NEU: Zeiss Otus 1,4 / 85mm

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Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, oute ich mich mal als begeisterter Otus-Anwender. Ich habe das 85er bestellt und freue mich drauf!
Castello.

Ah, ein Anwender, für welchen Zweck wirst Du es einsetzen? Zum Fotografieren, klar, aber für welche Aufträge investierst Du in den Unterschied zu den anderen 85-ern? Ich meine, das Angebot ist ja kein Schlechtes, auch das alte AF-D 1,4/85 ist doch formidabel (für meine bescheidenen Ansprüche).
 
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@ Heiko Men.

Ja, es tut sich etwas. Aber für einige D800 Nutzer offensichtlich zu wenig, denn sonnst gäbe es in den letzten Jahren nicht so einen 'Boom', Optiken von Fremdherstellern zu nutzen, die ihre Produkte ja auch erfolgreich verkaufen. Früher griff man hauptsächlich zu Fremdherstellern, weil die Produkte in der Regel günstiger waren (dafür oft nicht so gut wie die Nikkore). Heute werden sie auch gekauft, weil sie besser sind als vergleichbare Nikkore.
Vielleicht hat Nikon den Erfolg einer so hoch auflösenden Kamera auch nicht erahnt und sich mit den Objektiven auch erstmal zurückgehalten? Die D800 und ihre Nachfolger waren ja doch gewagt und wie viele Stimme über "zu große Dateien", "Ich brauch einen neuen Rechner" usw... konnte man lesen.
Die anderen Hersteller waren vielleicht auch mutig und machten einfach mal passende Objektive. Und sooo mies sind die AF-S nun an einer D8xx, D6xx und den Dxxxx mit höherer Pixeldichte ja nun auch nicht.



Zum einen gibt es noch zu wenig Nikon Objektive, die die Leistung der D800 möglichst gut bedienen. Zum anderen stellt es auch höhere Anforderungen an die Fertigungspräzision (ich denke da nur an das linke AF-Feld Problem) und die Bedienung.
Sicherlich wird auch Nikon den Trend erkennen und demnächst "bessere" Objektive bauen.


Nur, was ich mich dabei immer Frage und was man auch mal liest und hört...sind Objektive wie Zeiss Otus, Sigma Art nicht vielleicht auch zu scharf? zu klinisch sauber?
Wie viele kaufen zu ihrer Leica doch noch ein pre-Asph., einfach wegen dem Look. Natürlich gibt es auch Freunde der "neuen" Optiken und sie haben ja auch ihren Charme, ohne Frage.

Gerade aktuell die Bilder vom 85er Otus, alles scharf, alles super. Aber will jeder so eine knack-scharfe Portraitlinse? Die es dann auch noch für alle Systeme gibt?
Ich denke an die armen PS´ler die dann alles weg retouchieren müssen :rolleyes::D


Mein Wunsch wären lieber auch mal ein paar Charakter-Objektive. Mehr in die Richtung des Nikon AF-S 58 1.4. Etwas zickiges, aber dafür mit Charme. Früher waren doch die Hersteller auch für den Charakter ihrer Objektive bekannt und heute?
 
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Das wird kommen, keine Sorge.

Ich mach mir keine Sorgen um Objektive. Das Gerücht um das 85er ist von Mai und wenn ich darauf wetten müsste, würde ich erst einmal auf ein neues 24er Sigma tippen ;)

Darum ging es mir aber nicht. Es geht darum das es für Fremdhersteller beim 85er bedeuten schwieriger wird sich von Nikon abzusetzen als das vielleicht beim 50er oder 35er der Fall ist.
Nikon hat bei den 85er seine Hausaufgaben, meiner Meinung nach, sehr gut gelöst.
 
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Nur, was ich mich dabei immer Frage und was man auch mal liest und hört...sind Objektive wie Zeiss Otus, Sigma Art nicht vielleicht auch zu scharf? zu klinisch sauber?
Wie viele kaufen zu ihrer Leica doch noch ein pre-Asph., einfach wegen dem Look. Natürlich gibt es auch Freunde der "neuen" Optiken und sie haben ja auch ihren Charme, ohne Frage.

