Einen unwürdigen Tod erleiden .

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santana100

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Ich habe lange überlegt ob ich diesen Beitrag hier hochladen soll.
Aber ich werde niemals einfach nur zusehen können wenn ich solche Tierquälerei sehe. Das Menschen so handeln können, kann ich nicht verstehen.

Dieser arme Geselle musste kurz nach seinem Leben schon wieder gehen und zwar sehr grausam wie ich finde. Das Tier soll ja angeblich sofort ersticken, weil ihm mit der Schlagfalle die Luftzufuhr unterbrochen wird.
In Wirklichkeit ist es so, dass es eine ganze Weile dauert bis die armen Tiere elend verrecken.
Das Tier lag in seinem Erbrochenem und war erst kurze Zeit tot als ich es so vorgefunden hatte.
Das alles noch an einer Stelle, wo nicht selten Kinder mit ihren Eltern und Hunden spazieren gehen.
Nicht auszumalen was so ein Mörderteil anrichten kann, wenn es eine Kinderhand erwischt oder einen unserer geliebten Haushunde.
Was habe ich gemacht????
Bin zur nächsten Polizeidienststelle gefahren um eine Anzeige zu machen.
Bekomme telefonisch Bescheid ob das geht ?!?!
Ich lasse mich überraschen, glaube aber das Ergebnis schon zu kennen.
Bei der Örtliche Tageszeitung berichtet.
Beim WDR berichtet.
Befreundete Tierschützer aus einem anderen Kreis informiert, die mehr Erfahrung mit solchen Sünden ( Jagdmaßnahmen ) haben.

 
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dembi64

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Wie abartig muss ein Mensch veranlagt sein der so etwas macht.

WIDERLICH !

Was ich mit mit solchen Menschen machen würde werde ich jetzt nicht kund tun.
 
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W

Waldläuferin

Guest
Ich finde es grausam und von der Gesetzgebung her ein eindeutiges Missachten jeglichen tierischen Lebens, da diejenigen, die so etwas auslegen nicht bestraft werden, oder wenn doch, dann sind das Kavaliersdelikte und über die Strafe kann gelächelt werden, so gering ist sie.

Die Füchse und auch Raubvögel nehmen den Jägern nicht das Jagdzeug weg, wie ja oft behauptet wird. Der Anteil, den sie für ihr Überleben erjagen ist verschwindend gering.
 
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sam25

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Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Begriff "Würde". Ohne Zweifel, für mein Verständnis sind solche "Praktiken" würdelos.

Nur habe ich auch die Feststellung gemacht, dass die Auffassung von "Würde" diametral von meiner Interpretation oder auch von meinem "Vorleben" auseinander klafft.

Und dabei betrifft es Menschen, nicht einmal Tiere.

In diesem Sinne. Danke für sehr für das Thema und den Anstoss erneut darüber nach zu denken ... :up:
 
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Heiko Men.

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Solange es eine Gruppe von Menschen gibt die Sonderrechte genießt, eine entsprechende Lobby hat und deshalb so veraltete und rohe "Traditionen" pflegen kann, wird so etwas leider auch nicht aufhören.
Dass es unter diesen Leuten durchaus auch welche gibt, die eine andere Einstellung zum Tier haben, ist immer ein kleiner Trost für mich.
Danke für Deinen Mut und Dein Engagement in dieser Sache!!

Gruß
Heiko
 
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dolittle

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Wäre jetzt mehr als erstaunt, wenn das so legal wäre! Schon wegen der davon ausgehenden Gefahren für Menschen.

Menschenwürde und Tierschutz haben natürlich etwas miteinander zu tun. Menschenwürde ist nicht nur ein Recht des Menschen, sondern auch ein Prinzip, wie wir Menschen miteinander umgehen. Wenn ich Menschenwürde hier ins Spiel bringe, dann nicht der Tiere wegen. Die genießen keine Menschenwürde. Aber wie wir Tiere behandeln wirkt sich auch darauf aus, wie wir Menschen miteinander umgehen.

Deshalb hat man früher, als der Umweltschutz noch nicht als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen worden war, die Verbote des Tierschutzgesetzes mit dem Schutz des Prinzips der Menschenwürde gerechtfertigt. Juristisch und philosophisch ein interessantes Thema.

