mein Freund ist tot

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Das ist traurig wenn ein so tolles Tier stirbt:heul: denn ein Fuchs ist auch ein Hund. Eine Freundin von mir hat letztes Jahr einen süssen Welpen gefunden und bei sich aufgenommen. Beim Tierarzt hat sich herausgestellt dass es ein Fuchs ist, aber in der Schweiz kein Problem er darf nun wie ein Hund im Haushalt leben. :)
 
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wow, ich habe nicht damit gerechnet so viel Resonanz für diesen Tread zu erhalten. Vielen Dank hierfür an alle.

[MENTION=59447]dmachaon[/MENTION]
ich habe vor einiger Zeit schon mal über den Fuchs berichtet. Siehe hier. Aber ich kann gerne noch welche nachreichen.

[MENTION=119312]påtur[/MENTION]
kein Problem, Du zuerschießt diesen Tread nicht. Jeder soll seine Meinung sagen dürfen so lange es sachlich bleibt. ;)
 
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Guten Morgen,

um Deinen persönlichen Verlust tut es mir leid.

Ich bin dennoch überzeugt, dass eine Bejagung der Füchse generell nötig und sinnvoll ist.

Die Tollwut hätten wir noch ohne Impfköder, Sie würde alle paar Jahre die Fuchspopulation dezimieren, dabei vermutlich einige Haustiere und Menschen in Mitleidenschaft ziehen. Hätte man besser nicht impfen sollen?
Die Räude gibt es noch, sie hat in unserer Region in den letzten Jahren sehr viele Füchse weggerafft. Den Fuchsbandwurm gibt es, der tut aber dem Fuchs im Grunde nichts und die Ausbreitung auf Menschen sind wohl relativ selten
.
Neben den genannten Seuchen, die effizienter als alle Jäger zusammen, die Bestände regulieren, gibt es durchaus noch andere Gesichtspunkte.

Unsere Kulturlandschaft verändert sich. Viele Tierarten "leiden" darunter, bei uns z.B. das Rebhuhn, der Hase und viele Bodenbrüter. Andere wiederum profitieren sehr davon, z.B. der Fuchs, das Wildschwein, die Rabenvögel und Neozoen wie der Waschbär. In weiten Teilen unseres Landes sinken die Besätze an Rebhuhn und Feldhase oder stagnieren auf niedrigem Niveau. Wer aber den Hasen und das Rebhuhn nicht ganz aufgeben möchte sollte sich, neben der viel wichtigeren Biotopverbesserung, auch die über Reduktion der Beutegreifer Gedanken machen. Es sei noch erwähnt, dass der Hase und das Rebhuhn als Beutetiere niemals den Besatz der Beutegreifer regulieren können, wenn dieser wie z.B. der Fuchs ein Nahrungsgeneralist ist. Plakativ gesagt: Der Fuchs kann beruhigt den letzten Hasen fressen, solange er sich auch von anderen Beutetieren, pflanzlicher Nahrung oder sogar menschlichen Abfällen ganz gut ernähren kann. Um es noch mal deutlich zu machen, die Beutegreifer sind nicht schuld am Rückgang von Hase und Rebhuhn aber die große Zahl derer, die hin und wieder einen Hasen erbeuten vergrößert das Problem der Beutetiere erheblich.

Das erkennen auch immer mehr der "anderen" Naturschutzverbände, die eigentlich die Raubwildbejagung ablehnen, wenn Sie konkrete Projekte für z.B. Bodenbrüter betreuen. Da werden zum Teil Bejagungsmaßnahmen gefordert, die selbst die Jägerschaft ablehnt (Bejagung von Muttertieren während der Aufzuchtzeit).

Die verbreitete Aussage, jegliche Bejagung des Fuchses sei sinnlos weil wirkungslos, ist allerhöchstens in Teilen zutreffend.
Natürlich müsste eine Bejagung als Maßnahme zur Bestandsregulierung so effektiv erfolgen, dass die verbliebenen Individuen die Bejagung nicht durch erhöhte Reproduktion kompensieren können. Dies wird allein mit dem Gewehr kaum möglich sein, letztlich werden dazu Ansitz, Baujagd und vor allem die Fallenjagd notwendig sein. Das bedingt einen zeitlichen Aufwand, den längst nicht jeder Jäger leisten kann.

Zum anderen bringt die Bejagung aber zumindest einen zeitlich begrenzten Effekt. Plakativ formuliert: Ein toter Fuchs kann zumindest solange keine Beutetiere mehr fressen, bis sein "Ersatzmann" im nächsten Frühjahr geboren wird. Die Fähen die im Laufe des Jagdjahres entnommen werden wölfen im nächsten Frühjahr keine Welpen. Eine Kompensation dafür könnte demnach auch praktisch erst im nächsten oder übernächsten Jahr erfolgen.

Das mag sich alles ziemlich makaber anhören aber letztlich ist da auch keine Romantik oder Verklärung angebracht.

Die Frage ist generell zu betrachten. Soll der Mensch in solche Entwicklungen eingreifen oder nicht?

Wenn nicht dann muss man einfach abwarten was passiert und mit dem Ergebnis leben. Das wollen wir aber in aller Regel nicht. Wir wollen doch eigentlich immer und überall Tier- und Pflanzenarten "retten", die letztlich durch uns Menschen zurückgedrängt werden.

Wenn man sich aber dafür entscheidet dann muss das professionell und effektiv geschehen. Solides Handwerk eben.
 
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Unsere Kulturlandschaft verändert sich. Viele Tierarten "leiden" darunter, bei uns z.B. das Rebhuhn, der Hase und viele Bodenbrüter. Andere wiederum profitieren sehr davon, z.B. der Fuchs, das Wildschwein, die Rabenvögel und Neozoen wie der Waschbär. In weiten Teilen unseres Landes sinken die Besätze an Rebhuhn und Feldhase oder stagnieren auf niedrigem Niveau. Wer aber den Hasen und das Rebhuhn nicht ganz aufgeben möchte sollte sich, neben der viel wichtigeren Biotopverbesserung, auch die über Reduktion der Beutegreifer Gedanken machen. Es sei noch erwähnt, dass der Hase und das Rebhuhn als Beutetiere niemals den Besatz der Beutegreifer regulieren können, wenn dieser wie z.B. der Fuchs ein Nahrungsgeneralist ist. Plakativ gesagt: Der Fuchs kann beruhigt den letzten Hasen fressen, solange er sich auch von anderen Beutetieren, pflanzlicher Nahrung oder sogar menschlichen Abfällen ganz gut ernähren kann. Um es noch mal deutlich zu machen, die Beutegreifer sind nicht schuld am Rückgang von Hase und Rebhuhn aber die große Zahl derer, die hin und wieder einen Hasen erbeuten vergrößert das Problem der Beutetiere erheblich.

Also wenn ich mir die Jagdstrecken hier https://www.jagdverband.de/node/3304 ein mal ansehe, kommt mir das Argument mit dem Schutz von Hase & Co doch eher scheinheilig vor!! Warum werden denn fast 240.000 Hasen geschossen, wo man sie doch vor dem bösen Fuchs schützen muss? Und 8.500 Rebhühner, die ja auch so schützenswert sind? Zudem finde ich, die Methoden, die die selbsternannten "Naturschützer" so anwenden (ich sag da nur Fallenjagd http://bit.ly/2gw8aO3), irgenwie unvereinbar ethischen Grundsätzen. Ganz zu schweigen von der Baujagd, wo man die Tiere mit Hunden in die Enge treibt und am anderen Ende vom freigelegten Bau wartet und nur noch abdrückt. http://bit.ly/2giRP1D

Wenn man sich aber dafür entscheidet dann muss das professionell und effektiv geschehen. Solides Handwerk eben.

Na ja, hier von Handwerk zu reden... geht gar nicht!!

Ich kenne mittlerweile eine ganze Reihe solcher "Handwerker", die gerne auch mal nach Polen reisen, um dort "handzuwerken" - und in einem speziellen Fall sogar nach Afrika, um dort die Bestände zu regulieren, sehr großkalibrig übrigens.

Zu vorgerückter Stunde und unter dem Mantel der Verschwiegenheit hat sich einer dieser Lodenmäntel einmal offenbart und gestanden, dass ihm die Viecher scheißegal sind, hauptsache es knallt und sie fallen um.

Meine 2 cents!

Viele Grüße
Rolf
 
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Zum anderen bringt die Bejagung aber zumindest einen zeitlich begrenzten Effekt.

