Lesetipp: "Schleichende Veränderungen"

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Das wage ich zu bezweifeln. Ich fotografiere selbst noch gelegentlich analog. Bei mir müssen die Filme zumindest noch entwickelt werden. Wenn ich dabei die Dienstleistungen eines Labors in Anspruch nehmen muss, dann gehen allein dafür mindestens Stunden drauf, in der Regel, wenn man seine Filme nicht einem Stundenlabor anvertrauen will, sogar ein, zwei Tage. Wobei der Aufwand des Hinbringens und Abholen auch anfällt. Selbst wenn ich meine Filme selbst im eigenen Labor entwickle, ist der Zeitaufwand inkl. Trocknung nicht unerheblich. Die Zeit fürs Scannen kommt dann noch obendrauf. Beim Kleinbild kann ich in der Praxis nur bedingt erkennen, welches Negativ oder Dia nun wirklich das beste ist, im Normalfall führt das dazu, dass ich nicht nur die vier oder fünf Bilder scanne, die es am Ende wirklich "sind", sondern eine ganze Menge mehr, aus denen ich dann die Auswahl treffe.

Auch das Preisargument stimmt nur zum Teil. Wenn ich an die Preisentwicklung bei Diafilmen zzgl. Entwicklungskosten denke, dann sind die Preis auch inflationsbereinigt bestimmt nicht gefallen. In früheren Zeiten habe ich übers Jahr etliche 100 DM in Filme gesteckt. Für einen Fujichrome Provia 100 muss ich ohne Entwicklung bereits 5 bis 6 Euro ausgeben, für einen Ilford Delta 400 SW-Film sind es immer noch zwischen 4 und 5 Euro. Selbst bei der Ausrüstung ist das so eine Sache. Wenn ich heute aus dem breiten Angebot zugreife, dann kann ich mir wirklich für sehr wenig Geld eine gute gebrauchte Kamera kaufen. Das bedeutet dann aber auch, dass der Erstkäufer entsprechend wenig dafür bekommt.

Ich denke, dass bei der Kosten-Aufwand-Zeit-Diskussion verschiedene Dinge vermischt werden. Wie viele Fotos ich mache, ist keine Frage des Aufnahmemediums, sondern der persönlichen Arbeitsweise. Ich habe auf einer gut zweiwöchigen Reise auf den Philippinen etwa 800 Fotos mit der D200 gemacht. Während z. B. einer dreiwöchigen Reise durch Nord-Indien im Jahr 2002 waren es etwa 30 Kodachromes bzw. rechnerisch 1,5 Filme pro Tag (ca. 1.100 Bilder). So groß ist der Unterschied pro Woche bei mir also nicht. Die Zeit, die ich zum Sichten, Sortieren und Aufbereiten verwenden musste, war bei den digitalen Bildern aber erheblich kürzer. Wenn ich jeden Tag 500 Bilder auf die Speicherkarten schieße, dann habe ich nach zwei bis drei Wochen wirklich ein Problem. Das ist aber, wie gesagt, eine Frage der Disziplin und nicht des Mediums.

Richtig ist meiner Meinung, dass die analoge Erfahrung zu einem vernünftigen Materialeinsatz erzieht. Da haben Leute, die durch diese Schule nicht gegangen sind u. U. ein Defizit. Und wenn man es unter dieser Perspektive sieht, unterstützt die Fotografie auf Film dann vielleicht wirklich ein überlegteres Arbeiten.
 
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Wobei man aber schon kritisch anmerken muss, dass wäre der Prager Frühling digital aufgenommen worden, die Bilder noch lesbar.

Also die F6 scheint sich ja so grosser Beliebtheit zu erfreuen hahaha, dass in ebay schon seit Wochen 2 neue F6 inseriert sind, und nicht weggegehen. Ob eine F6 weniger WErtverlust hat, als eine D3 lasse ich einmal dahin gestellt. WEnn ich den WEertverlust einer F5 so betrachte, dann käme mir als Neukäufer díe Tränen. Meine sind wenn ich den WErtverlsut des angeblichen Sammlerstückes FM3a so betrachte kommt mir das Weinen. Gott sei Dank muss ich die nicht verkaufen. WEnn ich mir aber den WErtverlust meines MD-12 so ansehe (von 600 auf 90€), dann müßte ich einenkrampf bekommen. Von wegen analoges zeugs ist wertbeständiger.
 
