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Auch der Graufischer ließ sich von mir samt seiner üppigen Mahlzeit ablichten:
Alle diese Arten konnten wir viele Male beobachten, was immer wieder ein Erlebnis war. Manchmal kam wirklich alle dreißig Meter oder so schon der Nächste.
Das Spektrum der Vogelarten, die ich fotografieren konnte, war, wie schon gesagt, sehr breit. Bevor ich in den letzten Kapiteln meines Reiseberichts auf ein paar besonders bemerkenswerte Arten eingehe, möchte ich einige größere Vogelarten vorstellen, die mir in Gambia vor die Linse kamen.
Ein in Afrika häufig anzutreffender Großvogel ist der Heilige Ibis, auch Pharaonenibis genannt. Das ist genau der, den man manchmal in ägyptischen Hieroglyphen abgebildet sieht. Leider gibt es in Ägypten mittlerweile keine mehr, dafür aber überall südlich der Sahara (und auch im Irak).
In Deutschland ist er eine invasive Art, die bekämpft wird, weil er heimische Arten gefährden kann. In Gambia bleibt er dagegen unbehelligt.
Eine weitere Ibisart, etwa gleich groß wie der Heilige, ist der Hagedasch. Er kommt in Westafrika seltener, im restlichen Afrika aber häufig vor. Seine metallisch grün schimmernden Flügeldecken machen ihn interessant.
Ein Mitglied der Familie der Nashornvögel hatte ich schon ganz zu Anfang meines Berichts vorstellt. Hier kommt noch einer, der Grautoko. Er ist ein Allesfresser, der seine Nahrung eher in Baumwipfeln sucht.
Als nächstes kommt hier ein Schwarzschwanz-Lärmvogelpaar, hier beim Schnäbeln. Dieser Vogel trägt seinen Namen zurecht: Er kann sehr laut werden.
Der Vogel gehört zu den Turakos, von denen ich morgen noch einen anderen vorstellen werde, ist aber nicht so farbenprächtig wie die meisten Mitglieder dieser Familie.
Der Senegaltriel ist ein Standvogel, der an Flüssen, Lagunen und Wasserlöchern zu finden ist. Seine besondere Augenpartie verleiht ihm ein ungewöhnliches Aussehen. Er ist wenig scheu und kommt zum Teil selbst in städtischen Gebieten vor.
Sein englischer Name, Senegal Thick-knee, spielt auf seine vergleichsweise dicken Kniegelenke an. Andere Thick-knees gibt es zum Beispiel in Australien.
Der Rallenreiher kommt aus Europa, ist allerdings nur noch in Ungarn und Montenegro zu finden, sowie in kleinen Beständen in der Slowakei. Er zieht im September/Oktober nach Afrika.
Der Grauuhu ist eine mit etwa 43 Zentimetern vergleichsweise kleine Uhu-Art. Er lebt eher in trockenen Bereichen. Dichte Wälder und Regenwälder meidet er lieber.
Noch etwas kleiner ist die Nordbüscheleule, die nur in einem Gürtel quer durch Afrika und südlich der Sahara vorkommt. Bei der Balz singen diese Eulen paarweise im Duett, was eine hübsche Vorstellung ist.
Zum Schluß für heute teile ich noch ein Bild, das ich sehr gern mag. Geier sind ja nicht unbedingt ausgeprägte Sympathieträger. Den Anblick dieses Kappengeierpaares hoch in einem Baum fand ich aber dennoch nett.
Eine Anmerkung in eigener Sache: Meine Frau und ich fliegen heute nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Bei den noch ausstehenden Kapiteln 14 und 15 meines Berichts kann es deswegen, wie sagt die Bahn immer so schön, „zu Verzögerungen kommen“. Sie lohnen sich aber – versprochen!
Manchmal habe ich in Gambia Vögel gesehen, die einfach in keine bisher kennengelernte Schublade passen. Ein paar davon habe ich ja schon vorgestellt. Hier kommen noch weitere, bei deren Anblick mir gelegentlich fast die Luft wegblieb.
Die Schleppennachtschwalbe, ein nachtaktiver Vogel, sucht sich jeden Tag einen anderen Schlafplatz, wenn auch immer im gleichen Waldstück. Diese hier wird also jeden Morgen erneut von einheimischen Experten gesucht und gefunden, damit man sie Vogelliebhabern präsentieren kann.
Sie auf eigene Faust zu finden, halte ich für nahezu aussichtslos. Schon auf kurze Entfernung ist sie kaum noch auszumachen. Ähnlich wie der Klagetagschläfer (Potoo) in Lateinamerika und der Eulenschwalm (Tawny Frogmouth) in Australien, die ich beide auch schon fotografieren konnte, verläßt sich dieser Vogel so sehr auf seine Tarnung, dass man buchstäblich drauftreten könnte: Er bewegt sich auch dann nicht, wenn man ihm sehr nahekommt.
Auch anderswo fanden sich tolle Fotomotive. In einem der Fotoverstecke kam mir zum Beispiel ein Guineaturako vor die Linse. Der ließ sich sogar beim Baden beobachten: