Eine Rezension unseres Community-Mitglieds Holger Pfromm
Idealer Reisebegleiter für Foto-Enthusiasten
Harald Franzen beschreibt in 13 Kapiteln 47 Locations und Events in Berlin. Geordnet sind diese chronologisch (vom alten Potsdam Preußens bis hin zum Berlin der Gegenwart). Geografisch zu sieben Tourenvorschlägen geordnet werden im letzten Kapitel die wichtigsten Motive zusammengefasst.
Vorgestellt werden die für Foto-Enthusiasten relevanten Locations und Events in Wort und Bild: Neben den Reiseführer typischen Angaben über Historie, gegenwärtige Nutzung und Anreiseinformationen der Locations gibt es die für Fotografen wichtigen Hinweise über die „besten“ Perspektiven, Aufnahmestandorte und -zeiten. Die Bilder (mit Exif-Daten) geben einen guten Überblick über das jeweilige Motiv. Falls erforderlich werden die Beschreibungen durch Kartenausschnitte und Internet-Links ergänzt.
Franzens Auswahl an Sehenswürdigkeiten und Events umfasst eine ganze Reihe von unterschiedlichen Sujets:
Ich kenne Berlin und Umgebung aus mehreren Aufenthalten gut und war dort stets auch mit der Kamera unterwegs. Bei allen der hier vorgestellten Locations war ich schon selbst, konnte mir durch diesen Foto-Reiseführer aber noch weitere Anregungen für interessante Perspektiven holen. Allerdings finde ich, dass Berlin mehr als die hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten zu bieten hat: das frei zugängliche Regierungsviertel zum Beispiel, das zum Standardrepertoire anderer Reiseführer gehört. Doch in den Vorworten weisen Autor und Lektor darauf hin, dass einige Sehenswürdigkeiten aus urheberrechtlichen Gründen nicht abgebildet werden durften. Sei’s drum: Die vorgestellten Sehenswürdigkeiten und Events sind eine brauchbare Auswahl von interessanten und vor allem bekannten Örtlichkeiten von Berlin und Potsdam – und das eigene Erkunden von Berlin macht ja auch Spaß.
Das Schwergewicht dieses Buches liegt eindeutig auf den Motiven und dem Reise-Know-How, ohne dabei auf die für Reiseführer typischen Hotel- und Restaurant-Empfehlungen einzugehen. Das benötigte Foto-Equipment wird nur kurz und sehr allgemein im Vorwort behandelt. Die Postproduktion (z. B. Photoshop) ist, trotz Hinweisen bei den Bildbeschreibungen auf die verwendeten Fotofilter, nicht Gegenstand dieses Buches.
Die vorgestellten Tourenvorschläge sind ein eigenes Kapitel. Dieses ist fester Bestandteil des hochwertig gebundenen und mit schwerem Einband versehenen Buches. Mit den Maßen von 21,7 x 2,7 x 24,6 cm ist es jedoch zu unhandlich und schwer, um mitgenommen zu werden. Praxisnäher wäre, diese Touren auf einer Karte oder als Extraheft beizufügen, um sie beim Fotografieren vor Ort mitnehmen zu können.
Dieses Buch richtet sich vordringlich an alle, die Berlin nicht kennen und sich diese Stadt fotografisch „erarbeiten“ wollen. Einsteiger erhalten durch die im Buch angegebenen Exif-Daten wertvolle technische und durch die Bilder gestalterische Hinweise. Die wirklich gut gelungenen Bilder sind für „alte Hasen“ Anregung und Messlatte für das eigene Schaffen zugleich. Egal zu welcher Zielgruppe man gehört, Franzens Bilder regen jedenfalls zum Mitmachen an.
Das Buch ist insgesamt gut lesbar. Herrn Franzens Betonung, dass Berlin kein Zoo und die Bewohner keine Attraktionen seien, habe ich so in keinem anderen Reiseführer gelesen. Ich glaube, dass die angesprochenen Zielgruppen schon wissen, was sie tun und wie man sich verhalten sollte.