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Ich finde den Originalartikel ebenfalls belanglos, die Entwicklungen in den Zeitungsredaktionen aber diskussionswürdig.
Schlechte Bilder oder auf Spaltenbreite gezogene oder gequetschte Fotos stoßen mir auch ärgerlich auf.
In der aktuellen c't ist ein interessanter Artikel über Bildmanipulation aus dem auch einiges über den Alltag in den - wenn noch vorhandenen - Fotoabteilungen der Zeitungsredaktionen ersichtlich wird.

http://www.heise.de/ct/08/18/148/
wobei die Informationen zum Redaktionsalltag in dem Online-Abstact fehlen

cu
Toni
 
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Bei der Pro/Kontra Diskussion wird oft vergessen, das viele (mich eingeschlossen) Fotogtafierenden nur in begrenztem Rahmen bereit sind, die erforderliche Nacharbeit in ihre Aufnahmen zu stecken.
Als alter "Analoger" habe ich während meiner 5 Jahre digitalen Fotografierens gelernt, das zum (nicht nur für mich) akzeptablen Endprodukt ein erheblicher Aufwand an Zeit und Können erforderlich ist, was manchem, der die "Gnade der späten Geburt" auf seiner Seite hat, nunmal leichter zufällt, da Er oder Sie mit Computern groß geworden sind. Von der sauteuren erforderlichen Hard-und Software will ich garnicht reden.
Wenn ich die Knallbunten Farben der zudem meist überschärften digitalen OOC Ergebnisse mit den dezenten meiner, in "Standart-Einstellung" gescannten Allerweltsfilme vergleiche, wird mir beim Betrachten derselben ganz warm ums Herz.
Zudem ist ein eingetaschter und im Ordner verschwundener Film für mich ein verlässlicher Freund, auf den ich jederzeit zurückgreifen kann.
Ich weiss, ich weiss, ist total Irrational, aber ich misstraue den irgendwo schlummernden Pixelhaufen immer noch.
 
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Wobei man aber schon kritisch anmerken muss, dass wäre der Prager Frühling digital aufgenommen worden, die Bilder noch lesbar.

Wobei auch bei der Diskussion um die möglicherweise irgendwann nicht mehr gegeben Lesbarkeit bestimmter Speicherformate oft einseitig argumentiert wird. Auch ein Dia oder Negativ ist ja nicht ohne weitere Ausstattung sinnvoll verwendbar. Wer garantiert uns denn, dass es in 20 Jahren noch Vergrößerungsgeräte, Diaprojektoren und ordentliche Filmscanner zu kaufen gibt? Wenn man sich mal vor Augen führt, wie sehr sich das Angebot in den letzten Jahren ausgedünnt hat, dann ist diese Frage sehr berechtigt. In eine Software Code einzubauen, der NEF, CRW oder DNG umsetzen kann, ist jedenfalls mit viel geringerem wirtschaftlichen Aufwand für den Hersteller zu bewerkstelligen, als Vergrößerungsgeräte oder Diaprojektoren zu produzieren und zu vermarkten.

Auch die bei der analogen Fotografie gerne unterstellte Haltbarkeit ist keineswegs so gut, wie häufig behauptet. Farbmaterial erfordert eine sachgerechte Verarbeitung, die bei vielen Minilabs und Großlaboren gar nicht so sicher ist und selbst dann ist die Lebensdauer beschränkt. Von der richtigen Lagerung ganz zu schweigen. Selbst für SW-Prints ist die mehr oder weniger unterstellte unbegrenzte Haltbarkeit nur gegeben, wenn die Ausarbeitung sorgfältig und auf Baryt-Papier erfolgt. Wenn ich noch daran zurückdenke, was wir uns in den 80ern und 90ern gerade in dieser Sache für Gedanken gemacht haben ... In den 1980er hat es sogar mal eine Nikon-News-Ausgabe gegeben, die sich nur mit diesem Thema beschäftigt hat.