Danke für dein Statement.

Ich frage mich allerdings, ob der ungeheure Aufwand der Fuchsjagd in einem sinnvollen Verhältnis zum damit erzielten Effekt steht... kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Interessant wäre zu wissen, was passieren würde, würde man gar nicht jagen. Es gibt Länder in Europa (waren es einzelne Kantone in der Schweiz?), in denen Rotwild und Fuchs probehalber nicht gejagt werden - und siehe da, die Populationen platzen eben nicht durch die Decke, sondern bleiben stabil.

Einen deutlich größeren Effekt auf die Population von Hase und Rebhuhn haben doch die zunehmende und extensive Landwirtschaft, soviel ist klar. Sich immer die billigsten Brötchen im Discounter leisten zu wollen, im Gegenzug aber jährlich hunderttausende Füchse zu erlegen, halte ich schlicht für Augenwischerei. Dann muss sich in der Landwirtschaft etwas ändern, und die Brötchen kosten eben 10 Cent mehr.

Ich kann viele Beweggründe der Jäger nachvollziehen, auch die des Jagderlebnisses an sich, aber manchmal auch nur ungläubig staunen. Die Diskussion um Winterfütterung ist so ein weiterer Punkt. Meinte kürzlich ein Bekannter, der Jäger ist, dass Schwarzwild gar nicht mehr im Winter gefüttert werde - obwohl ich ihm allein 3 mir bekannte Futterstellen in der nächsten Umgebung aufzählen konnte. Da liegen zentnerweise Äpfel und Maiskolben auf dem Acker... Aber das gehört nun wirklich nicht hierher. ;)
 
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[...]Aber das gehört nun wirklich nicht hierher. ;)

Zu dem Thema könnte man einen eigenen Thread aufmachen, aber ein Fotografieforum wäre wohl der falsche Platz dafür (hmm, im Off Topc ginge das wohl...)

Aber was hierher gehört, sind mehr dieser tollen Bilder dieses wirklich schönen Tieres, das leider gestorben ist!
 
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Ok, auf vielfachen Wunsch zeige ich noch einige Bilder.

genau ein einziges mal hatte ich Glück eines der Welpen zu sehen. Leider haben sie sich nie in unsere Nähe getraut. So blieb es bei diesem einzigen Bild.

picture.php



 
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Unsere Bodenbrüter und Feldhasen fallen hier alljährlich den Landwirten zum Opfer, ich finde sie jedes Jahr. Vor allem in der Brutzeit.

Rückzugsräume, wie Brachflächen, Gräben, Hecken, etc. werden gnadenlos ausgemerzt, Füchse auch, hochträchtig abgeschossen und im Wald liegengelassen :mad:
 
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Rückzugsräume, wie Brachflächen, Gräben, Hecken, etc. werden gnadenlos ausgemerzt...........

ist hier ähnlich. Es handelt sich um ein stadtisches Randgebiet. Mit vielen Hecken, Natusteinmauern, offenen Gärten und Streuobstwiesen. Kurz bevor wir weggezogen sind ist die Stadt auf die Idee gekommen dort ein Neubaugebiet mit Luxuswohnungen entstehen zu lassen. Inzwischen haben sich die umliegenden Stadtteile eine Bürgeriniatve gegründet um dies zu verhindern und um die Landschaft zu erhalten. Allerdings sieht es so aus als ob die Bebauung nicht zu verhindern ist. Sehr schade, es leben dort auch einige Rehe und diverse seltene Kleintiere wie z.B. Feuersalamander und unzählige Vogelarten. Seither hat das "normale Stadtvolk" dieses Gebiet als Naherholungsgebiet genutzt. Von den entstehenden Luxuswohnungen werden nur wenige etwas haben. Der Normalbürger und die Natur bleiben wieder einmal mehr auf der Strecke.
 
