe ich alles dabei womit ich auch arbeite und was mir die Freiheit gibt, alles so zu fotografieren, wie ich mir das vorstelle.
Reist du alleine?
Dann würde ich dein Statement voll unterschreiben.
 
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Wem muss man denn was beweisen?
Niemandem, aber darum geht es doch auch gar nicht.
Allerdings ist jedenfalls mir nach Deinem Plädoyer logisch betrachtet noch nicht ganz klar, warum Du überhaupt andere Objektive als das genannte Universalzoom besitzt und nutzt, wenn es Dir (!) doch auch für die unvergesslichen und ggf. ebenso unwiederbringlichen Momente einer u.U. teuer bezahlten Reise gut genug ist...

CB
 
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Für meine Familienreisen sind das 28-300, etwas besser sogar noch das 18-200, mehr als ausreichend, egal wie teuer diese Reise war. Optisch gutes Bild im Kasten ist mir dann wichtiger, als optisches Top-Bild nicht gemacht oder berechtigt genervte Familie.

Ich habe auch nicht nach jeder Reise, egal wie teuer sie war, den Anspruch, dass meine Bilder weltweit von jeder Agentur angenommen werden. Abgesehen davon kann ich mir mit Superzooms das Reisen noch leisten, mit mancher Edellinse müsste ich nach deren Investition den Urlaub im Garten verbringen. :rolleyes:

Bei so simplen Aufgaben wie z.B. Makrofotografie, Kinderfussball und AVL sind die Superzooms nicht oder nicht so gut geeignet. Dafür habe ich dann entsprechend geeigneteres im Gepäck, was dann im Nebeneffekt gerne noch einen Hauch optisch besser abbildet.

Sollte ich mal in die Verlegenheit kommen, privat oder im Auftrag mit höchstem Anspruch an die Abbildungsleistung allein unterwegs zu sein, würde ich schleppen. Ob meine Bilder damit besser werden, halte ich für fraglich. Die Motive werden aber etwas besser optisch abgebildet - was für mich nicht das Gleiche ist.

LG FMA
 
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Niemandem, aber darum geht es doch auch gar nicht.
Allerdings ist jedenfalls mir nach Deinem Plädoyer logisch betrachtet noch nicht ganz klar, warum Du überhaupt andere Objektive als das genannte Universalzoom besitzt und nutzt, wenn es Dir (!) doch auch für die unvergesslichen und ggf. ebenso unwiederbringlichen Momente einer u.U. teuer bezahlten Reise gut genug ist...

CB

Ich hätte jetzt ungefähr so geantwortet, wie FMAnton in Beitrag #106 geschrieben hatte. Daher führe ich das jetzt nicht weiter aus.
Aber, muss denn immer alles logisch nachvollziehbar sein? Ich denke nicht.
 
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Aber, muss denn immer alles logisch nachvollziehbar sein? Ich denke nicht.

Die Logik (z.B. der Mathematik) bzw. deren Umkehrung funktioniert halt im täglichen Leben nicht immer. Hatte ich mal in Mathe. :hehe:

Alle Männer sind Menschen. Heisst nicht, dass alle Menschen Männer sind. :D

LG FMA
 
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Hallo Steffen!

Reist du alleine?
Dann würde ich dein Statement voll unterschreiben.

Hallo Michael, ganz und gar nicht. Allerdings ist auch meiner Frau im Urlaub jede Art von Hektik zuwider, was meinen fotografischen Ambitionen sehr entgegen kommt. Die Argumentation von der genervten Familie kann ich deshalb jedenfalls so nicht nachvollziehen, dies kenne ich so nicht. Geführte Erlebnisreisen mit eng gefasstem Zeitplan unternehmen wir grundsätzlich nicht, der Alltag ist hektisch genug, im Urlaub ist Erholung angesagt. Und meinen Rucksack trage ich immer allein, warum also sollte meine Frau sich daran stören. Und meine Tochter, so sie denn mit ihren 20 Lenzen noch mit reist, ist wenigstens genauso viel mit Fotografieren beschäftigt wie ich. Diese fotografiert übrigens mit einer D60 mit meinem alten 18-200 VR dran. Mit Ihren Bildern bin ich bei der (technischen) Nachbearbeitung in der Regel mindestens doppelt so lange beschäftigt, wie das bei meinen mit der D700 entstandenen Bildern der Fall ist.

