Mitmachthema Gelbe Post in Szene gesetzt

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Postnord am Västerdalälv, Schweden bei knackigen Minusgraden

 
2 Kommentare
m-hermann kommentierte
Etwas blass, das Gelb der schwedischen Post!
 
olynik kommentierte
Bei der Kälte war nicht nur das Gelb blass. Göran, unser Wirt im Sörnäsgarden B&B meinte -25°C.
 
Zweitverwertung


Schwimmender Briefkasten - Postboje auf der Elbe während des Hafengeburtstages in Hamburg.
Skipper können dort Briefe und Postkarten einwerfen - so sie denn noch welche schreiben. Der Postkasten wird geleert und der Inhalt ganz normal auf dem Landweg auf die Reise geschickt.
 
Kommentar
B
Brunke kommentierte
das ist eine Forderung, die die Realität verkennt. Das marode Schienennetz ist jetzt schon vollkommen überlastet. Wenn die Bahn eine Alterntive sein soll, muss man auch in deren Infrastruktur investieren. Aus meiner Sicht wäre es nur konsequent, wenn Straßen- und Schienenetz hoheitlich wäre und die Nutzung kostendeckend umgelegt wird.Das bedeutet dann einen Schienen- und Straßenmaut. Damit wäre auch die Gleichheit zwischen Bahn und Auto hergestellt. Autofahren würde mit den tatsächlichen Kosten belastet.

Die Schweiz zeigt uns ja sehr schön, wie sinnvoll es ist in das Schienennetz zu investieren.
 
Kiboko kommentierte
@m-hermann @Brunke
Es gibt noch Posttransporte mit der Bahn.
In einigen langen Verbindungen fahren Containerzüge für die Post.
Das lohnt sich aber nur auf sehr langen, nachfragestarken Strecken.
Die Container müssen vom Verteilzentrum zum Containerbahnhof gebracht und am Zielort wieder abgeholt werden.
Das bedeutet mehrfaches Umladen und bereitstellen/disponieren von LKW und Fahrern.
Da ist es oft billiger, der LKW fährt direkt zum Zielverteilzentrum.

Früher hatte die Post ihr Verteilzentrum in den größeren Städten am Bahnhof.
Es gab eigene Gleise für die Postwagen. Teilweise sogar eigene Rangierloks (z.B. Hannover)
Dazu gab es eine Flotte Akkuschleppern mit kleinen gelben Wägelchen, die die Bahnsteige bevölkerten.
Da wurde dann die Post direkt vom Zug geholt / gebracht.
Der Zug fuhr nach Plan.
Wenn die Post mit dem Laden noch nicht ganz fertig war, flitzte der Akkuschlepper noch über dem Bahnsteig neben den anfahrenden Zug her.
Die restlichen Postsäcke wurden dann noch in das Wägelchen geworfen.
Das ist alles Geschichte.

Die Bahn hat kein Intresse an diesen Verkehr.
Es gibt fast keine Lokbespannten Züge mit denen ein Postwagen mitgenommen werden könnte.
Die Triebwagen haben keinen Gepäckraum für Postsäcke.
Die Züge verkehren heute auf festen Linien und kurzen Strecken (innerhalb eines Bundeslandes oder Verkehrsverbundes).
Langläufer, sogenannte Heckeneilzüge, die auch Nebenlinien mit der weiten Welt verbunden haben, gibt es auch nicht mehr.
In den großen Bahnhöfen gibt es kaum noch Nebengleise, keine Rangierloks, keine Rangierer, keine Fahrmöglichkeiten.
Alles, was für den (optimalen) Betrieb nicht benötigt wird, wurde bereits abgerissen.
Jeder Gleisstummel, der nicht vermietet werden kann, verschwindet sofort.

Auch wenn die Post den Verkehr wieder auf die Bahn bringen wollte, ginge es von der optimierten Infrastuktur nicht mehr.
Folglich sind die Verteilzentren heute auf der Grünen Wiese in Autobahnnähe.
Die freigewordenen Flächen in den Städten haben heute eine andere Nutzung (Einkaufszentren, Parkhäuser) und sind für den Güterverkehr verloren.

