Lesetipp: "Schleichende Veränderungen"

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Was mir an dem Artikel nicht gefällt ist, dass das Freistellen als alleinige gültige Technik für die Gestaltung eines guten Fotos proklamiert wird.
Ich sehe in dem Freistellungswahn/zwang eher einen Weg zur Langweiligkeit und beliebigen Austauschbarkeit.
 
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Eine Entwicklung die ich schon seit längerem beobachte.
Gestern war in unserer Lokalzeitung das Bild einer Reiterin vor einem komplett dunklen Hintergrund. Lediglich eine große Flamme (olympisches Feuer?) war im HG zu sehen.
Das Problem: Die Reiterin befand sich bei der Aufnahme genau vor der Flamme, es sah aus als ob ihr Zylinder lichterloh brennen würde.
Heute das Bild einer Person deren Kopf oberhalb der Augenbrauen abgeschnitten war, nach unten war dafür noch üppig Platz.
Starke Ausschnittsvergrößerungen von digitalen Kompaktkameras die, trotz der geringen Auflösung einer Zeitung, als solche zu erkennen sind häufen sich ebenfalls.
Ich habe manchmal den Eindruck das Bilder eingesetzt werden weil es an Text fehlt. Qualität spielt keine Rolle.
 
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Früher war alles besser.

Tim, mal im Ernst, was ist denn an diesem Beitrag lesenswert? Der Autor weiß offenbar selbst nicht so genau, was er kritisiert, wirft Pressefoto und Kompaktknipsen in einen Topf und vermischt das dann noch mit der sachlich völlig unbegründeten Meinung, daß das bei der Analogfotografie irgendwie nicht passiert wäre. Ich habe selten so einen wirren Blödsinn gelesen.
 
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Was mir an dem Artikel nicht gefällt ist, dass das Freistellen als alleinige gültige Technik für die Gestaltung eines guten Fotos proklamiert wird.
Roland, wie ich das lese, gehts um Pressefotos. Da finde ich die Freistellung schon ziemlich wichtig. Konzentration auf die wesentlichen Dinge. Presse, das heisst doch nix anderes als Informationsverdichtung.

Tim
 
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Roland, wie ich das lese, gehts um Pressefotos. Da finde ich die Freistellung schon ziemlich wichtig. Konzentration auf die wesentlichen Dinge. Presse, das heisst doch nix anderes als Informationsverdichtung.

Tim
Hallo Tim,
es kann auch Informationsverlust bedeuten in dem einfach der Kontext der Personen oder der Handlung im Bokeh verschwindet.
 
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Früher war alles besser.

Tim, mal im Ernst, was ist denn an diesem Beitrag lesenswert? Der Autor weiß offenbar selbst nicht so genau, was er kritisiert, wirft Pressefoto und Kompaktknipsen in einen Topf und vermischt das dann noch mit der sachlich völlig unbegründeten Meinung, daß das bei der Analogfotografie irgendwie nicht passiert wäre. Ich habe selten so einen wirren Blödsinn gelesen.

.. stimme da 100 Prozent meinen Vorschreiber zu, dass ganze erinnert mich "auch" an den thread: Ich möchte meinen Blendenring wieder haben :fahne: :hehe:
 
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Roland, wie ich das lese, gehts um Pressefotos. Da finde ich die Freistellung schon ziemlich wichtig. Konzentration auf die wesentlichen Dinge. Presse, das heisst doch nix anderes als Informationsverdichtung.

Tim, ich sehe ich jeden Tag viele Pressefotos, wo diese Technik der Freistellung angewendet wurde, weil es zum Motiv passt. Die Technik gibt das auch her.

Daß das vermeintliche Fehlen der Freistellung (welches ich nicht nachvollziehen kann) in dem Artikel zum Anlass genommen wird, über Digiknipsen (bei der Presse !!??) herzufallen und dann noch den vermeintlichen Zusammenhang herzustellen, daß das analog nicht passiert wäre (wo liegt der Freistellungsunterschied zwischen Kleinbild analog und FX?) ... das alles nährt den Verdacht, daß der Autor nicht den leisesten Schimmer hat, worüber er da eigentlich schreibt. Der will einfach nur mal jammern.
 