Mir geht es darum, dass diese Themen objektiv und undogmatisch diskutiert werden. Ich habe aber oft das Gefühl, dass da halb gare Argumente aufgegriffen und verbreitet werden und zu Internet-Wahrheiten werden, die dann keiner mehr hinterfragt. Fotos müssen sorgfältig archiviert und gelagert werden, analog wie digital. Billige CD- oder DVD-Rohlinge sind genau so ungeeignet, wie Wellpappe-Kartons im Keller, Diamagazine im Kleiderschrank, Supermarktfotoalben oder Leitz-Ordner. Wichtig ist, dass man seine Gedanken und sein Geld nicht nur in Kameras, Objektive, Filme oder Speicherkarten investiert, sondern auch die nötigen Ausgaben und Sorgfalt für die langfristige Lagerung aufbringt.
 
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Jens, Diaprojektoren halten lange. Was sollte auch daran nicht haltbar sein. Das ist vermutlich das Hauptproblem, dass die Hersteller mit den hochwertigen Geräten haben. Einmal beim Kunden, halten die Geräte eine Ewigkeit. Ich benutze den 40 Jahre alten Leitzprojektor meines Vaters. Geräte wie der Pradovit Color wurden 10 Jahre und länger produziert. Dass der Absatz von Neugeräten stagniert oder schrumpft hat wohl eher etwas mit deren Haltbarkeit zu tun und weniger mit Nichtgebrauch. Die Analoghersteller sind die Opfer ihrer eigenen Präzision und Sorgfalt. Es ist wirklich schwierig, solche Geräte heute am Markt anzubieten. Viel schwerer sicherlich, als Softwarecodes in digitale Produkte einzubauen - oder eben auch nicht einzubauen. Die RAWs der neuen Coolpix funktionieren nur auf Windows-Rechnern. So etwas finde ich bedenklich. Ich möchte mir nicht von Nikon die Bildbearbeitungsplattform vorschreiben lassen.

Tim
 
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Jens, Diaprojektoren halten lange. Was sollte auch daran nicht haltbar sein.

Natürlich, zum Glück. Ihre Lebensdauer ist aber auch nicht unbegrenzt. Frag mal Leute mit Schmalfilmen im Schrank, wie schwierig es ist, heute noch Ersatzteile für alte Bauer-Filmprojektoren zu bekommen. Mir ist in den 90er Jahren mal die Buchbildbühne meines Durst M70 kaputt gegangen. Damals war ein Ersatzteil noch zu beschaffen. Ich weiss nicht, wie das heute aussähe. Wir reden ja auch nicht über Zeiträume von ein paar Jahren. Was du an deinem Diaprojektor mit Sicherheit in bestimmten Zeitabständen wirst austauschen müssen, sind die Lampen. Die werden genau so lange produziert, wie es eine Nachfrage gibt. So wird es auch bei Software sein, die Bildformate lesen kann. Ohne Nachfrage kein Angebot, wenn es eine wirtschaftliche relevante Nachfrage gibt, werden sich auch Anbieter einfinden. Mittlerweile kann ich sogar wieder alte C64-Software per Emulator auf meinem Mach laufen lassen. Die Emulations-Software dazu gibt es gratis.

Die RAWs der neuen Coolpix funktionieren nur auf Windows-Rechnern. So etwas finde ich bedenklich. Ich möchte mir nicht von Nikon die Bildbearbeitungsplattform vorschreiben lassen.

Sie laufen genau so lange nur auf Windows-Rechnern, wie z. B. Adobe für ACR und Lightroom keine Updates für ihre Apple-Software-Versionen zur Verfügung stellt. Ich bin mir sehr sicher, dass das schnell passieren wird.
 
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Der Artikel hat mir auch nicht besonders gefallen, Roland, Volker und Jens haben es, was mich auch stört sehr treffend formuliert.

An die Betriebswirte unter uns : Wir sind hier hauptsächlich Hobbyfotografen treffen unsere Kaufentscheidung eher nach Gefühl und Vorliebe als aus wirtschaftliche Gründen. Wer aber unbedingt rechnen möchte, sollte sich nicht nur auf die Abschreibung konzentrieren.

Der maximalen Wertverlust bei der F6 ist sowieso um 3.000 niedriger, als bei der D3, das ist rein EVP bedingt. Allerdings man sollte wie u.a. Jens schon geschrieben hat, sich auf die TCO (total cost of ownership) sich konzentrieren. Da sind andere Sachen als Abschreibung eher von Belang, oder?

Ich fotografiere jetzt Analog, da ich kein nennenswerte Unterschiede in der Qualität der Bilder, aber viele Vorteile in dem Medium und in der Umgang mit der Kamera sehe.

