Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Zwischenstand zum 1. August 2022

Screenshot 2022-08-01 at 19.52.42.png
Die Omikron BA.4/.5 Welle klingt ab. Mit konstant ca. 100 Toten (7-Tage pro 10 Milionen) an oder mit Corona Verstorbenen ist die Infection Fatality Rate kaum messbar, da sie im Rauschen der normalen Sterblichkeit liegt (<5%) und definitiv sehr niedrig bleibt. Eine höhere IFR bei BA.4/.5 ist nicht messbar. Die Zahl der Intensivpatienten mit SARS2 liegt bei moderaten 1600, sehr viele davon werden SARS2 als Begleitdiagnose mitbringen und nicht als Ursache der Einweisung.

Seit KW13 gab es insgesamt 122897 Stichproben-Sequenzierungen von SARS2, davon einmal Delta (oder überhaupt ein Virus vor Omikron) in KW22. Das ist ein Anteil von 8/1M. Bei der aktuellen Inzidenz entspricht das noch ca. 5 aktiven Infektionen mit Delta, der kritischen Mindestinzidenz vor Eradizierung von Delta. Ein Wiederaufflammen von Delta im Herbst ist damit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen.

Die Bevölkerung ist nun zu 98% geimpft oder mindestens einmal infiziert. Das Omikron-Virus ist zur Erkältung mutiert und dies scheint sich kurzfristig nicht zu ändern.

Meine persönliche Meinung: Maßnahmen jedweder Art im Herbst und Winter sind nicht angeraten, auch keine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, was z.Zt. von vielen noch erwogen wird. Stattdessen sollte die Zeit des nur wenig krankmachenden Erregertyps genutzt werden, durch möglichst häufige Infektionen eine gute Immunität der Bevölkerung aufzubauen. Impfkampagnen analog zur Grippeschutzimpfung für vulnerable Gruppen sind natürlich gut. Die Allgemeinheit baut mit einer gelegentlichen Infektion einen besseren Immunschutz auf, nach aktueller Studienlage. Darüberhinaus sollte das Thema nun aus den Medien verschwinden.

Was muMn bleiben sollte, ist ein bedachterer Umgang mit Infektionen allgemein. Es war noch nie eine gute Idee, mit Husten oder schniefender Nase zur Arbeit oder Party zu gehen ... Wenn man dann den Supermarkt oder öffentlichen Nahverkehr nutzen muß, gerne freiwillig mit Maske, wie ja auch vor Corona in Asien üblich.

Entschuldigung ansonsten für das Update, aber ich hatte diese Betrachtung vor dem Herbst ja versprochen ...
 
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3 Kommentare
waldgott
waldgott kommentierte
Danke für die sachliche Betrachtung der Lage. Sie unterscheidet sich wohltuend von der immer noch vorherrschenden Panikmache vieler Medien und der meisten Politiker.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Der Nachteil dieser häufigen Infektionen ohne schwere Folgen wie eine Klinikeinweisung ist die Überlastung des Pflegepersonals im Krankenhaus, dessen "Personaldecke" durch die vielen Krankschreibungen mit Quarantäne-Auflagen wegen einer SARS-2-Infektion des Pflegepersonals zusätzlich ausgedünnt ist.
Daher wäre ich für eine Aufhebung der Quarantäne-Pflicht, so dass nur diejenigen zu Hause bleiben müssen, welche zu krank zum Arbeiten sind, und diejenigen, welche zwar positiv getestet aber ohne merkliche Symptome sind, zur Arbeit gehen können.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Häufige Infektionen haben natürlich immer diesen Nachteil, egal welcher Erregertyp. Auch in Grippewellen kommt es zu diesen Personalengpässen, nur hatten wir jetzt länger keine Grippewelle mehr. Ich wäre ebenfalls für eine gelockerte Quarantäne-Auflage im Klinik- und Pflegeumfeld, aber dafür ausgeweitet auf weitere Erregertypen wie Influenza & Co. oder vielleicht auch gewisse multi-resistente Bakterien. Die Sonderbehandlung von SARS2 ist muMn nun aber nicht mehr zeitgemäß. Außerhalb des Klinik- und Pflegeumfeldes weiss man selbst auch so gut genug, ob man krank ist oder nicht ...
 
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Stattdessen sollte die Zeit des nur wenig krankmachenden Erregertyps genutzt werden, durch möglichst häufige Infektionen eine gute Immunität der Bevölkerung aufzubauen.
Aber steht das eigentlich nicht im Widerspruch zu dem was hier steht:

Also dass mehrfache Infektionen das Sterberisiko wieder hochtreiben?