Gerade aktuell die Bilder vom 85er Otus, alles scharf, alles super. Aber will jeder so eine knack-scharfe Portraitlinse? Die es dann auch noch für alle Systeme gibt?
Ich denke an die armen PS´ler die dann alles weg retouchieren müssen :rolleyes::D

Richtig ist, dass nach Kundenwunsch gearbeitet wird. In der Tat muss ich hin und wieder die Schärfe zurücknehmen. Hatte gerade erst das Vergnügen mit der Sigma A Linse. Habe extra ein Grain draufgelegt; zum einen war Analog-Look gewünscht und andererseits waren die Damen wg. der Schärfe besorgt.

Brutale Schärfe ist eine Reserve, vor allem bei Vergrößerungen. Und Reserven sind immer gut. :)
 
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Darum ging es mir aber nicht. Es geht darum das es für Fremdhersteller beim 85er bedeuten schwieriger wird sich von Nikon abzusetzen als das vielleicht beim 50er oder 35er der Fall ist.
Nikon hat bei den 85er seine Hausaufgaben, meiner Meinung nach, sehr gut gelöst.

Die 85er Nikkore sind sicher nicht schlecht, aber Zeiss stellt ja gerade unter Beweis, daß es deutlich besser geht. Zumindest laut Ming Thein, der das 85er Otus einige Monate testen konnte, ist das Otus offen bereits besser als das 1.8/85 G bei jeder Blende. Keine Ahnung ob das stimmt, aber gut möglich. Wahrscheinlich wird auch das neue Sigma da nicht rankommen, besser als die jetzigen Nikkore geht aber schon. Nur bin ich auf ein neues 85er jetzt auch nicht so scharf.

VG
 
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Ich persönlich finde, daß die Einführung einer hochauflösenden KB-Kamera von Nikon nicht so ganz zu Ende gedacht wurde. Zum einen gibt es noch zu wenig Nikon Objektive, die die Leistung der D800 möglichst gut bedienen. …

Wenn ein Hersteller von Kameras und Objektiven seiner Kundschaft die Freude eines höheren subjektiven Schärfeeindrucks beim Betrachten der mit seinen Produkten aufgenommenen Fotos machen möchte, dann muss er dazu die MTF-Werte der Kombinationen seiner Kameras mit seinen Objektiven erhöhen. Diese MTF-Werte einer Kamera-Objektiv-Kombination errechnen sich jeweils aus: Kombi-MTF = Objektiv-MTF x Kamera-MTF. Dem Hersteller stehen also zur Erhöhung der Kombi-MTF vom Grundsatz her zwei Optionen offen:

a) neue Kameras mit höheren MTF-Werten
b) neue Objektive mit höheren MTF-Werten

Die Option a) hat nun gegenüber der Option b) den Vorteil, dass bei ihr alle Kunden auch mit ihren bisherigen Objektiven in den Genuss einer höheren Kombi-MTF kommen, und damit auch in den Genuss eines höheren subjektiven Schärfeeindrucks. Zwei Beispiele (DxOMark "Sharpness"):

Gegenüber dieser Erhöhung des subjektiven Schärfeeindrucks von 9 P-Mpix auf 21 P-Mpix - bei wohlgemerkt dem identischen Objektiv - hätte ein Objektiv mit höheren MTF-Werten in Kombination mit der identischen Kamera (D700) lediglich eine Erhöhung des subjektiven Schärfeeindrucks von 9 P-Mpix auf 12 P-Mpix ergeben:

Hier einige weitere Beispiele dafür, dass die Kombination einer Kamera mit vergleichsweise höheren MTF Werten mit einem Objektiv mit vergleichsweise geringeren MTF-Werten zu einem ähnlichen subjektiven Schärfeeindruck führen kann, wie die Kombination einer Kamera mit vergleichsweise geringeren MTF-Werten mit einem Objektiv mit vergleichsweise höheren MTF-Werten:

Aber natürlich steht einem Hersteller von Kameras und Objektiven vom Grundsatz her auch die Möglichkeit offen, sowohl die Werte der Kamera-MTF zu erhöhen, als auch die Werte der Objektiv-MTF:

