Mein Sofa gefällt mir nicht mehr. Meine Sitzkuhle (oder auch Homerkuhle) ist mit dickem Knie irgendwie unbequem. Mein Leidensdruck steigt, ein neues, größeres Sofa zu erwerben. Bisher habe ich jedwede Werbeversuche der besseren Hälfte abgeschmettert, aber wenn ich daran denke, den kompletten Winter darauf verbringen zu müssen, könnte sie Glück haben. Ansonsten hatte ich heute nicht so richtig Lust auf Fotografie, so dass ich die Makrofunktion der Fuji mal ausprobierte.
Heute war ich zum ersten postoperativen Besuch bei meinem Kniearzt in Meißen. Das war jetzt nicht sonderlich emotional. Aber die Rückfahrt durch die sächsische Provinz nutzten wir, um einfach mal zu gucken, ob wir unsere Paula in ihrem (nicht mehr ganz) neuen Zuhause über den Gartenzaun beobachten können. Und siehe da, das Herrchen war da und ruckzuck wurde mein geliebter Köter rangepfiffen, welcher im Anschluss ganz und gar freudig überrascht war und jegliche (neue) Erziehung vergaß. Grau ist sie geworden, etwas fülliger, aber gut geht´s ihr. Mit ihrer Dackelfreundin Lotte ist sie inzwischen unzertrennlich, jeder hat ein Körbchen, nur eines wird genutzt. Das Wiedersehen war kurz, denn die Hundedamen durften für den Transport zu einen Waldspaziergang ins Auto hüpfen. Und dann war ich auch schon wieder nur die zweitinteressanteste Person.
Heute habe ich an meinen Freigang zur Physiotherapie leider die Kamera vergessen. Dazu kam auch noch, dass aus einer geplanten entspannenden Lymphdrainage eine gemeine Krankengymnastik wurde. Wer gibt Physiotherapeuten eigentlich so viel Entscheidungsfreiheit. Eigentlich hatte ich schon das Zahnputzselfie auf dem Schirm, aber dann entschloss ich mich zu einem postabendbrotlichem Stilleben mit Blende f/1.2.
Heute hatte ich zu meinem Physiotherapiefreigang sogar meine Kamera dabei, auf dem Hinweg sogar ein Motiv entdeckt, es dann aber auf dem Rückweg vergessen zu fotografieren. Und so saß ich dann wieder auf meinem Sofa und ärgerte mich und überlegte, was ich denn nun als Tagesbild verwenden könnte. Da klingelte glücklicherweise der Postbote und brachte mir drei Ripke-Bildbände, die ich mir zu Beginn der Woche bestellte. Sie werden sicher nicht an Bernds neuestes Werk rankommen, aber nun habe ich erstmal wieder was zum gucken.
Frische Luft ist in regelmäßigem Abstand sehr angenehm. Ich hörte nur ein Lachen hinter mir und "das muss ich fotografieren". So bin ich heute das Motiv. Sieht deutlich trauriger aus als ich bin.
Die junge Dame terrorisierte uns nach dem Mittagessen. Sie wehrte sich ungefähr 90 Minuten gegen den Mittagsschlaf. Dann hatten wir´s satt und sie durfte mit auf´s Sofa und war nach ungefähr 1,5 Minuten eingeschlafen.
Gestern raucht mein Netzteil des Notebooks ab. Das ist natürlich ein GAU für zwangsläufig Sofasitzende. Also brachte mich mein Nachbar zum Fachgeschäft bei der Waldschlösschenbrücke. Da konnte ich dann auch mal ein Tagesfoto außerhalb des Sofas erstellen.
Buß- und Bettag ist in Sachsen Feiertag. Wahrscheinlich haben das hier auch einige nötig. Wir haben Kaffeebesuch eingeladen und da unsere Tochter voller Freude frei dreht, wenn sechsjähriger Männerbesuch aufkreuzt, habe ich die Chance genutzt und Mitzieher geübt.
Ein grauer Montag. Nachmittags rief die Dame des Hauses an, sie ist auf einer Treppenstufe umgeknickt. Das fehlte ja noch, zwei Lädierte und ein Zwerg. Glücklicherweise war nichts gebrochen, also sind´s nur anderthalb Lädierte und ein Zwerg. Dieser Zwerg hämmerte mir ihr Spielzeugotoskop auf´s Objektiv. Hier das Beweisfoto.