Mitmachthema Nicht perfekte Schnappschüsse, die ich nicht weggeworfen habe und sogar zur Diskussion stelle

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Ich seh da kein Konzept....
Das Konzept könnte sein, eine ganze Reihe solcher Bilder zu machen, umd damit etwas bestimmtes (z.B. den Alltag, die Trostlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit eine bestimmten Menschengruppe wie beispielsweise Obdachloser)zu demonstrieren.
Solche Bilder tun weh und müssen es auch, genau wie das hier von @Kay
Da dies hier aber nur ein einzelner Schnappschuss ist, hat er natürlich in der Hinsicht keine Wirkung... es sei denn, man sagt es ausdrücklich dazu.
 
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Das Konzept könnte sein, eine ganze Reiche solcher bilder zu machen, umd damit etwas bestimmtes (z.B. de Alltag, die Trostlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit eine bestimmten Menschengruppe. wie beispilesweise Obdachloser)zu demonstrieren.
Solche Bilder tun weh und müssen es auch, genau wie das hier von @Kay

Sicher nur dann sollte das Bild sich auch auf das konzentrieren und es durch die Bildgestaltung dem Betrachter vermitteln.
Ich seh hier einen Schnappschuss, der mir keinerlei dieser Dinge vermittelt.
 
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Sicher nur dann sollte das Bild sich auch auf das konzentrieren und es durch die Bildgestaltung dem Betrachter vermitteln.
Ich seh hier einen Schnappschuss, der mir keinerlei dieser Dinge vermittelt.
So geht es mir mit dem Bild auch.
Und ganz ehrlich: im ersten Moment habe ich mich gefragt, ob das Bild im Zusammenhang dieses Threads nicht pure Provokation ist.
Den Gedanken habe ich dann aber schnell wieder revidiert - u.A. weil ich Kay nicht persönlich kenne und aus seine Texten hier auch nicht wirklich abschätzen kann, was er denkt und meint.
Das ist halt wieder mal die Crux der Kommunikation im Netz, wo man nur das geschriebene Wort sieht, aber nicht die Zwischentöne mitbekommt, wie in einem realen Gespräch von Angesicht zu Angesicht
 
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Ich seh hier einen Schnappschuss, der mir keinerlei dieser Dinge vermittelt.

Das ist eben so.

Dieses Foto ist während eines Spazierganges gemacht und diese Situation war so. Ich habe etwas gesehen.

Wenn das Bild Dir nichts vermittelt, habe ich nicht deutlich genug gesendet, oder Du hattest keinen guten Empfang.
Der/die eine oder andere kann etwas damit anfangen - vielleicht ist es auch Stimmungssache.

Wie Martin schreibt :
" Das ist halt wieder mal die Crux der Kommunikation im Netz, wo man nur das geschrieben Wort sieht, aber nicht die Zwischentöne mitbekommt, wie in einem realen Gespräch von Angesicht zu Angesicht. "
 
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Also, ich weiß gar nicht warum, aber bei mir werden das immer halbe Romane. Ich dachte zuerst, da kann ich gar nicht viel schreiben. Aber großer Irrtum. Also hier meine Einschätzung, die eigentlich gar keine ist, weil ich am Ende zu keinem Schluss zur Bewertung des Bildes komme.

Geht los:

Da ist was schief. Je mehr ich mich mit dem Bild beschäftige: da ist was schief. Und zwar nicht nur der Pfeiler da rechts im Hintergrund, der mich so richtig nervt. Der Baustellenzaun ist komischerweise fast gerade. Gegen den Pfahl mit dem Mülleimer hat einer getreten, darum ist der schief. Das ist okay. Aber der Pfeiler dahinten – und überhaupt das ganze Bild: da läuft was ganz gewaltig schief. Und ich verstehe es nicht, krieg keinen Zugang. Mag sein, dass deshalb beim ersten Betrachten der Gedanke aufkommt: boah, ab in die Rundablage. Aber wir wollen uns ja hier mit den Bildern auseinandersetzen und Du, Kay, hast genau dieses Bild ausgewählt. Also bleib ich dran, ähnlich wie Sabine (wir machen das eh ziemlich genauso mit dem Bild und dem Editor )

