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Ich verstehe nie den Begriff "Reisezoom" und besonders, dass man mit diesem Begriff gleichzeitig generös bereit ist Qualitätseinbußen - wegen des Reisen - den Reisebildern zuzugestehen.
Ist es nicht so, dass man auf Reisen Bilder sieht, die man möglicherweise nie wieder sieht, besonders als Amateur der seine (Fern-)Reisen selbst zahlt? Ganz einfach deshalb, weil man an diesen Ort vielleicht nie wieder kommen wird, nie wieder sehen wird. Und ich meine damit ganz normale Bilder einer Stadt, einer Landschaft, seiner Liebsten oder was man sonst für besonders sehenswert hält
Wenn ich die Argumente pro Reisezoom mit den bekannten Schwächen richtig verstehe nimmt man für Fototouren um die Haustür, für den 45km entfernten Landschaftspark oder Zoo, für Motive die man immer wieder neu fotografieren könnte, das "gute" Material - bei Reisen in ferne Länder dann das Reisezoom, auch wenn es Schwächen hat die man für gute Aufnahmen nicht akzeptieren kann. Diese Logik erschließt sich mir überhaupt nicht. Aber, jedem das Seine.
Auf jeden Fall nehme ich ein "Reisezoom" mit auf meine Reise und lasse die "Superoptiken" zu Hause. Wenn ich reise, dann will ich die Reise erleben, und nicht nur hinter dem Sucher hängen. Meine Fotos, wie scharf, unscharf, oder wie toll fotografisch die auch komponiert sind, letztendlich kann nur ich damit etwas anfangen. Auf einer Reise durch die Welt ist es für mich egal, ob irgendwelche Foristen es gut oder schlecht fanden, was ich fotografierte.
Da ist das unscharfe, auf einem Event geschossene Bild eventuell für mich wichtiger, als das nach allen Künsten komponierte Landschaftsbild.
Im gleichen Herbst habe ich noch eine zweite Reise unternommen, wo ich mit dem 2.8er Equipment fotografiert habe. Viele Objektivwechsel, trotzdem entspanntes Fotografieren (wer sich im Urlaub hetzen lässt ist selber schuld), und die technische Qualität, einfach :up:. Selbst die Ergebnisse meines 70-200/2.8 mit Telekonverter übertreffen das 28-300 VR bei Weitem. Die Bilder schaue ich oft und gerne an.Das sieht dann ungefähr so aus wie das Canon 28-300mm L IS - ca. 1.5 bis 2kg muss man also schon tolerieren.
Reist du alleine?Da sind die Ansprüche offenbar extrem unterschiedlich. Reisen heißt für mich auch unvergessliche Augenblicke im Bild festzuhalten, und das in aller Ruhe und höchstmöglicher Qualität. Reisen heißt für mich also immer und viel fotografieren.
Mein Flipside 400 AW nimmt mein Equipment gut auf und auf dem Rücken stört mich das Gewicht auch im Urlaub nicht. Dafür habe ich alles dabei womit ich auch arbeite und was mir die Freiheit gibt, alles so zu fotografieren, wie ich mir das vorstelle.
Niemandem, aber darum geht es doch auch gar nicht.Wem muss man denn was beweisen?
Niemandem, aber darum geht es doch auch gar nicht.
Allerdings ist jedenfalls mir nach Deinem Plädoyer logisch betrachtet noch nicht ganz klar, warum Du überhaupt andere Objektive als das genannte Universalzoom besitzt und nutzt, wenn es Dir (!) doch auch für die unvergesslichen und ggf. ebenso unwiederbringlichen Momente einer u.U. teuer bezahlten Reise gut genug ist...
CB
Solange Du mit Deinen Ergebnissen zufrieden bist, ist doch alles in bester Ordnung.Aber, muss denn immer alles logisch nachvollziehbar sein?
Aber, muss denn immer alles logisch nachvollziehbar sein? Ich denke nicht.

Hallo Steffen!
Reist du alleine?
Dann würde ich dein Statement voll unterschreiben.
Der Streit hier ist sinnlos.