Zu der Geschwindigkeit.
Gestern Abend habe ich um 12:00 die Letzte Aufnahme gemacht und jetzt sind die Bilder alle schon digitalisiert. Alles bei Selbstverarbeitung, aber genau das macht mir auch viel Spaß im Moment. Ich überlege demnächst meine Diafilme auch in einem eigenen Agfalab (preiswerter kann man im Moment die Studio's kaum umgehen) durchzuziehen. Wenn ich das Gerät kaufe, können die Liebhaber bei mir auch zurecht, praktisch fange ich mit Studio 14 an.

Die Diskussionen ob Film oder Chip sind zum die algemeine Entwicklungen, was Qualitätsbewusstsein und Bildsprache angeht sehe die Zukunft mit Sorgen entgegen.
 
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:up: Genau das ist entscheidend: Fotografie soll Spass machen. Draußen, im Studio, mit einem Film in der Kamera oder mit einem Chip.
 
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Jens, ich gebe dir Recht, Medium macht nichts aus, es muss einfach nur zu dem Fotograf passen und Spaß machen.
 
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:up: Genau das ist entscheidend: Fotografie soll Spass machen. Draußen, im Studio, mit einem Film in der Kamera oder mit einem Chip.

Jens, klar, aber das ist auch Konsens, oder? Und jenseits aller Übereinstimmung gibt es Dinge, die man auch gerne mal zwischen den Fraktionen ausdiskutieren kann, ohne sich den Spass zu nehmen.



Tim
 
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yep Tim, da hast du Recht, sollte auch nicht der Sinn der Sache sein. Den Artikel fand ich nicht so prickelnd, ansonsten weisst du wie ich über die Materie denke. Von der andere Seite, wer

-nach zwei Jahren eine Digicam verkauft, mit "nur 50.000 Auslösungen" und dabei bereit ist 30.000 nicht schon in der Kamera gelöschte Bilder zu archivieren, sichten und und und...
- über wirtschaftliche Berechnungen lamentiert ohne zu wissen, was die tatsächliche Kosten sind....
- aus jedem Diskussion eine Kreuzfahrt machen will und nur Digital oder Analog denken kann,
- nur fragt, gebe mir Tipps aber nicht aus den Antworten lernen kann;

den lasse ich einfach so. Ich möchte meine Zeit nicht vertun. Es lohnt sich nicht, wie ich empfunden habe. Ich möchte lieber mit dem geeignete Medium Motive ablichten und die Bilder meinen Freunden zeigen und über die Bilder reden. In der Hinsicht sind wir uns auf jeden Fall einig.

Ah ja, meine Beispiele sind reine theoretische Beispiele und beruhen keineswegs auf Verhalten von natürliche Personen aus meinem Bekanntenkreis, gar Forenten des NFF's .
 
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Auch die bei der analogen Fotografie gerne unterstellte Haltbarkeit ist keineswegs so gut, wie häufig behauptet.


Da hast du natürlich recht, du übersiehst aber einen nicht zu unterschätzenden Fakt:

Analoges Material lässt den "Finder" wenn es mal einige Jahre auch unsachgemäß gelagert wurde trotzdem erkennen dass es sich um Bilder handelt. Wie sehr diese gelitten haben ist eine andere Sache, aber sie sind immer noch lesbar.
Man braucht keinen Übersetzer.
Finde ich eine alte Digitale Festplatte deren IDE Anschluss nicht mehr mit meinem Rechner kompatibel ist weil jetzt nur noch SATA oder wer weiss welcher Nachfolger drin ist dann erkenne ich nicht dass es sich da eventuell um irgendwelche Fotos handelt die mich interessieren würden. Weil ich das nicht erfassen kann sondern nur einen alten "Klumpen" Metall und Plastik sehe werfe ich sie weg, der Aufwand wäre mir zu groß um festzustellen, dass es sich auf der Platte nur um z.B. Doom XI oder so handelt.

Edit: Aber du hast vollkommen recht, jeder soll das machen was ihm am meisten Spass macht in der Fotografie. Analog, Digital, beides, hauptsache es macht Spass.

Bernd
 
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D´chor. Obwohl ich ein grossen Haus mein eigen nenne, bin ich draufgekommen, dass mir geeignete Lagerräume für Filme fehlen. Mein Keller wird auch als Waschküche genutzt und ist zu feucht. Wandschränke habe in dem Sinne nur wenige, hauptsächlich Regale. Diese befinden sich im ersten Stock, wo es im Sommer bis zu 26 grad bekommt. Im Winter trockent die Heizung die Luft wieder zu stark aus.