Also, wie krieg ich Zugang? Da ist so viel Zeugs im Bild und alles so unaufgeräumt – eine Bildbeschreibung nach bewährter Art wie ich sie bei Sam gemacht habe, würde hier ewig dauern. Also Inventur im Bild kann ich da nicht machen, ich kriege keine Ordnung rein. Denn: da ist was schief, sagte ich das schon? ;) Ich nehme mal ein paar Hilfskrücken dazu, lege das eine oder andere Raster übers Bild und gucke. Und siehe da: der Fotograf versteht was von Bildaufteilung. Goldener Schnitt: der Hund – auch vom Lichteinfall schön betont – fein unten links im Schnittpunkt der Linien (POI). Diagonalen funktionieren hier besser als ein Dreiecksraster. Am erstaunlichsten ist aber das Ergebnis mit der Goldenen Spirale, denn was rückt die in ihren Konzentrationspunkt? Dieses Ding, von dem ich nicht mal weiß, wie das richtig heißt, also diesen schiefen weißen Markierungspfahl mit dem grünen „Überbau“ vor dem Toilettenhäuschen und dem Baustellenzaun. Die Raster helfen mir beim „Aufräumen“, sie lenken meine Aufmerksamkeit.

Da werden ein paar Vorurteile provoziert: erster Blick und sofortige erste Schlussfolgerung werden voll bedient: abgetragene Klamotten, Camouflage-Jacke, Bierflasche, Zigarette, irgendwo in der Öffentlichkeit rumsitzen und nix tun. Aber Leute, die Vorurteile können wir uns von der Backe schmieren – das sind keine Angehörigen einer aus der Gesellschaft gefallenen Randgruppe, das ist die Wirklichkeit. Alltag in der Stadt. Davor können und dürfen wir längst nicht mehr die Augen verschließen, das sind keine Einzelfälle. Das ist unsere Gesellschaft, ein Teil davon.

Jetzt schreibt Kay, die Männer warten vor der Post. Okay, die Post kann ich nicht erkennen, das Warten aber schon. Vom Licht her würde ich auf Nachmittag tippen bei der Aufnahme, also warten sie wohl kaum auf die Öffnung. Kay weist außerdem darauf hin, dass das Bild etwas mit dem Fotografen und seinem Empfinden in dem Moment zu tun hat. Klingt für mich so, als hätte er in dem Augenblick Teil der Szene sein, sich jedenfalls aber sehr einfühlen können. Ich weiß es nicht, ich empfinde das nicht, sehe das nicht, war auch nicht da und hab meine eigene Wahrnehmung.

Aber mir fällt eine Geschichte ein, eine wahre, und egal, ob das hier auch zutrifft oder nicht, irgendwas haben das Bild und die Geschichte jedenfalls für mich miteinander zu tun.

Als ich noch Schulkind war, kamen regelmäßig nachmittags so eine Stunde vor Kassenschluss 3 oder 4 ältere Herren, Rentner, soweit ich weiß alle alleinstehend oder verwitwet, mal mit, mal ohne Hund in die örtliche kleine Bankfiliale. In der Mitte des Raumes gab es eine Sitzbank. Das war ihr Platz. Im Winter kamen sie gerne schon mal ein bisschen früher. Sie saßen da und unterhielten sich mal mehr, mal weniger. Eigentlich wollten sie einfach nur da sitzen, ganz nach Loriot. Und was passierte bei Kassenschluss? Der Kassierer kam aus seinem Panzerglashäuschen und hatte ein paar Schnapspinnchen und eine Flasche Klaren in der Hand. Es gab für jeden der Herren einen. Dann standen sie auf, wünschten allen einen schönen Feierabend und gingen nach Hause.

Ich habe das als Kind nie verstanden. Wie konnten die da einfach rumsitzen? Nur für den einen Schnaps? Hätte man ja auch einfach 5 Minuten vor Kassenschluss kommen können, oder? Bis mir dann mal jemand erklärte, dass diese Rentner wahrscheinlich nicht wüssten, wie sie den Tag rumkriegen könnten. Dass sie sich nicht damit abfinden könnten, zum alten Eisen zu gehören, nicht mehr gebraucht zu werden, keine sozialen Kontakte mehr zu haben. Und dass sie deshalb Struktur in ihren Tag brächten, indem sie diese kleine Tradition pflegten und somit am Ende eines Tages tatsächlich genau wie die Bankangestellten auch einen Feierabend hätten. Immer um die gleiche Uhrzeit, regelmäßig. Ganz so wie früher.