Im Gegenteil, bisher läuft zumindest in diesem Thread die Diskussion sachlich und ruhig ab.Dann will ich nichts gesagt haben...Mhm, aber wir streiten doch gar nicht.![]()
Aber das ist halt alles eine Frage des persönlichen Anspruchs. Die technische Qualität der Bilder des 28-300 VR (um das geht es ja in diesem Thread) hat mich aber schon ganz schön erschüttert. Wem diese ausreicht, der kann auch mit dem 28-300 VR eventuell glücklich werden. Allerdings wachsen die Ansprüche auch mit der Zeit immer mehr. Ich habe seinerzeit gerade unterwegs viele Bilder mit der D80 und dem 18-200 VR gemacht. Damals hätte ich übrigens ganz ähnlich argumentiert. Leichtes Gepäck für unterwegs, Qualität doch nicht so schlecht etc. Heute ertappe ich mich beim Betrachten der damals entstandenen Bilder allerdings immer häufiger bei dem Gedanken, hättest du doch mal ein vernünftiges Objektiv verwendet. Ich habe mir dann damals noch ein Tamron 28-75/2.8 zusätzlich gekauft, bereits kurz nach dessen Anschaffung kam das 18-200 VR nicht mehr auf die Kamera. Das 28-300 VR war letzten Herbst mein letzter Versuch in diese Richtung. Argumente dafür waren der Gedanke, dass Nikon bei einer so neuen Rechnung schon auch auf eine ordentliche Auflösung passend zu den aktuellen Kameras geachtet haben wird, und dass die D700 mit ihren großen Pixeln ohnehin sehr gutmütig bezüglich der verwendeten Objektive ist. Beides hat sich bezüglich des 28-300 VR leider nicht bestätigt. Ich werde es für Reisen eventuell doch noch einmal mit dem 24-120/4 VR versuchen, mehr Superzoom kommt für mich persönlich aber nicht mehr in Frage ......
Wie ist denn das 18-200er im Vergleich zum 28-300er ? Überlege das an meiner D7000 durch eine Kombi aus 16-85 und 55-300 zu ersetzen. An der D300 schien mir das 18-200er eigentlich noch ganz passabel....
Und wie schon ein paar vor mir sagten, ein 50mm 1.8 passt immer in die Tasche. Die beiden Bilder auf der vorigen Seite wären Kandidaten für diese Linse.
Hallo Michael, ganz und gar nicht. Allerdings ist auch meiner Frau im Urlaub jede Art von Hektik zuwider, was meinen fotografischen Ambitionen sehr entgegen kommt. Die Argumentation von der genervten Familie kann ich deshalb jedenfalls so nicht nachvollziehen, dies kenne ich so nicht. Geführte Erlebnisreisen mit eng gefasstem Zeitplan unternehmen wir grundsätzlich nicht, der Alltag ist hektisch genug, im Urlaub ist Erholung angesagt.
Aber das ist halt alles eine Frage des persönlichen Anspruchs. Die technische Qualität der Bilder des 28-300 VR (um das geht es ja in diesem Thread) hat mich aber schon ganz schön erschüttert. Wem diese ausreicht, der kann auch mit dem 28-300 VR eventuell glücklich werden. Allerdings wachsen die Ansprüche auch mit der Zeit immer mehr. Ich habe seinerzeit gerade unterwegs viele Bilder mit der D80 und dem 18-200 VR gemacht. Damals hätte ich übrigens ganz ähnlich argumentiert. Leichtes Gepäck für unterwegs, Qualität doch nicht so schlecht etc. Heute ertappe ich mich beim Betrachten der damals entstandenen Bilder allerdings immer häufiger bei dem Gedanken, hättest du doch mal ein vernünftiges Objektiv verwendet. ......
Mit einem 50iger kann ich "Tele- und Weitwinkemotive" nicht sinnvoll angehen, dafuer habe ich Schaerfe, Tiefenschaerfe, kaum Verzeichnung, Lichtstaerke....ich sehe anders und finde andere Motive bei einer Festwinkel-Loesung....knipsen (gemachte Fotos) werden es nicht weniger sein, aber (zumindest fuer mich) mit einer deutlich besseren Qualitaet.
Oder alle Objektiv- und Kamerakombinationen und Nutzungsvarianten dieser Kombinationen dazwischen. In der Fotografie ist erlaubt, was gefällt. Nicht der Siemensstern ist der Massstab, sondern dass man am Ergebnis Gefallen findet. Und dabei ist unter Umständen Schärfe, Verwacklungsfreiheit, Verzeichnung von völlig untergeordneter Bedeutung.Entweder die ganze Kette auf hohe Bildqualität getrimmt (Kamera, Objektiv, Stativ). Oder das ganze auf leicht, schnell, freihand.