Grüße
Wolfgang
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Die verlinkte Quelle - und die zitierte Studie dort - haben die folgenden Probleme:
  • "Vorstellbar ist, dass viele Patienten sich noch nicht von der Erkrankung erholt hatten, als sie sich erneut infizierten. Das Intervall zwischen der 1. und 2. Infektion betrug im Durchschnitt nur 79 Tage. Die 3. Erkrankung folgte dann nach durchschnittlich 65 Tagen."
    LOL -> Natürlich ist eine noch nicht ausgeheilte Covid-Erkrankung wenig förderlich und innerhalb 2-3 Monaten kann eine Erkrankung auch wiederaufflammen ...
  • Zweitens beachte man die Richtigstellung im Artikel: "Anm. d. Red: Die Meldung wurde korrigiert. In der ersten Fassung hieß es, Menschen, die sich mehrfach mit SARS-CoV-2 infizieren, liefen Gefahr, mit jeder neuen Infektion schwerer zu erkranken. Auch das Sterberisiko steige bei jeder neuen Erkrankung an. © rme/aerzteblatt.de"
    Das ist genau auch deine Fehlinterpretation der Originalarbeit.
  • Es gib einen positiven statistischen Auswahleffekt, da nur Personen betrachtet wurden, deren Zweitinfektion überhaupt klinisch wurde.
  • Das Peer-Review steht noch aus.
  • Die Arbeit (bzw. die Daten) stammen aus der Zeit vor Omikron. Omikron hat ganz andere immunologische Eigenschaften, da Omikron viel besser der Immunabwehr entkommt und das Immunsystem häufigere Kontakte braucht, um tatsächlich immun zu werden.
Daher sehe ich hier keinen Widerspruch. Ausserdem, wenn unser Immunsystem die überwiegende Mehrheit der Erreger nicht letztlich effektiv bekämpfen könnte, gäbe es keine Menschen mehr.
 
….. Stattdessen sollte die Zeit des nur wenig krankmachenden Erregertyps genutzt werden, durch möglichst häufige Infektionen eine gute Immunität der Bevölkerung aufzubauen. Impfkampagnen analog zur Grippeschutzimpfung für vulnerable Gruppen sind natürlich gut. Die Allgemeinheit baut mit einer gelegentlichen Infektion einen besseren Immunschutz auf, nach aktueller Studienlage. Darüberhinaus sollte das Thema nun aus den Medien verschwinden.

Es ist schon eine krude Idee, sich quasi freiwillig zu infizieren, zumal Longcovid noch im Raume steht.
Und mindestens genauso seltsam ist es, eine weltweite Pandemie totschweigen zu wollen.
Da halte ich es doch lieber mit Lauterbach, der heute twittere:

„Mal eine gute Nachricht für den Herbst. Es sieht immer mehr danach aus, als ob es zumindest nicht eine zusätzliche Variante neben BA5 geben würde. Und für BA5 erwarten wir je nach Zulassung bis Ende September einen passenden Impfstoff. Jetzt heisst es: bis dahin Infektion meiden.“
 
Zuletzt bearbeitet:
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Ich bin vierfach geimpft, und seit vielen Monaten immer wieder mehr oder weniger krank. Schnelltests waren immer negativ. Vorletzte Woche war bei meiner Stieftochter (drei mal geimpft), die seit Längerem auch immer wieder mal unklare Beschwerden hatte, der Schnelltest positiv (sie war da besonders heftig krank). Meiner Frau und mir ging es kurz danach auch deutlich schlechter als sonst, bei uns beiden waren die Schnelltests aber weiterhin negativ und sind es bis heute.
Meine Schlussfolgerung: In unserer Familie grassiert immer wieder mal eine leichte Infektion mit Covid-19 BA5, diese wirkt sich bei mir aber nur insoweit aus, dass ich keine durch Schnelltests beweisbare Virenschleuder für Andere darstelle...
 
kommentierte
Ich bin ungeimpft und war 2x in Zwangsquarantäne durch Positivem Nachweis.
Die Infektionen steckte ich locker weg und es war eine sehr schöne Zeit.
Endlich mal Dienstfrei. Ausschlafen. Ausruhen. Zeit für private Dinge.
In meinem Umkreis sind fast alle Klienten mehrfach geimpft.
Einen nach dem anderen erwischt es trotzalledem. Zudem kommen unerklärliche Symptome dazu, die diese vorher nie hatten.
Nun stellt das Gesundheitsamt mich unter Druck und wackelt an meinem Arbeitsplatz.
Versucht es zumindestens.
Sollen sie machen, kann sich das Gesundheitswesen ja leisten.
Dann kehre ich meine über 30 Jahre Pflege den Rücken. Und schone in Zukunft meinen Rücken.
Im Herbst gehe ich zur Grippeschutzimpfung. Wie jedes Jahr.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Es ist schon eine krude Idee, sich quasi freiwillig zu infizieren, zumal Longcovid noch im Raume steht.
Dann ist es ja gut, dass ich den Absatz oben als persönliche Meinung gekennzeichnet hatte ;)

Allerdings, nur zur Klarstellung, sprach ich nicht von "freiwilligen" Infektionen, sondern von häufigen. Niemand soll sich muMn freiwillig infizieren, aber man wird sich in aller Regel dennoch (fast unvermeidbar) häufiger infizieren, und das wird um so harmloser verlaufen, je geringer die Abstände sind. So zumindest die Studienlage. Denn Impfungen (auch gegen Omikron) schützen kaum gegen Reinfektionen. Sie können zwar gegen schwere Verläufe schützen, aber ein Dauerimpfen kann irgendwann auch Autoimmunerkrankungen begünstigen - deshalb meine Wortwahl weiter oben.

Die Studienlage (hier leider ohne Quellenangabe - man findet sie aber u.a. beim MDR für den Kekule Podcast) legt nahe, dass eine Immunität gegen Omikron nur aufgebaut wird, wenn man in Kontakt mit dem (weniger variablen) S2-Teil des S-Proteins kommt und optimalerweise die Schleimhäute betroffen waren, und dann auch nur langsam. Beides leistet eine Impfung alleine noch (2022) nicht, wenngleich man an beiden Themen arbeitet.