Vielen Dank!
d.
 
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Tom2007

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Nach meinem Kenntnissen sind diese Fallen in D verboten. Die Folgen einer Fehlfunktion sind ja hier traurig zu sehen.

Gesendet von meinem B15 mit Tapatalk
 
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Quincy 66

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Danke für diesen wichtigen Beitrag! Mich machen solche Bilder wütend und tieftraurig zugleich!
Auch wenn ein Fotografie-Forum nicht die breite Masse erreichen kann, sind dies wichtige Dokumente, die mit den ewigen Märchen von Waidgerechtigkeit, Naturschutz usw. aufräumen helfen.
Insgesamt eine schwierige Situtation, zumal die Lodenmäntel ja eine Parallelgesellschaft geschaffen haben, die bis in die Spitzen der Politik hineinreicht.
Ich hatte hier einmal den Fall geschildert, wo ein Fuchs aus seinem Bau ausgegraben, an den Hinterläufen herausgezogen und dann wie eine Tontaube in die Luft geschleudert wurde. Das Ganze wurde von einem "Naturfotografen" dokumentiert und wurde als Bild des Monats in einem Jägermagazin gezeigt.
Gegen den Fotografen und den Schützen wurde Anzeige erstattet, herausgekommen ist eine Einstellung des Verfahrens (der Schütze war angeblich nicht zu ermitteln und fotografieren ist nicht verboten) - was soll man da noch sagen....

Mich würde brennend interessieren, wie die Sache weitergeht!!

Nochmals, danke für den Beitrag!


LG
Quincy

PS Der Link zu Deiner Jimdo-Seite funktioniert nicht!
 
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firlefanz

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... bei solchen Fällen bin ich für Selbstjustiz - und zwar auf die grausamste und bestalischte Art die sich gerade anbietet.

Gleiches mit Gleichem vergelten !
 
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schneemann

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Guten Morgen,

möglicherweise ist mittlerweile bekannt, dass ich auch ein Jäger bin.

Ich möchte hier ein wenig sachlich Stellung zu diesem Bild nehmen, kann aber verständlicherweise nur das kommentieren, was hierauf zu sehen ist. Ausdrücklich möchte ich nicht über die Notwendigkeit von Fallenjagd diskutieren, ich halte sie unter bestimmten Voraussetzungen für absolut notwendig.

Es handelt sich hier um einen Jungfuchs in einer sogenannten Connibear-Falle. Dieser Fallentyp gilt in vielen Ländern als hocheffizient und sehr wirksam. In den meisten deutschen Bundesländern diese Falle dem Jäger verboten. Noch dazu erscheint mir diese Falle deutlich zu klein, selbst für Jungfüchse. Ein Jungfuchs kann darin gar nicht plötzlich getötet werden. Vermutlich ist diese Größe eher für Bisamratte oder Wiesel gedacht. Die amtlichen Bisamfänger setzen diese Fallen wohl häufig ein.

In Deutschland sind für den Jäger überhaupt nur bestimmte Fanggeräte zugelassen: Entweder müssen Sie unversehrt fangen (Kastenfallen), oder sicher und sofort töten. Bleiben wir mal bei den Totschlagfallen. Durch die Bauart einer Totschlagfalle bzw. der gesamten Fangeinrichtung muss gewährleistet werden, dass durch die Falle nur bestimmte zu bejagende Arten gefangen und getötet werden können. Außerdem muss durch die Anlage gewährleistet werden, dass das zu fangende Tier ausschließlich so in die Falle gelangt, dass die Falle bestimmungsgemäss wirken kann. D.h. in letzter Konsequenz das Tier muss in eine Totschlagfalle in einem bestimmten Winkel einlaufen um zuverlässig den Fang im Genick zu erreichen. Totschlagfallen dürfen nur auf Zug an einem Köder auslösen. Damit ist das Tier automatisch in der richtigen Position. Der Fang von z.B. Waschbären in Totschlagfallen verbietet sich, da diese den Köder "mit der Hand" greifen würden und somit auch nur der "Arm " gefangen würde. In Gebieten mit Wildkatzen z.B. ist das Stellen von Totschlagfallen verboten, in denen sich theoretisch eine Wildkatze fangen könnte.

