Naturreisebericht Gambia / Senegal

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11. Im Senegal

Den weitesten Punkt unserer Reise markierte der Niokolo-Koba-Nationalpark im südöstlichen Senegal. Er zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist beinahe so groß wie ganz Gambia.

Die Fahrt zum Park dauerte viele Stunden. Das lag zum Einen an der nicht eben geradlinigen Strecke, die einen ziemlichen Umweg erforderte, zum Anderen an der Wartezeit an der Grenze. Letztere war aber nicht so schlimm wie befürchtet, da der Grenzübergang Richtung Süden nicht sehr stark frequentiert ist.

Unterwegs stellten wir fest, dass die einfachen Behausungen zumindest in diesem Teil Senegals anders aussahen als in Gambia, wo wir in der Regel simple gemauerte Häuser mit Wellblechdächern oder anderen Dachmaterialien sahen. Hier im Senegal dagegen sahen wir oft eine traditionellere Bauform, die Lehmwände mit einem viereckigen Schilfdach kombiniert.

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Exotische Begegnung am Rande: Einmal hielten wir an, um einem kleinen Chamäleon über die (Haupt-)Straße zu helfen, das sonst vermutlich keine große Überlebenschance gehabt hätte.

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Diese Tiere lassen sich beim Laufen viel Zeit. Außer, wenn man sie scheucht. ;)
 
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Das immer noch in einiger Entfernung vom Nationalpark gelegene Encampement de Wassadou hat zusammen mit weiten Teilen des südlichen Senegals im Oktober 2024 unter heftigen Überschwemmungen gelitten, und das, obwohl es etwa 15 Meter höher (!) als der Gambia-Fluß liegt.

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Es gibt im Park auch einige Löwen und Leoparden, von denen wir aber keine sichten konnten.

Stattdessen hatten wir ein Erlebnis von der Sorte, die man nicht unbedingt haben möchte:

Am weitesten Punkt unserer Fahrt in den Park, fast anderthalb Stunden Fahrt vom Parkeingang entfernt, stellte sich heraus, dass eine Leitung im Motorraum des Jeeps undicht geworden war und Öl heraustropfte. Nach einem Reparaturversuch machten wir uns dennoch auf die Rückfahrt, mussten aber bereits nach zwei Kilometern kapitulieren: Rauschschwaden signalisierten, dass weiterhin Öl herauslief, wie auch auf dem Weg hinter uns klar feststellbar war. Tja, nichts ist unmöglich. ;)

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Was tun, fast 30 Kilometer vom Parkeingang entfernt? Wir (Fahrer und vorgeschriebener senegalesicher Nationalparkführer, sowie Bird Guide plus zwei Touristen) beschlossen, gemeinsam die eineinhalb Kilometer bis zur “Main Road“ (der üblen Buckelpiste) zu laufen und dort zu hoffen, dass wir irgendwie noch eine Mitfahrgelegenheit fänden. Immerhin war es schon fünf Uhr nachmittags und somit der Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fern. Auch ist der Park nur spärlich besucht; im Lauf des Tages hatten wir nur wenige andere Fahrzeuge gesehen.

Der Transporter blieb einfach stehen, wo er stand. Dieser Wegeabschnitt war also erstmal blockiert.

Wir hatten großes Glück: Schon nach einigen Minuten kam ein mit drei stämmigen Arbeitern besetzter SUV, der in Richtung Parkausgang unterwegs war. Die beiden Touristen, also meine Frau und ich, durften samt Rucksack und Kamera mit auf die Rückbank, auf der es nun sehr eng zuging. Da der Gepäckbereich schon mit allem möglichen Zeug voll war, blieb für zwei Andere nur die heruntergeklappte Heckklappe sowie für den unglücklichen Letzten das Dach übrig, auf dem der sich nun über eine Stunde lang notdürftig an der Reling festhalten musste, um nicht abgeworfen zu werden. Kein Spaß für die Beteiligten, aber sicher besser als alle denkbaren Alternativen.

Letztlich waren wir alle heilfroh, als wir endlich wieder im Encampement de Wassadou ankamen.
 
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12. Eisvögel

Sowohl in Gambia als auch im Senegal sieht man Eisvögel derart oft, dass man fast schon das Interesse verlieren könnte. Neun verschiedene Eisvogelarten gibt es allein im kleinen Gambia. Von denen konnte ich sieben (!) fotografieren, die ich hier zeigen möchte.

Ich fange mal mit einem Suchbild des Riesenfischers an, des größten Eisvogels überhaupt. Den habe ich hier immerhin mit einem 800mm-Objektiv fotografiert. So richtig sieht man ihn in dieser Baumgruppe aber immer noch nicht. ;)

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