Die Ausgangsfrage - soweit ich das richtig verstanden habe - stellte ja das Gewicht einer grossen Ausrüstung im Vergleich zu einem iPhone gegenüber. Und die Frage wäre ja ganz einfach zu beantworten, wenn nicht noch zwischen den Zeilen die kleine "Zwischenhoffnung" auftaucht, mit dem iPhone genau so gute Fotos zu machen wie mit einer DSLR.
Die offensichtliche Frage wäre ja mit einem einfachen "Das musst Du selber entscheiden" zu beantworten. Fertig.
Die versteckte Frage ist ja in vielfältiger Art und Weise immer wieder diskutiert worden, und wird vermutlich Thema bleiben. Und beginnt man etwas weiter zurück, dann entstand sie vermutlich schon, als die Fotografie der Portaitmalerei den Markt streitig machte. Und schon zu dieser Zeit wurde die Frage der Qualität diskutiert, natürlich in einem andern Zusammenhang.
Hierbei wäre aber zu trennen zwischen jenen, die von der Fotografie leben (müssen) und jenen, die mit der Fotografie leben. Ich selbst gehöre ja zur letzten Gruppe und bewundere all jene, welche sich dem Beruf Fotograf nach wie vor mit vollem Elan stellen und davon leben können.
Letztere Gruppe, bezeichnen wir sie als Hobbyisten - ich verzichte hier bewusst auf die Begriffe "Amateure", "ambitionierte Amateure" "Künstler" - hat ohnehin ein Luxusproblem. Sie packen die Kamera, egal was für eine, nehmen sich Zeit oder nicht, knipsen oder fotografieren und haben Freude oder keine Freude daran. Sie stellen das Produkt in Foren, teilen es, drucken es aus, machen Kalender und Bücher usw. Und davon lebt ein ganzer Wirtschaftszweig.
Letztere Gruppe hat im besten Fall nur ein Geltungsproblem, aber keine finanzielle und existentielle Fragestellungen zu beantworten. Ein Festplattenausstieg hat nur die Folge, dass visuelle Erinnerungen flöten gegangen sind. Für eine Berufsfotografen hat das weit grössere Konsequenzen.
Ob ich mit einem iPhone fotografiere als Hobbist oder nicht, ist völlig egal. Und wann und wo auch. Und wenn ein Auftraggeber eines professionellen Fotografen mit iPhonebilder auch zufrieden ist und bezahlt, dann ist das auch OK.
Gehen wir kurz zurück in die Welt der Musik. Wer meint, dass schon Mozart oder Händel oder Bach freie Künstler waren, der irrt sich gewaltig. Es waren bei den meisten Künstlern Auftragswerke. Ohne Gefallen, keine Kohle. Ein "Musikus" war dazumal ein Handwerk und musste genau so hart erarbeitet werden wie andere Handwerke auch. Dazu kam der knappe Stellenmarkt und die relativ grosse Konkurrenz. Bei der Malerei war es nicht anders. Auch diese "Kunstform" wurde lange Zeit als Handwerk betrachtet.
Wir Hobbyisten haben all diese Probleme nicht. Es sei denn, wir erachten alle andern in der selben Gruppe als Konkurrenz. Und somit wäre ja auch die Frage nach der verstecken Frage beantwortet: Wenn man Freude an Fotos, auch an den eigenen, dann ist es komplett egal, mit was man das gemacht hat. Die Hoffnung auf positive Feedbacks der Produkte, darf man immer haben, sofern man das denn auch will....
Und so ist des Hobbyisten grösstes und einzigstes Problem im Grunde genommen gar keines. Es steht uns frei die Bilder betrachten und im besten Fall kommentieren zu lassen. Ein

, ein :up:, ein Bild der Woche, ab in die Highlights, dass ist unser Lohn, hier zumindest. Auf FB und andern Seiten kann man es noch teilen lassen, einen "Freundenstamm" bis zum geht nicht mehr aufbauen und sich darüber freuen ...
Ich meine das alles überhaupt nicht ketzerisch, schließlich gehöre ich ja auch dieser Gruppe an. Sobald man aber die Absicht hat, sich das Hobby mit dem Hobby zu finanzieren, dann spielen andere Gesetzmässigkeiten eine Rolle. Und diese sind nicht zu unterschätzen. Denn dann muss man Abnehmer finden.
So, ich warte immer noch darauf, dass die Nikon eine D.... macht, welche ein integriertes iPhone hat. Dann kann ich mit jemandem telefonieren während des Fotografierens oder via Live-Übertragung ist es dann möglich, dass derjenige am andern Ende gleich mit schaut ...
In diesem Sinne: viel Spass im Urlaub ...