Fazit
Inhalt: 4 von 5 Punkten – Viele Sehenswürdigkeiten, Events und Sujets werden abgedeckt. Abzug ergibt sich, wie oben dargestellt, da diese nicht vollständig dargestellt werden.
Lesbarkeit: 5 von 5 Punkten – Die Texte sind klar strukturiert, gut lesbar und leicht zu verstehen.
Grafiken: 5 von 5 Punkten – Die Fotos sind sowohl handwerklich als auch künstlerisch hochwertig. Die abgebildeten Kartenausschnitte sind hilfreich.
Kaufempfehlung: 4 von 5 Punkten – Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist nicht vollständig, eine herausnehmbare Karte wäre wünschenswert.
Allgemeiner Eindruck: 4 von 5 Punkten – Von diesem Buch habe ich für meinen nächsten Berlin-Besuch sehr viele neue Anregungen bekommen.
Insgesamt ergeben sich über alle Teilkriterien hinweg 4 von 5 Gesamt-Punkten.
Die Daten: Harald Franzen. Fotografieren in Berlin und Potsdam erschien am 30. November 2015 im Rheinwerk Verlag. 363 Seiten, gebunden, in hochwertiger Fadenheftung. Großes Bildbuchformat 21 x 24 cm, mit Lesebändchen. In Farbe gedruckt auf matt gestrichenem Bilderdruckpapier (135 g). Große, lesefreundliche Serifenschrift (TheAntiqua B 9,75 Pt.). E-Book zum Herunterladen im PDF-Format (268 MB) und als Onlinebuch.
ISBN 978-3-8362-2457-4
Preis: Buch 29,90 Euro (D) / E-Book 24,90 Euro
Hier geht es zur >> Leseprobe.
Rezension: Holger Pfromm
Bewertung:
Idealer Reisebegleiter für Foto-Enthusiasten
Harald Franzen beschreibt in 13 Kapiteln 47 Locations und Events in Berlin. Geordnet sind diese chronologisch (vom alten Potsdam Preußens bis hin zum Berlin der Gegenwart). Geografisch zu sieben Tourenvorschlägen geordnet werden im letzten Kapitel die wichtigsten Motive zusammengefasst.
Vorgestellt werden die für Foto-Enthusiasten relevanten Locations und Events in Wort und Bild: Neben den Reiseführer typischen Angaben über Historie, gegenwärtige Nutzung und Anreiseinformationen der Locations gibt es die für Fotografen wichtigen Hinweise über die „besten“ Perspektiven, Aufnahmestandorte und -zeiten. Die Bilder (mit Exif-Daten) geben einen guten Überblick über das jeweilige Motiv. Falls erforderlich werden die Beschreibungen durch Kartenausschnitte und Internet-Links ergänzt.
Franzens Auswahl an Sehenswürdigkeiten und Events umfasst eine ganze Reihe von unterschiedlichen Sujets:
- klassische Sehenswürdigkeiten Berlins / Potsdams, die man gesehen haben will / muss,
- Motive, um Regenschauer zu überbrücken,
- ungewöhnliche lokale Besonderheiten (Lost-Places, Berliner Wasserwelt etc.),
- Architektur-, Street- und Landschaftsfotografie,
- Events (z.B. Karneval der Kulturen), wo sich auch immer gute Gelegenheiten zum Fotografieren (und zum Mitfeiern) ergeben.
Ich kenne Berlin und Umgebung aus mehreren Aufenthalten gut und war dort stets auch mit der Kamera unterwegs. Bei allen der hier vorgestellten Locations war ich schon selbst, konnte mir durch diesen Foto-Reiseführer aber noch weitere Anregungen für interessante Perspektiven holen. Allerdings finde ich, dass Berlin mehr als die hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten zu bieten hat: das frei zugängliche Regierungsviertel zum Beispiel, das zum Standardrepertoire anderer Reiseführer gehört. Doch in den Vorworten weisen Autor und Lektor darauf hin, dass einige Sehenswürdigkeiten aus urheberrechtlichen Gründen nicht abgebildet werden durften. Sei’s drum: Die vorgestellten Sehenswürdigkeiten und Events sind eine brauchbare Auswahl von interessanten und vor allem bekannten Örtlichkeiten von Berlin und Potsdam – und das eigene Erkunden von Berlin macht ja auch Spaß.
