Meinen Bericht beende ich nun mit zwei ganz besonderen Aufnahmen. Ihr kennt den Effekt vielleicht selber: Manchmal findet man ein Motiv und weiss sofort, dass daraus ein tolles Bild entstehen wird, wenn man nicht gerade fotografischen Mist baut.
Mir ging es bei einer morgendlichen Bootsfahrt im Senegal so. Den Anblick, der sich uns bot, war zunächst verwirrend: Ein kleiner, fast rechteckiger gelber Fleck im Grün eines Busches mitten im Fluß. (Leider habe ich ihn nicht als Ganzes fotografiert, da ich nur das 800mm-Objektiv zur Hand hatte.) Zunächst bestand die Herausforderung auf jeden Fall darin, das Motiv überhaupt zu erkennen.
Unser Naturführer wusste aber wieder einmal sofort, um was es sich handelte. Nach etwas-näher-ran-Fahren und vielen Bildversuchen, um trotz des stark schwankenden Boots den besten Ausschnitt zu erhaschen, entstand dann unter Anderem diese Aufnahme. So ein außergewöhnliches Motiv bietet sich nur wenige Male im Leben, wenn überhaupt:
Ich war einfach begeistert, von den kleinen Vögeln, der herrlichen Szene, dem schönen Licht und der Gelegenheit zu einem so außergewöhnlichen Bild.
Diesen Zwergspinten war übrigens schlicht und ergreifend kalt. Es war ein recht frischer Morgen, und die Sonne hob sich gerade erst über den Horizont, was zwar fabelhaftes Licht, aber noch nicht viel Wärme spendete. Daher hockten sie noch ganz eng beieinander, um sich gegenseitig zu wärmen, was diesen wunderschönen Anblick bot.
Für mich ist dies MEIN BILD des Jahres 2024, zumindest was den Niedlichkeitsfaktor angeht.
Was machst Du mit den ganzen Fotos außer sie hier zu zeigen - ist das etwas für ein Naturkundemuseum?