...nun, da wäre sie wieder. Sie hatte heute den ersten Ausgang auf einer Wiese, springt schon, klettert und tollt sich herum. Vergangenheit ist das handgrosse Geschöpf, jetzt spielen angesagt.
Aber zuerst, wie immer, die innige Begrüssung mit der Nase. Leider nur von hinten. Bilder kommen noch, eventuell heute, ansonsten sicher morgen bei Tageslicht ...
...das letzte Foto von heute: beschränkter Ausgang ... morgen geht es dann daran, unser Haus und die anderen Tiere bei uns kennen zu lernen ... also Enten, Hühner, Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen usw....
Zwar können Nasenbären von ihren Instinkten und dem, was sie mitbekommen haben klettern. Dennoch will das geübt sein. Und wenn es nicht klappt, dann weiss Suri genau, wo man sich Hilfe holen kann....auch wenn der Sprung auf den Rücken von meiner Frau nicht gerade ideal war ....
Dafür ist es wichtig, dass genügend Hände vorhanden sind, die "Flappsigkeit" der Kleinen etwas abzusichern ...
Die Neugier ist meistens stärker als die Angst. Joyce, die Hündin ist nicht nur neugierig. Suri ist mittlerweile fast so gross wie eine Ratte und für Joyce wäre das ein gefundenes Fressen...
Dennoch ist es wichtig, dass Suri verschiedene Tiere und Umgebungen kennenlernt. Das erleichtert ihr nachher die Rückkehr in die "Nasenbären-Truppe".
Kot hinterlässt nicht nur Dreck, sondern auch ganz viele Informationen. Auch das will gelernt sein, diese Duftinformationen zu verarbeiten und richtig einzuteilen. Freund, Feind, essbar oder nicht essbar.
Bei einer Handaufzucht von Tieren ist es nicht zu verhindern, dass die Tiere sich an die Menschen gewöhnen. Ja, und insbesondere bei Säugetieren ist es so, dass sie jene Menschen als ihre Eltern anerkennt, welche ihr das Fressen geben.
So ist es immer wieder fasziniert zuzuschauen, wie Suri unsere Nähe sucht. Sie macht eine kurze Entdeckungsreise und kehrt zu einem von uns zurück. Dann ist streicheln und schmusen angesagt, bis sie wieder auf Entdeckungsreisen geht.
Suri mag Haare, lange Haare. Die Tierpflegerin, meine Frau und meine Tochter und unsere Mädchen haben alle lange Haare. Da lässt sich wunderbar drin "nuscheln"....
Was für eine herzige Berichterstattung! Toll, dass Suri sich so gut entwickelt hat.
Ich danke euch für's Teilhaben lassen und wünsche vor allem weiterhin gutes Gelingen bei dieser Aufgabe.
Und schon bin ich wieder am Schluss mit der Berichterstattung für diese Woche. Morgen geht sie wieder und das "geschäftliche Programm" lässt wohl keine weitere Bilder zu.
Ich komme - nebst den Erläuterungen biologischer Art - noch zum Emotionalen.
Obwohl es zeitlich sehr intensiv ist, wir alles rund um Suri organisieren wenn sie bei uns sind, gehören diese Tage und Stunden zu den schönsten überhaupt. Es sind Tage, wo Müdigkeit keine Rolle spielt, wo ich/wir das Gefühl haben, unsere Seele aufgetankt zu haben.
Wir lachen viel, weil weil die Kleine so trollig ist, weil sie die Welt halt noch nicht kennt. Weil sie schmust mit uns, uns vertraut und gleichzeitig uns Vertrauen schenkt.
Es ist ihr Blick, ihre Art, die heute Abend auch meinen Bruder innert Sekunden verzaubert hat, nach einem strengen Arbeitstag. Es ist Erholung, Seelenbalsam, es ist wie Weihnachten mitten im Jahr. Es ist ein Geschenk teilhaben zu dürfen an diesem jungen Leben.
Und selbst Battista, unser Hahn und seine Tochter Henrietta sind erstaunt über dieses Geschöpf.
Und ist sehr wohl bewusst, dass Suri in der Natur längst Vergangenheit wäre. Um so mehr zitiere ich immer wieder den Satz unseres lieben Freundes, dem Nachbar und Tierarzt: jedes Tier hat auch nur ein Leben ....
Und das letzte Bild bis nächste Woche ist ein vielsagender Blick von Suri. Ich bin gross, aber trotzdem klein.
Ich glaube, wenn ich von ihr lernen kann, dass auch mein Leben so ist, dann ist die Begegnung mit Suri eines der grössten Geschenke, welche ich je erhalten habe ...
In diesem Sinne verabschieden sich Suri und ich nun für diese Woche. Und wir danken für die tolle Begleitung hier und überall....