Vermutlich läuft die persönliche Meinung einfach darauf hinaus, ob man Angst vor Omikron hat, oder nicht. Meine persönliche Einschätzung bis auf wenige Hochrisikoausnahmen: Die Angst vor SARS2 war bis einschliesslich Delta und bis zur Impfung angemessen, seit Omikron aber nicht mehr, jedenfalls nicht mehr als vor anderen Infektionen auch. Ich bin aber auch jemand, der emotional schnell auf geänderte Gefahrenlagen reagiert, in beide Richtungen ...
 
F
fwolf15 kommentierte
@Beuteltier
Dir ist aber schon klar dass nicht alle Schnelltests mit der Omicron Variante klar kommen, sprich falsch negativ sein können. Also wenn mir es so gehen würde, dann würde ich in so einer Situation wie du sie beschreibst, doch mal auf einen PCR Test bestehen. Meiner Meinung nach ist es wie beim Schwanger sein, da gibt es nicht ein bischen, entweder frau ist schwanger oder nicht, das liest sich für mich wie leider auch viele denken : ach der Streifen ist nur etwas rosa, das kann nicht bedeuten dass ich positiv bin
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Hätte ich gerne gemacht - nur die Ärzte bei uns sagen, dass sie keinen Abstrich für einen PCR-Test machen (den Test könnten sie selbst sowieso nicht machen, der Abstrich müsste ins Zentrallabor), wenn nicht ein Schnelltest bei ihnen in der Praxis positiv ist. Lediglich Kontaktpersonen von den Personen, die durch einen selbst gemachten Schnelltest mit positivem Ergebnis als infiziert und infektiös gelten, können nach vorheriger Anmeldung bei einem Testcenter den Abstrich für einen PCR-Test machen lassen, dazu müssen sie aber den positiven Testbefund der erkrankten Person mitbringen, und der muss wahrscheinlich auch ein PCR-Test-befund sein... 🤨
 
Kennt sich jemand mit den Prozessen der Zulassung von Impfstoffen genauer aus?

Paul Offit ist selbst Impfstoffentwickler und Mitglied eines Beratungsgremiums der FDA in den USA und dort befassen die sich im höchsten Auftrag auch mit Corona-Impfstoffen.
Nun hat er sich zum Prozedere der Zulassung der modifizierten Impfstoffe geäußert in diesem Interview:
oder erträglicher unter https://invidious.namazso.eu/watch?v=PLo2Wwa3NNA
wichtig für den Sachverhalt hier: die ersten ca. 10 Minuten - zum Nachlesen.

Es gibt auch einen zum Thema publizierten Artikel.

Einschätzungen?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Abgesehen davon, dass es klinisch signifikant nicht gibt. Es gibt statistisch signifikant und klinisch relevant....
 
BerNik
BerNik kommentierte
Ich hätte es wissen müssen ... statt sich in der Sache mit den Thesen auseinanderzusetzen, wird hier wieder Wortklauberei betrieben.
Dann aber bitte im Originaltext:
And the answer is, I think while statistically significant is I don’t think that’s a clinically significant difference.
Bin davon ausgegangen, daß es für den einen oder anderen hier evtl. hilfreich ist, eine Übersetzung anzubieten - ich hab nicht geschrieben, daß es die Übersetzung ist. Denn nicht jeder hier spricht englisch ...
dass es klinisch signifikant nicht gibt.
das sieht Linguee anders, die kennen haufenweise Quellen, mit denen sie deepL offenbar trainiert haben.

Und ich könnte jetzt noch beliebig weitermachen:
etc. etc.
 
waldgott
waldgott kommentierte
Das ist Erbsenzählen, ob etwas signifikant oder relevant ist. Fest steht, dass der Unterschied den die vierte Impfung bringt unbedeutend ist. An anderer Stelle sagt er sinngemäß: Der Nutzen der vierten Impfung rechtfertigt nicht das Risiko.

"So I just thought the question we’re being asked is in the end always, is do the benefits outweigh the risks, even though the risks are generally small and sometimes unknown, that’s always the question. Do the benefits of this vaccine outweigh the risk? I didn’t see the benefits."

"Ich dachte, die Frage, die sich uns stellt, lautet letztlich immer: Überwiegen die Vorteile die Risiken, auch wenn die Risiken im Allgemeinen gering und manchmal unbekannt sind - das ist immer die Frage. Überwiegen die Vorteile dieses Impfstoffs das Risiko? Ich habe die Vorteile nicht gesehen."
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte
Man kann das natürlich hier diskutieren.

:
:
:

oder es bei meinem Statement oben belassen, dem dieser Beitrag auch nichts hinzufügt:
Impfkampagnen analog zur Grippeschutzimpfung für vulnerable Gruppen sind natürlich gut. Die Allgemeinheit baut mit einer gelegentlichen Infektion einen besseren Immunschutz auf, nach aktueller Studienlage.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Zu dem Schluss bin ich auch gekommen. Alle Infektionen in meinem Umfeld
verliefen in letzter Zeit wie eine nicht besonders schwere Erkältung, Long Covid
ist gar nicht mehr aufgetreten.

Das basiert zwar auf rein anekdotischer Erfahrung ohne besondere Datenbasis,
aber nach geschätzt fast 100 Infektionen in meinem Umfeld während der letzten
drei Monate ist das Thema für mich durch.
 
Überall in Bayern sind die Corona-Inzidenzen auf ca. 300 gesunken - bis auf Kulmbach, wo nach einer Volksfestwoche im Bierzelt die Inzidenz auf nunmehr 1598 hochgeschnellt ist.
Sind Massenansammlungen in Bierzelten der neue Superspreader-Event in Bayern?
Auch in unserem Dorf geht heute eine Bierzelt-Festwoche mit Tausenden von Besuchern zu Ende...
 
