Drei Generationen in Finale

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Wie in jeder Karstlandschaft gibt es im Hinterland von Finale jede Menge Höhlen. Teilweise wurden sie schon in der jüngeren Geschichte der Menschheit zu Wohnzwecken gebraucht. Die "Arma delle Manie" wurde vom Paläolithikum bis in die Neuzeit genutzt. Ein paar verfallende Mauern sind zu sehen, die Reste von zwei Ölmühlen, ein alter Kutschenwagen, ein Gestell, in das man Kühe treibt, damit sie der Stier befruchten kann, eine kleine Steinmühle und liegengelassene alte Gerätschaften. Auf einer Seite sichert ein Eisenzaun eine wissenschaftliche Grabungsstelle.

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Es wurden viele Gegenstände aus dem Mittleren Paläolithikum gefunden, die im Museo Civico di Finale Ligure zu sehen sind.
 
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Bisher sind alle eingestellten Fotos mit der D810 entstanden, meist mit dem AF-S 24-120. Aber natürlich wurde auch das Smartphone genutzt. Meins hat nur eine sehr mäßige Kamera, aber manchmal kommt doch etwas passables raus.

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Und wenn die Farben nicht gefallen dreht man sie einfach ab.


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Von obigem Strand bei Varigotti erkundigte ich den Zugang zur Grotta Punta Crena. Ergebnis: mit Kindern und Hunden ist der Abstieg, der mehrfach durch Seile gesichert wird, ziemlich unmöglich. Auf der Seite der Tourist-Info Finales heißt es nicht umsonst, der Zugang sei nur über den Wasserweg möglich. Leider hatte ich nur das Handy dabei. Die Farben auf dem Foto sind grauslich, daher in SW.

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Was bei jedem Wetter geht: Das formidable Eis der "Bar Centrale" in Finalborgo. Nicht wenige behaupten, es sei die beste Eisdiele der Welt.
Ab dem späten Nachmittag versammeln sich zig Mountainbiker und Kletterer auf der Piazza Garribaldi und huldigen dem Gelato, das es hier in mindestens 30 Kreationen gibt. Für Julius war die Eiswaffel auch ein Mikro. Er gab damit den Rockstar.
 
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Jetzt aber zum hauptsächlichen Grund unseres Urlaubs in Finale: Fels.

Die ersten Bergsteiger, wie sie damals noch genannt wurden, tauchten Ende der 60er an den bis zu 250 m hohen Wänden Finales auf. Wie damals üblich, betrachtete man die für Bergsteiger relativ kleinen Wände in klimatisch bevorzugter Region als Trainingsmöglichkeit für die "richtigen" Berge. Die Erschließung von Kletterrouten begann so richtig in den 70er Jahren. Aber erst mit dem Aufkommen der Sportkletterbewegung und der Erkenntnis, dass Athletik und Training in Verbindung mit modernen Sicherungmitteln und -methoden eine völlig neue Spielart des Bersteigens ermöglichen, setzte der Boom ein. Als wir vor über 30 Jahren erstmals hier kletterten, umfasste der Kletterführer 70 Seiten. Die Ausgabe von 2022 blieb nur knapp unter der Seitenzahl von 800. Mehr als 4.000 Routen werden hier beschrieben, die meisten haben nur eine Seillänge, was konkret maximal 40 Meter bedeutet.

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Zunächst standen jedoch die hohen Wände im Fokus. Hier der Bric Pianarella, mit bis zu 250m die höchste Wand Finales.

Mit Töchterchen klettere ich den Klassiker dort, die Route "Grimonett". Erstbegangen 1975, 235 m Länge, etwas komplizierte Linienführung, 8 Seillängen zwischen 5c und 6b. (Fotos von 2013). Da man vom Gipfel runterlaufen muss haben wir leichte Wanderschuhe dabei. In Kletterschuhen wäre das eine Qual. Tragen muss immer, wer nachsteigt....
Alle Fotos, die in der Wand entstanden, wurden mit der Olympus E-PL3 gemacht. Die hatte der Vorsteiger am Gurt, denn "Arschfotos" von unten kommen nie gut.

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in der 5. SL

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die letzte Seillänge​
 
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Eine weitere große Wand gibt es gleich nebenan: Bric Spaventaggi mit dem Sektor "Superpanza"

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Der zentrale Wandteil mit dem markanten Bauch, eben dem "Superpanza". Der Klassiker dort trägt eben diesen Namen und wurde ebenfalls 1975 erstbegangen. Was wir vor unserem Durchstieg nicht wussten: Die Haken, die wir vorfanden, stammten überwiegend noch von den Erstbegehern.