Kay, ich hab keine Ahnung, ob das was mit Deinem Bild zu tun hat. Aber beim Nachdenken über Dein Bild ist mir diese Geschichte eingefallen. So hat die Beschäftigung mit Deinem Bild auch mir etwas gebracht. Und so wünsche ich den beiden Herren in dem Bild und Dir ebenso für heute einen schönen Feierabend.
:itd-3d-ani-w100-smiles-037:
 
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Danke - jetzt habe ich mich auch noch falsch ausgedrückt :
Dort ist kein Postamt.
Dort ist nur alles durcheinander, keine Ordnung, kein erkennbarer Sinn, warum der da sitzt, der da sitzt - er sitzt, hat wohl ... is egal !

Für die nächste Runde hat Hugo nach Sams Nonnen dieses ausgesucht :

full


Aber das gehört hier nicht hin !!!
 
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Dieses Ding, von dem ich nicht mal weiß, wie das richtig heißt, also diesen schiefen weißen Markierungspfahl mit dem grünen „Überbau“ vor dem Toilettenhäuschen und dem Baustellenzaun.
Eine Absperr- oder Warnbake mit einem aufgesteckten Warnblinklicht (kann blinken oder auch dauerleuchten).

Grüße, Christian
 
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...
Sie saßen da und unterhielten sich mal mehr, mal weniger. Eigentlich wollten sie einfach nur da sitzen, ganz nach Loriot. Und was passierte bei Kassenschluss? Der Kassierer kam aus seinem Panzerglashäuschen und hatte ein paar Schnapspinnchen und eine Flasche Klaren in der Hand. Es gab für jeden der Herren einen. Dann standen sie auf, wünschten allen einen schönen Feierabend und gingen nach Hause. ...

Anja, das ist eine wunderschöne Geschichte.
 
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Allen hier ein Daumen hoch ....

Wer kennt Menschen, welche Stimmen haben .....? Menschen, welchen ins tägliche Dasein hinein geschwatzt wird, welche permanent absorbiert sind ....

Nach intensiven, äusserst emotionalen Stunden setze ich mich hin und schreibe ....Und vorab: hier, in dieser kurzen Zeit entsteht etwas unglaublich schönes ...die Auseinandersetzung mit Bildern ....

Aber zurück zu meiner Struktur, welche mir gerade nach den letzten Stunden hilft:


1. Bildbeschreibung
- zwei Menschen, ein Hund ....eine blaue Box, ein Band, Absperrungen, eine Strasse, Gebäude, Bachsteine, Fenster ...eine Wucht von Informationen ...
- Farben: wohl keine, welche es nicht gibt ...
- Strukturen: rund, oval, eckig und alle Mischformen: eigentlich Formen, welche ich tagtäglich irgendwie wahrnehme ...
- Grünzeug ....
- Zivilisation, bauen, Erneuerung, Ruhe, Zuschauen ....


2. Persönlicher Eindruck, Gestaltung, Technik, Persönliche Wertung

- zu farbig, zu wirr, zu viel auf dem Bild ...Schnappschuss ....?
- vordergründig zu dunkel, zu hell, verwirrend, Überforderung .....
- Da hat jemand einfach uraufgedrückt .... alle Sensoren bereit, alles scharf, oder fast, vielleicht überrascht ob der Szene und doch fasziniert ....
- Mein Blick: auf die Plastik-Toiletten: toi-toi ...: nimmt man nur das geschriebene Wort, dann bedeutet es wenig, ändert man es, dann wird es persönlich ... toy-toy: deines, deines ....
- der Hund: gelangweilt: Alter! geh mal kacken, oder mach etwas mit mir ... Unentschlossenheit ...
- der Eindruck bleibt: zu viel Farbe, welche Zuviel Informationen für den Betrachter geben: s/w, pointiert auf die Aussage ....