5 Kommentare
G
Gianty kommentierte
@Gianni33
Und in Fussballstadien oder im Berufsverkehr? Sind zum Glück keine Massenansammlungen und in Bayern gibt es nicht so viele davon.

Dann warte mal ab was in Eurem Dorf passiert.
 
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Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Ende Mai war hier im Stadtteil auch Kirmes und die Zahlen gingen hier auch überdurchschnittlich hoch. Ich denke, dass Bierzelte in der Tat Virenschleudern sind. Es sind viele Menschen mit viel zu geringem Abstand darin, tragen keine Masken, müssen wegen Lärm laut sprechen und tanzen miteinander. Die Luft ist schlecht und ggf. lässt der Alkohol unvorsichtig werden.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Ob Fußballstadien Virenschleudern sind, weiß ich nicht. Gibts es Erhebungen dazu? Keine Ahnung.
In öffentlichen Verkehrsmitteln (das meinst du sicherlich mit Berufsverkehr?) sind Masken vorgeschrieben und die schützen ja mehr oder weniger effektiv je nach Modell und Korrektheit der Trageweise.
 
G
Gianty kommentierte

Alles, was weiter oben auch zutrifft. Von daher frage ich mich warum es auf eine Kirmes oder ein Bierzelt-Fest beschränkt sein sollte.

Dann hätte gestern und vorgestern auch kein großes Fest für unser Vereinsmitglied stattfinden dürfen, der vor kurzem aus dem All zurückgekehrt ist. Muss ich jetzt auch Bedenken haben?
 
waldgott
waldgott kommentierte
... und wo ist das Problem?
 
Fest steht, dass der Unterschied den die vierte Impfung bringt unbedeutend ist. An anderer Stelle sagt er sinngemäß: Der Nutzen der vierten Impfung rechtfertigt nicht das Risiko.
So langsam scheint der Diskurs außerhalb des Lauterbach-versums auch in den "normalen Medien" anzukommen.
Hier eine schöne Zusammenstellung der verschiedenen Positionen unter den Virologen, zur vierten Impfung und auch zu den immer abstruser werdenden Impfabständen:
 
5 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Lauterbach-versums
Ich denke nicht, dass es das so gibt. Ich sehe vielmehr einen Druck einiger Medien sowie medizinischer und pflegender Einrichtungen, nicht zu "Vor-Corona" Zeiten zurückkehren zu wollen, der sich auch in einigen Studien abbildet. Lauterbach ist dem halt ausgesetzt. Ich hoffe, er lernt das "Bigger Picture" zu erkennen und entspr. zu agieren. Im Augenblick sieht er sich als Antipol zu Buschmann, und ist damit ein Getriebener. Das ist nicht gut.

Das Problem existiert allerdings weltweit. Weltweit überall sieht man noch Teststationen im Hintergrund von Berichten oder Politiker im Freien mit Maske herumlaufen ...
 
BerNik
BerNik kommentierte
Danke für die Differenzierung :) - man kommt halt leicht auf solche vereinfachenden Formulierungen, wenn man sowas liest:
 
falconeye
falconeye kommentierte

In diesem Beitrag kommt bei 0:19 im verlinkten Video Ayinger Bier vor. Meine Lieblingsmarke :)

Ansonsten ... das Problem ist nicht Lauterbach, sondern die Trägheit der Gesellschaft, auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Sollte im Herbst eine Impfausweis-/Testpflicht vor dem Kneipenbesuch kommen, bei entspannter Lage des Intensivwesens, kippen das die Gerichte sofort. Also, so what ...
 
waldgott
waldgott kommentierte
Die Trägheit der Gesellschaft wird durch die Politik und die Medien gefördert, die weiterhin Angst verbreiten ... Das ist das Problem.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Das ist deine Meinung, keine allgemeingültige Wahrheit. Bitte kennzeichne das in Zukunft so (es reicht ein "ich finde,..." "ich denke, ..." o.ä.)
Ich schreibe das deshalb an dieser Stelle nochmals ausdrücklich, damit dieser Thread nicht wieder in die Zeiten abdriftet, in denen solche Kennzeichnungen gerne fehlten und entsprechend moderativen Aufwand erforderten.

Der Hinweis gilt für alle. Ebenso wie die Erinnerung daran, dass wir hier nicht politisch diskutieren.
 
3 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Ich bin öfter geschäftlich in München. Wenn es wegen Messe oder Wiesn kein Hotel mehr gibt muss man ausweichen. Der Ayinger Brauereigasthof ist da gar nicht so schlecht ;-)
 
falconeye
falconeye kommentierte

gar nicht so schlecht
Der Ayinger Brauereigasthof hat immerhin schon einen gewissen Herrn W. Putin bewirtet ;)
Schön, dass es deinen Ansprüchen genügen konnte :D
lol (bitte nicht ernst nehmen)
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
(Alles gut!)

Ich gebe zu Protokoll dass es im Brauereigasthof zwei „Level“ gibt.
Auch zwei Gebäude.

Ich war in dem anderen.
 
So vor vier Wochen hat es die gesamte Familie erwischt, erst mich dann meine Frau und dann die Tochter die bei uns lebt.
Alle 3fach geimpft.

