"Der Beruf Fotograf ist tot"

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Ah nä … :nein:

Ich bleibe dabei: Die Betriebskosten für
einen Fotografen sind drastisch gefallen.
Leider aber auch die Einnahmen …


.

Sven
einen klitzekleinen Einspruch hätte ich doch,
denn es kommt u.U. auf die Ansprüche des Fotografen
an sein Equipment an.:)
ich kann mich nicht mehr genau erinnern
was ich für meine F3 mit MD-4 seiner Zeit das Top Modell von Nikon (so um 1980) gezahlt habe
meine aber das es so um die 1800DM waren
Würde ich heute das Top Modell zum Vergleich heranziehen
eine D5 wären ca 6000€ oder "ca 12000DM" fällig
also nur eine kleine Preissteigerung :)
 
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Würde ich heute das Top Modell zum Vergleich heranziehen
eine D5 wären ca 6000€ oder "ca 12000DM" fällig
also nur eine kleine Preissteigerung :)


Schon mal was von "inflationsbereinigt" gehört?

Außerdem steckt in der D5 ein Kleincomputer,
mit dem man früher zum Mond geflogen wäre.

Ansonsten wäre der Vergleich Linhoff-Technica-
oder Sinar-Großbildkamera versus Nikon D850
wohl stimmiger … :cool:



.
 
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Ich bleibe dabei: Die Betriebskosten für
einen Fotografen sind drastisch gefallen.
Leider aber auch die Einnahmen …

Genau das ist die Crux. Fotografie ist nicht umsonst zum Volkssport verkommen und Hinz und Kunz meint nun, oft besser ausgestattet als jeder wirtschaftlich denkende Fotograf, es besser zu können. Ebenso sind heutige Kundenanprüche gesunken: "Mach ich besser gleich mit meinem Handy" oder "Gibts umsonst aus dem Netz" usw.

Kommunionen, einst eine erstklassige Einnahmequelle, heute eine Handy-Orgie ersten Ranges und das ungeachtet steigender Kirchenaustritte. Selbst Hochzeiten laufen fast nur noch nach dem Schema "Man muss nur einen kennen, der einen kennt ...". Dafür gibt es die Beköstigung umsonst und mit viel Glück werden die Auslagen noch erstattet. :rolleyes:
 
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Sven
einen klitzekleinen Einspruch hätte ich doch,
denn es kommt u.U. auf die Ansprüche des Fotografen
an sein Equipment an.:)
ich kann mich nicht mehr genau erinnern
was ich für meine F3 mit MD-4 seiner Zeit das Top Modell von Nikon (so um 1980) gezahlt habe
meine aber das es so um die 1800DM waren
Würde ich heute das Top Modell zum Vergleich heranziehen
eine D5 wären ca 6000€ oder "ca 12000DM" fällig
also nur eine kleine Preissteigerung :)


Und heute in immer schnellerem Takt kosten- sowie zeitintensive Systemwechselorgien um vermeintlich up to date zu bleiben. :fahne:
 
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...

Ich bleibe dabei: Die Betriebskosten für
einen Fotografen sind drastisch gefallen.
Leider aber auch die Einnahmen …


.

Nöh, Sven.

Das schreibt auch wieder nur einer, der seinen Arbeitsplatz daheim im Schlafzimmer hat...
Such doch mal auf Immoscout halbwegs repräsentative Gewerbeflächen mit 4 Meter Höhe in zentraler Lage in München und rechne noch Strom, Heizung, Preissteigerungen etc. dazu... Rechner, Software, Zubehör, Preisverfall bei Verkauf von Gebrauchtgeräten etc. usw...
Filmmaterial hat traditionell der Kunde bezahlt, und das meist sogar noch mit einem schönen Aufschlag auf den EK, das sind doch keine Betriebskosten, das sind Durchlaufposten gewesen.

Die Betriebskosten sind bei mir im Vergleich zu den 80ern und 90ern relativ zu den Einnahmen definitiv gestiegen. Und zwar satt.
 
