Frage Farbstörungen bei der Umwandlung von Tiff nach jpg

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Anzeigen
Gibt es für uns denn noch eine 100%-Ansicht von dem Bereich mit den bunten Streifen? Die sollte dann auch in voller Qualität zu speichern sein und vielleicht für alle bunt ins Dunkle bringen.

An eine Sehstörung glaube ich nicht, aber an ein Darstellungsproblem (Hard-, oder Software).

Blöd wär ja, wenn man nach dem Kauf einer neuen Kamera noch nen Monitor, oder so, hinterher schieben müsste.
 
Kommentar
... also ich habe seeehr lange suchen müssen um zu ahnen, was genau Du meinen könntest.

Im Foto hier im Forum sieht man es IMO nicht (also ich zumindest). In Photoshop in der 800% (!) Ansicht, kann man rötliche Schlieren in den dunklen Wolken vermuten. ...



Geht mir genauso, selbst bei 1000% :lupe:

Eine gute Möglichkeit, dunkle Flächen
zu beurteilen, ist eine Invertierung, weil
in hellen Flächen Störungen besser zu
sehen sind – auch da nix Auffälliges.

Also die harte Tour der Analyse mit
hochgezogener Gradationskurve:


picture.php



Und siehe … in 500% ist wirklich was. :eek:


Aber dagegen hilft m.E. nur Retusche.



 
Kommentar

Solche Infos sind mir doch irgendwo schon mal untegekommen ;) Aber ich verstehe die Technik bisobiso nicht, drum knips ich einfach immer nur so drauf los und da ich ohnehin halb blind bin, seh ich auch die gebeugte Schärfe nicht.

Ach Franco, wenn man Blende 11 braucht, sollte man sie wählen. Ein FX-Sensor verträgt das locker und es ist wirklich schnuppe, bei welcher Brennweite. Bevor ich ein Objektiv ganz bis zum Ende schließe überlege aber selbst ich kurz.

Mal abgesehen davon, dass zu wenig Licht auf dem Sensor nur dann Probleme aufwirft, wenn man die Bilder später um 4 Blenden hochreißt. Aber selbst da hat die D810 noch kein Problem mit.
 
Kommentar
Ja, ist das schon eine Extremsituation? Ich habe immer gedacht, wenn man von hell nach dunkel geht (also das Prinzip von ETTR) hat man die vielen Informationen, die in der hellen Aufnahme stecken und kann sie verlustarm in der dunkleren unterbringen??

Hmm, tja - eigentlich schon. Andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich sehr satt belichtete Bereiche eben nicht so einfach ins negative belichten lassen. Theoretisch sollte es anders sein... ist es aber nicht. Es scheint mir stets am besten, gleich korrekt belichtetes Material zu haben, um möglichst wenig an den Tonwerten fummeln zu müssen.


So, jetzt nicht lachen - also ich sehe hier auch gaaaaaanz zarte magentafarbene Ringe!

Ja, ich sehe es auch. Schwach, aber da ist Farbe, wo keine sein dürfte, eindeutig.

Hallo Rolf,
Meine Empfehlung: Mit der kleinstmöglichen JPEG-Komprimierung konvertieren, ausbelichten und sich über das tolle Bild freuen und keine Fussel suchen, wo keine sind.

So ähnlich sehe ich das auch.
Ich sehe dein Problem, allerdings ist das kein Grund, gleich irre zu werden. ;) Im fertigen Druck wird man es nicht erkennen, und auch in obigem Bild finde ich es nicht ins Auge springend. Aber ich verstehe den Punkt: was nützt die beste Ausrüstung, wenn auf den letzten Metern Fehler gemacht werden? Viele kleine Summationseffekte versauen schließlich das Ergebnis.
In deinem Bild zwar schwach zu sehen, aber der Effekt steht doch eher exemplarisch für ein generelles Problem, das häufig noch viel stärker auftritt.

Ich habe mal die rechte untere Ecke meines obigen Vignetten-Fotos noch stärker bearbeitet (jetzt sind die farbigen Streifen deutlich zu sehen):

D810%20copy2.jpg


Das obige Histogramm entspricht dem Ausschnitt vor der Bearbeitung, hier verteilen sich die einzelnen Tonwerte auf einen sehr engen Bereich. Wird das Histogramm nun gestreckt (die Vignette bewirkt durch "mehr Schwarz" eine Tonwertänderung), splittert es regelrecht auf - jede einzelne Kerbe ist letztlich eine Lücke, also ein Tonwertabriss!

