Hochzeitsfotografen und Pastoren – natürliche Feinde

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In dem Maß, wie unser Land sich in ein heidnisch-muslimisches Land verwandelt werden wohl auch die Stilblüten kurioser. Ich kann naturgemäß nur für die Katholen sprechen

Aaaalter - ich bin katholischen Glaubens und somit Katholik - ganz sicher kein Kathole .... und den Satz davor finde ich auch ungeschickt, aber da hat halt Jeder so seine Meinung.

Ansonsten Ist eine kirchliche Trauung meist der Wunsch der Eheleute, sich eben auch kirchlich trauen zu lassen (ihre Ehe mit Gottes Segen einzugehen). Die Hauptpersonen sind ebendiese Eheleute und der Priester. Ein Photograph ist da eine komplette Randfigur und darf dabei zu keiner Zeit irgendwie "bemerkbar" sein. Zweck der Trauung sind nicht spektakuläre Photos.
 
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Wird das nicht im Gespräch mit dem Pfarrer vor der Trauung geklärt? Habe so was dunkel in Erinnerung (ist schon einige Jahre her). Meine mich zu erinnern, dass der Pfarrer bei bestimmten Handlungen kein Störung durch Fotografen haben wollte.
 
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Moin, der Hamburger Hochzeitsfotograf Matthias Fischer hat einen offenen Brief an die "Liebe Kirche" geschrieben. Gibt wohl vermehrt Probleme, weil zu viel und zu nervig fotografiert wird – und entsprechende Fotoverbote.

Fischer hat jedenfalls seine 7 Gebote an den Bildschirm geschlagen... der Beruf des Hochzeitsfotografen scheint kein leichter zu sein. Sans Ear grüßt

  • "Wir dürfen beim Ein- und Auszug fotografieren
  • Nach dem Einzug machen wir ein paar Fotos von vorne vom Brautpaar
  • Während der Gebete, der Fürbitten, des Segens und während des Glaubensbekenntnisses (wenn es denn eines gibt) und der eigentlichen Trauzeremonie lassen wir die Kamera aus.
  • Während der Lieder dürfen wir ein wenig fotografieren und den ersten Kuss genauso.
  • Dazwischen sitzen wir artig in der Bank, genießen in der Tat den Gottesdienst, singen vielleicht sogar mit.
  • Wir laufen nicht mehr als notwendig herum, stellen keine Stative oder Lampen auf, stellen die Kamera auf „silent“ und das Piepsen vom Autofokus aus.
  • Am Anfang weist der Pastor darauf hin dass der Fotograf sich um schöne Fotos kümmert und alle anderen sich nur auf den Gottesdienst konzentrieren müssen. Uns nerven hochgehaltene Handys nämlich genauso, wie Dich…"

Ich finde es sehr begrüßenswert, wenn es in unserer - extrem, na sagen wir mal "liberalen" - Nordkirche überhaupt noch Pastoren gibt, die Ihren Dienst und Ihre Aufgabe ernst nehmen und sich und die Institution, für die sie stehen, nicht zur reinen, beliebig umgestaltbaren Show-Veranstaltung degradieren und mißbrauchen lassen. Wenn die obigen Regeln eingehalten werden, ist ja schon erheblich auf das Bedürfnis Rücksicht genommen, eine keineswegs nur private Feier - jeder GOTTESDIENST geht die ganze Gemeinde etwas an, auch eine Trauung, Taufe oder Konfirmation - einerseits fotografisch dokumentieren zu können, andererseits die nötige Ruhe für die innere Einkehr und Überlegung zu schaffen, die das Ziel eines Trau-Gottesdienstes darstellen.

Was man da so manchmal notgedrungen miterleben muss, hat nach meinem Verständnis mit einem Gottesdienst nichts mehr zu tun. (Das sieht ja auch der Schreiber des offenen Briefes wohl so.)

Als meine Frau und ich kirchlich geheiratet haben, haben wir unsere Gäste gebeten, von jeder Fotografiererei und Filmerei abzusehen. Trotzdem - oder deswegen - haben sich diese 1,5 Stunden tief in mein Gedächtnis eingeprägt.

Bei der Konfirmation meiner Nichte in Apenrade wurde eine ähnliche Ansage gemacht, wie sie oben zitiert ist.
 
