Dass jetzt bei der M9 von einem FF-Sensor gemunkelt wird wundert mich ein wenig, nachdem während der Entwicklungsphase der M8 in einer Videopressekonferenz (...oder wie das heißt...) von dem Entwicklungsmanagement noch ausdrücklich die Nachteile dieser Technik im Bezug auf Randabschattungen etc. betont wurden. Man habe sich absichtlich für eine "maßvolle Brennweitenverlängerung" entschieden, hieß es damals. Allerdings hat der damalige CEO Cohn so einiges verlauten lassen, was manchmal an Franz Beckenbauer erinnerte...
Der ist nicht mehr im Rennen. Es gibt jetzt einen Mr. Lee, der seit knapp zwei Jahren das Sagen hat.
Trotzdem frage ich als Nichttechniker mich, wie sie dieses Problem nun beheben wollen. Wenn ich mich recht erinnere, war das Problem das im Vergleich zu einer DSLR geringe Auflagemass, bedingt durch das flache Gehäuse.
Es ist die geringe Entfernung der hinteren Linse, die im Gegensatz zum Spiegelkasten mit grösserer Entfernung zur Sensorebene einer SLR die Probleme mit der reflektierenden Oberfläche eines Sensors bringt.
Hat sich die Sensortechnik inzwischen so weiter entwickelt, dass dies kein Problem mehr ist? Oder setzt man auf die an den neuen Objektiven vorhandene und bei den alten nachrüstbare CPU, die für einen kamerainternen Ausgleich sorgen soll?
Leica M-Objektive haben keine CPU, Springblende oder gar Autofocus.
Anhand einer 6-bit Kodierung des Objektivs kann eine Leseeinheit im Bajonnettring der Kamera auslesen, welche Optik angesetzt ist und diese Daten in die Exifs schreiben.
Die sehr schräg auftreffenden Randstrahlen der Hinterlinse werden durch nach innen gerichtete Sammellinsen im Aussenbereich auf den darunter befindlichen Sensor gerichtet, um möglichst gerade auf die einzelnen Pixel zu treffen.
Das Leicapreisgefüge ist sicherlich "gewöhnungsbedürftig". Ob man sich mit den Kameras anfreunden kann (egal, ob M oder R) ist wohl Geschmacksache. Ich bin von der R abgekommen, da ich eine bezahlbare DSLR wollte. Die Objektive sind aber einfach nur ein Gedicht.
Leica Objektive sind ein sehr teurer Traum. In den guten Jahren wurden Konstruktionen auf den Markt geworfen, die im Vergleich zu den relativ einfachen FilmLeicas z.T. sehr aufwendig in Glas und Mechanik gefertigt wurden. Für nur drei Linsen werden schon je nach Lichtstärke bis zu €9 - 12.000,00 verlangt und bezahlt.
Ich hatte noch einige R-Objektive zu Hause und bedauerte, diese nicht mittels Adapter an meiner Nikon verwenden zu können, wie dies die Canonisten häufig tun. Sie sind daher schweren Herzens über die Bucht gewandert....:stampf:
Habe da mal eine Frage: Ist die M- 8 eine "echte " Leica, oder hat die viel Panasonic Technik (in den kleinen Modellen ist das wohl so)?
Beim Upgrade auf einen Vollformat-Sensor muss auch ein neuer Sucher und neue Sucherrahmen in die M8 eingebaut werden. Ob das wirtschaftlich Sinn macht?
Habe da mal eine Frage: Ist die M- 8 eine "echte " Leica, oder hat die viel Panasonic Technik (in den kleinen Modellen ist das wohl so)?
Warum ein neuer Sucher, Stefan? Ist das nicht der normale 0.72 Sucher, nur mit anderen Rahmen (24mm zusätzlich, 135mm fällt weg) ?
Der Sensor ist von Kodak, das elektronische Drumherum stammt von Imacon, also aus der Hasselblad-Gruppe. Deutsche Mechanik, dänische Elektronik und ein Herz aus USA.
Warum ein neuer Sucher, Stefan? Ist das nicht der normale 0.72 Sucher, nur mit anderen Rahmen (24mm zusätzlich, 135mm fällt weg) ?
Wie gesagt, eine sehr spezielle Kamera die stark die Massen polarisiert....
Volker,
aufgrund des Cropfaktor von ca. 1.33 muss die Anpassung der Sucherrahmen gegenüber dem Filmformat etwas weitwinkliger oder, anders ausgedrückt, mit mehr Sucherverkleinerung daherkommen. Die M8 liegt zwischen der 0.72 Standard und meinem 0.58 (Brillenträger/WW-Sucher).
Erwin Puts hat einen Beitrag dazu geschrieben: "The significance of Leica Upgrade Program"
Leica kann froh sein, dass Nikon seine Rangefinder-Linie in den sechziger Jahren zugunsten der Nikon F und Nikkormat aufgegeben hat. Bereits die Nikon SP war der Leica M3 ebenbürtig - und wäre der SPX-Prototyp mit seinem Zoomsucher und TTL-Belichtungsmessung realisiert worden, dann wären sie in Wetzlar noch mehr ins Schwitzen gekommen.
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