Ich denke man sollte sich überlegen ob man RAW files in 'nem breiten (z.B. ProPhotoRGB) oder kastrierten Farbraum (Adobe RGB, sRGB) bearbeitet.volkerm schrieb:Ich sehe das viel entspannter. Man sollte sich mal damit befassen, ob man sich überhaupt AdobeRGB antuen möchte oder besser bei sRGB bleibt. Und plötzlich lösen sich viele der Probleme von alleine.
Aber um das bewusst tun zu können, musst Du auch schon wieder soviel wissen, das Du es auch mit Farbmanagement machen könntest...Ich weiß nicht, ob das als Antwort ausreicht: Ich benutze sehr bewusst kein Farbmanagement, Kai. Da kann man nämlich auch sehr viel verschlimmbessern, wenn man nicht 100% sattelfest ist.
Stefan Lenz schrieb:Moin Olli,
das einzige Mal in meinem Leben, das ich -wissentlich- in einen kalibrierten Monitor geschaut habe, war bei unserer Werbeagentur (hatte irgendeinen Namen alá Lanzet oder so ähnlich). Ich sah da allerdings keinerlei Unterschied zu meinen PC-Monitoren
Das Thema ist aber nicht, ob mir die Darstellung unangenhem ist, oder nicht, sondern schlicht, daß ich die Tendenz hätte bei Farbbearbeitungen den Rot-Kanal viel weiter aufzuziehen als Normalsichtige dies tun würden.
afx schrieb:Es kostet in der Praxis nix in einem breiten Farbraum zu arbeiten und hinterher erst auf einen schmalen Farbraum für die Ausgabegeräte zu konvertieren. Man hat aber den Sicherheitsvorteil nix durch ungewolltes clippen zu verlieren.
Die Frage ist: unkontrolliertes clippen durch kleinen Farbraum oder kontrollierte Konvertierung bei der Du die Konvertierungsart einstellen kannst zwischen großem und kleinem Farbraum? Was führt zu einem kleineren visuellen Gesamtverlust?knv schrieb:Nunja, manchmal verliert man dann aber Abstufungen, wenn nämlich ein Farbverlauf vorhanden ist, der außerhalb des zu konvertierenden Farbraumes liegt.afx schrieb:Es kostet in der Praxis nix in einem breiten Farbraum zu arbeiten und hinterher erst auf einen schmalen Farbraum für die Ausgabegeräte zu konvertieren. Man hat aber den Sicherheitsvorteil nix durch ungewolltes clippen zu verlieren.
afx schrieb:Ich denke man sollte sich überlegen ob man RAW files in 'nem breiten (z.B. ProPhotoRGB) oder kastrierten Farbraum (Adobe RGB, sRGB) bearbeitet.
afx schrieb:Es kostet in der Praxis nix in einem breiten Farbraum zu arbeiten und hinterher erst auf einen schmalen Farbraum für die Ausgabegeräte zu konvertieren.
afx schrieb:Die Frage ist: unkontrolliertes clippen durch kleinen Farbraum oder kontrollierte Konvertierung bei der Du die Konvertierungsart einstellen kannst zwischen großem und kleinem Farbraum? Was führt zu einem kleineren visuellen Gesamtverlust?
cheers
afx
Du kannst je nach Software bei der Konvertierung in sRGB einstellen ob Du absolut kalorimetrisch, Gamuterhaltend, etc... konvertieren willst.knv schrieb:Natürlich wäre eine kontrollierte Konvertierung besser, aber wie willst Du das kontrollieren?
Nein, brauche ich auch nicht. Da passiert ja schon die erste Anpassung vom breiten Farbraum auf den schmalen des Monitors (Monitor proofing).Hast Du Ausgabegeräte, die Dich das kontrollieren lassen? Sündteure Monitore?
Das ignoriert aber, daß die Ursprungsdaten nicht in einem 8bit Raum vorliegen (ich arbeite mit NEF, nicht JPG).Die Alternative wäre, einfach in einem begrenzten, aber auf allen Geräten sichtbaren Arbeitsraum zu arbeiten, der auch nicht clippt, wenn man nämlich auch in diesem Arbeitsraum die Daten aufnimmt. Das ist eben meist sRGB.
Das reicht doch auch. Du hast dort ne kontrollierte Umsetzung auf die vom Ausgabegerät darstellbaren Farben.volkerm schrieb:Ich hoffe, Du benutzt ein Ausgabegerät und ein Ausgabemedium, das dieses Mehr an Farben dann auch darstellen kann. Mir steht so etwas leider nicht zur Verfügung, ich habe nur einen Bildschirm und Foto-Ausbelichtungen.
