Von einem plastischen Beispiel dafür, wie weit die Überwachung gediehen ist, habe ich vor ein paar Jahren erfahren, als es den sogenannten NSA-Skandal (wieso eigentlich Skandal, irgendjemand hat den Flaschengeist schließlich herausgelassen) noch längst nicht gab:
Es begab sich in einer zentral gelegenen deutschen Großststadt, daß eine Veranstaltung an der Börse oder der IHK (sitzen im selben Gebäude) stattfinden sollte, zu der auch ein "wichtiger" Amerikaner, also ein Senator, Minister oder Botschafter, eingeladen war.
Kurz vor dem Eintreffen des ach so wichtigen Mannes stand noch ein Auto vor dem Gebäude, welches keinem der Teilnehmer gehörte und deswegen dort weg sollte, denn bekanntlich zerplatzen die Leiber von Amerikanern ja bereits beim bloßen Anblick von Gegenständen, die kein authorisierter Mit-Amerikaner mitgebracht, abgelegt oder geparkt hat.
Also ein "fremdes" Auto, gaaanz schlimm...
Man wollte dieses Auto also weghaben und konnte oder wollte es nicht abschleppen lassen (wg. Kosten, Zeitnot oder was auch immer), und die deutschen Behördenvertreter wußten natürlich nicht, wo der Fahrer zu finden war. Ihre diesbezügliche Notlage schilderten sie ihren amerikanischen Kollegen, und innerhalb von vielleicht 15 oder 20 Minuten war der Aufenthaltsort des Fahrers des Wagens ermittelt, man nahm Kontakt mit ihm auf, er kam und fuhr den Stein des Anstoßes davon, die Veranstaltung konnte mit dem angeblich wichtigen Amerikaner stattfinden und alle waren glücklich und zufrieden.
So soll es sich wirklich zugetragen haben, und wenn das nicht mit Überwachung in Zusammenhang zu bringen ist, dann müssen die Amerikaner einen sehr fähigen Hellseher in ihren Reihen gehabt haben.
Nur mal so als Beispiel dafür, was alles machbar ist, ob mit FB oder ohne.
(Ich meine, diese Geschichte ist mal mal in einem Beitrag bei Report, Panorama oder einem anderen Politik-TV-Magazin geschildert worden.)