Lösung Ich schmiere von .nef zu .jpg ab .... und find's gut!

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Dann haben wir unterschiedliche Informationen von "verlustfrei". Für mich bedeutet verlustfrei, dass die Daten, die ich in eine Datei stecke 100%-ig gleich wieder rauskommen. Das ist bei TIFF und DNG (im Gegensatz zu JPG) so gegeben. Dass die entwickelten RGB-Daten, die im TIFF gespeichert werden, nicht mehr den Rohdaten entsprechen, ist eine andere Sache. Und die reinen Bilddaten im DNG entsprechen schon den Originaldaten, nur werden einige Aufnahmeinformationen nicht mitgenommen.

Dass bei der Umwandlung von NEF in DNG einige Daten fehlen, liegt allerdings nicht am Raw-Format, sondern daran, dass diese Daten im NEF verschlüsselt sind und von Adobe nicht ausgelesen werden können (weil sie nicht die Lizenz der Nikon-API erwerben wollten ... oder so ähnlich).
 
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Ich überspring jetzt einfach mal die ganzen Beiträge, die wohl etwas vom Thema abgekommen sind und kehre zur eigentlichen Frage zurück. Was jpgs und Pressefotografie angeht, das ist absolut normal und längst nicht nur bei L´Equipe so. Was glaubst du, in was dpa, ddp, ap und die ganzen Tageszeitungsfotografen fotografieren?

Bei uns bspw. könnten die Bildbearbeiter NEF´s nicht einmal bearbeiten, selbst wenn sie wollten. Da gibt es schlichtweg nichts anderes als jpg - und ich rede hier beileibe nicht von irgendeiner Mini-Dorfzeitung.

Bei Landschaftsfotografie u.ä. mag RAW ja wirklich große Vorteile haben, im Presse- und Reportagebereich dagegen ist es in den meisten Fällen überflüssig - vorausgesetzt, man kennt seine Kamera.

Ich merke es bspw. beim Fotografieren von Hochzeiten. Zwar setze ich dabei der Sicherheit halber auch immer auf RAW, im Nachhinein aber denke ich mir doch wieder: "Hättest du halt jpgs gemacht" - weil´s im Endeffekt mit einer Tonwertkorrektur und ähnlichen Nachbearbeitungsschritten getan ist. Und das sage ich nicht, weil ich mich für so toll halte, sondern weil die heutigen Kameras bei jpg wirklich fit sind. Eine D3, D700 oder D300 mit den passenden Einstellungen macht einwandfreie jpgs.

Gruß

Christoph
 
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Wenn die Fotos so schlecht sind das man die Regler im Bearbeitungsprogramm bis zum Anschlag ausnutzen muß braucht man freilich RAW. Neben dem Beschneiden auf 16:9 reicht bei mir schon eine winzige (ein klikk) Belichtungskorrektur. Zur Sicherheit lässt Windows Live das Original unangetastet und legt das bearbeitete Bild darüber, das Original lässt sich jederzeit wieder herstellen. Man muß halt beim Fotografieren etwas mehr Sorgfalt walten lassen und die riesigen Möglichkeiten der Kamera nutzen, dann braucht man auch zu hause nicht mehr aufwendig Nachbearbeiten.
 
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Achtung, Polemik*:
Wer analoge Fotografie gewöhnt ist und sich vor dem Auslösen Gedanken macht, der braucht in 99,9999% der Fälle kein RAW.


*Wie immer mit einem Fünkchen Wahrheit.
 
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Dann haben wir unterschiedliche Informationen von "verlustfrei". Für mich bedeutet verlustfrei, dass die Daten, die ich in eine Datei stecke 100%-ig gleich wieder rauskommen.

Da sieht man mal wieder, wie sehr man aneinander vorbei reden kann ...

Ich sprach von einem Format zur *Archivierung* von Bildern.
Archivierung von NEFs bedeutet eben nicht, ein TIFF oder ein DNG zu sichern - beides ist gegenueber dem NEF nicht verlustfrei.

