De-Fokus Ausgleich getestet?

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Bei praktisch allen Zoom-Objektiven verschiebt sich die Schärfeneben leicht. Das ist allerdings in der Regel nicht dramatisch.

Zu berücksichtigen ist aber auch das sich die Schärfenebene mit der eingestellten Blende verändert. Dieses Phänomen nennt sich Focus Shift. Auch hiervon sind sehr viele Objektive betroffen, ganz besonders aber hochkorrigierte lichtstarke Objektive, weil der Effekte hier nicht durch die Schärfentiefe aufgefangen werden kann.

Zeiss wirbt z. B. bei seinen ZM-Objektiven damit, den Focus Shift stark minimiert zu haben. Ein Objektiv, das besonders mit diesem Effekt zu kämpfen hat, ist das an sich extrem leistungsfähige Leica Summilux-M 1.4/ 35 mm ASPH. Die Leica M8 deckt den Focus Shift bei dieser Optik gnadenlos auf. Film ist hier aufgrund der größeren Schichtdicke und der schlechteren Planparallelität weitaus weniger kritisch. Das Problem lässt sich im Fall der Summilux-M durch eine Justage im Werk mindern, aber nicht vollkommen beseitigen.

Generell kann man sagen, dass alle Hersteller bemüht sind, einen guten Mittelwert für alle Blenden zu finden. Das bedeutet aber auch, dass der Versuch einer perfekten Korrektur für eine Blende/ Brennweite Verschlechterungen bei anderen Blenden/ Brennweiten nach sich ziehen kann.

Somit ist die Funktion der D300 sehr interessant, um einen deutlichen Front- oder Back-Focus zu korrigieren. Bei "Feinstkorrekturen" wäre ich zumindest vorsichtig. Zumal die Schärfenverlagerung durch Abblenden bzw. Zoomen i. d. R. nicht proportional erfolgt.
 
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Hallo,

Zu berücksichtigen ist aber auch das sich die Schärfenebene mit der eingestellten Blende verändert.
wie dramatisch ist der Effekt in der Praxis? Kann es sein, dass sich die Schärfenebene (bei Offenblende fokussiert) bei der Arbeitsblende durch den Fokus Shift komplett aus dem Tiefenschärfebereich heraus wandert ... also sozusagen mehr wandert als der Tiefenschärfebereich durch das Abblenden größer wird?

Ciao
HaPe
 
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... wie dramatisch ist der Effekt in der Praxis? Kann es sein, dass sich die Schärfenebene (bei Offenblende fokussiert) bei der Arbeitsblende durch den Fokus Shift komplett aus dem Tiefenschärfebereich heraus wandert ... also sozusagen mehr wandert als der Tiefenschärfebereich durch das Abblenden größer wird?

Der Effekt ist bei sehr lichtstarken, weit aufgeblendeten Objektiven größer als die Schärfentiefe. Man darf sich das aber auch nicht so vorstellen, dass das Bild richtig unscharf wird. Die Schärfenebene verlagert sich nur um wenige Mikrometer. Man kann es aber in einer 100-%-Ansicht gut erkennen.

Der Autofokus gleicht die Schärfenebenverlagerung normalerweise gut aus. In modernen AF-Objektiven sind evtl. auch Fokuskorrekturdaten abgelegt, die dann berücksichtigt werden. Für die praktische Arbeit muss man sich keine Sorgen machen. Nur ob die Möglichkeiten, die die D300 jetzt bietet geeignet sind um "Superkorrekturen" durchzuführen oder nicht sogar - wenn man es übertreibt - kontraproduktiv wirken können, da bin ich mir nicht so sicher.

Früher hat es kaum einer bemerkt bzw. als störend empfunden, weil,

- im Film die Schichten übereinander liegen, die maximale Schärfe lag also nie "auf allen Farben",
- der Film nie völlig plan in der Filmebene lag, es kam immer zu leichten Fehlern,
- die Farbwölkchen bzw. die Körnung in den Schichten immer zu einer gewissen Aufweichung geführt hat,
- kaum einer die Chance hatte, ein Bild (Negativ oder Dia) als 100-%-Ansicht zu betrachten,
- selbst in 30x40-Prints minimale Fehlfokussierungen kaum sichtbar sind, von "normalen" Formaten ganz zu schweigen.

Ich rede natürlich nicht von einem richtig starken Back- oder Front-Focus, der wäre auch auf Film sichtbar gewesen.
 
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Guten Tag!

Möchte mit meinem ersten Beitrag hier im Forum gleich mal eine Frage zu meinem neuen Lieblingsstück loswerden. Ich bin seit Freitag Besitzer der D300. Habe sie online für 1629,-€ erstanden. Soweit funktioniert alles nach meinen Vorstellungen. Grade das Feature der AF-Korrektur bedeutet mir sehr viel. Hat an meiner D70 immer massiv Probleme mit Backfocus an einem 60mm/2.8.