Ich habe für die S-förmige Kontrastanpassung die Einstellungsebene "Kurven" verwendet; wird hier der Ebenenmodus nicht auf "Luminanz" gesetzt, sondern bleibt "Normal", werden nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Farben verändert, ein Riesenunterschied! Allein deshalb mache ich so wenig wie möglich in Lightroom, da hier diese Kontrollmöglichkeit nicht besteht.

Tonwertabrisse entstehen eben bei sehr starken Kontraständerungen in Bildbereichen, deren Informationen sich über einen schmalen Histogrammanteil erstrecken. Da muss man höllisch aufpassen, um kleinere Summationseffekte zu vermeiden:

1. das RAW soweit wie möglich im RAW-Konverter anpassen, z.B. mit Grauverlaufsfiltern
2. notfalls verschiedene RAW-Versionen entwickeln und mit Verläufen in PS mappen (ich habe den Eindruck, dass sich aus einem RAW mehr herauskitzeln lässt als im Übergabeformat TIFF)
3. Einstellungsebenen mit dem Modus "Luminanz" verwenden
4. nach Möglichkeit die Ebenen in ihrer Maske mit leichtem Rauschen versehen, das ist ungemein effektiv und hat kaum Auswirkungen auf den Rauscheindruck des Bildes, da nur die Maskenübergänge berührt werden
5. notfalls Rauschen im Bild selbst anwenden
6. solche homogenen Bereiche nur vorsichtig entrauschen (pures Gift)


Ich sehe die Schlieren übrigens auch erst nach dem Abspeichern im JPEG, noch nicht im TIFF.
Und ob sRGB oder Adobe RGB spielt nur einen marginalen Unterschied, allerdings würde ich in sRGB bleiben, da viele Browser Adobe RGB nicht darstellen können - dann siehts deutlich schlechter aus.
 
Kommentar
Noch eine wichtige Frage: war dein oben gezeigtes Beispiel jenes, das du mit 8 bit importiert hattest? Dann wärs ja unfair...
 
Kommentar
Noch eine wichtige Frage: war dein oben gezeigtes Beispiel jenes, das du mit 8 bit importiert hattest? Dann wärs ja unfair...

Nein, nein - ich habe die Voreinstellung geändert und es in 16-bit geöffnet.
Diese Einstellmöglichkeit hätte ich nicht beachtet - danke noch mal für die Detektivarbeit!!! :)

Viele Grüße
Rolf
 
Kommentar
Durch reines Downsampling kann ich mir den Effekt nicht erklären, wie soll das möglich sein?

Vielleicht weil in den Tiefen nur wenig Information steckt und bei der Umsetzung in sRGB diese noch weiter verringert werden.

Dein Eindruck, aus Raw kann man mehr auskitzeln, habe ich auch. Könnte am Rawconverter liegen seine Algorithmen sind "spezieller".

Und wie bringen wir nun unsern Ralf bei das sein Bild io ist:)
 
Kommentar
Vielleicht weil in den Tiefen nur wenig Information steckt und bei der Umsetzung in sRGB diese noch weiter verringert werden.

Das Bild liegt doch die ganze Zeit in sRGB vor.


Und wie bringen wir nun unsern Ralf bei das sein Bild io ist:)

Der Rolf weiß ja um das Problem, es bleibt aber die Frage, wie man es bzw. Tonwertabrisse im Allgemeinen bei stärkeren Bearbeitungen vermeiden kann.
 
Kommentar
Ich habe dein Bild einmal bearbeitet, ich hoffe das ist ok für dich (sonst nehme ich es wieder raus)?

Das Bild wurde verlinkt, weil es entsprechend der NF-Regeln für die Bildpräsentation in Foren zu groß ist. Erlaubt sind 545 kb maximal. (767 kB)

Anstatt der Vignette aus der Nik Collection habe ich eine Abwedeln-Ebene, kombiniert mit einer dunklem Luminanzmaske, verwendet. Dieser Maske wurden Rauschen (8 px) hinzugefügt, der Himmel rauscht nun ganz leicht. Ich weiß nicht, ob das Ergebnis besser ist?
Wenn ich das JPEG in PS über das TIFF lege, sehe ich in starker Vergrößerung deutlich die Farbbanden. Ich denke aber, das fällt hier einfach besonders auf, weil wir auf monochromen Grund blicken! Egal ob im Web oder im Druck, es wird unsichtbar bleiben. Also handelt es sich doch irgendwie um Gespenster. ;)
 
Kommentar
So, jetzt nicht lachen - also ich sehe hier auch gaaaaaanz zarte magentafarbene Ringe!... aber ich sehe sie eindeutig!

Wenn ich da jetzt der einzige bin - was bedeutet das dann? Im realen Bild sehe ich sie allerdings viel ausgeprägter und eben auch noch mit grünen Pendants vermischt...