Schnelltest sprang 2 Tage nach den Symptomen an.
Symptome bei allen ähnlich - Fieber bis 39C - Husten, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen.
Nach 4 Tagen war das Fieber weg, Schnelltest blieb ca. 8 Tage positiv
Husten bei meiner Frau noch immer ein bischen.
Kopfschmerzen bei allen ca. 14 Tage, dto. Gliederschmerzen.
Voll fit sind wir auch nach 4 Wochen noch nicht richtig - aber kein Drama - halt noch etwas schlapp.

Mein Antikörper sind wieder jenseits der Meßgrenze.

Beste Gruesse Bernd
 
Kommentar
Ich, dreifach geimpft, war von 29.9.- 16.10. in Quarantäne. Kein Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Husten. Meine Frau negativ.
Der PCR Test war nach zehn Tagen noch positiv, CT Wert 32,4 also unbedenklich laut RKI.
Ich denke mal dieses Covid wird uns noch lange erhalten bleiben, wie andere Virus Infektionen.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Zum Eintritt ins Reha Gebäude reicht ein negativer Schnelltest. Kontrollen habe ich noch keine gesehen. Zur Aufnahme PCR Test und natürlich ist Maskenpflicht, was aber in der Cafeteria Quatsch ist solange essen und trinken erlaubt war.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Gelöscht
 
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zaskar
zaskar kommentierte

Wien (ich nehme an, dass du das meinst) ist nicht ganz Österreich, denn z.B. in NÖ reicht der gültige Grüne Pass aus, um einen Besuch im Krankenhaus machen zu können (FFP2-Maske ist natürlich obligatorisch).
 
T
Tom.S kommentierte


Das gilt aber nur tlw. im Osten. In Innsbruck oder Salzburg kommst du ohne weiteres in jedes Spital.
 
P
pulsedriver kommentierte
Hier in der Schweiz gilt in den meisten Spitälern Maskenpflicht. Hygiene Maske oder FFP2 ohne Ventil. Mehr nicht mehr.
 
3 Kommentare
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Die meisten meiner Freunde und Bekannten hatten im letzten halben Jahr eine Infektion, nicht einer hat long covid.
Nach jeder schweren Infektion kann es zu langen Nachwirkungen kommen, auch bei Grippe oder einer bakteriellen, das ist nichts Neues oder Ungewöhnliches.
Der Prozentsatz von Folgeerscheinungen scheint bei Omikron recht niedrig zu sein.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ich mache mir inzwischen auch mehr Sorgen wegen 'long covid'.
Kekulé sagt im aktuellen NDR Podcast etwas zu Long Covid. Omikron scheint diesbzgl. deutlich weniger kritisch zu sein, Kekulé sprach von ca. 1/10 des Risikos. Die meisten Studien zu Long Covid stammen aus der Zeit vor Omikron und die Definition umfasst Symptome nach 2 Monaten. Setzt man die Grenze auf 6 Monate und betrachtet Omikron, so ist Long Covid wohl eher ein Problem für die Volksgesundheit (weil sich ja alle infizieren), weniger ein individuelles Problem. Ich sehe dies ähnlich.

Bei Omikron ist Long Covid ausserdem zur Schwere der Erkrankung korreliert, bei Delta und davor war das noch anders. Damit verhält Omikron sich bzgl. der Spätfolgen eher ähnlich zu anderen Erkrankungen, die einige ja auch länger als normal auskurieren.
 
Whakaahua
Whakaahua kommentierte
In meinem Bekanntenkreis sind es zwei. Beide massiv. Aber daraus kann man natürlich keine statistischen Aussagen ableiten, schon die Bekanntenkreise dürften unterschiedlich groß sein...
 
Das wichtige ist jetzt eine gute Impfung für vulnerable Gruppen. Ich will noch nicht sagen dass es jetzt nur noch 1:1 einer Grippe entspricht, aktuell sind wieder 70 Intensivbetten in der Schweiz mit Covid Patienten belegt, was für eine Grippe selbst in höchsten Saison sehr viel wäre. Aber in der ersten Welle waren es trotz recht striktem Lockdown bis zu 500, bei viel weniger Infektionen pro Tag. Also vielleicht 90% des Weges vom Schrecken der ersten beiden Wellen hin zur Grippe.
Spätestens seit Februar nehme ich aber keine grosse Gefahr mehr für nicht besonders Gefährdete wahr. Ich hatte vermutlich sogar beides gleichzeitig, dritte Impfung und das Virus. Impftermin ein paar Wochen vorher gebucht, am Vormittag zum Impfen. Am Morgen meldet die Tochter Kopfweh, sonst nichts. Nachmittgas gehen wir sie testen, positiv. Die anderen in der Familie haben es auch bekommen, nur ich hatte keine Symptome. Ausser zwei Tage was schlapp und Empfindlichkeit an der Einstichstelle, wie es eben auch von der Impfung ganz normal ist.
Wirklich krank war niemand bei uns. Das zweite Kind hatte Übelkeit. Sonst nichts. Und meine Frau war ein paar Tage schlapp.

Was ich immer mache wenn irgendwas Richtung Erkältung in der Familie oder bei den Feunden der Kinder in der Schule ist: Echinaforce und frische Zitronen auspressen, am liebsten Bio, da kann ich auch die Schalen abreiben, da sind auch wichtige Stoffe drinnen. Heilt kein Covid, aber stärkt die Abwehrkräfte. Sorgt auch bei normalen Erkältungen (schon vor Covid) dafür, dass nur zwei, drei Tage die Nase läuft, sonst nichts passiert.