Aber eine Erhöhung sowohl der Kamera-MTF als auch der Objektiv-MTF geht natürlich auf der Zeitschiene nur nach und nach. Denn ein Hersteller kann ja bei Markteinführung einer neuen Kamera mit höheren MTF-Werten schlecht auch auf einen Schlag alle Objektive erneuern. Und daher halte ich persönlich es aus Sicht der Anwender für durchaus vorteilhaft, wenn ein Hersteller zunächst seiner gesamten Kundschaft das Angebot einer Erhöhung des subjektiven Schärfeeindrucks auch mit den bisherigen Objektiven unterbreitet, indem er zunächst eine Kamera mit höheren MTF-Werten entwickelt und anbietet, und dann nach und nach auch das Angebot an Objektiven mit höheren MTF-Werten verbreitert.

Die Anwender, welche dies – warum auch immer - nicht abwarten mögen, finden ja auch anderweitig Angebote zur Erhöhung sowohl der Kamera-MTF als auch der Objektiv-MTF:


Gerade aktuell die Bilder vom 85er Otus, alles scharf, alles super. Aber will jeder so eine knack-scharfe Portraitlinse?

Jeder natürlich nicht, denn die persönlichen Geschmäcker und Vorstellungen sowohl der Anwender als auch gegebenenfalls ihrer Kunden sind natürlich verschieden. Deshalb erzielen ja Objektive, wie zum Beispiel das Leica Summilux-M 1,4/75 oder Noctilux-M 1/50 Gebrauchtpreise, die über ihren einstigen Neupreisen liegen, und zwar gerade weil sie bei voller Öffnung eine andere (im Unterschied zu: "bessere" oder "schlechtere") Abbildungscharakteristik zeigen, als zum Beispiel ein Zeiss Otus 1,4/85 oder 1,4/55.
 
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Nach Wochen des Mitlesens habe ich trotz aller Empathie für jede ungeklärte Frage nur eine: kann jemand das auf einem Bild sehen?

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Nach Wochen des Mitlesens habe trotz aller Empathie für jede ungeklärte Frage nur eine: kann jemand das auf einem Bild sehen?

Laut DxO kann ein Betrachter die Unterschiede in den von DxO in der Kategorie "Sharpness" veröffentlichten P-Mpix Werten wahrnehmen. Genau darum ging es DxO ja nach meinem Verständnis bei der Einführung dieser Maßeinheit "Perceptual-Megapixel":

Sharpness is a subjective quality attribute of an image or a lens. Sharpness indicates the visually perceived quality of details of an image or details reproduced by a lens. (Hervorhebungen: Pesch)

Quelle: ([?]-Link hinter "Sharpness"): http://www.dxomark.com/Lenses/Carl-...-F2-135-ZF2-Nikon-mounted-on-Nikon-D800E__814

Aus welchen Gründen DxO der Auffassung ist, dass die Unterschiede in den P-Mpix Werten für die jeweilige Kamera-Objektiv-Kombination beim Betrachten der mit der jeweiligen Kombination aufgenommenen Fotos subjektiv als Unterschiede in der Schärfe der jeweiligen Fotos wahrnehmbar sind, erläutert DxO wie folgt:

A great metric backed up by science and the industry

DxOMark’s new Perceptual MPix measurements are based on acutance and human contrast sensitivity function (CSF) published in recently-released image quality standards from the International Standards Organization (ISO) and the International Imaging Industry Association (I3A). A member of the working groups involved in image quality, DxO Labs has been working diligently with giants in the digital imaging industry such as AMD, Nokia, Kodak, Nvidia, Fujifilm, HP, RIM, Intel, Microsoft, Google, and others.