Aber das ist halt alles eine Frage des persönlichen Anspruchs. Die technische Qualität der Bilder des 28-300 VR (um das geht es ja in diesem Thread) hat mich aber schon ganz schön erschüttert. Wem diese ausreicht, der kann auch mit dem 28-300 VR eventuell glücklich werden. Allerdings wachsen die Ansprüche auch mit der Zeit immer mehr. Ich habe seinerzeit gerade unterwegs viele Bilder mit der D80 und dem 18-200 VR gemacht. Damals hätte ich übrigens ganz ähnlich argumentiert. Leichtes Gepäck für unterwegs, Qualität doch nicht so schlecht etc. Heute ertappe ich mich beim Betrachten der damals entstandenen Bilder allerdings immer häufiger bei dem Gedanken, hättest du doch mal ein vernünftiges Objektiv verwendet. Ich habe mir dann damals noch ein Tamron 28-75/2.8 zusätzlich gekauft, bereits kurz nach dessen Anschaffung kam das 18-200 VR nicht mehr auf die Kamera. Das 28-300 VR war letzten Herbst mein letzter Versuch in diese Richtung. Argumente dafür waren der Gedanke, dass Nikon bei einer so neuen Rechnung schon auch auf eine ordentliche Auflösung passend zu den aktuellen Kameras geachtet haben wird, und dass die D700 mit ihren großen Pixeln ohnehin sehr gutmütig bezüglich der verwendeten Objektive ist. Beides hat sich bezüglich des 28-300 VR leider nicht bestätigt. Ich werde es für Reisen eventuell doch noch einmal mit dem 24-120/4 VR versuchen, mehr Superzoom kommt für mich persönlich aber nicht mehr in Frage ......
 
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Der Streit hier ist sinnlos. Ich meine, dass man gar nicht begründen muss, warum man irgendeine Optik einer anderen vorzieht. Wenn sie dem Fotografen gefällt, ist das als Grund völlig ausreichend und muss auch nicht weiter diskutiert werden. Denn am Ende sucht man bei einer Optik Eigenschaften, die den persönlichen Vorlieben entsprechen. Was hier und da getestet wurde, kann zur völligen Nebensache werden. Von daher ist des einen Suppenzoom des anderen Superzoom.

:)
 
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Der Streit hier ist sinnlos.

Mhm, aber wir streiten doch gar nicht. :nixweiss: Im Gegenteil, bisher läuft zumindest in diesem Thread die Diskussion sachlich und ruhig ab.

Verbesser mich wenn ich da falsch liege, aber ist ein Forum nicht dafür da über die Dinge zu diskutieren, Argumente und Erfahrungen auszutauschen? Und wenn man über Erfahrungen mit dem diskutierten Gegenstand verfügt, soll man sie für sich behalten, nur weil jemand anderer Meinung sein könnte? :)
 
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steffen, probier das neue 24-120er. ingesamt für mich das mit abstand beste reisezoom an fx und seither kommt mein lichtstarkes 24-70er kaum noch zum einsatz. allein der stabi ist eine wucht und die 4,0 reicht auch mal ganz gut zum freistellen im längeren brennweitenbereich.
 
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Aber das ist halt alles eine Frage des persönlichen Anspruchs. Die technische Qualität der Bilder des 28-300 VR (um das geht es ja in diesem Thread) hat mich aber schon ganz schön erschüttert. Wem diese ausreicht, der kann auch mit dem 28-300 VR eventuell glücklich werden. Allerdings wachsen die Ansprüche auch mit der Zeit immer mehr. Ich habe seinerzeit gerade unterwegs viele Bilder mit der D80 und dem 18-200 VR gemacht. Damals hätte ich übrigens ganz ähnlich argumentiert. Leichtes Gepäck für unterwegs, Qualität doch nicht so schlecht etc. Heute ertappe ich mich beim Betrachten der damals entstandenen Bilder allerdings immer häufiger bei dem Gedanken, hättest du doch mal ein vernünftiges Objektiv verwendet. Ich habe mir dann damals noch ein Tamron 28-75/2.8 zusätzlich gekauft, bereits kurz nach dessen Anschaffung kam das 18-200 VR nicht mehr auf die Kamera. Das 28-300 VR war letzten Herbst mein letzter Versuch in diese Richtung. Argumente dafür waren der Gedanke, dass Nikon bei einer so neuen Rechnung schon auch auf eine ordentliche Auflösung passend zu den aktuellen Kameras geachtet haben wird, und dass die D700 mit ihren großen Pixeln ohnehin sehr gutmütig bezüglich der verwendeten Objektive ist. Beides hat sich bezüglich des 28-300 VR leider nicht bestätigt. Ich werde es für Reisen eventuell doch noch einmal mit dem 24-120/4 VR versuchen, mehr Superzoom kommt für mich persönlich aber nicht mehr in Frage ......