Massnahmen sehe ich aktuell auch als weniger wichtig an. Und zwar weil es jetzt eine Impfung gibt, die auf die aktuellen Varianten recht gut passt. Der erste Impfstoff war ja nicht mehr so effizient gegen die. D.h. wer weiss, dass er ein höheres Risiko hat, kann sich in der Regel auch impfen lassen. Und bei den Ausnahmen wo Impfen nicht möglich ist oder kaum hilft , ist selber FFP2 Maske tragen, gerne auch mit Ventil, ein guter Schutz, sofern man mal lernt, sie richtig anzuziehen. Wer wirklich vulnerabel ist, hat damit nun zwei gute Möglichkeiten, sich selbst zu schützen.
 
Kommentar
Also ich hab die Boosterimpfung intus und danach so ziemlich alles getan um mich anzustecken.
Wiesn, Urlaub, Meetings, Sitzungen, Öffi.
Viele die dabei waren kriegten es.
Ich nicht.
Was soll ich nur machen?

Na ja, wie heißt es doch: eines Tages kriegen wir sie!
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Ja ich weiß es natürlich nicht.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
NACHTRAG:
im Dezember habe ich es dann doch geschafft. Weihnachtsfeier mit Kollegen und mir gegenüber sass eine rotznasige Kollegin. Ist schon eine spezielle Krankheit, anders als alles was ich so kannte. Ich hab zwar durchgearbeitet, aber war schon 3 Tage ziemlich KO und 8-9 Tage bis ich mich nicht mehr krank fühlte.
 
Zwischenstand zum Rosenmontag 2023

Ja, ja, Corona ist vorbei. Ich wollte hier nur kurz auf eine Änderung aufmerksam machen, die von immer mehr Ländern übernommen wird.

Alert-United Kingdom.png
Obiges Bild gilt für UK. Man sieht den abrupten Abfall der grauen Linie (Todesfälle) ab 2023. Statt ca. 100 Fälle auf 10 Millionen Einwohner werden nur noch 0.1 bis 1 Fall berichtet.

Dies geht auf eine Änderung der Kriterien zurück, wie hier beschrieben -> https://ukhsa.blog.gov.uk/2023/01/27/changes-to-the-way-we-report-on-covid-19-deaths/ Im wesentlichen werden nun nur noch Fälle gezählt, die Covid im Totenschein angeben. Allerdings wird dort der Effekt weniger drastisch beschrieben.

Weitere Länder mit ähnlicher Statistik (unter 1 Fälle auf 10M EW) sind die Niederlande, die Schweiz oder auch Südafrika.

Ich denke, diese Maßnahme wird zur weiteren Normalisierung beitragen, dass es sich inzwischen eben um eine Krankheit unter vielen handelt.
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Hier die Daten für Deutschland, wir zählen noch alle Toten mit positivem Test:

Alert-Germany.png

Die Lage ansonsten ist trotz zwischenzeitlichem Wintereinbruch vor wenigen Wochen stabil.
 
Mensch Leute,
Das war schon was, diese crazy Corona-Zeit.

Wie ignorant man am Anfang war, und welche Lernkurve man durchlaufen hat. (Manche, nicht alle.)
3 Jahre, 6100 Beiträge. Geschichte.
 
Kommentar
Also bei mir hat es mind. zwei sehr alte Freundschaften zerstört, und die Personen sind jetzt Umwelt-Leugner, Weltverschwörungstheoretiker, AFD-Wähler und überzeugte "gegen alles und alles ist mies" Vollhonks geworden.
Unsere Firma existiert nur noch als Home Office Konglomerat, ohne jeden Spaß an der Arbeit mit Kollegen*innen oder einer Team-Gemeinschaft.
Diverse Preise in den Lebenshaltungskosten sind in ungeahnte Sphären gestiegen (natürlich ohne dass ich auch nur einen EUR mehr bekommen habe oder auch nur eine einzige zusätzliche Corona-Hilfe).
Die Innenstädte hat es teils extrem veröden lassen.
Diverse Kinder von Freunden sind depressiv oder plagen sich vermutlich mit Long-Covid Symptomen.
Drei Tote im erweiterten Familien-Freundeskreis.

Ich brauche von all dem gar nichts nochmal.
 
Furby
Furby kommentierte
Nein, die waren deutlich jünger und scheinbar völlig fit und schienen zumindet kerngesund zu sein. Soweit zur Bezeichnung "Geschwurbel" des Mainstreams und der Staatsmedien. Das war jetzt mein letzter Kommentar dazu und ich will auch keine Diskussion mit Ideologen lostreten, denn die wäre ohnedies unfruchtbar. Eine denkwürdige Rede Harald Martensteins, die sich Ideologen und Mainstreamschwurbler einfach mal zu Gemüte führen sollten. Vielleicht fängt dann das Gehirn wieder an zu arbeiten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ja, so einen 45jährigen guten Bekannten habe ich auch verloren - Mai 2020. Da war Corona nicht mal voll als Problem erkannt. Er verstarb ohne nachweisbare Ursache (Herzinfakt, Schlaganfall, Lungenembolie, ...) in der Nacht in einem Hotelzimmer bei einer Firmenveranstaltung ohne Fremdeinwirkung; Suizidmittel oder Drogen konnten nicht nachgewiesen werden. Tragisch, aber passiert.