Viele Grüße
Rolf


Ich sehe sie auch Rolf, und zwar nicht in der 500%-Ansicht, sondern bereits in der 100%-Ansicht, Du bist also nicht der Einzige!
(Ich betrachte das Bild in PS CS6, nur so als Hinweis)

...Der Rolf weiß ja um das Problem, es bleibt aber die Frage, wie man es bzw. Tonwertabrisse im Allgemeinen bei stärkeren Bearbeitungen vermeiden kann.

Etwas seltsam ist halt, dass Du die TWAs erst nach der JPG-Umwandlung siehst und nicht auch im TIFF :nixweiss:

Ich denke, Du wirst nicht umhinkommen, nacheinander immer wieder einen einzelnen Bearbeitungsschritt wegzulassen, das Bild in ein JPG umzuwandeln und schauen, ob die TWAs noch da sind.
Erst wenn sie nach der Umwandlung weg sind, dann weißt Du, welcher Bearbeitungsschritt (bzw. welche Bearbeitungs- oder Einstellungsebene) dafür verantwortlich war.

Damit ich richtig verstanden werde: immer nur EINEN einzigen Bearbeitungsschritt weglassen und beim nächsten Mal statt dessen EINEN anderen.
Falls Du non-destruktiv gearbeitet hast, dann ist das ein Kinderspiel, denn dann musst Du immer nur eine Ebene ausblenden und danach in JPG umwandeln.
Hast Du destruktiv gearbeitet, dann wird es sehr aufwendig...

Ich hatte ziemlich lang ein ähnliches Problem, allerdings bereits in den TIFFs: plötzlich hatte ich häufig TWAs. Ich habe dann schlussendlich herausgefunden, dass diese vom Entrauschen kamen.
Ganz gegen alle Lehrbücher entrausche ich jetzt erst als letzten Schritt vor dem Schärfen (und nicht als allerersten).

Hast Du das Bild übrigens entrauscht?
Ich habe schon gesehen, dass du es mit ISO 64 aufgenommen hast, frage aber der Vollständigkeit halber.

Den Tipp von Daniel, Einstellungsebenen Tonwertkorrektur oder Gradationskurven nur in dem Ebenenmodus "Luminanz" vorzunehmen, kann ich übrigens nur bestätigen.
So werden die Farben nicht tangiert, sondern nur die Luminanz.
Ob es dein Problem löst, muss man abwarten...

Da arbeitet wohl jeder etwas anders, entscheidend ist schlussendlich, was am Ende dabei herauskommt!

Gruß Axel
 
Kommentar
Wenn ich da jetzt der einzige bin - was bedeutet das dann? Im realen Bild sehe ich sie allerdings viel ausgeprägter und eben auch noch mit grünen Pendants vermischt...

Nur mal so aus der Hüfte: Betreibst Du Deinen Monitor über einen KVM-Switch, Dockingstation oder einen DP/DVI/HDMI-Wandler?
 
Kommentar
Hallo Axel,

vielen Dank für Deinen ausfühlichen Beitrag!
Nein, das Bild ist nicht entrauscht,weil ich weiß, dass Entrauschen oft für komisch aussehende Wolkenstrukturen sorgen kann - und in großen, einheitlichen Flächen auch schon einmal für TWA. Bei ISO 64 ist ja auch nicht mit nennenswertem Rauschen zu rechnen - allerdings generieren alle strukturverbessernden Filter (ACR Klarheit, Viveza "Struktur" oder Color Effex "Tonal Contrast") ebenfalls ein grobes Rauschen, von dem die Nef-Datei nichts weiß. Ist oft schwierig, ob man nun lieber einen richtig "leisen" oder lieber einen eher dramatischen Himmel mit entsprechender Körnung bevorzugt.

Ich werde mir mal die Mühe machen und durch ein Ausschlussverfahren ermitteln, welcher Schritt letztenendes für die Geschichte verantwortlich war.
Im Verdacht habe ich die Vignette, die schon in der äußersten rechten Bildecke für Schwierigkeiten gesorgt hat. Mich hat das etwas überrascht, weil ich der (naiven) Meinung war, bei Cam mit großem Dynamikumfang könne man viel sorgloser Aufhellen und abdunkeln, als das noch bei meiner D700 möglich war. Wieder was gelernt - die 810 ist da wohl ziemlich sensibel!
Anfänglich hatte ich, wie seinerzeit bei Dirk Vorbusch gelernt - den Farbraum auf AdobeRGB gestellt. Das hat schon beim Öffen zu grotesk anmutenden Bildecken geführt - aber nach dem Umwandeln in sRGB war das schon viel besser, wenn auch nicht gänzlich verschwunden.
Die Cam steht jetzt auf sRGB und auch das Flat-Profil habe ich gegen das Standardprofil getauscht...
Auf alle Fälle bin ich froh, dass ich nun doch nicht der einzige bin, der die Säume sieht - der Druck ist auf alle Fälle geordert (Alu-Dibond) und ich bin gespannt, ob man die "Dämonen" sieht :)

