Naturfoto-Reisebericht Indien

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Den Heulbartvogel hatte ich am Anfang meines Berichts schon einmal gezeigt. Hier präsentierte er sein farbiges Federkleid so fotogen, dass ich erneut nicht wiederstehen konnte.

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Abgesehen von Kühen machten sich andere Tierarten hier oben rar. Einige dieser Himalaya-Streifenhörnchen ließen sich allerdings ab und zu blicken.

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2 Kommentare
Kay
Kay kommentierte
Manno: Da hast Du mit den Guides, Genehmigungen und dem ganzen Hin- und Her aber auch so manchen Thaler investiert.
Und jetzt machst Du Dir auch noch die Arbeit, das alles hier zu zeigen! :6874: Danke!
 
L
lokatz kommentierte
Aber gerne doch. Macht doch auch Spaß!
 
Am zweiten Tag am Eaglenest ging es bergauf, zum Pass und darüber hinaus. Ein Geländewagen ist dort oben nahezu Pflicht. Der nur im unteren Bereich geteerte Weg wird später zur Holperstrecke übelster Sorte. Erschwerend kommt hinzu, dass andere Hindernisse die Fahrt komplizieren. Selbst in diesen Höhenlagen findet man immer wieder freilaufende Kühe.

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Was mich wirklich beeindruckt hat: Kurz hinter dem Eaglenest Pass, also auf fast 3.000 Metern, lag mitten auf dem Weg ein großer Haufen frischer Elefantendung. Ja, auch in dieser Höhe gibt es Elefanten, die laut Aussage des lokalen Naturführers recht gute Kletterer und somit nicht auf den Weg angewiesen sind, sondern sogar die steilen Hänge schaffen. Ich war jedenfalls froh, dass uns nirgends auf unserem Weg einer in ebendem stand. Eine solche Begegnung hätte, gelinde gesagt, schwierig werden können.
 
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An dieser Stelle muss ich die Geschichte des Bugun Liocichla oder auch Bugunbunthäherlings erzählen. Dabei handelt es sich um eine der seltensten Vogelarten der Welt, erst 1995 erstmals beschrieben. Es gibt geschätzte 50-100 Exemplare dieser Art, wobei Wikipedia sogar angibt, dass es zur Zeit nur ganze DREI bekannte Brutpaare gäbe. Das globale bekannte Verbreitungsgebiet dieser Vogelart ist insgesamt etwa ZWEI QUADRATKILOMETER groß. (Die Bugun sind übrigens ein lokaler menschlicher Stamm, in dessen Gebiet der Vogel beheimatet ist.)

Ein kurzer Wanderweg führt in diesen Bereich, der etwas unterhalb des Lama Camp liegt. Am Eingangstor sind die genannten Informationen aufgelistet. Meine Naturführer legten selbstverständlich größten Wert darauf, den Vogel vorzuführen. Immer wieder standen oder liefen wir dort herum, und der einheimische Vogelspezialist spielte den Lockruf dieser Vogelart fast permanent auf seinem Handy ab. Das sah dann etwa so aus:

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Einmal habe ich mich köstlich amüsiert: Während wir etwas abseits standen, spielte der Naturführer einer anderen Gruppe wieder einmal genau diesen Lockruf ab. Zur allgemeinen Überraschung kam von weiter oben eine Antwort. Große Begeisterung allseits. Sofort rückten alle, uns eingeschlossen, in die Richtung vor, aus der die Antwort gekommen war. Leider vergeblich: der Vogel ließ sich nicht blicken.

Nach einer Weile stellte sich dann heraus, dass die Antwort von einer weiteren Vogelbeobachtergruppe gekommen war, die weiter oben im Hang stand. Hier lockten sich also die Vogelfreunde gegenseitig an, ohne dass ein Piepmatz involviert war. :ROFLMAO:

Insgesamt war ich fünfmal in diesem Bereich unterwegs, im Ganzen sicher 7-10 Stunden lang. Gesehen habe ich den Bugunbunthäherling trotzdem nicht. Ich kann euch hier also leider nur ein von einem alten Poster abfotografiertes Bild zeigen.

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Spannend war es dennoch, da auch hier viele anderen Vogelarten unterwegs waren. Zu denen komme ich morgen.
 
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Nektarvögel, hier ein Grünschwanz-Nektarvogel, sind sozusagen die Kolibris Asiens und Afrikas. Ähnlich wie diese sind sie sehr schnell unterwegs und eilen von Blüte zu Blüte.

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Einen wichtigen Unterschied gibt es allerdings: Kolibris schweben vor der Blüte in der Luft, Nektarvögel dagegen setzen sich hin.
 
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Es begeistert mich immer wieder, wie viele Spechtarten es in der Welt gibt. Allein auf dieser Reise habe ich sieben verschiedene fotografiert. Weltweit bin ich momentan bei 36.

Der Rostbauchspecht sieht besonders ungewöhnlich aus.

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