Wie ist denn das 18-200er im Vergleich zum 28-300er ? Überlege das an meiner D7000 durch eine Kombi aus 16-85 und 55-300 zu ersetzen. An der D300 schien mir das 18-200er eigentlich noch ganz passabel....
 
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Wie ist denn das 18-200er im Vergleich zum 28-300er ? Überlege das an meiner D7000 durch eine Kombi aus 16-85 und 55-300 zu ersetzen. An der D300 schien mir das 18-200er eigentlich noch ganz passabel....

Erwarte nicht zu viel vom 24-120. Es ist zwar besser als das 28-300mm, aber nicht genug. Die Verzerrung bei 24mm ist lächerlich, und der Schärfegewinn ist nur im Direktvergleich sichtbar.

Was für mich am meisten gegen diese Linse gesprochen hat, war, dass sie zu weit in den Weitwinkel geht, aber nicht richtig. Ich nehm lieber noch mein Weitwinkelzoom mit, welches einen richtigen Weitwinkel hat, und dort auch stark ist. Und bei zwei Zooms hält sich der Objektivwechsel noch in Grenzen.

Und wie schon ein paar vor mir sagten, ein 50mm 1.8 passt immer in die Tasche. Die beiden Bilder auf der vorigen Seite wären Kandidaten für diese Linse.
 
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Und wie schon ein paar vor mir sagten, ein 50mm 1.8 passt immer in die Tasche. Die beiden Bilder auf der vorigen Seite wären Kandidaten für diese Linse.

So aehnlich war es auch, es war das HSM 50/1.4.

Wenn man keine Lust zum Wechseln hat, kann man natuerlich auch nur mit der D700 und einem 50iger losziehen, was ich selbst haeufiger tue. Die angebliche Flexibilitaet eines Suppenzooms (nur Brennweitenflexibilitaet) ist letztendlich doch auch nur ein Kompromiss, wie jede Objektiv-Entscheidung.

Mit einem 50iger kann ich "Tele- und Weitwinkemotive" nicht sinnvoll angehen, dafuer habe ich Schaerfe, Tiefenschaerfe, kaum Verzeichnung, Lichtstaerke....ich sehe anders und finde andere Motive bei einer Festwinkel-Loesung....knipsen (gemachte Fotos) werden es nicht weniger sein, aber (zumindest fuer mich) mit einer deutlich besseren Qualitaet.
 
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Hallo Michael, ganz und gar nicht. Allerdings ist auch meiner Frau im Urlaub jede Art von Hektik zuwider, was meinen fotografischen Ambitionen sehr entgegen kommt. Die Argumentation von der genervten Familie kann ich deshalb jedenfalls so nicht nachvollziehen, dies kenne ich so nicht. Geführte Erlebnisreisen mit eng gefasstem Zeitplan unternehmen wir grundsätzlich nicht, der Alltag ist hektisch genug, im Urlaub ist Erholung angesagt.

Aber das ist halt alles eine Frage des persönlichen Anspruchs. Die technische Qualität der Bilder des 28-300 VR (um das geht es ja in diesem Thread) hat mich aber schon ganz schön erschüttert. Wem diese ausreicht, der kann auch mit dem 28-300 VR eventuell glücklich werden. Allerdings wachsen die Ansprüche auch mit der Zeit immer mehr. Ich habe seinerzeit gerade unterwegs viele Bilder mit der D80 und dem 18-200 VR gemacht. Damals hätte ich übrigens ganz ähnlich argumentiert. Leichtes Gepäck für unterwegs, Qualität doch nicht so schlecht etc. Heute ertappe ich mich beim Betrachten der damals entstandenen Bilder allerdings immer häufiger bei dem Gedanken, hättest du doch mal ein vernünftiges Objektiv verwendet. ......

