Ich bin auch über 50, seit mehr als 20 Jahren online und fotografiere seit 17 Jahren digital, habe also schon einiges erlebt, wundere mich aber dennoch immer wieder, wie dogmatisch, dünkelhaft und kleinlich viele Diskussionen zum Thema Fotografie oft verlaufen. Okay, zu anderen Themen auch, aber gerade Fotografie ist doch von Hause aus etwas sehr Individuelles, was Regeln, Gebote und Verallgemeinerungen eigentlich ausschließen müsste.
Menschen haben nun mal sehr unterschiedliche kognitive Fähigkeiten, Interessen und Geschmäcker. Man kann das Hobby Fotografie eher technisch, künstlerisch oder dokumentarisch betreiben, anlassbedingt oder exzessiv, mit "professionellem" Ehrgeiz oder just for fun. Für einige ist der Weg das Ziel, andere kürzen den Weg gerne ab und wieder andere lassen sich einfach ziellos treiben. Der eine will ein schönes Bokeh, der andere alles scharf und dem Dritten ist das völlig wurscht. Und so vielfältig wie die Herangehensweisen sind auch die Kriterien zur Bewertung von Fotos.
Andererseits hat Fotografie als Hobby aber eben auch mit Konsum, Technik und Status zu tun, da greifen halt wieder die üblichen Mechanismen. Wie lässt die Anschaffung der 5000-Euro-Vollformat-Ausrüstung sich selbst und anderen gegenüber besser begründen als mit der Behauptung, nur damit könne man so richtig fotografieren, alles andere sei doch letztlich nur Spielkram? Und wie kann man als iPhone-Fotograf der Gefahr, belächelt zu werden, besser begegnen, als zu suggerieren, angesichts der Möglichkeiten moderner Smartphones sei schweres Gerät doch eigentlich obsolet?
So durchkreuzt man sich gegenseitig seine Rechtfertigungsstrategien, obwohl es die doch gar nicht bräuchte. Denn ob DSLR, Bridge- oder Taschenknipse, iPhone, Polaroid oder Lochkamera, ob klein oder groß, billig oder teuer: Jedes Ding, mit dem man Fotos machen kann, ist erst mal ein gutes Ding, auch wenn es im Einzelfall vielleicht nicht mein Ding ist.
Was zählt, ist der individuelle Spaßfaktor - und am Ende natürlich auch das Bild. Aber nicht gemessen an labortechnischen Eigenschaften, sondern an der subjektiven Wirkung auf den jeweiligen Betrachter. Den einen spricht es an, den anderen halt nicht. Aber da sollten doch eher Motiv, Perspektive, Komposition etc. entscheidend sein, und nicht das Aufnahmegerät.
Wie gesagt: Für mich ist Fotografie per Smartphone schon aus haptischen Gründen nichts, aber ich finde die hier gezeigten iPhone-Bilder teilweise durchaus beeindruckend. Ich habe jedenfalls schon sehr viele "schlechtere" Bilder aus Vollformat-Kameras gesehen. Und wenn jemand mit so wenig Technik auskommt (rein vom Volumen her) und seine Vorstellungen damit umsetzen kann, ist das doch eine tolle Sache.
Schon Novalis wusste: Alles ist gut, nur nicht immer, nur nicht überall, nur nicht für jeden.
Menschen haben nun mal sehr unterschiedliche kognitive Fähigkeiten, Interessen und Geschmäcker. Man kann das Hobby Fotografie eher technisch, künstlerisch oder dokumentarisch betreiben, anlassbedingt oder exzessiv, mit "professionellem" Ehrgeiz oder just for fun. Für einige ist der Weg das Ziel, andere kürzen den Weg gerne ab und wieder andere lassen sich einfach ziellos treiben. Der eine will ein schönes Bokeh, der andere alles scharf und dem Dritten ist das völlig wurscht. Und so vielfältig wie die Herangehensweisen sind auch die Kriterien zur Bewertung von Fotos.
Andererseits hat Fotografie als Hobby aber eben auch mit Konsum, Technik und Status zu tun, da greifen halt wieder die üblichen Mechanismen. Wie lässt die Anschaffung der 5000-Euro-Vollformat-Ausrüstung sich selbst und anderen gegenüber besser begründen als mit der Behauptung, nur damit könne man so richtig fotografieren, alles andere sei doch letztlich nur Spielkram? Und wie kann man als iPhone-Fotograf der Gefahr, belächelt zu werden, besser begegnen, als zu suggerieren, angesichts der Möglichkeiten moderner Smartphones sei schweres Gerät doch eigentlich obsolet?
So durchkreuzt man sich gegenseitig seine Rechtfertigungsstrategien, obwohl es die doch gar nicht bräuchte. Denn ob DSLR, Bridge- oder Taschenknipse, iPhone, Polaroid oder Lochkamera, ob klein oder groß, billig oder teuer: Jedes Ding, mit dem man Fotos machen kann, ist erst mal ein gutes Ding, auch wenn es im Einzelfall vielleicht nicht mein Ding ist.
Was zählt, ist der individuelle Spaßfaktor - und am Ende natürlich auch das Bild. Aber nicht gemessen an labortechnischen Eigenschaften, sondern an der subjektiven Wirkung auf den jeweiligen Betrachter. Den einen spricht es an, den anderen halt nicht. Aber da sollten doch eher Motiv, Perspektive, Komposition etc. entscheidend sein, und nicht das Aufnahmegerät.
Wie gesagt: Für mich ist Fotografie per Smartphone schon aus haptischen Gründen nichts, aber ich finde die hier gezeigten iPhone-Bilder teilweise durchaus beeindruckend. Ich habe jedenfalls schon sehr viele "schlechtere" Bilder aus Vollformat-Kameras gesehen. Und wenn jemand mit so wenig Technik auskommt (rein vom Volumen her) und seine Vorstellungen damit umsetzen kann, ist das doch eine tolle Sache.
Schon Novalis wusste: Alles ist gut, nur nicht immer, nur nicht überall, nur nicht für jeden.