Nun blicke ich aber die Menüpunkte noch nicht so ganz. Es gibt ja die Möglichkeiten die Funktion als solches ein und auszuschalten und dann noch zwei weitere Menüpunkte die mich jeweils zu der Einstellskala führen.

Einmal der Menüpunkt "gespeicherter Wert" und der Menüpunkt "Standard". Wo muss ich für welches Objektiv korrigieren, wie wirkt sich das aus und in welchem Zusammenhang steht das ganze mit den Objektivdaten die man noch händisch angeben kann.

Sorry für die vielen Fragen aber die BDA der D300 gibt einfach nicht genug darüber her.

Netten Gruß
Carsten
 
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Guten Tag!



Einmal der Menüpunkt "gespeicherter Wert" und der Menüpunkt "Standard". Wo muss ich für welches Objektiv korrigieren, wie wirkt sich das aus und in welchem Zusammenhang steht das ganze mit den Objektivdaten die man noch händisch angeben kann.

Sorry für die vielen Fragen aber die BDA der D300 gibt einfach nicht genug darüber her.

Netten Gruß
Carsten

Standard ändert die "grundsätzliche" Einstellung, also für alle Objektive.
Gespeicherter Wert ist für das jeweilige Objektiv.
 
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Das aktuelle Tokina 12-24/4,0 ATX-Pro (IF)DX wird bei mir, von der D300 nicht erkannt. Ich kann daher keine spezifische Korrektur speichern. Ist nicht ganz so tragisch, weil es einigermaßen stimmt. Interessiert mich aber trotzdem, woran das liegt.

Geht es anderen Besitzern dieses Objektivs ebenso?

Ich habe gerade alle meine Objektive feinjustiert, darunter auch zwei weitere Tokinas, (100/2,8Makro und das ältere 28-70/2,8) die problemlos erkannt wurden.

Andreas
 
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Das aktuelle Tokina 12-24/4,0 ATX-Pro (IF)DX wird bei mir, von der D300 nicht erkannt. Ich kann daher keine spezifische Korrektur speichern. Ist nicht ganz so tragisch, weil es einigermaßen stimmt. Interessiert mich aber trotzdem, woran das liegt.

Geht es anderen Besitzern dieses Objektivs ebenso?

Ich habe gerade alle meine Objektive feinjustiert, darunter auch zwei weitere Tokinas, (100/2,8Makro und das ältere 28-70/2,8) die problemlos erkannt wurden.

Andreas

Die Aussage "Das Tokina 12-24/4,0..... wird von der D300 nicht erkannt" trifft wahrscheinlich nicht ganz zu.

Richtiger ist vermutlich "Das Tokina 12-24/4,0..... gibt sich an der D300 nicht zu erkennen"
 
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Das was tafkap über sein Sigma 30/1.4 berichtet, kann ich voll und ganz bestätigen. Ich habe es kürzlich vom Sigma Service zurückerhalten, wo der AF neu eingestellt worden ist. Seither schien mir AF an der D80 sehr treffsicher zu sein, zumindest im Verhältnis zu vorher.

An der D300 habe ich dann den Fokusausgleich ausprobiert, und siehe da: es geht noch etwas besser. Dabei habe ich über Ausprobieren einen Korrekturfaktor von +8 eingestellt. Der Unterschied ist zwar nicht sehr groß, aber bei 100% doch sichtbar.
 
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Das aktuelle Tokina 12-24/4,0 ATX-Pro (IF)DX wird bei mir, von der D300 nicht erkannt. Ich kann daher keine spezifische Korrektur speichern. Ist nicht ganz so tragisch, weil es einigermaßen stimmt. Interessiert mich aber trotzdem, woran das liegt.

Geht es anderen Besitzern dieses Objektivs ebenso?

Ich habe gerade alle meine Objektive feinjustiert, darunter auch zwei weitere Tokinas, (100/2,8Makro und das ältere 28-70/2,8) die problemlos erkannt wurden.

Andreas

Hallo Andreas, mein Tokina 12-24 wird von der D300 problemlos erkannt und auch eine AF-Feineinstellung ist möglich. Ich würde an Deiner Stelle als erstes mal die Kontakte des Objektivs reinigen. Womöglich liegt darin die Ursache.
 
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Hallo liebe D300 Kollegen und verliebten!

Habe meine Linsen gestern angepasst.

Das Tokina 12-24 wird erkannt aber der Text nicht angezeigt.

Meine Linsen waren zwischen -12 und +12 scharf.

Ich habe bei meiner D80 das Sigma zurückgegeben weil es nicht scharf war!

Damit ist jetzt sicher Schluss!