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Also wenn ich mir die Jagdstrecken hier https://www.jagdverband.de/node/3304 ein mal ansehe, kommt mir das Argument mit dem Schutz von Hase & Co doch eher scheinheilig vor!! Warum werden denn fast 240.000 Hasen geschossen, wo man sie doch vor dem bösen Fuchs schützen muss? Und 8.500 Rebhühner, die ja auch so schützenswert sind? Zudem finde ich, die Methoden, die die selbsternannten "Naturschützer" so anwenden (ich sag da nur Fallenjagd http://bit.ly/2gw8aO3), irgenwie unvereinbar ethischen Grundsätzen. Ganz zu schweigen von der Baujagd, wo man die Tiere mit Hunden in die Enge treibt und am anderen Ende vom freigelegten Bau wartet und nur noch abdrückt. http://bit.ly/2giRP1D

Zum einen enthalten die Jagdstrecken nicht nur geschossene Tiere sondern auch Fallwild, dass z.B. bei Verkehrsunfällen getötet wird. Das melden wir Jäger ebenfalls in unseren Streckenlisten an die Behörde. Von den knapp 240.000 Hasen dürfte das ein erheblicher Anteil sein. Zum anderen gibt es durchaus noch Gegenden, in denen der Feldhase reichlich vorkommt und wo er dann natürlich auch bejagt werden kann. Bemerkenswert ist allerdings, dass mittlerweile 4,5 mal mehr Rehe zur Strecke kommen als Hasen und fast doppelt soviel Füchse wie Hasen. Ich selbst habe ganz wenige Hasen geschossen, in den Zeiten als es noch deutlich mehr gab. Heute kratze ich sie nur noch von der Straße oder finde Ihre Überreste sonstwo. Ein Rebhuhn habe ich noch nie erlegt. Wir haben seit etwa fünf Jahren wieder welche, aber von den Jungen kommt nie wirklich was hoch.

Na ja, hier von Handwerk zu reden... geht gar nicht!!

Warum nicht? Jagd ist ohne jeden Zweifel ein Handwerk, im übrigen eines der ältesten der Menschheit. Daran ändert es auch nichts, dass die meisten Jäger dieses Handwerk heute "nebenberuflich" ausüben. Der Berufsjäger ist in Deutschland ein anerkannter Handwerksberuf mit dreijähriger Ausbildung.

Ich kenne mittlerweile eine ganze Reihe solcher "Handwerker", die gerne auch mal nach Polen reisen, um dort "handzuwerken" - und in einem speziellen Fall sogar nach Afrika, um dort die Bestände zu regulieren, sehr großkalibrig übrigens.

Das ist nicht meins, aber solange die Jagd dort nachhaltig ausgeübt wird kann ich daran nichts besonders schlimmes erkennen. Im Idealfall kann die Trophäenjagd gegen Cash zur Erhaltung der Wildbestände in Afrika beitragen. Zumindest wenn die jeweilige Regierung die Einnahmen dann zweckgebunden einsetzt und nicht Waffen einkauft. Hat aber auch mit der Jagd in Deutschland nichts zu tun.

Zu vorgerückter Stunde und unter dem Mantel der Verschwiegenheit hat sich einer dieser Lodenmäntel einmal offenbart und gestanden, dass ihm die Viecher scheißegal sind, hauptsache es knallt und sie fallen um.

Da kennst Du offenbar einen Idioten oder einen Dummschwätzer. Kann man das ohne weiteres auf die anderen 360.000 Jäger übertragen?
 
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................Im Idealfall kann die Trophäenjagd gegen Cash zur Erhaltung der Wildbestände in Afrika beitragen................

eine solche Aussage dient allenfalls als Rechtfertigung fürs töten zum Spaß und um sich etwas schön zu reden. Offensichtlich scheinst Du nicht über die aktuellen Tierbestände in Afrika informiert zu sein. Selbst in den Schutzgebieten sind die Wildtiere nicht sicher vor Wilderei und Spaßjäger. Nenne mir nur ein einziges Wildtier dass nicht stark gefärdet ist und die Bestände nicht ständig weniger werden.

Sorry, ich habe für die Jagt noch nie Verständniss gehabt und Du wirst mich auch nicht von einer Sinnhaftigkeit überzeugen können.
 
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eine solche Aussage dient allenfalls als Rechtfertigung fürs töten zum Spaß und um sich etwas schön zu reden. Offensichtlich scheinst Du nicht über die aktuellen Tierbestände in Afrika informiert zu sein. Selbst in den Schutzgebieten sind die Wildtiere nicht sicher vor Wilderei und Spaßjäger. Nenne mir nur ein einziges Wildtier dass nicht stark gefärdet ist und die Bestände nicht ständig weniger werden.