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Töchterchen ist am Stand nach der 1. SL (4c) nur mäßig begeistert ob des vorgefundenen Materials.


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Das wird nach der Schlüsselseillänge (6b+) nicht viel besser. Am Standplatz fange ich alles ein was geht.


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In der 3. und 4. SL (5c bzw. 6b) gibt es aber ein paar neue Haken.


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Das hebt die Laune.


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Beim Abseilen wird deutlich, wie überhängend dieser Bauch ist.​
 
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ZHR
ZHR kommentierte
Gewaltig!! Sehr gut dokumentiert!!
 
Lydian
Lydian kommentierte
Danke. Es ist immer schwierig, dreidimensionales auf zwei Dimensionen zu reduzieren. Die größte Schwierigkeit besteht jedoch darin, dass man als Fotografierender in einer Zweier-Seilschaft natürlich primär den Seilpartner zuverlässig sichert. Zum Glück gibt es seit den 90ern sogenannte Sicherungs-Halbautomaten. Wir nutzen seit mittlerweile 30 Jahren dafür das „Grigri“ von Petzl.

Richtig eingesetzt hat man damit eine Hand für die Kamera frei. Diese muss natürlich auch gegen Herabfallen gesichert werden…… Ein weiteres Problem: Man ist am Standplatz gesichert, also angebunden, und kann den Aufnahmestandpunkt nur marginal verändern.
 
und ja, Klettern ist was für die harten
Da widerspreche ich. OK, es ist eher kein Sport für Couchpotatoes. Aber Klettern hat sich spätestens seit dem Aufkommen der Kletterhallen zu einem Breitensport entwickelt. Klar, Kletterhalle verhält sich gegenüber Naturfels in etwa so wie Bahnradsport zu Mountainbiken. Aber es braucht keine außergewöhnlichen Fähigkeiten oder gar besondere Kraft, um am Fels Freude zu empfinden.
Und zu den Klimmzügen: Mein Töchterchen ist da ein gutes Beispiel. Einen Klimmzug hat sie noch nie hinbekommen. Aber Routen bis zum achten Grad (UIAA) gepunktet. Meine Rede: Geklettert wird mit den Füßen!
 
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Lees
Lees kommentierte
Na ja, so ganz kann ich deinem Satz " geklettert wird mit den Füßen" nicht zustimmen. Es hängt doch stark von der art der Kletterroute ab.
Bei ner glatten Wand kann ich dir zustimmen, da liegt dein Gewicht hauptsächlich auf den Beinen, aber beim Überhang (wie z.B. Aufnahmen #34 ) sieht es anders aus. Wenn du da nicht schnell rauskletterst kann es sehr wohl mächtig in die Arme und Schultern gehen.

Davon abgesehen sehe ich mir begeistert deine Aufnahmen an.

Gruß, Stefan
 
Lydian
Lydian kommentierte
Natürlich hängen die Anforderungen an die Kraft vom Profil der Route ab. Dennoch: Die wichtigsten Muskelpartieren auch in waagrechten Dächern befinden sich im Bauch. Ohne eine ständige Körperspannung, mit der man auch hier viel Druck auf die Füße bekommt, vergeudet man viel Kraft in den Armen. Wobei in den Armen gut trainierte Fingerbeuger, also die Unterarmmuskeln, sehr viel wichtiger sind als etwa der Bizeps.
 
Lees
Lees kommentierte


Nun passt's für mich :)
 
Wenn ich schon das Thema "Sport" anschneide: Was uns am Klettern begeistert, ist, dass man es so hervorragend mit dem Reisen verbinden kann. Jede Region hat andere Landschaften, Felsen, Gesteinsarten, Klettertraditionen. So ist das Klettern in Finale in keiner Weise mit dem sehr viel abenteuerlicherem in Adersbach/Tschechien zu vergleichen. Sowohl meine Frau als auch ich betrieben früher andere Sportarten: Handball bzw. Tennis. Da ist im Gegensatz zum Felsklettern alles genormt, jedes Spielfeld ist gleich. Beim Klettern sind nur die sicherheitsrelevanten Dinge (Gurt, Seil, Schlingen, Haken etc.) genormt. Die gesamte Sicherungskette muss einer Belastung von mindestens 22 kN standhalten.