Die hier vorliegende Falle wird (wo erlaubt) in Röhren oder anderen Durchlässen eingesetzt, weil Sie über Berührung beim Durchlauf fängt, daher das Verbot für deutsche Jäger.

Noch dazu muss der Fallensteller eine (über den Jagdschein hinaus) besondere Qualifikation (=Sachkundelehrgang+Prüfung) nachweisen. Ebenfalls ist für jede Tierart und Falle eindeutig geregelt, wie oft (ein-, zwei oder mehrmals täglich) die gestellten Fallen zu kontrollieren sind und wie (Einlauföffnung möglichst klein, mindestens 80 cm zwischen Einlauföffnung und Falle, abgeschlossenes Behältnis mit Selbstauslösung) Fallen zu sichern sind, damit niemals ein Mensch in eine fängische Totschlagfalle greifen kann. Es sieht so aus als wären alle diese Punkte hier nicht berücksichtigt worden!

Grundsätzlich ist die Fallenjagd ein schwieriges Handwerk, dass eine genaue Ausbildung und viel Erfahrung erfordert. Werden Fallen falsch oder schludrig eingesetzt ist unvorstellbares Tierleid vorprogrammiert.

Ich würde niemals einen Jäger, der so fahrlässig Tiere quält, in Schutz nehmen wollen! Solchen Waidgenossen gehört im wahrsten Sinne des Wortes das Handwerk gelegt.

Ich weise aber ausdrücklich darauf hin, dass es noch viele andere "Fallensteller" in unserer Gesellschaft gibt. Stellen nicht die meisten von uns Mausefallen auf, ohne besondere Sachkunde nachzuweisen? Diese Fallen sind in der Regel auch nicht typgeprüft. Den meisten Menschen ist es dabei egal, ob die kleinen Mäuse verhungern, weil Mama gefangen wurde. Auch bei Mausefallen ist nicht jeder Fang sofort tödlich! Darüber hinaus arbeiten wir z.B. mit Ameisenködern, Schneckenkorn, Rattengift oder Fliegenfängern, wenn uns die Mitgeschöpfe stören. Das alles sind Fallen und andererseits Renner im Baumarktsortiment.

Die schlimmsten Fallen habe ich in meiner "Laufbahn" gesehen, wenn Laien den Fuchs von Ihren Hühnern, den Waschbären von Ihren Dachböden und den Marder von Ihren Autos abhalten wollen. Völlig überalterte und brandgefährliche Tellereisen vom Opa oder Opa des Nachbarn, selbstgemixte Giftköder etc. Bei ebay und Amazon z.B. gibt es für den geneigten Hobbytrapper hunderte Drahtkastenfallen für kleines Geld. Das sind Tierqualeinrichtungen erster Güte, wenn Sie nicht (und das funktioniert eigentlich nie) vollständig abgedunkelt werden. Dann versuchen zumindest Fuchs und Marder alles, um aus der falle auszubrechen. Was dabei passiert mag man sich nicht vorstellen.

Im Grunde bieten sich als Totschlagfallen überhaupt nur noch "Eiabzugseisen" für den Fang von Mardern an. Dabei ist es zuverlässig möglich, diese so einzubauen, dass weder Menschen, noch Haustiere oder geschützte Tiere unbeabsichtigt gefangen werden. Viel universeller (oft auch effektiver) ist der Einsatz von Lebendfallen, sofern diese fachgerecht aufgestellt werden. Diese fangen zwar nicht so selektiv, aber bei den kurzfristigen Kontrollen können unbeabsichtigte Fänge wieder entlassen werden, verwilderte Katzen z.B. dem Tierheim zugeführt werden.

Die Fangjagd an sich steht für mich außer Frage, sie muss aber genauso wie mit jeder anderen "Waffe" verantwortungsvoll und professionell ausgeführt werden!
 
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schneemann

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Das Tier soll ja angeblich sofort ersticken, weil ihm mit der Schlagfalle die Luftzufuhr unterbrochen wird.

Noch mal als fachliche Korrektur: Das ist definitiv falsch. Totschlagfallen sollen dem zu fangenden Tier blitzartig das Genick bzw. die Wirbelsäule brechen. Das mag sich makaber anhören, ist aber der vermeintlich schnellste Tod für das Tier. Ersticken, wie oben vermutet ist niemals Zweck oder Funktion einer für die Jagd zugelassenen Falle!
 