Ansonsten sind die validen Daten eindeutig: Die Impfungen haben die Covid-bezogene Sterblichkeit gesenkt und es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass die mRNA-Impfungen zu einer kausal verknüpfbaren Erhöhung unklarer Todesfälle geführt haben; im Gegenteil hat man sogar überraschenderweise eine statistisch signifikante Senkung von krebsbezogenen Todeszahlen unter mRNA-Geimpften festgestellt, ohne dass ein Mechanismus dahinter bisher wirklich verstanden ist. Die Grundgesamtheit dieser Statistik ist so gigantisch, dass da extrem gute statistische Daten draus ableitbar sind. Und bevor jetzt das schwubel-selbstdenk-übliche "Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst manipuliert hast!" kommt: Zeig doch einfach mal valide (!) Auswertungen der Daten, die diese notorisch wiederholten Behauptungen stützen - also so richtig wissenschaftlich valide, nicht dieses Youtoube-Geschwurbel von Finanzprofessoren, ehemals kommunistischen Romanisten und anderen nicht so wirklich fachlich versierten Leuten.

Sobald folgende Begriffe fallen:
- Mainstream
- Staatsmedien
- Ideologen
- Gehirn wieder einschalten
...outet sich übrigens derjenige der sie benutzt als in den sumpfigen Terrains der rechtsideologisch unterwanderten Wirrschwurbelei verschollen - letztlich kann man da nur demjenigen selbst empfehlen, den Verstand einmal zu resetten, die ganzen rechten Blogs eine Weile mal nicht zu lesen und sich aus dieser unsäglichen Blase zu lösen. Das Leben wird danach sicherlich wieder ein wenig heller und man sieht weniger scheinbare Verbrecher und Bedohungen um sich.

Harald Martenstein ist übrigens ein ziemlicher Schwätzer geworden, so wie viele alternde Journalisten, die mit Bedeutungsverlust nicht klargekommen sind - die Tichy-Broder-Reitschuster-Liga der intellektuellen Armseligkeit. Manche erkennen einfach nicht, wie jenseits der etwa 70 Jahre ihre Urteilsfähigkeit doch massiv nachzulassen anfängt und Martenstein (72) ist auch ein solcher.
 
Timotheos
Timotheos kommentierte

Dein Beitrag beginnt mit einem tragischen Einzelfall und endet mit einer pauschalen Diskreditierung all jener, die Fragen stellen. Das ist rhetorisch geschickt, aber argumentativ nicht besonders tragfähig.
Niemand bestreitet, dass große Datensätze eine hohe Aussagekraft haben können. Die eigentliche wissenschaftliche Frage ist jedoch nicht, ob Daten „gigantisch“ sind, sondern wie sie erhoben, definiert, bereinigt und interpretiert wurden. Genau darüber wird in der Fachliteratur – jenseits von Blogs und Schlagworten – seit Jahren diskutiert. Wissenschaft lebt vom Zweifel, nicht von moralischer Etikettierung.
Dass Du Kritik vorsorglich mit Begriffen wie „Wirrschwurbelei“ oder „rechtsideologisch unterwandert“ belegen, ersetzt keine Argumente. Es ist eine Form der Immunisierung gegen Widerspruch. Wer abweichende Positionen automatisch pathologisiert, verlässt selbst den wissenschaftlichen Boden, auf den er sich beruft.
Im Übrigen ist auch die Behauptung einer statistisch signifikanten Senkung krebsbezogener Mortalität unter mRNA-Geimpften erklärungsbedürftig – gerade weil kein Mechanismus bekannt ist. In der Epidemiologie wäre hier zunächst Zurückhaltung angebracht, nicht Triumph. Korrelationen sind keine Kausalitäten, aber das weisst Du sicher.
Man kann die Impfkampagnen insgesamt für sinnvoll halten und dennoch offene Fragen diskutieren, ohne Menschen in ideologische Sümpfe zu sortieren. Wissenschaftliche Redlichkeit zeigt sich nicht in der Größe der Grundgesamtheit – sondern in der Bereitschaft, auch unbequeme Fragen auszuhalten.
Und was Journalisten betrifft: Man kann ihre Texte kritisieren. Aber Alter als Argument gegen ihre Urteilsfähigkeit zu verwenden, ist bemerkenswert – gerade von jemandem, der anderen pauschal mangelnde Rationalität vorwirft.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Corona ist längst zum Begleiter des menschlichen Lebens geworden, wie die Influenza auch. Geblieben sind rechthaberische Diskussionen auf beiden Seiten, die man sich eigentlich verkneifen könnte.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Ich diskreditiere niemanden, der "Fragen stellt". Ich habe lediglich nichts (mehr) übrig für die Leute, die auch 2026 noch immer wieder dieselben sehr dummen Fragen stellen, die längst fundiert beantwortet wurden, weil ihnen die Antworten nicht in ihr verschrobenes Weltbild passen (welches selten von irgendwelcher Sachkenntnis getrübt ist; vgl. den Finanzprofessor Humbug, der für seine tollen Statistiken einfach Nonsense-Zahlen zusammenmixt, weil er die Genese der Zahlen mangels Fachwissen schlicht nicht versteht).