Nur das NEF selbst ist es - oder ein evtl. zukuenftiges OpenRAW Format, in das man ein NEF transformieren koennte.
Aber eben mit allen Informationen, so dass man - zur Verwendung von Nikon Software - eben daraus auch wieder ein NEF erstellen koennte.
Wenn man denn wollte oder muesste ...

Ich hoffe, jetzt verstehen wir uns
 
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Ich hoffe, jetzt verstehen wir uns

Ja, tun wir.

Aus dem habe ich meine Raws in Lightroom zwar alle in DNGs umgewandelt, aber immer noch ein Kopie der Original-NEFs auf einer anderen Platte liegen, falls ich doch noch mal drauf zugreifen muss/möchte. :up:
 
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Achtung, Polemik*:
Wer analoge Fotografie gewöhnt ist und sich vor dem Auslösen Gedanken macht, der braucht in 99,9999% der Fälle kein RAW.

Dass man besser schon vor dem Auslösen etwas Zeit investiert, ist sicherlich richtig. Das beseitigt aber nicht die technischen Nachteile von OOC-JPEG. Man kann selbst bei sorgfältig gestalteten Aufnahmen oft aus dem NEF noch ein bischen mehr rausholen, sei es im Weißabgleich (den man auf dem kleinen Kameramonitor nie so gut beurteilen kann), bei der Lichterzeichnung oder in der Schärfe (ich habe noch nie ein JPEG von meiner D80 erhalten, das genauso scharf ist wie ein von Capture NX2 erzeugtes JPEG aus dem gleichzeitig aufgenommenen NEF). Auch die Rauschunterdrückung der Kamera ist Spezialprogrammen klar unterlegen. Es hat auch nicht jeder eine Kamera, die im JPEG schon Objektivverzerrungen, Vignettierungen, CA etc. rausrechnet (oder Objektive, die so gut sind, dass man das nicht tun muss).

Selbst wenn das dann vielleicht am Ende nur für 10 Prozent der Aufnahmen relevant ist: wenn ich in solchen Fällen kein NEF habe, ärgert mich das wesentlich mehr als der recht geringe zeitliche Aufwand, alle NEFs nach dem Übertragen auf den Rechner zuerst einmal ohne Änderung der Einstellungen per Stapelverarbeitung in JPEG zu konvertieren, wenn mir die Zeit für eine individuelle Bearbeitung fehlt (die meistens so lange auch nicht dauert).

Jedem das Seine. Es ist völlig verständlich, dass nicht jeder die Zeit aufwänden will, seine Bilder durch Nachbearbeitung noch ein wenig zu verbessern, die Qualität aus der Kamera ist in der Tat so schlecht nicht. Aber man sollte es nicht schönreden: ein wenig oder in Einzelfällen ein wenig mehr Qualität verliert man dabei schon. Das mag nicht jeden stören (mancher mag es sogar für übertrieben halten, ein Maximum an technischer Qualität anzustreben), aber es ist eine Tatsache.
 
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Es gibt nur sehr wenige Fotografen, die wirklich in der Lage sind, bessere jpegs aus dem RAW rauszuholen, als es die neuen Digicams können.
Wer einigermassen gut fotografieren kann, ich meine hier technisch,
bekommt auch gute jpegs hin.

So eine Aussage kann man natürlich so pauschal nicht stehen lassen, oder anders gesagt halt ich die Aussage zu mindestens für gewagt

Wenn man mit JPEG fotografiert, muss man sich im Vorfeld viel mehr Gedanken machen wie z.B. den Weißabgleich. Wer sich hier nur auf die JPEG-Engine seine Kamera verlässt, wird sicherlich auch keine besseren Bilder machen, als derjenige der sich nicht mit seinem RAW-Konverter beschäftigt hat. Wer sich aber mit der RAW-Entwicklung beschäftigt, wird insbesondere bei schwierigeren Bedingungen unterm Strich die besseren Resultate bekommen.