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Chriss64

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Solche Bilder sieht man nicht gerne.
Trotzdem bin ich froh, dass Du dich zu diesem Beitrag entschlossen hast.
Die Beiträge bisher geben Dir schließlich recht!

Und [MENTION=50259]schneemann[/MENTION]: Danke für die ausführliche Erläuterung.
 
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santana100

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Noch mal als fachliche Korrektur: Das ist definitiv falsch. Totschlagfallen sollen dem zu fangenden Tier blitzartig das Genick bzw. die Wirbelsäule brechen. Das mag sich makaber anhören, ist aber der vermeintlich schnellste Tod für das Tier. Ersticken, wie oben vermutet ist niemals Zweck oder Funktion einer für die Jagd zugelassenen Falle!

Erst mal rechne ich dir das hoch an, dass du dich zu dem Thema stellst.
Andere Forums Mitglieder die den Jäger gerne schon mal raushängen lassen sind da nicht so frei ;)

Ich bin nicht pauschal gegen ----ALLE--- Jäger sehe das so wie Heiko Men.
Könnte mir vorstellen das du zu der Sorte Jäger gehörst mit dem ich hin und wieder mal Abends in der Pampa sitze, ich das Fotografieren vergesse und mein Gesprächspartner seine Flinte.

Zur fachlichen Korrektur: Ja, du bist der Experte!
Leider macht das für mich die ganze Angelegenheit auch nicht viel schöner/ besser.
 
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santana100

Sehr aktives Mitglied
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... bei solchen Fällen bin ich für Selbstjustiz - und zwar auf die grausamste und bestalischte Art die sich gerade anbietet.

Gleiches mit Gleichem vergelten !

Den Gedanken hatte ich auch eine Sekunde nach dem Fund.
Doch wenn man eine weitere Sekunde drüber nachdenkt kommt man schnell zu dem Ergebnis: Das ist keine Lösung sondern BLÖDSINN :mad:

Wenn du noch mal kurz inne hällst wirst du das bestimmt auch so sehen ;)
 
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firlefanz

Sehr aktives Mitglied
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ja, ihr habt ja Recht,

ich bin da sicher deutlich übers Ziel hinaus geschossen und würde sowas in letzter Konsequenz auch nicht umsetzen,

dennoch treibt es mir den Zorn ins Herz wenn man bedenkt wie
unterschiedlich es bestraft wird wenn man
etwas einem Menschen antut oder Gleiches einem Tier.

Man kann sich nun grundsätzlich drüber streiten ob Menschen Tiere gleichzusetzen seien,

jedoch bin ich grundsätzlich der Meinung dass kein Lebewesen einem anderen nur aus Tötungs- Mord- oder anderen Gelüsten Leid oder Schaden zufügen darf.

Ich denke da zB an Jugendliche die aus Spaß wilde Tiere einfagen und quälen ...

Würden sie dies mit einem Menschen tun gäbe es einen riesen Medienecho,
tun sie das mit einem Igel dann findet es kaum den Weg in die Lokalpresse und die Täter bleiben frei ...

Für solche Verbrechen müsste es ebenso empfindliche, also abschreckende, Strafen geben. Welche auch immer, ob Geld, Knast etc.


Jäger stehen auf einem anderen Blatt.
Ich sehe ein dass deren "Auftrag" ein sinnvoller sein kann und dass sie zur Erreichung der Ziele auch Tiere töten müssen. Wenn die Tiere dabei nicht leiden müssen, dann soll das halbwegs i.O. sein, schliesslich bin ich auch kein Vegetarier.

Wenn jedoch, wie im unten beschriebenen Fall ein Fuchs aus dem Bau gezogen und in die Luft geschleudert wird
dann ist da für mich eine Grenze deutlich überschritten !

Würde er Jäger zu Hause besucht, vom Balkon geworfen und dabei beschossen werden dann wär' der Fall ja wieder klar:
das macht man nicht.

Und der Fuchs ? ist ja nur ein Tier...

Wenn ich sowas lese denke ich: Menschen sind auch nur Tiere ...
vielleicht kommt eines Tages ein Größeres welches UNS jagt .... heulen wir dann ?
 
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