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Also die bisherigen "Versuche" können das erste Bild nicht toppen.
Allein schon die Sonne ist doch grottig.
Ich unterschreibe sowieso die Einstellung mein Bild von der Welt zu machen und nicht vermeintliche Realitäten abzuliefern. Das Ergebnis ist letztlich was ich empfinde und ausdrücken möchte. Möge daran teilhaben wer will, alle Anderen lassen halt bei Lidl abziehen ;) und damit zufrieden sein.
Ich jedenfalls könnte wohl auch keine bessere Bearbeitung abliefern, daher ist Christians Bild schon gelungen...
 
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Du kommst aus der professionellen Welt und beurteilst das Foto vom „Profi“ Christian.
Da kann Dein Urteil natürlich nur sein : amateurhafte und nicht professionelle Arbeit.

Ich versteh kein Wort.


Das Bild wäre nur über eine Belichtungsreihe korrekt (fotografisch) darstellbar. Der Sensor ist für dieses Szenario noch völlig überfordert.

Eine Belichtungsreihe hätte die Tonwerte umfänglich erhalten können, aber selbst das würde unnatürlich wirken, weil diese Sonne (tief, hinter Schleierwolken) auch unser Auge blendet. Insofern hätte ich das RAW auch gelöscht, oder gar nicht erst gemacht, das Licht ist einfach zu schwierig (und auch nicht sonderlich spannend).
So gefällt mir der Himmel der 1. Version auch am besten...


Und wenn ich das Original hier zeige, ohne Vögel, dann ist das nicht komisch, sondern ehrlich

Ich habe mich etwas zurückgehalten - wenn ich so ehrlich sein darf: wenn man einem Bild offensichtliche Manipulationen ansieht, wirkt das schnell peinlich. Das ist ja nicht dein erstes Bild, in dem mir Photoshop-Tricks auffallen.
Sowas kann man imho machen, nur sollte es gekennzeichnet sein. Nicht, weil in der Fotografie klare Regeln gelten, sondern weil es den Fotografen unglaubwürdig werden lässt.


Mir ist allerdings aufgefallen, daß die wenigsten Bilder, die hier gezeigt werden, noch OOC sind. Die meisten sind so weit entfernt, daß dies für mich zu massiven Irritationen geführt hat, da ich nie OOC so ein Bild hatte und mich gefragt habe, was ich beim Fotografieren falsch mache.

Hier sehe ich es wie Christian: was können wir dafür, dass der Sensor den Dynamikumfang nicht schafft?
Eine Dämmerszene im Gegenlicht ist (fast) nicht anders darstellbar, und Belichtungsreihen und entsprechende Nachbearbeitung sind nur Mittel, das Gesehene entsprechend darstellen zu können.
Das geht für mich persönlich in Ordnung - Bildteile einzufügen, die nicht vorhanden waren hingegen weniger.

Ein Bild ist für mich dann gelungen, wenn man ihm die Bearbeitung nicht ansieht, (fast) egal welche. ;)
 
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Christian, ich hoffe die Diskussion hier geht Dir nicht auf den Senkel... ;)

Vom Grundsatz her gehe ich ziemlich mit Daniel konform.
Dieses Bild hat für mein Auge zu viel “Blingbling“.

Mein persönlicher Maßstab ist die “Glaubwürdigkeit“.
Es ist völlig klar und völlig legitim, dass kein Foto mehr unbearbeitet gedruckt oder präsentiert wird, wer das fordert, lebt in einer anderen Welt (auch ein ooc JPG ist bearbeitet! Nicht vom Fotografen, sondern von der Kamera). Ich halte es auch für legitim, technische Unzulänglichkeiten des Systems “Digitalkamera“ durch Bildbearbeitung auszugleichen.
Ich halte es im professionellen Umfeld auch für legitim, auf diesem Weg Szenen, Stimmungen oder Ergebnisse zu generieren, die vom Kunden gefordert werden (egal, ob das die Fernsehzeitschrift ist, die möchte, dass Senta Berger auf dem Titel aussieht, als wäre sie eine jung gebliebene Mittdreißigerin oder die Portraitkundin, die aussehen möchte, als wäre sie frisch geliftet oder der KFZ-Hersteller, der sein neues Modell vor beliebigen Landschafts- oder Architekturlocations möglichst dynamisch präsentieren möchte).

Aber:
Für mich persönlich (ich rede nur für mich!) wird es in dem Moment kritisch, wo man versucht, ein im Prinzip langweiliges Landschaftsfoto mit allen Tricks und jeder Menge “optischem Glutamat“ zu einer unglaubwürdigen Szene mit einzigartiger Stimmung zu machen, die in ihrer Irrealität einem Computerspiel entsprungen sein könnte.

