Eisbärenland

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Ein bisschen blutig gegen Ende (Natur eben...), aber insgesamt eine fantastische Reportage :up:
 
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Starke Reportage mit tollen Fotos! :up:
Na, und zum Glück bist du ja noch nicht am Ende der Reise angelangt! ;)
 
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Jeder Vorsprung ist besetzt.
Die Lummen kämpfen auch um die besten Brutplätze.
Die stärksten Tiere beanspruchen Vorsprünge in Wassernähe.
Die Jungtiere müssen später ins Wasser springen.
Je geringer die Fallhöhe und die Anzahl der Stufen, desto größer sind die Überlebenschancen.
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Die Lummen sitzen dicht an dicht
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Dabei wird auch der kleinste Vorsprung genutzt.
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Die Lummen bauen keine Nester.
Sie halten das Ei zwischen den Beinen fest und schmiegen sich mit dem Bauch an den Felsen.
Das Ei ist birnenförmig und rollt daher nur im engen Kreis.
An der Lumme ganz links kann man ein Ei erkennen.
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Die Lummen stehen dicht an dicht an den Vorsprüngen.
Dabei zanken sie mit den Nachbarn und müssen ständig ihren Platz verdeidigen.
Eismöwen fliegen vorbei und setzen sich auch mal in der zweiten Reihe auf einen schmalen Vorsprung.
So wird Unruhe gestiftet.
Wenn eine Lumme unachtsam ist und das Ei ungeschützt ist, greift die Eismöwe zu.
Diese Szene konnte ich mehrfach beobachten.
Leider habe ich mit der großen Tüte vom schwankenden Zodiac kein scharfes Bild davon anfertigen können. :heul:
Deshalb nur ein paar Lummenbilder:
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Selten kann man eine einzelne Lumme in diesem Gewusel in Szene setzen
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Der kleinste Vorsprung ist groß genug.
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Vom Zodiac aus hat man eine niedrige Perspektive für schwimmende Lummen
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Vogelfelsen sind Jagdreviere für Polarfüchse.
Heruntergefallene Eier, verletze oder tote Küken oder ein Felsvorsprung in Reichweite finden sein Interesse.
Zwei Polarfüchse können wir in der Umgebung des Vogelfelsens ausmachen.
Da sie sehr weit oben im Alkefjellet unterwegs waren, begnüge ich mich mit einem Bild:
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Wir besuchen noch eine Gletscherfront mit Eismöwe und Lummen
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Dann geht es zur Plancius zurück.
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Die Dickschnabellumen begleiten uns dann auf dem Weg zum Lomfjorden
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Ursprünglich war es geplant die Hinlopenstredet weiter nach Süden zu fahren und
in Torellneset die Walrosskolonie zu besuchen.
Ein anderes Schiff hat aber gefunkt, dass es dort momentan keine Walrosse gibt.
Somit geht es in den Lomfjord nach Faksevägen.
Übrigens Fakse-vägen ist nicht nach einem Bier, sondern nach einem Pferd in der nordischen Sage benannt.

Das Regenwetter lassen wir in der Hinlopenstredet zurück
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Im Lomfjord
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Landgang in Faksevägen.
Das Expeditionsteam hat wieder einen Sicherheitsbereich geschaffen, indem wir uns frei bewegen können.
Die 100 Passagiere der Plancius verteilen sich weiträumig
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Am Ende des Lomfjords
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Der Rote Steinbrech bricht zwischen den Steinen hervor.
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Noch zwei Bilder von Eisbär und Eisbärin mit Spitzbergen im Hintergrund.
Nicht das jemand behauptet die Bilder habe ich im Zoo aufgenommen. :dizzy:

Also die Fotomontage ist dir auf jeden Fall gut gelungen, man könnte meinen, du wärest tatsächlich da gewesen. Hast du das mit Fotoshop gemacht und die Ebenen mit Hintergrund und Zoobären übereinandergelegt? :p :fahne:
 