Außerdem ist das ganze natürlich auch sehr stark von der verwendeten Kamera abhängig. Wenn ich da z.B. an die D70 denke, da war es (für mich) fast unmöglich die JPEGS so zu bekommen, wie ich mir das vorstellte. Das ging eigentlich nur durch viel ausprobieren und Laden entsprechender Kurven.
Aber auch damit muss man sich auseinandersetzen.

Bei einer S5 oder auch bei Olympus sieht das schon ganz anders aus, die Kameras haben eine hervorragende JPEG-Engine.

Kommen wir aber zum, aus meiner Sicht, wichtigsten Punkt, der Dynamik.
Nehmen wir einmal die D700. Die JPEG-Engine der D700 erreicht an Dynamik magere 7,8 EV (ISO200). Mit dem RAW-Konverter erreicht man aber 11,6 EV, also fast 4 Blenden mehr an Dynamik! Natürlich gibt es D-Lighting welches man bei JPEG verwenden kann, allerdings kann man das nie so genau steuern wie das beim RAW-Konverter möglich ist.

Ich sehe im JPEG eigentlich nur ein Zeitvorteil und für Zeitungsagenturen und verkleinerte Webbilder ist das sicherlich alles mehr als ausreichend.
Da ich immer nur einen sehr geringen Teil meiner Bilder nach einem Fototag übrig behalte (oft sind es nur 5-10) , ist der Zeitfaktor für mich nicht relevant.
Außerdem verbaue ich mir nicht die Möglichkeit meine Bilder bei bestimmten Agenturen oder auch Wettbewerben abzugeben, die eben gerne ein zusätzlich ein RAW, oder ein ungeschärftes TIFF haben möchten.

Letztendlich muss es ja jeder selber wissen und es gibt ja auch noch eine dritte Möglichkeit, nämlich RAW und JPEG gemeinsam aufzunehmen, so dass man bei den kritischen Bildern mehr Einfluss nehmen kann.

In einem Punkt sind wir uns aber einig ob jemand fotografieren kann, hängt nicht davon ab, ob man nun das eine, oder andere Format favorisiert.
 
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Kommen wir aber zum, aus meiner Sicht, wichtigsten Punkt, der Dynamik.
Nehmen wir einmal die D700. Die JPEG-Engine der D700 erreicht an Dynamik magere 7,8 EV (ISO200). Mit dem RAW-Konverter erreicht man aber 11,6 EV, also fast 4 Blenden mehr an Dynamik! Natürlich gibt es D-Lighting welches man bei JPEG verwenden kann, allerdings kann man das nie so genau steuern wie das beim RAW-Konverter möglich ist.


Du must das Automatische Activ D-Lighting verwenden!! Und man hat immer noch sehr große Reserfen in der nachträglichen Belichtungskorrektur. :up:

Das mit der 7,8 EV kann nicht stimmen. Die D80 hat ja schon mehr.
 
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Das mit der 7,8 EV kann nicht stimmen. Die D80 hat ja schon mehr.

Meine Quelle stammt von dem Messungen bei dpreview: Klick hier
Man kann es aber auch ganz gut selber testen. Die Reserven die im RAW stecken sind gewaltig und toppen noch einmal deutlich die der D300.

Active D-Lighting habe ich ja in meinem Beitrag auch erwähnt , leider ist das aber nicht so gut skalierbar, wie in einem RAW-Konverter.
Bei guten Lichtverhältnissen ist das ja alles kein Problem mit JPEG, aber fotografier mal bei Sonnenschein im Wald
 
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Ich fotografiere sehr schwierige Lichtsituationen mit der D700 in Jpeg. In der Automatik steuert die D700 das ADL selbst und liefert aller beste Ergebnisse. Der Himmel ist immer richtig belichtet auch wenn die Sonne von vorne kommt, die schattigen Bildbereiche (des Waldes) stimmen auch perfekt. Viel nachzubessern gibt es bei den Jpegs der D700 nicht mehr. Man kann natürlich die Schatten immer noch ein wenig aufhellen.