Wo beginnt diese Unglaubwürdigkeit?
Schwer zu sagen... da ist viel persönlicher Geschmack dabei und deshalb gibt es mit Sicherheit keine allgemein gültigen Aussagen.
Aber je mehr Erfahrung jemand in der analogen Fotografie mitbringt, desto sensibler wird er auf solche Übertreibungen reagieren.
Warum nicht in dem Bild oben noch einen Vollmond und ein paar Sterne im Himmel, warum nicht auf der Wiese eine tanzende Elfe umschwirrt von seltenen Riesen-Schmetterlingen...?
Weil das zu viel wäre?
Der eine oder andere mag aber selbst das noch als “schön“ empfinden...

Landschaftsfotografie hat viel mit Gefühl für Licht, für Stimmungen, für Linienführung, für Tiefenwirkung etc. zu tun.
Das bedeutet, dass man sehr oft umsonst früh aufsteht und mit einigem Aufwand zu ausgewählten Motiv geht oder fährt.
Das bedeutet auch, dass man manchmal auch zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein kann und eine außergewöhnliche Stimmung an einem geeigneten Platz festhalten kann. Das bedeutet aber nicht, dass man aus jedem “Zufallsfoto“ den einzigartigen Moment zaubern kann.
Mein Respekt gilt denjenigen, die den Aufwand nicht scheuen und dennoch einzigartige Ergebnisse erzielen.

Ich gestehe, für mich persönlich ist das gezeigte Bild eine fotoähnliche Illustration mit realitätsferner Lichtstimmung und zu stark gesättigten Farben. Eine Spielerei. Für andere hat das aber durchaus seinen Zweck und seine Berechtigung, das erkenne ich an.

Mir fällt immer wieder auf, wie stark sich das allgemeine Sehen an solche extremen Übertreibungen gewöhnt hat.
Die Ursache ist eine immer weiter eskalierende Bilderflut in den Medien (Fernsehen, Kino, Werbung, Internet etc.) aus der nur noch herausstechen kann, was noch lauter, noch bunter und noch ungewöhnlicher ist. Ich für mich weigere mich, bei dieser “Aufrüstung“ mitzumachen, aber ich begegne ihr täglich in meinem beruflichen Umfeld.

Und nochmal der Vergleich zum Essen: Ein raffiniertes Gericht mit außergewöhnlichen und fein abgestimmten Gewürzen und Zutaten ist mir persönlich lieber, als Grillfleisch mit Ketchup.

:fahne:
 
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Dann schicke ich mal eine ganz "abgespeckte" Variante ins Rennen.
Wobei ich natürlich zugebe, dass das eher "langweilige":fahne: Motiv
durch ein paar Vögel und knackige Bearbeitung durchaus gewinnt.:D

Persönlich halte ich es da mit Daniel:
Insofern hätte ich das RAW auch gelöscht,
oder gar nicht erst gemacht, das Licht ist einfach zu schwierig
(und auch nicht sonderlich spannend).

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Die Bearbeitung finde ich - in Anbetracht des Ausgangsmaterials - optimal, bzw. natürlich! :up:
Die Sonne überstrahlt, aber das darf sie auch, und muss sie wohl auch.
Die Baumkanten sind minimal überschärft...
 
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...Hach, hier ging es ja weiter :) Ich bin gerade auf Mallorca, nur mit iPhone, nich dass ich dann auf die Idee komme, ein Raw zu manipulieren ;)
 
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Wünsche Christian eine gute Zeit auf Malle.
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"Wann immer ich eine Regel zu erkennen glaube, kommt immer irgendein Fotograf und bricht sie, und das in vielen Fällen mit einem guten Ergebnis. Aber ich finde es heute gar nicht mehr so wichtig, ob ein Bild gut ist. Die Frage ist, ob ein Bild so interessant ist, dass es emotional anspricht."
Aus einen Interview mit Jim Richardson (69) der seit 1984 für National Geographic fotografiert.

B.G.
 
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Dann schicke ich mal eine ganz "abgespeckte" Variante ins Rennen.
Wobei ich natürlich zugebe, dass das eher "langweilige":fahne: Motiv
durch ein paar Vögel und knackige Bearbeitung durchaus gewinnt.:D

Persönlich halte ich es da mit Daniel:


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Es müssen nicht zwingend Vögel sein, die eh nicht ziehen in diesem Monat.
Aber mal äsende Ricke mit 2 Kitzen wäre real. So 10 bis 15 m in die Weide rein, wäre für die Konzentratselektierer ca. 8 Mal am Tag (alle 1,5 Stunden etwa ) üblich. Da brauchste Dir um die Tageszeit keinen Kopf machen, damit es echt wirkt.
Die Zugvögel wirken für den
Spezialisten wie ein eingefügtes Einhorn.
Real wäre mal eine Reihe von max 4 bis 5 in der Luft die drehen so 2 Mal und versuchen wieder dort zu landen, wo sie sich gezwungen sahen zu flüchten. Hier ist kein Steigflug oder Kurve zu entdecken im Bild.

Gruß
Flugd600
 
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