Zur Bildqualität: Wenn ich schon ein Bild kritisch auf seine technische Bildqualität anschaue, dann seh ich aber nicht nur, dass ein nicht optimales Obejktiv verwendet wurde. Sondern zu aller erst denke ich bei technisch nicht so guten Bildern: Hättest du mal dein Gitzo Systematic mitgenommen und die Kamera da drauf getan.

Ich war neulich wieder mal so blöd, mit der D2x und ca. 35mm Brennweite 1/500 oder ähnlich freihand zu probieren. Ja, ist ja schon gut druckbar die Qualität, aber in der 100% Ansicht sieht man das fehlende Stativ, es fehtl der letzte Biss, den man für Ausbelichtungen in 60x90 braucht, an die man anschliessend auch mal mit der Nase ran will, um Details zu entdecken. Dabei hab ich eher eine ruhige Hand, ich halte in der Regel auch noch die doppelte Verschlusszeit der üblichen Faustregel, ohne dass es mit Ausdrucken in A4 oder noch was mehr gleich dauernd Probleme gäbe.

Ich halte es daher so, dass für Freihand Fotografie auch durchaus das 18-250mm ran darf. Und die ISO dürfen auch bis auf 1000 hoch, wenn nötig. Und ich nehm die S5 dafür, für sowas reicht ihre eher tiefe Auflösung.

Wenn ich mehr Auflösung will, dann kommt natürlich kein 18-250mm auf die D2x oder das analoge MF. Dann kommen schon richtig gute Linsen drauf, die ich alle mindestens einmal auch geprüft hab, wie scharf sie bis zum Rand zeichnen, möglichst keine CA.... Dann ist aber auch ISO 50 bis 100 an der Reihe, und die Kamera ist auf dem Gitzo Systematic - ohne Mittelsäule versteht sich.

Entweder die ganze Kette auf hohe Bildqualität getrimmt (Kamera, Objektiv, Stativ). Oder das ganze auf leicht, schnell, freihand.
 
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Mit einem 50iger kann ich "Tele- und Weitwinkemotive" nicht sinnvoll angehen, dafuer habe ich Schaerfe, Tiefenschaerfe, kaum Verzeichnung, Lichtstaerke....ich sehe anders und finde andere Motive bei einer Festwinkel-Loesung....knipsen (gemachte Fotos) werden es nicht weniger sein, aber (zumindest fuer mich) mit einer deutlich besseren Qualitaet.

Grundsätzlich auch für die Reise geeignet. Ich hab z.B. für s/w Fotos in der Stadt dieses Set: Pentax 645, 55mm, 75mm, 150mm.
Auf DX übertragen wäre das ein 24mm, 35mm und ein 70mm. Wobei man an den Brennweiten sicher noch ein bisschen tunen kann. Und eine 12 bis 16 MP Kamera wäre dann auch hilfreich, dann kann man mit einem 85 oder 105mm statt des 70mm und deutliche Crop sogar an das eine oder andere Zootier noch in 13x18 ausgedruckt denken.
Stellt sich nur die Frage, wie man sowas so bequem zum Wechseln unterbringt wie in einem S&F Gurt, ohne dass man gleich nach militantem Fotograf aussieht. Das hab ich bisher nicht gefunden. Ich ziehe deshalb das 24-85mm vor....
 
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Entweder die ganze Kette auf hohe Bildqualität getrimmt (Kamera, Objektiv, Stativ). Oder das ganze auf leicht, schnell, freihand.
Oder alle Objektiv- und Kamerakombinationen und Nutzungsvarianten dieser Kombinationen dazwischen. In der Fotografie ist erlaubt, was gefällt. Nicht der Siemensstern ist der Massstab, sondern dass man am Ergebnis Gefallen findet. Und dabei ist unter Umständen Schärfe, Verwacklungsfreiheit, Verzeichnung von völlig untergeordneter Bedeutung.
Das bedeutet nicht, dass das Testen eines Objektiv bedeutungslos ist. Doch der Test beschreibt nur die Eigenschaften des Gerätes, über den Nutzwert dieser Eigenschaften entscheidet er nicht.
 
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