Diese Unterscheidung kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen. Selbstverständlich kann man auch mit der F100 hervorragende "gezielt" fotografieren. Auch die F100 ist ja nun wirklich von der Bezeichnung "Einsteigerkamera" weit entfernt.
Die F5 hat Vorteile gegenüber der F100 bei Spezialanwendungen, bei denen man die Wechselsucher benötigt (z.B. extreme Makroaufnahmen mit dem Lupensucher, Fotografieren durch eine Schutzbrille mit dem Actionsucher) oder wo eine extrem hohe Bildfrequenz erforderlich ist. Außerdem ist die F5 insgesamt robuster als die F100 (die man allerdings auch nicht als "nicht robust" bezeichnen kann).
In der Regel aber kann man mit der F100 alles machen, was man mit der F5 auch machen kann. Für einen hobby-mäßigen Nutzer, insbesondere einen, der sich selbst als "Einsteiger" bezeichnet, wüßte ich nichts, wofür man unbedingt eine F5 braucht und eine F100 nicht ausreicht. Im Gegenteil ist die F100 dann doch etwas übersichtlicher zu bedienen und durch das geringere Gewicht und - wenn man den Batteriegriff wegläßt - die kompakteren Formen auch angenehmer einzusetzen. Die Anzeige des aktiven Fokusmeßfeldes im Sucher und die aufgeräumte, logisch strukturierte Sucheranzeige der F100 ist der - früher auf den Markt gelangten - F5 sogar überlegen. Darüber hinaus ist der Sucher der F100 wesentlich heller.
Beide Kameras sind sehr ausgereift. Man kann mit beiden nichts falsch machen.
Für einen Einsteiger in die analoge Fotografie - so ja der topic dieses Threads - kann ich wärmstens die F100 empfehlen.