An das Hotel in Benares habe ich eine markante Erinnerung: Die Bettwäsche roch sehr unangenehm. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Wenn Wäsche dort gewaschen wird, wo neben den Abwässern von Millionenstädten Wasserbüffel baden, Leichen verbrannt oder unverbrannt im Fluss treiben, wundert man sich wohl nicht. Jedenfalls war ich auch deshalb froh als wir Benares verließen.
Übrigens, zu den Hotels: Nach heutigen Maßstäben ist für Reisende aus Europa wohl kaum nachzuvollziehen, in welchen Absteigen wir teilweise unterkamen. Äußerlich machten sie meist einen passablen bis guten Eindruck, aber von Hygiene, Service und gutem Essen konnte in keiner Weise die Rede sein. Meine Erinnerungen an unser Frühstück im Hotel: Im Zimmer aßen wir nur mitgebrachtes. Pumpernickel aus der Dose, doppelt (in Tehran!) getoastetes Toastbrot, Aprikosenmarmelade aus dem Iran. Mittags waren wir eh unterwegs und haben meist nichts gegessen, abends versuchten wir, ein halbwegs annehmbares Restaurant zu finden. Auch hier: Service und Hygiene trafen wir so gut wie nie an.
für die Touristen: "Schlangenbeschwörer" im Garten des Hotels
Bevor es (endlich!!! ich wollte hier raus!) mit dem Flieger nach Kathmandu ging, war noch eine Besichtigung der Stadt angesetzt. Wir engagierten für einen halben Tag zwei Rikscha-Fahrer und ließen uns in die Stadtmitte fahren.
Für unsere Begriffe verlangten die Fahrer für ihre anstrengenden Dienste so gut wie nichts. Wir hatten das Glück, dass einer etwas Englisch sprach. Auf den mageren Verdienst angesprochen erzählte er, er habe früher als Wäscher am Ganges gearbeitet und jahrelang sparen müssen um sich eine Rikscha kaufen zu können. Seitdem gehe es ihm und seiner Familie wesentlich besser und die Kinder könnten auch zeitweise die Schule besuchen. Wäscher und Rikscha-Fahrer gehören natürlich zu den Dalits, der unteren Kaste.
Der Begriff „Dalit“ entwickelte sich aus dem Wort "dal" aus dem Sanskrit, das mit „zerbrochen“, „vertrieben“, „niedergetreten“ und ähnlichen Begriffen übersetzt wird. Etwa 20% der indischen Bevölkerung wird dieser Gruppe zugeordnet. Obwohl die Rechte der Dalits durch die indische Verfassung nach der Unabhängigkeit gestärkt wurden (das Kastensystem ist offiziell abgeschafft) gehört Diskriminierung, Ausbeutung und Gewalt durch andere Kasten immer noch zu ihrem Alltag.
Übrigens, zu den Hotels: Nach heutigen Maßstäben ist für Reisende aus Europa wohl kaum nachzuvollziehen, in welchen Absteigen wir teilweise unterkamen. Äußerlich machten sie meist einen passablen bis guten Eindruck, aber von Hygiene, Service und gutem Essen konnte in keiner Weise die Rede sein. Meine Erinnerungen an unser Frühstück im Hotel: Im Zimmer aßen wir nur mitgebrachtes. Pumpernickel aus der Dose, doppelt (in Tehran!) getoastetes Toastbrot, Aprikosenmarmelade aus dem Iran. Mittags waren wir eh unterwegs und haben meist nichts gegessen, abends versuchten wir, ein halbwegs annehmbares Restaurant zu finden. Auch hier: Service und Hygiene trafen wir so gut wie nie an.
für die Touristen: "Schlangenbeschwörer" im Garten des Hotels
Bevor es (endlich!!! ich wollte hier raus!) mit dem Flieger nach Kathmandu ging, war noch eine Besichtigung der Stadt angesetzt. Wir engagierten für einen halben Tag zwei Rikscha-Fahrer und ließen uns in die Stadtmitte fahren.
Für unsere Begriffe verlangten die Fahrer für ihre anstrengenden Dienste so gut wie nichts. Wir hatten das Glück, dass einer etwas Englisch sprach. Auf den mageren Verdienst angesprochen erzählte er, er habe früher als Wäscher am Ganges gearbeitet und jahrelang sparen müssen um sich eine Rikscha kaufen zu können. Seitdem gehe es ihm und seiner Familie wesentlich besser und die Kinder könnten auch zeitweise die Schule besuchen. Wäscher und Rikscha-Fahrer gehören natürlich zu den Dalits, der unteren Kaste.
Der Begriff „Dalit“ entwickelte sich aus dem Wort "dal" aus dem Sanskrit, das mit „zerbrochen“, „vertrieben“, „niedergetreten“ und ähnlichen Begriffen übersetzt wird. Etwa 20% der indischen Bevölkerung wird dieser Gruppe zugeordnet. Obwohl die Rechte der Dalits durch die indische Verfassung nach der Unabhängigkeit gestärkt wurden (das Kastensystem ist offiziell abgeschafft) gehört Diskriminierung, Ausbeutung und Gewalt durch andere Kasten immer noch zu ihrem Alltag.
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