PS Eine Zeitlang hatte die Post (DHL) sogar eigene (oder gemietete) Wagen.
Kesselwagen!
Damit wurde Kerosin zum Flughafen Leipzig/Dresen gefahren und die Luftflotte günstiger zu betanken.
Ob die Züge heute noch unter der Regie von DHL fahren ist mir leider nicht bekannt.
 
m-hermann kommentierte
Ist doch klar, ohne Investitionen und Instandsetzungen bzw. Neubauten läuft im deutschen Schienennetz zukünftig fast nix mehr, da besteht gewaltiger Nachholbedarf. Aber dass es nicht möglich sein soll, einen angemessenen Postbahnverkehr zumindest in Teilrelationen zu bewerkstelligen, kann ich einfach nicht glauben. Durch die totale Überlastung mit Massen von LKW-Transporten geht ja mittlerweile auch unser Strassennetz genauso den Bach runter. Da müssten dringend Transporte auf die Schiene verlagert werden - wohin den sonst? Noch mehr LKW auf den Strassen und BAB's kann doch nicht das Ziel sein!
 
m-hermann kommentierte
Übrigens werden "Postsäcke" = sog. Postbeutel schon seit den 95er Jahren des vorigen Jahrhunderts (nach der AG-Gründung) im innerdeutschen Verkehr so gut wie nicht mehr genutzt! Ich habe diesen speziellen Strukturwandel selbst bei der Post miterlebt!
 
Zuletzt bearbeitet:
m-hermann kommentierte
@Kiboko Klar kann man nach der Demontage von Infrastruktur nicht einfach wieder auf die Schiene wechseln oder verlagern. Da müssen Zukunftsvisonen und -konzepte her. Ein angemessene Planung könnte Jahrzehnte dauern. Und dann noch die Frage: Wodurch bzw. wie soll das finanziert werden? Da ist eine Menge Geld in die Hand zu nehmen, was schon durchaus ein k.o.-Kriterium darstellen könnte.
Die Schweiz hat ihr Schienennetz immer zeitnah gepflegt und weiterentwickelt. Bei uns aber müsste beim Transportnetz fast von Null angefangen werden. Neben einem funktionierenden Schnellfahrnetz bräuchten wir eigentlich auch ein entsprechendes Güterverkehrsnetz mit passender Infrastruktur für die geforderten Kapazitäten und Umschlagmöglichkeiten. Geschwindigkeiten stehen dabei gar nicht so im Vordergrund.
Leider hat man bei uns große Teile des Netzes verfallen/verrotten lassen und überhaupt nicht in Erhaltung/Weiterentwicklung investiert. Nur eben beim Schnellverkehr. Wohin uns das geführt hat, erleben wir heute auf den Autobahnen: alles verstopft und blockiert durch riesige Massen von LKW!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieser Briefkasten steht am Eingang zum Friedhof ...



VG Holger
 
m-hermann kommentierte
Ich konnte sie bisher ganz gut meiden bzw. ignorieren!
 
W
W.W. kommentierte
@dhm, @m-hermann: Ich habe selbst weder WhatsApp noch Facebook. Ich sehe das auch im beruflichen Umfeld kritisch (insbesondere bezüglich DSGVO). Aber ich habe das bei meiner Tochter gesehen, wo gerade vor dem Abitur viele wichtige Informationen über WhatsApp ausgetauscht wurden. Und auch im Unternehmen sehe ich das Problem, dass zum einen der Arbeitgeber eine Facebook-Präsenz hat, die ja auch jemand betreuen muss. Und es gibt gerade im Nachunternehmerbereich viele, die kurzfristige Infos per WhatsApp austauschen wollen.
Die betroffenen Kollegen können das also nicht meiden.
 
ni27fo kommentierte
dhm
Passiert das auch, wenn man dort wo man sich unbedingt anmelden muß, konsequent ein Incognito-Fenster benutzt?
 
m-hermann kommentierte
Diese Kollegen tun mir echt leid!
 
rollertilly kommentierte
Den kenn ich.
 
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