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Also die Fotomontage ist dir auf jeden Fall gut gelungen, man könnte meinen, du wärest tatsächlich da gewesen. Hast du das mit Fotoshop gemacht und die Ebenen mit Hintergrund und Zoobären übereinandergelegt? :p :fahne:

Ja, das habe ich alles auf den Fotoworkshop von Sandra gelernt.
Der Hintergrund ist eine Fototapete.
Dazu ein paar "Eisbrocken" aus Styropor aus dem Baumarkt.
Die Eisbären haben wir im Zoo fotografiert.
Etwas kniffelig war die Robbe.
Wir haben einen Seehund angelockt und den dann mit 8 Leuten über den Zaun in das Eisbärgehege geworfen.
Dann ging da richtig die Post ab. :winkgrin:
Jetzt haben wir Hausverbot. :motz:


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Wir schwärmen in Faksevägen immer weiter aus.
Ein paar Fotografen haben ein Schneehuhnpärchen ausfindig gemacht.
Wir pirschen uns vorsichtig heran.
Leider sind sie noch weit weg und meine Cropknipse und Teleconverter liegen im Fotorucksack.
Der Fotorucksack liegt an der Landungsstelle.
Netterweise hat mir der Michael aus unserer Fotogruppe seinen TC20III mal kurz geliehen.
Somit meine ersten Bilder mit D4+TC20III+500/4 (und starker crop).

Das Schneehuhn überwintert auf Spitzbergen.
Die Tarnung des Männchens ist im Sommer etwas unpassend.
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Das Sommerkleid des Weibchens bietet perfekte Tarnung.
Schützt aber nicht gegen das aufdringliche Männchen, das der Henne nachstellt.
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Während die Schneehühner sehr scheu sind,
sind die Meerstrandläufer eher zutraulich.
Ich setze mich am Meeresstrand auf die Steine und beobachte die Vögel
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Wer am Meeresstrand spazieren geht, kann von einer Welle überrascht werden.
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Im Portrait mit langer Zunge
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Am Abend geht es wieder mit Kurs Nord ins Eis.
Wir wollen nochmal nach den Eisbären suchen.
Ob es wieder eine lange Fotonacht gibt?

Um 22:30 Uhr erreichen wir die Eisgrenze
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Zwischen den Eisschollen gibt es kleinere Freiflächen mit Dickschnabellumen und
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neugierigen Seehunden, die genauso schnell verschwinden, wie sie auftauchen.
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Inzwischen haben wir auch einen geübten Blick für Eisbären.
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Die Mitternachtssonne gibt wieder alles.
Das Licht ist einfach unglaublich.
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Vorsichtig dirigiert der Kapitän die Plancius immer dichter an den Eisbären heran.
Dabei wird darauf geachtet, dass wir den Eisbären nicht stören, in Laufrichtung des Bären fahren und die Sonne im Rücken haben.
Ich liege mit der Kamera auf dem niedrigsten Deck auf dem Boden
und schieße durch eine Lücke in der Reling um eine möglichst niedrige Perspektive zu haben.
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Gebannt beobachten wir den Eisbären.
Besonders spannend ist es, wenn er auf dünnen Eisschollen einsinkt.
Aber der schwere Eisbär weiß genau, welche Scholle ihn trägt und wie er sich darauf zu bewegen hat.
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#310 (Zweitverwertung)
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Es ist schon wieder deutlich nach Mitternacht.
Der Eisbär hat genug von uns und entschwindet in die unendliche Weite.
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Den nächsten Tag werden auch wir im Eis verbringen. :frier:
 
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Hallo Bernd,
das ist wirklich ganz großes Kino. Vielen Dank fürs Mitnehmen, die wunderbaren Bilder und die unterhaltsamen Erzählungen dazu. Ich muß gestehen, dass ich Dich sehr um diese Reise beneide.
 
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Unglaubliche Fotos. Ich bin wirklich beeindruckt. Besonders die Wand im Nebel! #267-#276 haben wirklich etwas mystisches. Ganz große Klasse!
 