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Naja, zur "Inflationsbereinigung": ich habe 1982 für meine Master Technika 2750,- DM bezahlt, als Sonderpreis für ein Vorführmodell und außer dem Internationalen Rückteil mit Mattscheibe keinerlei Zubehör, also nix Optik, nix Kassette, nix Sucher oder so. Die Kamera gibt es heute noch neu zu kaufen für etwa den dreifachen Preis in Oironen. Eine Hasselblad 205TCC kostete bei Markteinführung etwa 12500,-DM, es war damals die Krönung des Hasselblad-System - sowohl in der Leistung als auch beim Preis. Was kostet das Topmodell heute? Ich meine nicht, dass der Spaß wirklich billiger geworden ist. Man kann nur mit billigeren Gerätschaften auch schon viele Kundenwünsche erfüllen - und eine Linhof(!) Technika mit einer Nikon 850 zu vergleichen, das ist nur auf den ersten Blick stimmig.

Leider ist es eben doch so, dass ein von Zeit zu Zeit notwendiger Umstieg auf ein neueres Modell in aller Regel einen ziemlichen Rattenschwanz nach sich zieht: die neuen Dateien werden von der vorhandenen Software nicht mehr recht verdaut, der alte Rechner harmoniert nicht mehr so recht mit der neuen Software, auf dem neuen Rechner laufen Treiber von älteren, eigentlich noch voll einsatzfähigen Geräten nicht mehr usw. usf. Klar, kann man alles in den Griff bekommen, aber billig??! Billig ist da garnichts außer dem eingesparten Filmmaterial und dessen Entwicklung - und wo ich früher das Dia abgegeben habe, dürfte ich heute - schlecht bezahlt - am Rechner sitzen und Dateien versandfertig machen - nöö!

Ich bin nicht undankbar, dass ich seit langem in erfreulichen Lage bin, die Photographie nurmehr als geliebtes Steckenpferdchen ausüben und jedes Ansinnen von "Könntest Du nicht mal ... " freundlich lächelnd mit einem "Nein! erwidern zu können. Wer von mir Bilder haben möchte, bezahlt dafür entweder Preise jenseits der "Schmutzkonkurrenz" und bekommt dafür auch eine ordentliche Rechnung oder aus dem Geschäft wird nichts.

Freundliche Grüße

Wolfgang
 
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Ein schwieriges Thema.

Nein, ich denke, der Beruf "Fotograf" ist nicht tot. Aber wie viele andere Berufe und Berufsfelder hat auch er seine Anforderungen, seine Geschäftsfelder und seine Ausrichtung für den fotografierenden Menschen verändert.

Und wenn die Ausübung einer fotografischen Tätigkeit schon vor Jahrzehnten ein Knochenjob war, dann ist er es heute noch einmal mehr geworden. Ich selber kann nicht über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Selbstständigkeit als Presse-, Mode- oder Hochzeitsfotograf reden. Ich kann aber wohl reden über meine langjährige Tätigkeit seit Ende der 70er Jahre als Konzertfotograf, und als jemand, der lange mit Künstlern, Bands, Veranstaltern und Agenturen zusammengearbeitet hat.

Vergleichbar zu heute ist, dass man einen Namen haben oder ihn sich durchaus langwierig erarbeiten muss. Vergleichbar wichtig zu heute sind Beziehungen in der Branche. Und vergleichbar zu heute sind sicherlich das grundlegende Beherrschen des Handwerks Fotografie und Ideen und Kreativität, Menschen und Ereignisse in Szene zu setzen. Flexibilität und Kontinuität sind heuer genau so wichtig wie heute.

Kann ich auf diesen Pool zurückgreifen, kann ich sicherlich mit der Fotografie Geld verdienen. Vor 20 Jahren konnte man dies noch mit weniger Aufträgen als heute. Heute muss ich schneller rudern und mich schneller bewegen, wenn ich finanziell in etwa das Gleiche verdienen möchte.