Unser Heimatgebiet ist die Buntsandstein-Landschaft der Südpfalz und der Nordvogesen.


Leider wieder zwei Reportagen, bei der ich die Verlinkung der Fotos neu regeln sollte.

Granit, Kalk, Sandstein, Gneis, Konglomerat - jedes Gestein erfordert andere Techniken, teilweise (Elbsandstein, Adersbach) auch völlig andere Sicherungsmethoden.

In Finale wird ausschließlich an Kalk geklettert. Er besteht aus Magnesium und Calzium. Kalkstein entsteht über geologische Zeiträume durch die Ablagerung von Meeresorganismen, wie Korallen, Foraminiferen (kalkbildende Einzeller) und Muscheln/Schnecken. Diese Ablagerungen werden unter Druck zu Sedimentgestein verdichtet.

Kalkstein ist weit gefächert, sowohl in seiner Zusammensetzung als auch in seinen Eigenschaften. Je nach Ursprung und Bildungsprozess unterscheidet man folgende Kalksteinarten:

Travertin ist ein Süßwasserkalkstein, der in Flüssen und heißen Quellen gebildet wird (Plitvitzer Seen in Kroation, die Seen von Band-i_Amir in Afghanistan.

Sinter entsteht, wenn Wassertropfen mit gelöstem Calciumcarbonat auf eine feste Oberfläche treffen. Die bekanntesten Formen sind die Stalagmiten und Stalagtiten in Tropfsteinhöhlen.

Riffkalkstein: Dieser entsteht durch die Ansammlung von Korallen und anderen Meeresorganismen in einem Riffumfeld. Das ist die Kalkart, an der wir überwiegend klettern. Aber auch der Sinter spielt vor allem in südlichen Gefilden eine Rolle. Es gibt ihn nämlich auch außerhalb von Höhlen. Später mehr dazu.

Kristalliner Kalkstein oder Marmor: Dieser entsteht, wenn Kalkstein hohen Temperaturen und Druck ausgesetzt wird, was zu einer Umkristallisation führt.

Da der Riffkalk im Meer gebildet wird, gibt es immer wieder Abschnitte, bei denen die Kalkschicht erodiert ist und der eigentliche Meeresboden, der in Jahrmillionen mehr oder weniger zu Gestein verdichtet wurde, einen Teil der Wände bildet. Sehr gut zu sehen ist das z.B. an der spektakulären Kletterroute "Rombo di vento", 6c, am Rocca di Corno, dem Wahrzeichen Finales. Sie wird im Laufe des Threads noch eine größere Rolle spielen.

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Die Route führt entlang eines kleinen verbliebenen Streifens aus Riffkalk. Rechts und links davon ist es mehr oder weniger verfestigter Meeresboden, also eher Sandstein, der zum klettern meist - nicht immer - zu weich ist.​
 
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Immer wieder wird man daran erinnert, dass man an Strukturen klettert, die im Meer gebildet wurden.


Das Gegenstück zu stark erodierten Riffkalken, die regelmäßig mit mehr oder weniger großen Überhängen auf Kletterer eine hohe Anziehungskraft ausüben, sind die grauen kompakten, meist senkrechten bis leicht geneigten Wände, die eine technisch versierte Kletterei erfordern. Fußtechnik, Bewegungsgefühl und Fingerkraft sind hier die Schlüssel. Mit roher Armkraft ist da nichts zu holen.

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Fußtechnik war schon immer die Stärke von Töchterchen. Da ist sie mir schon lange deutlich voraus. (Monte Cucco, 6b+)​
 
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Und dann gibt es noch die Wandteile, aus denen vor xxx Jahren große Brocken herausfielen. Dann bildet sich mitunter ein waagrechtes Dach, das Kletterer natürlich anzieht. Man sucht schließlich sportliche Herausforderungen. Jetzt mal eine längere Sequenz aus der Route "Il portale", 6c, Rocca di Corno. Das Dach ist in der 2. Seillänge dieser Route, Sohnemann postierte sich 2013 mit der D700 auf einem benachbarten Pfeiler und hielt drauf.

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Querung zum Dach bzw. zu seiner Schwachstelle


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Sondieren, wie man da hoch kommt


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los geht's


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Hoch das Bein! Geklettert wird mit den Füßen.


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Man sieht hier neben der Freikletterlinie alte Haken. Sie sind ein Zeichen dafür, dass diese Route (in den 70ern) technisch, also mit Hilfe von Trittleitern, erschlossen (erschlossert) wurde.
 
