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Fächerschwänze, hier ein Weißkehl-Fächerschwanz, gibt es in unseren Breiten leider gar nicht. Sie sind hübsch anzusehen, besonders wenn sie sogenannte Wackelschwänze sind, die ihren Schwanz auch noch seitlich rotieren können.
... und einige Tarai-Hanuman-Languren. Diese Primatenart gibt es nur einem schmalen Himalayastreifen in Indien und Nepal. Sie gilt als gefährdet, da menschliche Aktivitäten ihre Lebensräume immer weiter begrenzen.
Der Nachmittag dieses für mich schon letzten Sattal-Tages war mit einem Spaziergang entlang eines kleinen Flusses sowie im Wald ausgefüllt. Dazu waren wir ein ganzes Stück ins Tal hinuntergefahren. Auch hier gab es wieder die Vielfalt und Farbenpracht der indischen Vogelwelt zu bestaunen, zudem mit einigen Arten, die auf der Höhe von Sattal bereits nicht mehr vorkommen.
Zunächst sahen wir einen Indienspecht, wiederum eine kleinere Spechtart. Anders als die meisten Spechte findet man diese oft in Gruppen, die gemeinsam auf Nahrungssuche gehen.
Sein Migrationsverhalten macht den Himalajasittich ungewöhnlich: Als einzige Sittichart ist er ein Höhenmigrant, der im Winter in die Täler hinabwandert. Er ist in Höhen zwischen 500 und 2.400 Metern zu finden.
An anderer Stelle fand ich endlich eine Antwort auf die Frage, warum etliche der herrlichen roten Baumblüten so zerrupft aussahen. Es gelang mir, die Übeltäterin in flagranti erwischen:
Eine Pflaumenkopfsittich-Dame fand die Blütenstiele offenbar sehr lecker. Der verbleibende Rest wurde hinterher achtlos zur Seite geworfen.
Graubrust-Baumelstern leben oft in Gruppengemeinschaften mit Häherlingen, von denen ich schon zwei vorgestellt habe, und gehen gemeinsam mit diesen auf Nahrungssuche.
Ebenfalls nicht zu verachten ist ein winziger Vogel, der wunderbarerweise gern in farbenprächtigen Büschen herumwuselt, nämlich der Gangesbrillenvogel.
Brillenvögel sind auf der Welt weitverbreitet, von Afrika südlich der Sahara über Indien und Südostasien bis nach Australien, Neuseeland und die pazifischen Inseln.
Während der Reiseteil im Himalaya weitgehend durch Ruhe geprägt war, wirkte Indien im Flachland dann schnell wieder so, wie ich es ganz oft erlebt habe: bunt, anders, intensiv und meist ziemlich hektisch.
Zurück in Delhi, ging es nach einer kurzen Nacht am Flughafen in aller Herrgottsfrühe mit dem Flieger nach Kolkata und nach kurzer Pause weiter zum zweiten Teil meiner Reise, diesmal nach Guwahati. Dazu morgen mehr.
Die Flugreise zog sich hin, war aber weitgehend ereignislos. Hier ein Blick aus dem Flieger auf Kolkata, mit 4,5 Millionen Einwohnern lediglich die siebtgrößte Stadt des Landes.