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Aaaalter - ich bin katholischen Glaubens und somit Katholik - ganz sicher kein Kathole .... und den Satz davor finde ich auch ungeschickt, aber da hat halt Jeder so seine Meinung.

Ansonsten Ist eine kirchliche Trauung meist der Wunsch der Eheleute, sich eben auch kirchlich trauen zu lassen (ihre Ehe mit Gottes Segen einzugehen). Die Hauptpersonen sind ebendiese Eheleute und der Priester. Ein Photograph ist da eine komplette Randfigur und darf dabei zu keiner Zeit irgendwie "bemerkbar" sein. Zweck der Trauung sind nicht spektakuläre Photos.

Habe nie was anderes gesagt. Auch meine Frau und ich haben letztes Jahr kirchlich geheiratet, unter genau den von Dir skizzierten Rahmenbedingungen.

So what?

Aber wie schon gesagt, si tacuissem.
 
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Dass nichtreligiöse Paare kirchlich heiraten wollen, ist allerdings schon etwas schizophren. Ne gute Show kann man auch anders haben.

Vor kurzem hörte ich einen Bericht im Radio, nachdem genau das aber zunimmt. Weißes Kleid, feuchte Augen und ne gute Show aber kein innerer Bezug zu dem was passiert.

Und vllt. Eben auch gute Photos.
 
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Zu bernhard´s64 Aussagen habe ich Nichts sagen wollen. Es gab halt den Daumen runter von mir. Und das nicht nur wegen (der Einen?) einer angeblich doch nur unglücklichen Formulierung.



Meddi

Ich weiß nicht woran Du hier das "angeblich" festmachst. Da ich jedes Jahr ein zwei Monate im Nahen Osten verbringe, habe ich schlimmstenfalls ein unverkrampftes Verhältnis zu Muslimen. Mich aber in die braune Ecke zu vermuten und dies mit dem "angeblich" noch zu bestätigen halte ich für ziemlich frech.

Schade, dass hier soviele Petroniusse unterwegs sind.
 
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Menschen stellen sich unterschiedlich geschickt an, da machen Fotografen keine Ausnahme. Die einen machen gute Hochzeitsfotos und poltern dabei durch die Kirche, andere machen ebenso gute Fotos und wissen sich zu benehmen, bzw. passend zurückzuhalten.

Je mehr Hochzeitsknipser es gibt, desto mehr Wüteriche sind natürlich auch dabei. Dass da der eine, oder andere Pfarrer mal die Krise kriegt ist doch selbstverständlich.


p.s.

Aber das mit der "Verwandlung in ein heidnisch-muslimisches Land", das find ich nicht unglücklich formuliert, das läßt einfach nur tief blicken, nämlich auf das Geburtsjahr im Kosenamen ... 1864?
 
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Wenn ich in einer Kirche erstmals, oder erstmals mit einem neuen Pfarrer
fotografiere, dann ist tendentiell immer eine gewisse Spannung da.

Ein Vorgespräch entspannt vieles, aber das einzige was wirklich geht ist
eine Trauung sauber durchgezogen zu haben. Danach hatte ich bis jetzt
nie wieder Probleme, so lange der Pfarrer in der Kirche nicht wechselte.

Spannenderweise bekommt man nach einer ordentlichen Performance
aber sehr gerne erzählt wie der Rest der Knipser sich so benimmt.
Ich frage immer nach ob ich gestört habe, beim nächsten Mal noch
auf irgendwas achten soll - da geht so manchem Pfarrer das Herz über.

Von wilden Blitzern, Hawaiihemden und kurzen Hosen wird auch erzählt.
Ja, echt.
 
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Von wilden Blitzern, Hawaiihemden und kurzen Hosen wird auch erzählt.
Ja, echt.

Hawaiihemden finde ich dem freudigen Anlass aber angemessen :D
Ich bin zwar nicht für einen Zehntelcent gläubig (fast schon antireligiös, ich kann zum Hirsch werden, wenn Gläubige versuchen, ihre Ansichten anderen aufzudrücken, was es leider immer noch zu oft gibt, siehe Karfreitagtanzverbot und so'n Quatsch), aber Kirche muss ja nicht immer ernst und gediegen und spaßfrei sein. In anderen Gesellschaften, gläubigeren obendrein, geht das doch auch anders, mit Farbe und Spaß und trotzdem mit festem Glauben.

