Ah nä …
Computer (5000 DM) hatte ich schon 1985,
reichte genau für Texte und Verwaltung …
Dazu ein Fotolabor, was jede Menge an
Material verbrauchte und neben Strom
auch Wasser kostete. Das Zeug habe
ich noch, aber die Kosten sind futsch …
Ich bleibe dabei: Die Betriebskosten für
einen Fotografen sind drastisch gefallen.
Leider aber auch die Einnahmen …
.
Da kann ich jetzt aber nicht ganz mit gehen. Schon die digitale Gegenstücke zu meinen analogen Gerätschaften aus den Neunzigern kosten heute ein Vielfaches. Ich hatte auch ein Labor in einem separatem Kellerraum und muss heute für vernünftiges Arbeiten ein Büro vorhalten oder sollte ich mich mit dem Rechner in den Keller von damals setzen? Und wie die Immobilienpreise und deren Unterhaltung sich verändert haben, darüber brauchen wir nicht reden, oder?
Einzig, ich muss heute für ein Projekt keine 40 Filme mehr einkaufen, das paßt Alles auf eine mittelgroße Speicherkarte und Filme waren meist, wie es hier schon angemerkt wurde, ein Durchlaufposten. Das Honorar kam oben drauf.
So und jetzt haben wir noch keinen Laden mit schicken Schaufenstern in bester Lage..... (Laufkundschaft generiert Laufkundschaft, generiert Aufträge, generiert mehr Aufträge; natürlich unter dem Vorbehalt guter Arbeit!

)
Sicher kann ich auch einen Laden im Internet aufmachen, nur ich bin kein Programmierer und habe auch nicht die Zeit sowas aktuell zu halten. Ergo, nochmal Kosten und noch kein einziges Bild verkauft....
Einzig, wenn ich alles außen herum ausblende und nur Film gegen Speicherkarte setze, dann sind wir heute billiger. Der ganze Rattenschwanz hinten drann ist teurer!
Zurück zum Thema, dem toten Fotografen....
Es gibt sie sehr wohl noch, die erfolgreichen Fotografen, die von ihrer Kunst leben können. Als Beispiel nehme ich mal meinen hoch geschätzten Kollegen Michael Murza. Schon vor rund dreisig Jahren hat er sich auf Reise-Reportagen spezialisiert, was er heute noch höchst erfolgreich praktiziert. Die Wege, die ich manchmal mit ihm gegangen bin, sei es Equipment schleppen für eine Dia-Show irgendwo in Deutschland (es gab auch mal leere Säale!) oder auf Tour in der Schweiz um Bilder zu bekommen, waren oft sehr steinig und setzten einen eisernen Willen zum Erfolg voraus. Dafür hat er meine Bewunderung! (einfach mal googlen!)
Eine Kamera zu haben und Selbige ordentlich bedienen zu können, macht da nur 5% der Arbeit aus!!
Soweit zum Stellenwert der Technik in diesem Metier!