4. Positive und negative konstruktive Kritik

- Schnappschuss? Unperfekt? Ja, beides trifft zu: diese Szene erzählt Geschichten, spricht unsere Überforderung an. Und, wir werden auf uns selbst zurück geworfen ....
- Wunderbar: witzig, weil das die Szene die eigene Unzulänglichkeit anspricht: unverhohlen präsentiert Du sie uns, lieber Kay.... wenige würden auf die Idee kommen, aus dieser Szene ein Kunstwerk zu machen ....Alltag ist nicht Kunst, ist Arbeit, ist aushalten ....
- Negativ: als unverbesserlicher positiv Denkender: s/w: ich hätte dem Alltag die Kunst verpasst ... wobei .... muss man das....?
- Oder anders rum: Gerade solche Geschichten, solche Bilder, die auf den ersten Blick landläufig und umperfekt daher kommen, laden ein zum Stille halten ...


Zusammenfassung: Lieber Kay, ich würde gerne über die Szene herfallen (fotografisch, meine ich...)... sie hat Witz, Charme und verstecktes Leben ....
Fotografie ist Kommunikation, zwischen den Zeilen lesen ... ob die Zwischenzeilen druckenswert sind oder nicht, spielt keine Rolle .... auf eine Art hat mich dieses Bild sehr berührt ...

Menschen mit Stimmen leben auch in einer Zwischenwelt .... Ich habe die Wahl, mich mit ihr zu beschäftigen, oder nicht ...."toi" ruft ... als ob es den beiden Herren und dem Hund am Allerwertesten vorbei geht ....
 
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Die Toilette hat für mich nicht die Bedeutung.

die Toilette ist überhaupt der bildbestimmende Punkt.

Schau Dir den Mann mit dem Hund an. So verklemmt wie der da steht und wie er den Blick auf die Toilette gerichtet hat ist doch klar was gerade in ihm vor geht. Er überlegt sich gerade wie er am schnellsten das Häuschen erreicht. Die Bauabsperrung abbauen oder drüber klettern :sdb69633:
 
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die Toilette ist überhaupt der bildbestimmende Punkt.

Schau Dir den Mann mit dem Hund an. So verklemmt wie der da steht und wie er den Blick auf die Toilette gerichtet hat ist doch klar was gerade in ihm vor geht. Er überlegt sich gerade ...

Wer aus diesem Plastik-Kasten - mit, oder ohne Verrichtung - kommt ...

Weiter gehts (ich hätte gern noch Überlegungen zu dem Thema, welcher Knipser und welches Objekt und vor allem : welche Darstellung ...

wer knipst was und wie - da steckt mehr darin, als nur die Anna ...

///

Hugo :D meint : Kay meint, dass ich meine - und keiner versteht - es geht um Anna Lühse : Warum, wieso ...

//

Vermutlich war das Ausgangsbild zu emotional an dem Fotografen. Er hat nicht sich verteidigt (hat er nicht nötig), sondern seinen Wuffi -
der ist süß, bleibt süß - und jeder, der ihn, oder ihm Grünstich ... ärgert Herrchen - nicht das Foto war wichtig - ich vermute, es war der Hund.

Auch als Knipser sind wir nur Lebawesen, oder so ... - bleibt geschmeidig !!!

Und los - der / die / das nächste Fotoartist/in und Foddo - auffi !!!
 
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- Schnappschuss? Unperfekt? Ja, beides trifft zu: diese Szene erzählt Geschichten, spricht unsere Überforderung an. Und, wir werden auf uns selbst zurück geworfen ....
- Wunderbar: witzig, weil das die Szene die eigene Unzulänglichkeit anspricht: unverhohlen präsentiert Du sie uns, lieber Kay.... wenige würden auf die Idee kommen, ...
... Lieber Kay, ich würde gerne über die Szene herfallen (fotografisch, meine ich...)... sie hat Witz, Charme und verstecktes Leben ....
Fotografie ist Kommunikation, zwischen den Zeilen lesen ... ob die Zwischenzeilen druckenswert sind oder nicht, spielt keine Rolle .... auf eine Art hat mich dieses Bild sehr berührt ...

Die Tür steht offen.

Hamburg ist irgendwie immer noch die Stadt, das große Dorf - egal - Luxus, ich kann Euch den CaviarStand zeigen _ und die andere Seite

... des Lebens - meines Lebens - des Lebens der ... - egal ...

W E I T E R !
 
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