Es gibt also noch viel zum Einarbeiten :)

Viele Grüße
Rolf
 
Kommentar
Kommentar
Du kannst ja draufklicken. :)
Ich will es nicht unnötig komprimieren, um die Uploadbedingungen einzuhalten, das wäre ein unnötige Fehlerquelle.

Ich habe gerade das Bild als TIFF und JPEG gespeichert - man sieht deutliches Farbbanding schon bei 50%-Ansicht (sogar Claudia auf den ersten Blick)!
Jetzt bin ich selbst ziemlich verunsichert...

Ich habe dieses Tutorial gefunden, klappt das bei euch (bei mir nicht)?: http://pixelsucht.net/photoshop-tonwertabrisse-vermeiden/
 
Kommentar
Mich hat das etwas überrascht, weil ich der (naiven) Meinung war, bei Cam mit großem Dynamikumfang könne man viel sorgloser Aufhellen und abdunkeln, als das noch bei meiner D700 möglich war. Wieder was gelernt - die 810 ist da wohl ziemlich sensibel!

Das kann eigentlich nicht sein, denn der Dynamikumfang müsste irrelevant sein. Schwarz und Weiß liegen weiter entfernt, aber die Zahl der Zwischenschritte müsste größer sein?

Vielleicht kannst du ja mal einen Test mit der D700 durchführen? :up:
 
Kommentar
...Ich werde mir mal die Mühe machen und durch ein Ausschlussverfahren ermitteln, welcher Schritt letztenendes für die Geschichte verantwortlich war...

Wenn Du dem Problem wirklich den Garaus machen möchtest, dann wirst Du da nicht umhin kommen...

...Anfänglich hatte ich, wie seinerzeit bei Dirk Vorbusch gelernt - den Farbraum auf AdobeRGB gestellt...

Wie Du sicherlich weißt, bin ich ja auch ein "Schüler" von Dirk Vorbusch, aber beim Farbraum gehe ich zwischenzeitlich andere Wege als Dirk!
Ich nutze jetzt den ProPhoto RGB-Farbraum, der ist größer als der Adobe RGB.
Meine wichtigsten Bearbeitungsschritte erfolgen zwischenzeitlich im LAB-Modus, aber das sei nur am Rande erwähnt, denn das ist eine andere Geschichte, die hat mit Deinem Problem in diesem Thread nichts zu tun...

Informier uns bitte, wie es schlussendlich ausgegangen ist, auch interessiert mich, wie der Druck ausschaut!

Gruß und viel Erfolg bei der Fehlersuche
Axel
 
Kommentar
...Ich habe dieses Tutorial gefunden, klappt das bei euch (bei mir nicht)?: http://pixelsucht.net/photoshop-tonwertabrisse-vermeiden/

Hallo Daniel,
was es nicht alles gibt :up:!!
Ich weiß nicht, ob es bei mir klappt, ich habs grad nicht versucht, aber genauso mache ich das (zufälligerweise!!!) immer, da ich nur stufenweise verkleinere, dabei schärfe und dabei vorher die (nachher) geschärfte Ebene als Smartobjekt umgewandelt wurde.
Zum Schluss werden die beiden Ebenen zusammengefasst (STRG + Umsch + E) und abschließend in JPG umgewandelt und als 8-Bit abgespeichert ("für Web speichern").
Wie gesagt, ich kannte diesen Tipp nicht, sondern ich mache das nur, weil bei meiner Art der "Verkleinerungsschärfung" (was für ein Wort...:D) ansonsten ein etwa 1 Pixel breiter weißer Rand ensteht.
Dupliziert man die Ebene, schärft nur die obere (das mache ich halt in einer Aktion und als Smartobjekt) und fasst anschließend die beiden Ebenen zusammen, dann entsteht halt keinerlei Rand. Hab ich irgendwann zufällig herausgefunden...

Vielleicht ist das ja auch der Grund, dass ich noch nie TWAs in den JPg hatte, wenn in den Tiffs auch keine waren (vielleicht erinnerst Du Dich, wir haben darüber schon mal telefoniert, wenn auch in einem anderen Zusammenhang...).
Gruß Axel
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten