Es gibt im Park auch einige Löwen und Leoparden, von denen wir aber keine sichten konnten.
Stattdessen hatten wir ein Erlebnis von der Sorte, die man nicht unbedingt haben möchte:
Am weitesten Punkt unserer Fahrt in den Park, fast anderthalb Stunden Fahrt vom Parkeingang entfernt, stellte sich heraus, dass eine Leitung im Motorraum des Jeeps undicht geworden war und Öl heraustropfte. Nach einem Reparaturversuch machten wir uns dennoch auf die Rückfahrt, mussten aber bereits nach zwei Kilometern kapitulieren: Rauschschwaden signalisierten, dass weiterhin Öl herauslief, wie auch auf dem Weg hinter uns klar feststellbar war. Tja, nichts ist unmöglich.
Was tun, fast 30 Kilometer vom Parkeingang entfernt? Wir (Fahrer und vorgeschriebener senegalesicher Nationalparkführer, sowie Bird Guide plus zwei Touristen) beschlossen, gemeinsam die eineinhalb Kilometer bis zur “Main Road“ (der üblen Buckelpiste) zu laufen und dort zu hoffen, dass wir irgendwie noch eine Mitfahrgelegenheit fänden. Immerhin war es schon fünf Uhr nachmittags und somit der Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fern. Auch ist der Park nur spärlich besucht; im Lauf des Tages hatten wir nur wenige andere Fahrzeuge gesehen.
Der Transporter blieb einfach stehen, wo er stand. Dieser Wegeabschnitt war also erstmal blockiert.
Wir hatten großes Glück: Schon nach einigen Minuten kam ein mit drei stämmigen Arbeitern besetzter SUV, der in Richtung Parkausgang unterwegs war. Die beiden Touristen, also meine Frau und ich, durften samt Rucksack und Kamera mit auf die Rückbank, auf der es nun sehr eng zuging. Da der Gepäckbereich schon mit allem möglichen Zeug voll war, blieb für zwei Andere nur die heruntergeklappte Heckklappe sowie für den unglücklichen Letzten das Dach übrig, auf dem der sich nun über eine Stunde lang notdürftig an der Reling festhalten musste, um nicht abgeworfen zu werden. Kein Spaß für die Beteiligten, aber sicher besser als alle denkbaren Alternativen.
Letztlich waren wir alle heilfroh, als wir endlich wieder im Encampement de Wassadou ankamen.