Die Jpeg-Abstimmung der D700 ist einfach nur perfekt!! Nicht knallig, sehr natürlich und stimmig, Die Farben passen auf dem Punkt. Die Bilder sind so wie ich es draußen in natura sehe und ich es mir als ideal vorstelle. Ich persönlich habe das Gefühl das meine versuche das Bild noch zu verbessern, die Bildwirkung eher verschlechtern, es wirkt irgendwie unnatürlich, überzogen und künstlich. Im ersten Augenblick sieht es zwar scheinbar besser aus aber beim längeren Betrachten kippt die vermeintliche Verbesserung ins negative und ich kehre zum Original zurück. Natürlich hat man in RAW beträchtliche reserfen die man in Jpeg nicht hat. Nur ob das Bild nach intensiver Bearbeitung besser wird , ist eine andere Sache.
 
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Ein stetes Ärgernis waren dann die "zeig mal die Bilder" Kommentare meiner Frau - mein Antwort war fast immer "moment noch, ich muss sie erst fertig umwandeln".
Zum Einwand "RAW-Bearbeitung kostet mich nach Ansicht meiner Frau zuviel Zeit": Wenn mir das einen ernsthaften Grund für den Umstieg von RAW nach JPEG "out of cam" liefern sollte, würde ich mir eher eine andere LAG suchen, nämich eine, die dafür Verständnis aufbringt, dass gute Dinge etwas länger dauern.

Zum Einwand "RAW kostet zuviel Speicherplatz": Es gibt die schon hinreichend oft erwähnte Möglichkeit, RAW und JPEG (sogar Fine) gleichzeitig auf die Karte zu bannen. Eine ordentliche SDHC-Karte mit 16 GB kostet heutzutage um die 40 €. Sorry, aber wer da noch - im Besitz einer DSLR-Ausrüstung im Wert von mehreren tausend Euro - mit dem Argument ankommt, Speicher sei kostbar, der hat wohl die letzten 10 Jahre hinterm Mond verbracht. Zumindest hat man mit RAW und JPEG die Chance, etwas bessere Fotos doch noch angemessen zu bearbeiten, falls sie über das Familienalbum-Niveau hinausgehen. Liegen dagegen ausschließlich JPEG "out of cam" vor, hat man in Punkto qualitativ hochwertiger Bearbeitung leider so etwas ähnliches wie die Karte mit dem großen A.

Fazit: Wer Argumente gegen RAW-Konvertierung sucht ("kostet zuviel Zeit", "bringt nicht viel" usw.), der muss damit doch kein Forum behelligen, bloß um Argumente für die eigene Bequemlichkeit/Unlust frei Haus geliefert zu bekommen. Vielmehr sollte man sich in solchen Fällen selbst eingestehen: "Ich mach' das mit der RAW-Konvertierung nicht mehr, weil ich dazu viel zu faul bin" und damit ist's dann auch gut.
 
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Ich meine es hängt sehr vom Motiv ab, ob es sich lohnt, RAW zu fotografieren.
Jahrelang war ich ausschliesslich mit .jpg zufrieden.
Bis ich eines Tages in der Morgendämmerung vor und während des Sonnenaufgangs Fotos machte.
Als RAW und .jpg.
Seitdem habe ich verstanden, was den Unterschied ausmacht.
Ab jetzt werde ich mindestens dann RAW-Aufnahmen machen, wenn es um große Dynamik (Hell-Dunkel-Kontraste) geht.
Vorher dachte ich immer: "was reden die anderen immer so begeistert von RAW?"
Jetzt weiss ich es, weil ich es mit eigenen Augen gesehen habe.
Um bei meinem Beispiel Sonnenaufgang zu bleiben:
Wo im .jpg nur weiße Flächen sind, ist im RAW noch Zeichnung zu erkennen.
Mein Tipp: bei Motiven mit hoher Dynamik mal ausprobieren und staunen. :up:
 
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Mein Tipp, wie oben schon geschrieben:

Einfach immer RAW verwenden - das JPG kriegt man umsonst dazu.

Und WENN man das RAW dann mal wirklich benoetigt, hat man es auch - vorher weiss man das halt meistens nicht.
 
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