Ich muss sagen, dass ich die Umstellung von analog auf digital 2x mitgemacht habe, und endgültig vom Saulus zum Paulus geworden bin.
Ich speichere auf je eine Festplatte die im Büro und daheim steht ab, kopiere die wichtigesten Bilder auf CD/DVS´s unterschiedlicher Hersteller mit unterschiedlichen Brennern und Programmen in RAW, TIFF (bei emotionell wichtigen Aufnahmen) und jpeg in geringster Kompressionstufe. Weiters werden die besten Aufnahmen ins Labor zum vergrössern gegeben. nach menschlichen Ermessen kann da wenig passieren. außerdem ist das entstauben der Negative das hineinpfudeln in die Klarsichtbläter, das beschriften auch ganz schön aufwendig.
also wenn ich die Filme einschicke und mir zurück schicken lasse ist immer die Angst dabei, dass was verloren gehen könnte. Selber hinfahren ins Labor kostet mich je nach Verkehr 45min bis 1,5h. Wenn ich in RAW und jpeg parallel aufnehme brauche ich nur die fehlbelichteten korrigieren, den Rest nehme ich wie er ist. Das kostet mich auch nicht mehr Zeit. Außerdem werden die Fotos meistes so wie ich will, und nicht wie ein Laborant Belichtung und Farbe individuell sieht. Analog mache ich nur noch in SW und da werde ich digital auch immer besser.
Bei mir war es ein schleichender Umstieg, ich habe oft und oft schon die F5 in der Tasche gehabt, und habe spontan auf die D200 umgepackt. So viele schöne Bilder ich in analog habe, so viel mehr habe ich digital gemacht. Die scannerei macht sowieso einen digitalen look, und mir sind bei allen Labors die Ergebnisse zu inkonsisitent. Und was mich am Bildschirm elementar an analog stört, ist das Korn.
Nein ich bin immer mehr von der digitalen Fotografie überzeugt.

So und jetzt steinigt mich! Die Analogen wegen Abweichlertums, und die Digitalen weil ich ihnen lange genug mit meinen Archivierungsbedenken auf die Nerven gegangen bin.
 
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D´chor. Obwohl ich ein grossen Haus mein eigen nenne, bin ich draufgekommen, dass mir geeignete Lagerräume für Filme fehlen.
Christian, 100 Kleinbildfilme sind gestapelt kaum 5 cm hoch - mit Luft dazwischen. Man bekommt einen Haufen davon in einen Leitzordner. Für einen gewöhnlichen Fotografen muss das Haus also nicht soooo gross sein.



Tim
 
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Grundsätzlich ist das dort gesagte völlig zutreffend: die(zwangsläufige) Verwendung von lichtschwachen Zoomobjektiven zusammen mit APS-Format-Sensorchips hat dazu geführt, daß sich der Stil der Fotografie (speziell in den Medien) verändert hat.

Das Spiel mit der Schärfentiefe, das noch vor 20 Jahren mittels 1.8/85, 2.0/24, 2.8/180 oder gar 2.8/300 Standard war, ist - vorübergehend - verlorengegangen.

Eigentlich eine absurde Entwicklung, bis in die 80er Jahre gab es geradezu ein Rennen nach immer mehr Lichtstärke, da war 2.8 schon duster - und dann kam die Welle der Zooms, die stolz auf ihr "3.5-4.5" waren... Und 2.8 wurde plötzlich als "hochlichtstark" angepriesen - gestandene Available-Light-Fotografen hätten vor 30 Jahren darüber schallend gelacht...

Zu Analog-Zeiten fanden sich in meiner Fototasche: 2.0/24, 1.4/35, 1.4/50, 1.8/85, 2.8/180... Damit konnte man bei 24x36 natürlich wunderbar mit der Schärfentiefe spielen...

Heute, mit einem 2.8/17-55 sieht das schon anders aus.

Aber Rettung ist nahe - die Vollformat-Sensoren werden uns, da bin ich optimistisch, eine Renaissance hochlichtstarker Objektive bescheren.

Man stelle sich nur vor: eine D3 auf 12.800 ASA (pardon, ISO) mit einem 1.4/85er oder dem 2.0/135er... himmlische Aussichten.
 