Ich denke, was, wie, wo und wann fotografiert wird bei einer "ernsten" Zeremonie, sollte ausschließlich den Hauptbeteiligten obliegen, nämlich dem Brautpaar und dem Priester der jeweiligen weltanschaualichen Institution, die die Zeremonie vornimmt. Der Fotograf kann beraten, welche Bilder gut aussehen würden und welche er empfiehlt, aber das letzte Wort haben andere und danach hat sich der Dienstleister zu richten.
 
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Die Eltern möchten, dass die Kindstaufe fotografiert wird. Der Fotograf soll sich vorher beim Pastor melden. Tut er. Was sagt der Pastor? Wir sprechen hier von einem erwachsenen durchaus intelligenten Menschen.

"Bitte während der Taufe nicht zu dicht mit der Kamera ans Kind, weil sonst der heilige Geist aus dem Kind fährt."

Ah ok. Alles klar. Also wird, wie ein Spanner im Gebüsch, mit dem Tele hinter den Säulen fotografiert.

Dem Kind geht es bis heute gut. Entwickelt sich prächtig. Der heilige Geist scheint noch drin zu sein. Alles richtig gemacht. :)
 
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Mmh, Hochzeitsfotos habe ich noch nicht gemacht,
dafür aber neben Firmungen und einer Priesterweihe
regelmäßig Erstkommunionen:


https://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/nf-f-bilderforum/194362-erste-heilige-kommunion.html


In einer Gemeinde habe ich erlebt, daß während des
Gottesdienstes in der Bank gefrühstückt (!) und alle
paar Minuten zum Rauchen rausgerannt wurde –
und dies in erheblicher Zahl.


In meiner Gemeinde wird vorher klar angekündigt,
daß ich der alleinige Fotograf bin – dennoch gab es
immer wieder Menschen, die meinten, sie könnten
sich darüber hinwegsetzen. Mein Pastor hat mal im
laufenden Betrieb einen Knipser (beinahe) aus der
Kirche geschmissen, der meinem diskreten Hinweis
partout nicht folgen wollte …


Das letzte Bild in o.g. Thread zeigt ganz harmlos,
wie enthemmt nach abendlichem Dankgottesdienst
die, pardon: Meute erlaubterweise beim Gruppenbild
loslegt – und da ist die Kirche schon zu dreiviertel
leer. Man mag sich nicht vorstellen, wie das morgens
während der Kommunionfeier aussähe, dürfte jeder so,
wie er wollte …


Die besagten "7 Thesen" halte ich deshalb für mehr
als zweckdienlich – klare Spielregeln helfen allen
und reduzieren das (unvermeidliche) Störpotenzial
auf das absolut notwendige Minimum.


 
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Vorab, zu meinen Ausführungen zu der grundsätzlichen Frage des Anfertigen von Fotos bei Hochzeiten erfolgte ja von dir keinerlei Reaktion. Ich versuchte wenigsten inhaltlich zu antworten.

Ich weiß nicht woran Du hier das "angeblich" festmachst. Da ich jedes Jahr ein zwei Monate im Nahen Osten verbringe, habe ich schlimmstenfalls ein unverkrampftes Verhältnis zu Muslimen. Mich aber in die braune Ecke zu vermuten und dies mit dem "angeblich" noch zu bestätigen halte ich für ziemlich frech.

Schade, dass hier soviele Petroniusse unterwegs sind.

Ich habe keinerlei Bezug zu einer braunen Ecke hergestellt. Von Muslimen schreib ich überhaupt Nichts. Das "angeblich" bezieht sich weitere, nach meiner Meinung, "unglückliche" Formulierung. Aber, du scheinst halt nicht "von dieser Welt".

Und bei der Verwendung einer Phrase wie "heidnisch-muslimisch" sehe ich deine Erklärung, dass dies eine unglückliche Formulierung sei als schwache, und gleichzeitig freche Ausrede. Du hälst wohl Menschen für blöd, oder? Wer solche Phrasen verwendet, weiß was er tut. Ebenfalls empfinde ich deine Beurteilung als Petronius als frech.

