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Ich musste immer wieder aufpassen, dass ich nicht der Verherrlichung der Realität verfalle, die ich mir bei solchen Motiven jeweils wünschte ...
Nostalgie ist nur ein Gedankengut, eine Empfindung und sagt nichts über das aus, was in diesem verlassenen Haus stattgefunden hat. Und doch sprach es für mich Bände ....
Ein zentraler Punkt in der Fotografie ist ja immer auch der Standort. Die Sichtweise ist das eine. Sobald ich mich bewege, gelange ich zu neuen Sichtweisen. Sie gegeneinander abzuwägen wäre falsch. Jede Sichtweise ist eigenständig und wertfrei ....
Was ich als idyllisch empfinde, muss für den andern noch lange nicht so sein ...
Ich merke, dass sich ein so langsam ein Bildertagebuch entwickelt. Ich lebe noch einmal unsere Tage in der Bretagne durch ...
Früher war die Bretagne stark bewaldet. Zu Zeiten von Asterix und Obelix musste das ja auch so sein, wie könnten sonst die vielen Wildschweinjagden dokumentiert werden ...
Manchmal fuhren wir die wenigen Kilometer sehr nahe ans Meer. Manchmal benutzten wir längere Anmarschwege, bis wie eine Bucht erreichten ...
Ich bin schon immer wieder auf's Neue fasziniert von diesen Anblicken. Die Endlosigkeit des Meeres lässt mir vieles offen und was ich nicht zu Ende denken kann oder keine Antwort darauf finde, lasse ich einfach in die See ...
Ich bin kein Freund von strahlend blauen Himmel, wenigstens nicht immer. Insbesondere am Meer mag ich die beiden strukturellen Kontraste von Meer und Himmel....beides steht für sich ...
Wir verbrachten bei Ebbe immer wieder die Zeit damit, Pflanzen und andern Lebewesen in den kleinen Pfützen nach zu gehen. Wo wir zu Haus Rehe, Füchse und anderes Getier nachspüren, waren wir fasziniert von der Vielfalt der Muscheln, und den kleinen Tierchen, welche sich uns zeigten...
Auf einer Autofahrt sahen wie eine Apfelplantage. Unsere Pflegetochter hatte noch nie so viele Apfelbäume gesehen und nannte sie spontan: Apfelwald ...
Für Trauben reicht es kaum in dieser Gegend, dafür für andere Früchte ...
Kirchen, aber auch andere Gebäude haben mich immer fasziniert. Ich versuche manchmal den Mauern zu zuhören, was sie mir erzählen.
Das Licht wird durch die farbigen Fenster farbig und dringt in die Kirche. Und spontan habe ich mich gefragt, ob die Seelen der Menschen farbiger würden, wenn man sich auf die "farbige Bank" setzen würde ...
Kirchen, habe ich mir gedacht, sind wie Seelen von Menschen. Farbig, manchmal düster und es gibt Dinge, welche sich mir von aussen nicht erschliessen ...
Man muss schon in den Städten schon etwas weg vom Zentrum, um solche Lokalitäten zu finden.
Die wunderschön eingerichtete Crèperia in Quimperlé ist nicht nur für den Gaumen etwas besonderes, das Auge erfreut sich ebenfalls über die Einrichtung und den unglaublich charmanten Service ...