Quelle: http://www.dxomark.com/Reviews/Look...r-DxOMark-s-Perceptual-Megapixel-can-help-you

Und mit der vorstehend zitierten Formulierung "based on acutance and human contrast sensitivity function (CSF) published in recently-released image quality standards from the International Standards Organization (ISO) and the International Imaging Industry Association (I3A)" bezieht sich DxO nach meinem Verständnis auf die "spatial metrics" des CPIQ-Standards, die in dem diesbezüglichen Papier erläutert werden, das DxO unter "Scientific publications" auf der Internetseite von "DxO Image Science" veröffentlicht hat. Einer der Autoren des nachstehend verlinkten Papiers, Frédéric Cao, war zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung Deputy Chief Scientist Image Science bei DxO Labs. Hier der Link zu diesem von DxO veröffentlichten Papier: http://www.dxo.com/sites/dump.dxo.c...tions/2012 CPIQ_Spacial_Metrics_Copyright.pdf
 
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Wahrscheinlich wird auch das neue Sigma da nicht rankommen, besser als die jetzigen Nikkore geht aber schon.

Wir haben ein Nikonobjektiv, das sowohl bei Offenblende, als auch im Randbereich auf sehr hohem Niveau liegt und man kann davon ausgehen, dass jetzt erstmal die nächsten MP-starken Kameramodelle bestens mit diesem Objektiv bedient werden.
Warum man jetzt trotzdem auf den Fremdanbieter setzt mit dem Argument "besser geht aber schon", kann ich nicht nachvollziehen...


Gruß
Heiko
 
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Die AF-S 85er von Nikon (habe auch eins) sind erstklassig und da liegt die Messlatte schon sehr hoch. Das Otus wird sicherlich bei Offenblende einen "draufsetzten" und das wäre ja auch lächerlich wenn das bei dem Preis nicht der Fall wäre, aber ob das Sigma gelingen würde, bleibt erst einmal abzuwarten.
Naja, Sigma hat es mit der 35mm/WW Brennweite geschafft, welche angeblich schwieriger zu designen und konstruieren sind, das Nikkor Pendant zu übertreffen. Wieso sollte das mit der "leichteren" Telebrennweite nicht klappen?
 
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Wir haben ein Nikonobjektiv, das ... auf sehr hohem Niveau liegt.

So ist es:

Aber für Anwender, die - warum auch immer - beim Betrachten ihrer 1,4/85-Fotos den derzeit gerade höchsten subjektiven Schärfeeindruck wünschen, ist eben der höchste des "sehr hohen" Feind:
 
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Wir haben ein Nikonobjektiv, das sowohl bei Offenblende, als auch im Randbereich auf sehr hohem Niveau liegt und man kann davon ausgehen, dass jetzt erstmal die nächsten MP-starken Kameramodelle bestens mit diesem Objektiv bedient werden. Und preisgünstig ist es zudem auch noch.
Warum man jetzt trotzdem auf den Fremdanbieter setzt mit dem Argument "besser geht aber schon", kann ich nicht nachvollziehen...


Gruß
Heiko

Ich bezog mich ja nur auf Dein Statement, daß das jetzige Nikkor schwer zu toppen wäre, weil's ja schon so gut sei. Ich selber bin mit der Leistung des 1.4/85 G ganz zufrieden, auch wenn ich's nicht bei f1.4 einsetze. Da bekäme ich nur Kopfschmerzen :)

Es geht nicht darum irgend jemanden einzureden, seine Optik sei nicht gut genug. Wenn man's selber nicht sieht, bzw. Nachvollziehen kann, dann braucht's auch kein Otus. Man sollte eben nur nicht den Leuten die es gerne nutzen/kaufen wollen erklären, daß die eigene Wahrnehmung der Maßstab sei, an dem sie sich orientieren sollten.

VG
 
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Ich bezog mich ja nur auf Dein Statement, daß das jetzige Nikkor schwer zu toppen wäre, weil's ja schon so gut sei.

Nee, das habe ich ja nicht geschrieben.
Was ich sagen will geht mehr in die Richtung, dass es für einen Großteil der User kaum Sinn macht auf etwas vom Fremdhersteller zu warten, weil es von Nikon bereits etwas gibt, das höchste Anforderungen abdeckt.
Das neue Otus hat dagegen für mich eine Sonderstellung. Ganz anderer Preis, ganz andere mechanische Qualität und eben optisch das letzte, was man z.Z. aus Linsen so rausholen kann.