Funktioniert SUPER und hat fast alle Objektive verbessert, auch das neue 24-70!

Liebe Grüße,
 
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Das Tokina 12-24 wird erkannt aber der Text nicht angezeigt.

Stimmt, bei den Feineinstellungen zum 12-24 steht kein Text. Das fehlt bei mir auch. Aber dennoch funktioniert die Feineinstellung erfreulicherweise und wird dem Tokina 12-24 auch korrekt zugeordnet, wenn es an der Kamera hängt.
 
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Tatsächlich, der letzte Wert wird wieder angezeigt wenn ich es ansetze, obwohl keine Nummer zugeordnet wurde. So ganz traue ich dem Frieden aber nicht.

Wäre mal interessant zu wissen, ob die Kamera 2 Objektive dieser Art auseinanderhalten kann. Nebenbeibemerkt finde ich die Menüführung bei diesem Feature verbesserungsfähig.
 
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...es kann doch nicht sein, dass die überwiegende Anzahl der hier erwähnten Objektive einen FF / BF haben?
Ich habe gestern einen kleinen Testaufbau mit drei hintereinander versetzten Nikon Akkus gemacht. Pro Objektiv, pro Objekt (Akku), pro Blende (offen, 5.6 und 8) und pro Entfernung habe ich ein Foto gemacht. Für meinen Geschmack lag der Focus bei allen Objektiven gut im Praxistauglichen Bereich. Auch meine D200 hatte mit dem gleichen Aufbau keine Focus Problem. Für mich also kein Grund zur Justage. Sobald ich mehr zeit habe, werde ich die Testreihe mit einem Focuschart wiederholen.

Gruß
Jens


Edit: Wenn ich mein TOK 12-24 /4 montiere, steht im AF Justage Menu 12-24 /4
 
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...es kann doch nicht sein, dass die überwiegende Anzahl der hier erwähnten Objektive einen FF / BF haben?
Ich habe gestern einen kleinen Testaufbau mit drei hintereinander versetzten Nikon Akkus gemacht. Pro Objektiv, pro Objekt (Akku), pro Blende (offen, 5.6 und 8) und pro Entfernung habe ich ein Foto gemacht. Für meinen Geschmack lag der Focus bei allen Objektiven gut im Praxistauglichen Bereich. Auch meine D200 hatte mit dem gleichen Aufbau keine Focus Problem. Für mich also kein Grund zur Justage. Sobald ich mehr zeit habe, werde ich die Testreihe mit einem Focuschart wiederholen.

Gruß
Jens

Sehe ich auch so. Bei meinem Sigma funktioniert der von dir beschriebene "Testaufbau" tadellos auch ohne Feinjustierung. Bevor der Kundendienst das Objektiv hatte, sah das allerdings anders aus. Die Feinjustierung mit der D300 bringt zwar noch ein Quentchen mehr, was man in der 100%-Ansicht sogar sehen kann, aber ist das für den Praxisalltag wirklich relevant?
 
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Ich hab meinen 85mm f/1.4 und das 24-70mm f/2.8 ausprobiert.

Es passt auf beiden Objektiven 99,8%..also lasse ich es mit der fein justierung sein.

Werde mal in den nächsten Tagen die anderen Objektive ausprobieren.
 
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Bleibt die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, mit so einem Testchart im Nahbereich zu justieren. Ich befürchte, das schadet mehr als es nutzt ...

Kein normales fotografisches Aufnahmeobjektiv ist auf kurze Aufnahmeabstände/ große Abbildungsmaßstäbe hin korrigiert. Wenn überhaupt macht diese Test-Chart-"Optimierung" auf kurze Distanz nur bei ausgesprochenen Makroobjektiven Sinn. Mit Wohlwollen auch noch bei mehr oder minder symmetrisch aufgebauten Standardobjektiven. Sicher nicht bei Weitwinkelbrennweiten in Retrofokus-Konstruktion, Teles oder Zooms. Soweit kein richtig ordentlicher Front- oder Back-Focus vorliegt macht 's meiner Meinung nach wenig sinn.

Da wird wohl in manch einem auch der Heimwerker wach :rolleyes:
 
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... bei meinem AF-D 50 f1.4 hat sich die Justage jedenfalls gelohnt.
Endlich scharfe Fotos im Nahbereich :D
Beim meinen AF-S Linsen scheint die Justage nicht nötig zu sein.
 
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Es ist gut zu wissen, dass es diese Möglichkeit der Feinjustage gibt, und sie scheint ja auch gut zu funktionieren, zumindest bei Festbrennweiten wie meinem 30er Sigma.

Ob eine Feinjustage bei Zoomobjektiven über den gesamten Zoombereich und im Nah- und Fernbereich gleichermaßen wirkt, wage ich jedoch zu bezweifeln.
 
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