Guido Karp, ein guter Bekannter von mir und sicherlich dem einen oder anderen Profi hier nicht ganz unbekannt, war und ist der Fotograf der grossen Musiker und Rockgruppen seit vielen Jahren, kann oder muss in den USA leben - ich weiss es nicht -, muss aber trotzdem auch zusätzliche Wege neben der Konzertfotografie gehen, um seinen Lebensunterhalt als Fotograf bestreiten zu können.

Vielleicht ist jemanden im Rahmen meiner Ausführungen bis hier aufgefallen, dass ich nicht ein Wort zu Kameras und Ausrüstung verloren habe?

Dies ist auch in meinen Augen nicht völlig nebensächlich, denn zuverlässig sollte sie schon sein. Aber sie ist ebenso sicherlich trotzdem zweitrangig, ob ich als Fotograf erfolgreich agieren kann oder nicht!

Jus my 2 cents...
 
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Nein, nun wirklich nicht bei diesen Suchmaschinen

Warum nicht da, wo die meisten angeboten werden?
Aber gut, such´ wo Du magst...


... meine Bürokosten gehen 2018 runter auf ca, 20 %

Schön für Dich, aber die Relevanz zu diesem Thema erschließt sich mir nicht ganz...


Die Höhe von 4 Meter Höhe habe ich nicht für Dich

Dann kommt es schon nicht infrage...



In Bukarest wäre es sicher noch billiger...


aber entweder ( wie ich das hatte ) wäre hier so ein " Ding " für eine passable Kohle schon machbar

Was für ein Ding?


man kann wohl nicht immer und überall

Das ist zutreffend.


You are the very Best !

Hmhh... glaub´ ich nicht.
 
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Genau das ist die Crux. Fotografie ist nicht umsonst zum Volkssport verkommen und Hinz und Kunz meint nun, oft besser ausgestattet als jeder wirtschaftlich denkende Fotograf, es besser zu können.

Das ist oft so. Im Wald rennen Brennholzer rum, die tragen Ausrüstung für 800 Euro und Rücken ihren Rollen mit den größten Sägen zu Leibe und denken, sie haben Ahnung vom Wald oder würden Forstwirtschaft betreiben. Ich als Profi schaue, dass mein Material gut in Schuss ist und dass ich es fahre, bis nichts mehr geht und das es für mich in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis steht.
 
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- aber wenn Du nun diese 4 Meter so dringend brauchst -

Kann ich gut nachvollziehen. Ich hab aktuell 4,30m Deckenhöhe, aber
ich hatte auch mal 4,80m bis zum ersten Querbalken bei 8m Firsthöhe.

Damit ging einiges was heute leider nicht mehr geht.
Dafür hat die aktuelle Bude - in der ich immerhin auch
schon 10 Jahre bin - andere Vorteile.
 
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Ah nä … :nein:

Computer (5000 DM) hatte ich schon 1985,
reichte genau für Texte und Verwaltung …

Dazu ein Fotolabor, was jede Menge an
Material verbrauchte und neben Strom
auch Wasser kostete. Das Zeug habe
ich noch, aber die Kosten sind futsch …

Ich bleibe dabei: Die Betriebskosten für
einen Fotografen sind drastisch gefallen.
Leider aber auch die Einnahmen …


.

Da kann ich jetzt aber nicht ganz mit gehen. Schon die digitale Gegenstücke zu meinen analogen Gerätschaften aus den Neunzigern kosten heute ein Vielfaches. Ich hatte auch ein Labor in einem separatem Kellerraum und muss heute für vernünftiges Arbeiten ein Büro vorhalten oder sollte ich mich mit dem Rechner in den Keller von damals setzen? Und wie die Immobilienpreise und deren Unterhaltung sich verändert haben, darüber brauchen wir nicht reden, oder?
Einzig, ich muss heute für ein Projekt keine 40 Filme mehr einkaufen, das paßt Alles auf eine mittelgroße Speicherkarte und Filme waren meist, wie es hier schon angemerkt wurde, ein Durchlaufposten. Das Honorar kam oben drauf.