Ansonsten sehe ich jetzt wenig Veranlassung, in diese Arten von Diskussionen sehr viel tiefer abzusteigen. Ich habe es geschafft, mich auf Social Media davon zu lösen (habe zur Corona-Hochzeit viel zu viel Zeit damit verbracht, gegen blanken und teils gefährlich manipulativen oder verunsichernden Unsinn anzureden) und damit soll es dann irgendwann auch gut sein. Wer 2026 immer noch "Fragen stellt", weil er die wissenschaftlich untermauerten Sachverhalte nicht zur Kenntnis nehmen will (und nicht, weil er mehr lernen möchte zum Thema!), dem ist einfach nicht zu helfen - sage ich jetzt als Heilberufler mit spezieller Fachkenntnis im betreffenden Sektor, der auch schon wissenschaftlich gearbeitet hat. Es ist einfach müßig, sich das Zusammengesponnene von Bäckereifachverkäuferinnen, Lagerfachkräften, Elektroingenieuren oder, gern besonders schräg, ITlern anzuhören, die glauben, irgendwas Substanzielles zum Thema "Impfstoffe" oder Immunologie im Allgemeineren beitragen zu können. Wenn ich immer noch lesen muss, dass in Impfstoffen "abgetriebene Föten verarbeitet" seien, ist mein dringlichster insgeheimer Wunsch, solchen Leuten das Wahlrecht zu entziehen, weil sie einfach so dermaßen strunzdumm sind, dass sie wohl kaum zu einer sinnvollen Wahlentscheidung imstande sein können - usw., usf.

Was das Alter angeht: Ich beobachte einfach (was die Wirrschwurbelszene mal weniger selektiv in ihrer vorgefassten Meinung tun sollte), und ein Großteil dieser "alternativen Denker" ist fortgeschritteneren Alters (Martenstein: 72; Tichy: 70; Broder: 79; Matussek: 71, usw - Reitschuster fällt da etwas aus dem Raster). Da kann man schon eine starke Korrelation erkennen.
 
Also bei mir hat es mind. zwei sehr alte Freundschaften zerstört, und die Personen sind jetzt Umwelt-Leugner, Weltverschwörungstheoretiker, AFD-Wähler und überzeugte "gegen alles und alles ist mies" Vollhonks geworden.
Unsere Firma existiert nur noch als Home Office Konglomerat, ohne jeden Spaß an der Arbeit mit Kollegen*innen oder einer Team-Gemeinschaft.
Diverse Preise in den Lebenshaltungskosten sind in ungeahnte Sphären gestiegen (natürlich ohne dass ich auch nur einen EUR mehr bekommen habe oder auch nur eine einzige zusätzliche Corona-Hilfe).
Die Innenstädte hat es teils extrem veröden lassen.
Diverse Kinder von Freunden sind depressiv oder plagen sich vermutlich mit Long-Covid Symptomen.
Drei Tote im erweiterten Familien-Freundeskreis.

Ich brauche von all dem gar nichts nochmal.

wenn man es realistisch sieht wäre alles genau so auch ohne Corona gekommen. Es hätte allenfalls einige Jahre länger gedauert.
Nur die ewig gestrigen treten auf der Stelle. Wer weiterkommen möchte muss sich bewegen und auch akzeptieren dass es mal in die falsche Richtung gehen kann. Im übrigen sehe ich an der "Corona-Kriese" nicht nur negatives. Es war etwas neues was die Menschheit unserer Zeit so noch nicht gekannt hatte. Man hat hoffentlich für weitere Ereignisse dieser Art, und die werden kommen, etwas daraus gelernt.
 
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2 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Ich stimme zu: Corona war nur ein (Brand-) Beschleuniger. Vieles wäre auch so passiert. (Ladensterben, Stadtbild, Demokratieunvermögen, Superautokraten, …)

Aber die Revolution steht erst noch vor der Tür: AI wird die Welt die wir kannten komplett verändern.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
@dembi64 Alles wäre nicht so gekommen. Die Schulschließungen in der Grundschule, die damals teils heftig kritisiert wurden, haben sich als bis in die Mittelschulbildung nachwirkende fatale Fehlentscheidung herausgestellt, und zwar vor allem die Kinder aus "bildungsfernen" Familien betreffend, in denen die Eltern in den für grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse enorm wichtigen ersten Schuljahren eben nicht die Schule kompensieren konnten (und wieviel selbst "Bildungsbürger" daran zu kämpfen hatten, habe ich an den Freunden aus Studienzeiten, deren beider Kinder Taufpate ich bin, gesehen: er Geograph, sie promovierte Keltologin mit Bachelor-Zusatzstudium in BWL, und beide waren "durch"). Heißt: dise "lost generation" von Grundschülern wäre so allen erspart geblieben. Ich hoffe inständig, dass bei einer recht sicher irgendwann erneut kommenden Pandemie sehr genau überlegt wird, ob nicht Schulen das Letzte sein sollten, was man dicht macht, denn fehlende Bildung lässt sich mit Geld nicht nachholen. Kleingewerbetreibenden und Künstlern kann eine Gesellschaft ihren Ausfall aber mit Geld folgenarm aufwiegen, wenn es denn weniger chaotisch als damals gemacht wird.
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Wenn ich mir die Kommentare anschaue liest darin jeder was er lesen will.
 
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frankolas
frankolas kommentierte
Und wo sind die Konsequenzen die aus der Veröffentlichung solcherart " Enthüllungsbücher " gezogen werden? :cool:
 
Timotheos
Timotheos kommentierte
Frank, rhetorische Frage, oder. Hast Du die Anhörung im Rahmen der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ verfolgt?
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Warum müsste man hier auf einen Link klicken um zu erfahren worum es geht?
Lasst den Scheiß, wenn Ihr zu faul seit, ne kurze echte Info zu schreiben, dann spart Euch doch gleich den ganzen nichtssagenden "Beitrag".
PS; Ich schreibe das nur, weil ich diese Plattform nicht mehr "klickenswert" finde, genauso wie andere, die rechtsradikale unterstützen.
 
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