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Früher war alles besser.

Nicht unbedingt, aber wenn ich mir die Pressefotos unserer Zeit anschaue, dann sehe ich mehr schlechte Fotos als gute Fotos. Schaue nicht nur auf die auflagenstarken überregionalen Tageszeitungen, sondern in das Lokalblatt. Da sieht mans am deutlichsten. Wo früher ein Schreiber und ein Knipser auftauchten, da ist heute nur noch ein Knipsschreiber mit einer Digi-Bridge. Im Keller habe ich Lokalzeitungen aus den siebziger und achtziger Jahren. Wenn ich nur die Sportfotos unserer Handballmanschaften mit denen von heute vergleiche, dann sehe ich tatsächlich einen echten Kulturverlust, wobei ich ziemlich sicher bin, dass die Fotografen von damals mit einer D2x und einer D3 noch knackigere Fotos produziert hätten. Aber solche Fotografen gibts dort nicht mehr. Die "Bedienerfreundlichkeit" der digitalen Bridge hat leider den guten Fotografen aus dem Lokaljournalismus verdrängt.

Tim
 
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Früher war alles besser.

Tim, mal im Ernst, was ist denn an diesem Beitrag lesenswert? Der Autor weiß offenbar selbst nicht so genau, was er kritisiert, wirft Pressefoto und Kompaktknipsen in einen Topf und vermischt das dann noch mit der sachlich völlig unbegründeten Meinung, daß das bei der Analogfotografie irgendwie nicht passiert wäre. Ich habe selten so einen wirren Blödsinn gelesen.
Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!
 
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Journalismus ist z.B. berichten über Tatsachen. Freigestellte Bilder, aus dem Zusammenhang genommen dienen nur der plakativen Untermauerung von Inhalten, die genauso gut in ganz anderen Zusammenhängen auftauchen könnten. Andere Pressesysteme / politische Gruppierungen haben es ja vorgemacht.
Und zu einer Zeit, als die Zeitungen noch nicht von Praktikanten gemacht wurden, gab es auch Leute, die eine journalistische Verantwortung als Berufsethos vor sich hertrugen.
Heute, wo sich kein Nachbar mehr regt, wenn nebenan die Frau verprügelt wird, wundert es mich auch nicht das Konsumenten immer gleichgültiger werden und die Verlogenheit und Gewissenlosigkeit der Medien kritiklos weiter konsumieren...
und darin auch noch ein Fortschritt der Bewußtseinsentwicklung sehen.
 
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Nicht unbedingt, aber wenn ich mir die Pressefotos unserer Zeit anschaue, dann sehe ich mehr schlechte Fotos als gute Fotos.

Gerade bei der lokalen Presse sehe ich das auch so, Tim. In dem Artikel werden aber meiner (und offenbar auch deiner) Meinung nach die falschen Ursachen dafür verantwortlich gemacht.
 
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Wo die Ursachen sind, ist pauschal sicher nicht so einfach zu benennen. Fakt ist aber wohl, dass gerade die "kleinen" Regionalzeitungen kaum noch Fotoreporter haben und aus Kostengründen dem Wort-Berichterstatter eine Kamera in die Hand drücken, damit er "nebenbei" auch ein paar Bilder macht. - Bei einer ländlichen Groß(!)veranstaltung habe ich eine Reporterin kennengelernt, die immer nur die grüne Vollautomatik (D70) anhatte und trotzdem nicht zurechtkam und die entlassenen Fotografen sind glücklich, wenn sie noch eine Frau haben, die verdient, und selbst sich mit Kleinaufträgen über Wasser halten können.

Auch größere Zeitungen verwenden neuerdings gerne "Leserfotos" und das hat denn schon etwas zu tun mit Knipsfotos, Handyfotos, ... fast jeder hat ständig das Handy in der Hand und jeder zweite irgendeine Billig-Digiknipse und freut sich, wenn er Bilder abliefern kann, die früher keiner hätte haben wollen.
 