Sorry, ich habe für die Jagt noch nie Verständniss gehabt und Du wirst mich auch nicht von einer Sinnhaftigkeit überzeugen können.

Vielleicht sehe ich die Situation des Wildes in Afrika klarer als Du weil ich Sie mal nüchtern ohne Emotionen betrachte. Ich versuche eine Betrachtung, die auch die Menschen vor Ort mit einbezieht.

Erstens: Wilderei und legale Jagd haben nichts miteinander zu tun! Wilderer sind Straftäter und halten sich ohnehin nicht an Regeln oder Gesetze. Legale Jagd demgegenüber ist steuerbar und kann somit nachhaltig ausgeübt werden. Es ist und bleibt realitätsfremd, alle Jäger dieser Welt mit Wilderern oder Straftätern gleichzusetzen.

Wilderei zu unterbinden ist vermutlich eine unlösbare Aufgabe solange es Leute gibt, die für Nashorn und Elfenbein riesige Summen zahlen, insbesondere gemessen am Einkommen der Einheimischen in z.B. Afrika. Dafür braucht es Armeen von Wildhütern, eher paramilitärische Kommandotruppen, mit teurer Ausrüstung und gutem Einkommen. Wilddiebspatrouillen sind Kampfeinsätze. Das kostet sehr viel Geld! Geld das, ob man das toll findet oder nicht, aus Trophäenjagd generiert werden kann.

Und nicht alle afrikanischen Wildarten sind bedroht oder gefährdet. Schon gar nicht überall. Es gibt Gebiete wo der Elefant ausstirbt und es gibt Gebiete wo zu viele Elefanten leben und sich teilweise sogar so die eigene Nahrungsgrundlage zerstören. Natürlich liegt das hauptsächlich daran, wie rasant sich der Mensch auf dieser Erde ausbreitet und wie stark er überall in die Natur eingreift. Aber das Bevölkerungswachstum können wir weder regulieren noch beeinflussen.
Elefanten werden also ohnehin getötet. In Kenia zum Beispiel durch Wildhüter, in anderen Ländern durch zahlende reiche Jagdgäste.

Wir alle finden ja, dass der Elefant ein tolles Tier ist, dass unbedingt erhalten werden muss. Sieht das die Einheimische Bevölkerung auch so? Der Elefant zerstört zum Beispiel Ihre Maisfelder. Dann kommt ein Wilderer und fragt ob der Bauer weiß wo der Elefant wohnt....
Löwen fressen gelegentlich die Kühe oder Ziegen der Einheimischen und die Antilopen fressen eben das Gras dass eigentlich genau diese Kühe und Ziegen fressen sollten. Fazit ist: Für die mehrheitlich arme Landbevölkerung in Afrika ist das Wild eigentlich nur störend.
Jetzt sagen wir wieder die Afrikaner müssten das zum Wohle der Wildtiere tolerieren, weil doch Natur- und Tierschutz so wichtig ist. Aber ich bin nicht sicher, ob das die Masse der Einheimischen verstehen und akzeptieren wird. Ich glaube vielmehr die können und wollen sich diesen Luxus noch nicht leisten. Die sehen das (aus der Not heraus?) viel pragmatischer als wir. Schließlich haben auch wir in den Industrienationen bis vor ca. 100 Jahren absolut ungehemmt Raubbau an der Natuir betrieben und alle Nahrungskonkurrenten rücksichtslos ausgeschaltet.

Man kann aber dem Wild auch einen finanziellen Wert geben, der der Bevölkerung zu Gute kommt. Dazu sind Einnahmen aus Trophäenjagd ein mögliches Mittel. Zumal der Trophäenjäger immer die möglichst alten Männchen schießen will, die für die Erhaltung der Population am wenigsten notwendig sind.
 
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der Kadaver war laut Aussage der ehemaligen Nachbarn, die ihn gefunden haben, unversehrt.

Vielleicht sollte man die (interessante) Jagddiskussion aus Dembi64's Fuchstrauerthread auskoppeln.
Zumal das Tier ja offensichtlich nicht vom Jäger gemeuchelt wurde.

Da entsteht ja ein scheinbarer Zusammenhang der gar nicht vorhanden ist.
 
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