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Zum Thema "Haltbarkeit von fotografischen Aufnahmen":

Ich habe in den 80er Jahren sehr viel fotografiert. Vor allem Naturaufnahmen. Heute haben die Ergebnisse bestenfalls Erinnerungswert. Obwohl ich damals auf technische Qualität extremem Wert gelegt habe, nur die besten Kameras und Objektive verwendet habe, nur das beste Filmmaterial verwendet habe und nur im Profilabor habe entwickeln lassen, ist der ganze Krempel heute reif für den Gelben Sack (Plastikmüll, falls der in DE eine andere Farbe hat). Die technische Qualität ist enorm gestiegen. Über die damalige Milchmädchenrechnung "ein Kleinbildnegativ entspricht 20 Megapixel" kann ich heute richtig herzlich lachen. Ja, ISO 25 Dokumentenfilme vielleicht. Aber kein ISO 200 Farbfilm, die chemische Entsprechnung heutiger FX Sensoren. Heute sind leistbare Kameras und Objektive verfügbar, mit welchen man auch ohne Meisterbrief und jahrelange Erfahrung gute Qualität erzielen kann. Man kann heute in Bereiche vordringen, in welchen man damals unsanft an die Grenzen der Filmempfindlichkeit oder der manuellen Reaktionszeit gestoßen ist. Die Verfügbarkeit von weltweiten Communities, in welchen man jederzeit sein Können an den Besten der Branche messen kann, haben auch zu einer Verbreiterung der Leistungsdichte geführt. "Veröffentlichung" ist heute ein Prozess, der per Mausklick geht und sich nicht mehr wie im Verlagswesen über ein Jahr hin zieht.

Dieser Prozess ist nicht am Ende, er hat in der digitalen Welt gerade erst begonnen. Die Aufnahmen, die ich in den nächsten Wochen machen werde, sind - wie sich das mit Blickrichtung auf die Photokina jetzt schon sagen lässt - nur in 10 Megapixel Auflösung. In ein paar Jahren sind sie "nur 2D" oder "nur LDRI" oder was auch immer. So wie mit der Entwicklung der Autochrome Platten die bisherigen Fotos "nur Schwarzweiss" waren. So besehen werde ich meine Pixeldaten gut genug behandeln, um sie im Ruhestand noch auf den 70" Flatscreen betrachten zu können. Danach werden meine Füße und meine Daten von diesem Planeten abtreten.
 
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Das Spiel mit der Schärfentiefe, das noch vor 20 Jahren mittels 1.8/85, 2.0/24, 2.8/180 oder gar 2.8/300 Standard war, ist - vorübergehend - verlorengegangen.

Na ja, ich habe ganz gerne mit der D200 und einige von den obigen Objektiven mit der Schärfentiefe gespielt. Also möglich ist es schon, die Frage ist, wird es gemacht und wenn nicht warum nicht?
 
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So, um jetzt meinen Senf dazuzugeben: gestern habe ich auf einem Flohmarkt ein dreiteiliges "Monumentalwerk" über die Fußball-WM 1986 in Mexiko ergattert, mit Aufnahmen auch eines der Veteranen aus diesem Forum. Dieser hatte mir nämlich erzählt, daß damals die Fotografen von der Qualität der Fuji-Filme, also aus dem Haus des Sponsors, durchaus überzeugt gewesen sein sollen.

Diese Meister ihrer Kunst wußten mit einer F3 und den langen Tüten perfekt umzugehen, das Motiv richtig herauszuschälen, ebenso wie die Meister der Schwarzen Kunst, die Bilder geradezu saftig-glänzend zu Papier zu bringen. Respekt!

Ich schätze die Konzentration auf das Wesentliche, es zu betonen und auf den Ausdruck zu reduzieren. Ein 300 mm f/2,8-Objektiv hat hierbei seinen eigenen Reiz (ich konnte ein solches von Tokina einigermaßen erschwinglich erstehen). Daneben verwende ich als anspuchsvoller Amateur auch gerne lichtstarke Teleobjektive kürzerer Brennweite (Tamron SP 180 mm f/2,5, MF-Nikkore 135 mm f/2 und 105 mm f/1,8) bei voller Öffnung, während die Zeitungsknipser heute vor allem mit Weitwinkel-Gummilinsen herumlaufen und dem Motiv belästigend nahe auf den Pelz rücken...
 
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