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Ob´s früher alles besser war, weiss ich nicht, soooo alt bin ich noch nicht. Aber wenn von den Fotos in der überregionalen Tageszeitung würde nur ein kleiner Bruchteil der NFF-Kritik standhalten :)
+
Die wirklich guten Fotos fallen dann umso mehr auf.
+
Grüße
Oliver
 
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wäre das ein thread in diesem forum, käme mir nur ein

mimimimimi... in den sinn...

und spätestens an diesem abschnitt:

Wenn da mal ein Digitalfoto zwischen ist, fällt (mir) das sofort unangenehm auf: zu glatt, keine Freistellung, alles wie vom Computer generiert, und es fehlt die Stimmung, die Anmutung.

wären mir ob der grenzenlosen ahnungslosigkeit des verfassers die tränen in die augen geschossen...
 
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...irgenwie habe ich hier den Eindruck, daß ich hier mittlereweile im falschen Boot sitze.

Wenn das so ist was macht Ihr bei Nikon? Kauft Euch irgendeine FT-, oder bessr mFT - Kamera und Gut ists.

Gruß

Peter
 
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Lustig finde ich, wenn ein KB-Knipser bei einem 90 3.5 von Freistellung schreibt.

Mein 120 2.8 kann freistellen, das hängt aber auch an einer 6x6. Alles andere ist eh nur doofes Rumgeknipse :fahne:
 
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Einst wurde Fußball durchaus mit Mittelformat plus Normalbrennweite oder leichtem Tele abgelichtet. Den Rest erledigte der Beschnitt in der Duka. Auch hier war quasi zwangsweise alles von vorne bis hinten scharf, aber keinen hatte es gestört.

Wichtig ist nur, dass sich das eigentlich Motiv vom Umfeld abhebt. (Figur-/Grundproblem). Ob nun durch Unschärfe im VG/HG, unterschiedliche Helligkeitswerte, differente Farben usw., das ist doch alles egal, solange der Betrachter eindeutig erkennt, was das eigentlich Motiv ist und VG/HG zum informativen Beiwerk werden*, womit sogar der Idealfall erreicht wäre. Für Collagezwecke sind Bildteile mit begrenzerte Schärfe sogar weniger geeignet. Es kommt halt immer auf den Zweck an ...


*) Fast wie die Unterschrift eines Trauzeugen ohne bildliche Einbeziehung des Brautpaares. Könnte ja sonst auch die Unterschrift für den Kauf einer Waschmaschine sein ... :hehe:
 
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Ist doch schön, wenn man ein klares Weltbild hat.

Analog = Gut, Digital = Böse

Tatsachen und Fakten verwirren da nur........


Wenn man bemerkt, dass Fotoreporter entlassen werden und Knipsbildchen eingefügt werden heute, dann hat das NULL mit irgendeiner Tehcnik zu tun, sondern nur damit immer billiger zu produzieren.

Bei der Nikon Solutions letztes Jahr gab es ganz zu Schluß eine Podiumsdiskussion mit einem Stern - Fotografen (Name hab ich leider vergessen). Er meinte, dass heute zum größten Teil Agenturbilder verwendet werden. Täglich würden beim Stern zw. 9000 und 13000 Bildern eintreffen, die bewertet und katologisiert werden müssen.
Von ehemals 21 festen Fotografen hat der Stern mittlerweile noch 2. Und der Stern war eigentlich gerade für seine guten Fotoreportagen berühmt innerhalb seines Genres.

Wie das bei Tageszeitungen genau aussieht, weiß ich nur am Rande, aber es werden bei uns defnitiv immer mehr Bilder von Hobbyknipsern verwendet, dei bei der 50 Jahr Feier ein Bild gemacht haben, statt dass man da einen Fotografen hinschickt. Bei dieser Art von Doku braucht es imho auch nicht mehr, genausowenig wie von den Partybildern, wo immer 2-3 Mädels (austauschbar) in die Kamera grienen (oder Jungs ihre Bierflasche hochhalten). Auf diese Bilder könnte man getrost auch verzichten ohne den Informationsgehalt deutlich zu reduzieren. Aber billiger ist das ......
 
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