Gruß
Heiko
 
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Die Otus-Objektive kämen für meine silberne Df schon deshalb nicht in Frage, weil sie die Aufschriften in der Farbe Gelb haben.
Das passt zwar zum Namen Otus - zu den gelben Augen der Eule - aber leider nicht zu meiner Df.
Ausserdem habe ich auch keine Lust, ein 1,2 Kilogramm schweres Objektiv mitzuschleppen.
So bleibe ich, was die 85er Brennweite anbetrifft, nach wie vor beim zwar etwas älteren, aber stilistisch passenden AF Nikkor 85 1.8 D.
Gruß
Gianni

PS: Vielleicht bringt ja auch Nikon einmal mehr leistungsstarke Objektive heraus, die stilistisch zum Retro-Look der Df passen.
Bislang haben sie dem ja nur mit dem Sondermodell des AF-S 50mm 1.8G Rechnung getragen.
 
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Die Otus-Objektive kämen für meine silberne Df schon deshalb nicht in Frage, weil sie die Aufschriften in der Farbe Gelb haben.
Das passt zwar zum Namen Otus - zu den gelben Augen der Eule - aber leider nicht zu meiner Df.

[...]

PS: Vielleicht bringt ja auch Nikon einmal mehr leistungsstarke Objektive heraus, die stilistisch zum Retro-Look der Df passen.
Bislang haben sie dem ja nur mit dem Sondermodell des AF-S 50mm 1.8G Rechnung getragen.

Naja, man kann Objektive natürlich auch nach diesen Kriterien auswählen....

Mir geht es um die praktische Handhabung. Ja, das 55er Otus ist schwer und das 85er wird noch schwerer sein. Aber die Haptik eines von vornherein nur für die manuelle Fokussierung konstruierten Objektivs ist ein Traum. Ich finde tatsächlich Gefallen daran, manuell zu fokussieren - ist möglicherweise eine liebenswerte Marotte von mir. Das geht zwar auch mit AF-Objektiven, nur eben "nicht so gut". Die Zeiss-Objektive erlauben eine extrem präzise Fokussierung. Den Punkt zu finden, muss man üben (geht bei einer Messsucherkamera natürlich leichter), mit der Zeit kann man das aber und die Trefferquote steigt (ist jedenfalls bei mir so). Ich habe jedenfalls nie ein Problem mit den möglicherweise fehlerhaften AF-Messfeldern meiner D800 gehabt.... :D

Die Bildergebnisse der mit den Zeiss-Objektiven aufgenommenen Fotos sind, wenn man die Schärfe tatsächlich dahin bekommen hat, wo man sie haben wollte, ebenfalls ein Traum, erst recht dann, wenn man größere Prints macht. Das ist nicht nur eine Frage der Schärfe, sondern des Kontrasts, des Schärfeverlaufs usw. Die Zeiss-Bilder sind "crispy". Für diesen ganzen MTF-Kram habe ich mich dabei übrigens noch nie interessiert.

Castello.
 
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Hi Castello,
was die Zeiss-Objektive betrifft, rennst du bei mir offene Türen ein.

Ich verwende an meiner Df nicht nur des passenden Retro-Looks wegen folgende Zeiss-Optiken:

Distagon 21mm 2.8
Distagon 25mm 2.0
Distagon 35mm 2.0
Planar 50mm 1.4
Makro-Planar 100mm 2.0

Die Kombination aus Distagon 25mm 2.0 und Makro-Planar 100mm 2.0 habe ich oft dabei - nicht nur, weil diese beiden Linsen überragende Ergebnisse liefern, sondern auch, weil die Filtergröße mit 67mm Durchmesser die gleiche ist und ich deswegen nur ein Pol-, Grauverlaufs- und Graufilter mitnehmen muss.

Meine UWW-Lieblingslinse ist das Distagon 25 2.0 - ideal geeignet für Landschafts- wie auch für Städteaufnahmen sowie auch für Aufnahmen von Personen, die in ihrer typischen Umgebung gezeigt werden sollen.

Wenn ich Mitte September wieder in Venedig sein werde - vermutlich im Sestiere Castello - dann werde ich dort wieder mit der Df und dem Distagon 25 2.0 spazieren gehen.

Gruß
Gianni
 
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