So und jetzt haben wir noch keinen Laden mit schicken Schaufenstern in bester Lage..... (Laufkundschaft generiert Laufkundschaft, generiert Aufträge, generiert mehr Aufträge; natürlich unter dem Vorbehalt guter Arbeit! ;) )
Sicher kann ich auch einen Laden im Internet aufmachen, nur ich bin kein Programmierer und habe auch nicht die Zeit sowas aktuell zu halten. Ergo, nochmal Kosten und noch kein einziges Bild verkauft....

Einzig, wenn ich alles außen herum ausblende und nur Film gegen Speicherkarte setze, dann sind wir heute billiger. Der ganze Rattenschwanz hinten drann ist teurer!


Zurück zum Thema, dem toten Fotografen....

Es gibt sie sehr wohl noch, die erfolgreichen Fotografen, die von ihrer Kunst leben können. Als Beispiel nehme ich mal meinen hoch geschätzten Kollegen Michael Murza. Schon vor rund dreisig Jahren hat er sich auf Reise-Reportagen spezialisiert, was er heute noch höchst erfolgreich praktiziert. Die Wege, die ich manchmal mit ihm gegangen bin, sei es Equipment schleppen für eine Dia-Show irgendwo in Deutschland (es gab auch mal leere Säale!) oder auf Tour in der Schweiz um Bilder zu bekommen, waren oft sehr steinig und setzten einen eisernen Willen zum Erfolg voraus. Dafür hat er meine Bewunderung! (einfach mal googlen!)
Eine Kamera zu haben und Selbige ordentlich bedienen zu können, macht da nur 5% der Arbeit aus!!
Soweit zum Stellenwert der Technik in diesem Metier!
 
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Wie ist das eigentlich mit den guten Fotografen die sich
auf Städte und Fotoreisen in kleinen Gruppen spezialisiert haben.

Das gepaart mit Lightroom und Photoshop Schulungen und man sollte doch
vernünftig davon leben können. Wenn man auch entsprechend kommunikativ ist
 
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" Ach - wissen Sie - ich bin zufällig nächste Woche bei Ihnen in der Nähe ... "

Dieses abscheuliche Tingeln ist oft ziemlich abartig. Selbstständig, da muss man sich ständig verkaufen.
Im Spiegel habe ich mich angek..tzt, aber ich habe gutes Geld verdient,
Selbstständigkeit ist so etwas wie Prostitution : Das Mädel zieht den Fummel an und verkauft sich. Der Handlungsreisende bindet die Krawatte um und verkauft sich.
Ich habe Geld verdient.
Die Berufe sind austauschbar.
Man muss sich verkaufen.
Da war ich nicht mehr der Kay - da war ich HERR K. - na und ?
Willste Geld, musst Du Dich verkaufen - als Fotograf, als Schuster, als Anwalt - es hat mir nicht immer gefallen
aber worum geht es
willste nur Du sein,
oder doch lieber viel Knete

entweder oder
wenn Du Knete willst
verkauf Dich - es ist bitter, aber so ist es
 
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Da war ich noch nicht ... und so als Fotografen-Adresse - aber wenn Du nun diese 4 Meter so dringend brauchst - dann hau doch rein in Bukarest - in Hamburg könnte ich wohl eher helfen

Helfen?
Nennen wir es doch lieber “bewusst missverstehen“, das kommt der Wahrheit näher...
Und ja, wie Du siehst, kann ich das auch.
 
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Helfen?
Nennen wir es doch lieber “bewusst missverstehen“, das kommt der Wahrheit näher...
Und ja, wie Du siehst, kann ich das auch.

Ich meinte " Helfen "
nein, nicht bewusst missverstehen,
ich könnte Dir - aus meiner (die ich nicht habe) vielleicht nicht (oder doch) Kenntnis
ein Studio vermitteln

aber eben nicht mit dieser Deckenhöhe

und nicht in München,

sondern in Hamburg ..

aber ich versuche zu verstehen, dass hier nicht jeder hin will
 
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