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Wölkchen
Wölkchen kommentierte
Ich mag da gar nicht mehr hingucken........
 
P
PJP-Z6 kommentierte
Da kann ich mich nur anschließen.
Trotzdem faszinierend.
 
Lydian
Lydian kommentierte
Ich sage immer, das gefährlichste an einem Kletterurlaub ist die Anfahrt mit dem Auto. Solche Turnereien wie hier sind absolut ungefährlich. Nur luftig.
 
Alle deine ,@Lydian, Berichte und natürlich die Bilder begeistern mich immer wieder- auch wenn ich oft vergesse ein like zu vergeben.
Etliche meiner/ unserer (einschließlich "bEva") Interessen überschneiden sich stark: Bergsport mehrere Spielarten (Klettern ist lange her und nur bis 4, gelernt am Asselstein..), Radfahren/MTB (mittlerweile mit E-Antrieb); Schweiz (Stichwort Rheinquelle) und gleiches Camperprinzip.. vlt begegnen wir uns ja mal- SÜW ist ja nicht weit von Bruchsal/Forst....
 
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Lydian
Lydian kommentierte
Wir wohnen ca. 2,5 km Luftlinie entfernt vom Asselstein. Es war nicht mein erster Fels, aber der zweite, an meinem ersten Klettertag, dem 11.07.1982. Zuvor standen wir auf dem Jungturm.
 
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Zurück zum aktuellen Finale-Aufenthalt. Es ist mal wieder ein trüber Tag und wir entscheiden uns für eine kleine Wanderung. Es geht zur Höhle "Grotta della Strapatente". Sie verbindet das Boragni-Tal mit dem Val di Nava, der Wanderweg führt durch die Höhle. An beiden Höhleneingängen kann auch geklettert werden.


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Der Eingang zur Höhle vom Val di Nava


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Das Mitführen von Stirnlampen ist von Vorteil.


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Angekommen an der Boragni-Seite gibt es wieder Tageslicht

 
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An diesem Höhleneingang gibt es viel zu klettern. Alle Routen sind athletisch, abdrängend bis stark überhängend. Wir schauen einem Kollegen zu, der eine Route im Grad 8a projektiert. Die fotografische Situation ist schwierig. Extreme Kontraste. Teilweise nutze ich den integrierten Blitz. Andere Blitz-Optionen habe ich nicht parat.


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An den starken chromatischen Aberrationen zu erkennen: Das ist ein Handy-Foto.


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achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Uff, bei den letzten Bildern wird mir schwindelig... 🥴
 
Wieder ein paar Jahre zurück. Eine meiner Leidenschaften sind sogenannte klassische Kletterwege. Routen, die in der Szene eine Geschichte hinterlassen haben, die nicht 08/15 erschlossen wurden wie viele andere. Ein Beispiel ist "Rock stupid", 7a+, aus dem Jahr 1984. Schwieriger Einstieg, höchst klassische, also komplexe Linienführung, harter Ausstieg. Seit ich in jungen Jahren ein Foto dieser Route im Sport-Scheck-Katalog sah, wollte ich sie klettern. Über viele Jahre stand ich immer wieder am Einstieg und lugte in die Route. Früher war sie mir zu schwer, und als ich später in passabler Form vor Ort war, schreckten mich die dünnen und rostigen Haken ab. Im Jahr 2009 nochmal ein Blick rein und siehe da: Es wurden neue und zuverlässige Haken gesetzt. Die Fotos wurden mit der D100 geschossen.


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Die Route befindet sich im gleichen Sektor wie die in #32 erwähnte "Rombo di vento" und nutzt verbliebene Riffkalkstrukturen auf der anderen Seite des großen Erosionsbereichs. Ich mag diese erodierten Wandbereiche sehr, nicht zuletzt da sie sehr fotogen sind. Außerdem bieten sie immer eine athletische Kletterei.


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Eher ein Suchbild: Töchterchen am Einstiegsüberhang, ich sichere sie von oben aus der Höhle.


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Das Dach der 2. SL ist die Hauptschwierigkeit.
 
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Am gleichen Tag kletterten wir zum ersten Mal die Route "Rombo di vento", 6c. Unser Jüngster, damals 12, wollte, dass der Herr Papa ihm dort eine große Schaukel einrichtet.

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Er macht sich auf den Weg


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Und ist bald oben.


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Sohnemann klettert das untere Stück am frei hängenden Seil nach und lässt dann los.


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