Jo, rate mal wie oft ich im Bibble Forum den Leuten erklären darf wie's geht ;-(Wenn man alles vollständig richtig einrichtet und kalibriert, dann hat man keine Nachteile. Das ist aber nicht damit getan, mal eben ein Buch über Farbmanagement querzulesen. Die Anzahl der "Supportfälle" durch ein misglücktes Farbmanagement sind doch erheblich.
afx schrieb:Damit ist ein 8bit Raum wie sRGB
afx schrieb:solange wie möglich in 16bit bleiben und 'nen dafür entwickelten Farbraum nehme
knv schrieb:Natürlich wäre eine kontrollierte Konvertierung besser, aber wie willst Du das kontrollieren? Hast Du Ausgabegeräte, die Dich das kontrollieren lassen? Sündteure Monitore? Die Alternative wäre, einfach in einem begrenzten, aber auf allen Geräten sichtbaren Arbeitsraum zu arbeiten, der auch nicht clippt, wenn man nämlich auch in diesem Arbeitsraum die Daten aufnimmt. Das ist eben meist sRGB.
Frank B. schrieb:Na ja, jedenfalls weiß man nun, dass diese Aussagen tatsächlich Wert sind.
Nein.volkerm schrieb:Kann es sein, daß da einiges durcheinandergeht mit Farbmodell und Farbtiefe?
volkerm schrieb:Ach Frank, zum Glück haben wir ja Experten wie Dich, die keinen Beitrag richtig durchlesen und nichtmal zwischen Farbmodell und Farbtiefe unterscheiden können :applause:
Wenn Du kein Problem mit Englisch hast, schau mal hier, da hab ich das ganze mal zusammengefasst:Heng-Sten Berg schrieb:Jetzt muss ich mich wohl doch (oder doch nicht?) ein bisschen in das Thema einlesen
Die einfache FM-in-a-nutshell Lösung scheint es ja nicht zu geben.
volkerm schrieb:Ach Frank, zum Glück haben wir ja Experten wie Dich, die keinen Beitrag richtig durchlesen und nichtmal zwischen Farbmodell und Farbtiefe unterscheiden können :applause:
afx schrieb:Hmm, ich dachte das mit dem Farbmodell/Farbtiefe hast Du mir vorgeworfen und nicht Frank?
Frank B. schrieb:Es wird doch keine Dimens sein, oder?
Wenn Du meinst...volkerm schrieb:Na, der hat sich doch gleich drangehängt an die irreführende Argumentation mit 8 bit und Clipping.
das verstehe ich nicht. Das klingt ja so, als ob nur die "ganz großen" Farbräume (also weder sRGB noch AdobeRGB) in der Lage wären verlustfrei mit RAW-Daten umzugehen. Man kann doch ganz hervorragen mit 16 Bit TIFFs arbeiten, ohne alle Details am Monitor beobachten zu können, aber mit dem Wissen um die Reserven im Hintergrund. Wichtig ist, dass letztendlich der Farbraum des Ausgabegerätes möglichst optimal ausgeschöpft wird und das ist in aller Regel sRGBafx schrieb:Wenn ich dagegen solange wie möglich in 16bit bleiben und 'nen dafür entwickelten Farbraum nehme werden die potentiellen Verluste bei der Bearbeitung deutlich reduziert.
Ob NEFs oder 16Bit TIFFs, das is wurscht. Bei beiden arbeitest Du erstmal mit 16Bit/Kanal. Beim NEF sind halt weniger Bits belegt (12) als z.B. bei 'nem Scan (14 bei meinem Scanner), aber Dein Limit für mathematische Operationen, bzw. für maximal Werte sind 16bit, also kannst Du im Bereich 0-65535 rechnen.HaPeRieger schrieb:das verstehe ich nicht. Das klingt ja so, als ob nur die "ganz großen" Farbräume (also weder sRGB noch AdobeRGB) in der Lage wären verlustfrei mit RAW-Daten umzugehen. Man kann doch ganz hervorragen mit 16 Bit TIFFs arbeiten, ohne alle Details am Monitor beobachten zu können, aber mit dem Wissen um die Reserven im Hintergrund. Wichtig ist, dass letztendlich der Farbraum des Ausgabegerätes möglichst optimal ausgeschöpft wird und das ist in aller Regel sRGB.
We use cookies and similar technologies for the following purposes:
Do you accept cookies and these technologies?
We use cookies and similar technologies for the following purposes:
Do you accept cookies and these technologies?