Von daher bin ich hier raus. Wie gesagt, nicht von dieser Welt...das könnte auf noch viel mehr zutreffen. Z.B. auf klerikale Arroganz.

Meddi
 
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Ich darf an dieser Stelle aus den Nutzungsbedingungen, die ihr alle akzeptiert habt zitieren:

Die Diskriminierung in Bild, Schrift und
Wort von Religionsgemeinschaften, Minderheiten und
körperlich bzw. geistig Behinderten wird nicht geduldet


Ich möchte daher bei den Wortwahlen zu deutlicher Mässigung aufrufen.

Ob sich nun ein Pfarrer, Priester, Pope, Mullah, Imam, Yogi, Lama, Rabbi, Guru, ... von Fotografen während spiritueller Handlungen gestört fühlt ist völlig egal und spielt hier überhaupt keine Rolle.
 
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Ich darf an dieser Stelle aus den Nutzungsbedingungen, die ihr alle akzeptiert habt zitieren:




Ich möchte daher bei den Wortwahlen zu deutlicher Mässigung aufrufen.

Ob sich nun ein Pfarrer, Priester, Pope, Mullah, Imam, Yogi, Lama, Rabbi, Guru, ... von Fotografen während spiritueller Handlungen gestört fühlt ist völlig egal und spielt hier überhaupt keine Rolle.

Jetzt habe ich den ganzen Thread noch einmal sorgfältig durchgelesen, aber keinen einzigen Beitrag gefunden, in dem eine Religionsgemeinschaft in Wort oder Bild diskriminiert worden wäre.

PS: Ergänzung um 19:50 Uhr: Du bist der Einzige, der das Thema durch seinen administrativen Eingriff auf dieses Niveau gebracht und damit diesen Thread kaputt gemacht hat. Was sollte das?
 
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Präzise Vereinbarungen, Verständnis füreinander und bei „Feindbildern“ wenigstens „Feindesliebe“ :) sind die Zauberstäbe für das Gelingen – sage ich in Personalunion. Garantiert werden kann dafür nicht. 1. Kommt es immer wieder vor, dass Menschen sich daneben benehmen. (Falls es der Pfarrer/Pastor ist, gilt zu bedenken, dass der mit dem Hausrecht das „größere“ Recht hat). 2. Störungen verursachen häufig nicht eingeweihte Randsiedler, die den Hauptpersonen – meist in Selbstüberschätzung ihres fotografischen Könnens – eine freudige Überraschung bereiten wollen. Bei einigen hundert Trauungen, zuzüglich anderer Kasualien, hatte ich allerdings nur zwei meine Toleranzgrenze überschreitende Vorfälle.
Zur Entspannung erzähle ich sie kurz. Einmal hat mir ein Profi, trotz der vorherigen Beteuerung „Ich weiß, was sich gehört“, beim Vaterunser, hinter dem Altar, durch die Blumen hindurch, Blitzsalven in das Gesicht geschossen. Gerettet hat mich die hoch aktuelle Bitte: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“ Sonst hätte ich ihm eine emotionale Gerade verpasst :D Hinterher hat er sich entschuldigt. Im Eifer des Gefechts hatte er nicht bemerkt, was gerade passiert. Ein anderes Mal habe ich zu Beginn einer Konfirmation den übereinstimmenden Willen der Familien bekannt gegeben, dass nur der von allen beauftragte Fotograf erwünscht ist. Trotzdem hat jemand von der ersten Empore aus 12 Meter Entfernung ständig geblitzt. Als die Mimik der Betroffenen Empörung spiegelte habe ich ihm zugetroffen: „Entschuldigung! Bei einem 200er ASA-Film und der Blende 5,6 reicht ihr kleiner Blitz gerade mal etwas über 2 Meter. Das wird sowieso nichts.“ Schluss war, alles wurde gut. Übrigens, ich vermeide es, bei Kasualien zu fotografieren. Meine fotografische Leidenschaft könnte leicht Leiden schaffen. Als Pfarrer kenne ich meine Grenzen – aber als Fotograf? Man weiß ja nie :)!
 
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"Deren Perspektive freilich hat was … :)" - Zutreffend! Gerade die Vogelperspektive gewährt gelegentlich interessante Einblicke :).
VG
Hans
 
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