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Die "Nacht" über dümpelt die Plancius im Treibeis.
Der nächste Morgen beginnt, wie der letzte Abend aufgehört hat.

Eisbär in Sicht!

Der Eisbär schläft noch :schlaf:
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Von was träumen Eisbären? :confused:
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Aber dann wacht er auf und gähnt ausgiebig. :wecker:
Müssen wir langweilig sein ...
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Immer diese neugierigen Touristen, die einen bis ins Schlafzimmer verfolgen.
Der Eisbär steht auf,
schaut sich ein letztes Mal um
und verschwindet hinter einen kleinen Eisberg
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Er geht in seinen Fitnessraum und macht noch etwas Eisbärgymnastik
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Dann verschwindet er im Treibeis.
Wir verschwinden am Frühstückbuffet. :hunger:
 
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Hallo Bernd, vielen Dank für Deine tolle Reportage und die sensationellen Bilder.
Du hast mich schon ganz schön angefixt, ich kann es kaum erwarten, in drei Monaten darf ich dann auch dort auf Eisbärensuche gehen.
Noch eine Frage, ich habe zwar in den Exifs nachgeschaut aber leider keine Entfernungsangabe zu den Eisbären entdecken können, nur das Du fast immer das 500er mit dem 1,7er Konverter benutzt hast, machmal auch noch mit dem Crop vom DX-Body, kannst Du darüber etwas sagen?

So, nun hoffe ich auf weitere tolle Aufnahmen denn ich kann nicht garnicht satt sehen!
 
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Die Serie, #312 - #316, ist spitze.:up:

Einen so entspannten, schlafenden Eisbären habe ich noch nie gesehen.......sieht richtig kuschelig aus.:)
 
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Vielen Dank für Eure netten Kommentare.

Noch eine Frage, ich habe zwar in den Exifs nachgeschaut aber leider keine Entfernungsangabe zu den Eisbären entdecken können, nur das Du fast immer das 500er mit dem 1,7er Konverter benutzt hast

Viel Spaß auf Spitzbergen und nicht, dass der Kahn wieder Rauchzeichen gibt.

Der Kapitän hat einen Abstand von ca. 80-100m eingehalten.
Aber viele Eisbären sind neugierig und kommen von sich aus dichter an das Schiff.
Das nächste Bärchen hat sich auf ca. 20m genähert, so dass die langen Tüten nur noch für Detailfotos geeignet waren.
Der letzte Eisbär auf den Enteninseln hat sich auf ca. 30-40m genähert.
Dann haben wir uns sicherheitshalber entfernt.
Eisbären haben keine Angst vor Menschen.
Sie können locker eine 400 kg Bartrobbe töten ...
... da ist ein 100 kg Mann kein großer Gegner.



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Wohin wir auch blicken, überall ist Eis.
Große und kleine Eisberge schwimmen zwischen den Eisschollen.
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Pilzförmiger Eisberg auf einer himmelblauen Fläche
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Eismöwe auf dem Eis
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Walross auf Eisscholle
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Hier ist ein arktisches Einhorn.
Oder ist es ein Einzahn? :D
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Vögel gibt es ständig zu sehen.

Dickschnabellumme über dem Eis
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Dreizehenmöwe
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Das Wetter wird schlechter.
Es regnet. :rain: Dann kommt Schneeregen :snow: und heftige Windböen.:blue:
Da halte ich es leider nicht mehr lange an Deck aus. :frier:
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Die Brücke der Plancius steht immer offen.:tuer:
Das Expeditionsteam sucht mit dem Fernglas nach Eisbären.
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Kapitän Nazarov hat das Steuer fest im Griff.
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In der Observation Lounge.
Da man nie weiß, was als nächstes passiert,
muss man das Fotogeraffel stets griffbereit haben.
Es besteht ein sehr großes Vertrauen der Passagiere an Board.
Das Fotogeraffel kann man hier rumliegen lassen.
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Beim nächsten Eisbäralarm braucht man dann nur noch die Knipse zu greifen.
 
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