Das Schwergewicht dieses Buches liegt eindeutig auf den Motiven und dem Reise-Know-How, ohne dabei auf die für Reiseführer typischen Hotel- und Restaurant-Empfehlungen einzugehen. Das benötigte Foto-Equipment wird nur kurz und sehr allgemein im Vorwort behandelt. Die Postproduktion (z. B. Photoshop) ist, trotz Hinweisen bei den Bildbeschreibungen auf die verwendeten Fotofilter, nicht Gegenstand dieses Buches.
Die vorgestellten Tourenvorschläge sind ein eigenes Kapitel. Dieses ist fester Bestandteil des hochwertig gebundenen und mit schwerem Einband versehenen Buches. Mit den Maßen von 21,7 x 2,7 x 24,6 cm ist es jedoch zu unhandlich und schwer, um mitgenommen zu werden. Praxisnäher wäre, diese Touren auf einer Karte oder als Extraheft beizufügen, um sie beim Fotografieren vor Ort mitnehmen zu können.
Dieses Buch richtet sich vordringlich an alle, die Berlin nicht kennen und sich diese Stadt fotografisch „erarbeiten“ wollen. Einsteiger erhalten durch die im Buch angegebenen Exif-Daten wertvolle technische und durch die Bilder gestalterische Hinweise. Die wirklich gut gelungenen Bilder sind für „alte Hasen“ Anregung und Messlatte für das eigene Schaffen zugleich. Egal zu welcher Zielgruppe man gehört, Franzens Bilder regen jedenfalls zum Mitmachen an.
Das Buch ist insgesamt gut lesbar. Herrn Franzens Betonung, dass Berlin kein Zoo und die Bewohner keine Attraktionen seien, habe ich so in keinem anderen Reiseführer gelesen. Ich glaube, dass die angesprochenen Zielgruppen schon wissen, was sie tun und wie man sich verhalten sollte.
Fazit
Inhalt: 4 von 5 Punkten – Viele Sehenswürdigkeiten, Events und Sujets werden abgedeckt. Abzug ergibt sich, wie oben dargestellt, da diese nicht vollständig dargestellt werden.
Lesbarkeit: 5 von 5 Punkten – Die Texte sind klar strukturiert, gut lesbar und leicht zu verstehen.
Grafiken: 5 von 5 Punkten – Die Fotos sind sowohl handwerklich als auch künstlerisch hochwertig. Die abgebildeten Kartenausschnitte sind hilfreich.
Kaufempfehlung: 4 von 5 Punkten – Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist nicht vollständig, eine herausnehmbare Karte wäre wünschenswert.
Allgemeiner Eindruck: 4 von 5 Punkten – Von diesem Buch habe ich für meinen nächsten Berlin-Besuch sehr viele neue Anregungen bekommen.
Insgesamt ergeben sich über alle Teilkriterien hinweg 4 von 5 Gesamt-Punkten.
Die Daten: Harald Franzen. Fotografieren in Berlin und Potsdam erschien am 30. November 2015 im Rheinwerk Verlag. 363 Seiten, gebunden, in hochwertiger Fadenheftung. Großes Bildbuchformat 21 x 24 cm, mit Lesebändchen. In Farbe gedruckt auf matt gestrichenem Bilderdruckpapier (135 g). Große, lesefreundliche Serifenschrift (TheAntiqua B 9,75 Pt.). E-Book zum Herunterladen im PDF-Format (268 MB) und als Onlinebuch.
ISBN 978-3-8362-2457-4
Preis: Buch 29,90 Euro (D) / E-Book 24,90 Euro
Hier geht es zur >> Leseprobe.
Rezension: Holger Pfromm
Bewertung:
![]() |
| ISBN: 3836224577 |
