Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Der Mann ist Schriftsteller und Comedian und er stellt sich, oder gehört gar
zu der Gruppe von Menschen, die ihres Berufes beraubt wurden.

Mich hat die Pandemie fast einen Jahresumsatz gekostet, und ich mache
heute praktisch nichts mehr von dem was ich bis März gemacht habe.

Ich gestehe ihm zu die von Dir zitierte Ansicht zu vertreten, Du verurteilst sie.

Er guckt halt nur auf den eigenen Bauchnabel, das tun viele.
"Verurteilen" ist zuviel gesagt. Ich verschwende meine Zeit
nicht mit Leuten die Lösungen immer nur von anderen fordern,
sich ansonsten aber jeder Lösung in den Weg stellen.

Den von der Pandemie und den getroffenen Maßnahmen Betroffenen,
aber auch einst renommierten Wissenschaftlern wird nicht einmal
mehr zugehört, weil sie von Beginn an der verteufelten Gruppe der
Leugner zugeordnet werden, so sagt er es in etwa.

Nun - ich bin auch ein Betroffener. Und - Überraschung - man kann
sich nach Alternativen umsehen und erkannte Chancen wahrnehmen.
Oder man jammert. Im schlimmsten Fall verlangt man einfach so weiter
machen zu dürfen wie vor der Pandemie - egal ob das Menschen gefährdet.
Einige der "Betroffenen" leugnen die Pandemie übrigens keineswegs.
Sie halten sich aber aus unerfindlichen Gründen für unverwundbar
und die Gesundheit anderer Menschen geht ihnen am Arm vorbei.

Wer im Back Office seines Restaurants sitzt hat es vielleicht auch
einfacher seine Angestellten und Kunden dem Infektionsrisiko
auszusetzen. Und ein "Comedian" hat auf der Bühne den
Sicherheitsabstand, den seine Zuschauer im Zweifel nicht haben.

Die "einst renommierten" Wissenschaftler haben ihr Renommee
verspielt, sind lange aus der Forschung raus oder haben nie geforscht,
tun sich vor allem durch das Verbreiten von Unwahrheiten hervor.
Hat man zwei Videos vom Wodarg gesehen, bietet das dritte keinerlei
Überraschungen mehr.

Ich bin eher überrascht daß es noch Leute gibt die dem Wodarg
zuhören. Der hat seine medizinische Fachkompetenz für mich
abschliessend demonstriert im Fall Gert Postel. Und danach hat
er im Bundestag dreissig Jahre keinen Patienten gesehen.

Und dann steigt man bei Minute drei eben aus, (...)

.... weil man eh weiss was noch kommt, und daß das was kommt
alles sein wird, aber garantiert kein auch nur ansatzweise tragfähiger
Lösungsvorschlag.
 
4 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
... aber garantiert kein auch nur ansatzweise tragfähiger
Lösungsvorschlag.

Oh ja, Lösungsvorschläge sind, im Gegensatz zur Flut an Kritik, wirklich rar. Ich denke nur immer wieder, dass die Leute, die Lösungsvorschläge
haben und diese auch durchsetzen, über das notwendige Ziel hinausschießen. Dieser CDU-Politiker in dem von mir verlinkten Video, der
die Corona-App als verpflichtend durchsetzen will, gruselt mich zum Beispiel.

Falls es jemanden interessiert, ich habe großes Interesse an dem, was Menschen vermissen. Mir persönlich fehlt davon nämlich beinahe gar Nichts,
Nähe, Berührungen, Versammlungen, Geselligkeit, Reisen, Kulturveranstaltungen ... auf all das kann ich problemlos über Jahre verzichten.
Ich habe keine finanziellen Probleme und meine Firma läuft (zurzeit noch) besser, als vor der Pandemie.

Aus meiner Position heraus wäre es einfach sich mit den getroffenen Maßnahmen abzufinden. Ich habe dieses Video gesehen, stimme mit
Vielem, was er da vorträgt, nicht überein, oder hielt es für unnötig kompliziert formuliert. Letzteres hält er selbst für seinen Stil und seinen Job als
Schriftsteller.
Aber eine von ihm angesprochene Thematik beschäftigt mich. Wir sollen alle so tun, als seinen wir infektiös und als träfen wir allein auf
Menschen mit hohem Infektionsrisiko. Vergessen wir das, oder gehen nach Ansicht des Gegenüber nicht achtsam genug damit um,
bekommen wir den Stempel des Idioten aufgebrummt und sollen nach Ansicht Vieler sanktioniert werden. Man denkt über Ordnungsgeld
und Strafen nach und die Rufe danach werden zahlreicher und lauter.
Ich halte das für eine gefährliche Entwicklung, auf die wir achtsam schauen müssen und darum schieße auch ich mit meiner Kritik vielleicht
manchmal übers Ziel hinaus. Nicht umsonst stellte ich hier die Frage, ob ich den Herren im Video ggf. zu blauäugig betrachtet habe.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Das tückische an Covid-19 ist daß man nach einer Infektion für mehrere Tage keinerlei
Symptome aufweist, vielleicht die Infektion sogar komplett symptomfrei durchlebt,
dabei aber problemlos andere infizieren kann.

Die überleben das dann vielleicht nicht.

Genau das ist das Erfolgsrezept des Virus.

Die Leute wissen also nicht ob sie selbst oder die Menschen auf die sie treffen infiziert sind.
Wenn ich nicht weiss ob das blanke Kabel was aus der Wand hängt Spannung führt
oder nicht, dann gebietet die Vernunft es nicht anzufassen.
Und wenn ich nicht weiss ob ich oder mein gegenüber infiziert sind,
gebietet die Vernunft mich so zu verhalten als ob.

Würden das alle tun, hätten wir das Problem bereits nicht mehr.

Die exponentielle Ausbreitung ist ja umgekehrt genau so exponentiell.
Sinkt der R-Faktor durch vernünftiges Handeln deutlich unter 1, kann die
Krankheit in sehr kurzer Zeit eradiziert werden.

Hätten von Anfang an alle sich so verhalten als ob sie selbst oder/und die
Menschen denen sie begegnen infiziert wären, dann könnten wir jetzt
wieder in vollen Fussballstadien sitzen und mitgrölen. Wir hätten den
warmen Herbst in Restaurants und Biergärten geniessen können.

Stattdessen sitze ich hier und raufe mir die Haare, weil Leute es gefährlich
finden wenn vernünftiges Handeln zum Wohle aller erzwungen werden soll.

In dem Sinne bin ich auch wieder Betroffener. Krankenkassenbeiträge
werden steigen, wegen der hohen Zusatzbelastungen durch Covid-19.
Es werden mehr Betriebe Pleite gehen, weil die Unvernunft Überstunden
macht. Ein nicht kleiner Teil kulturellen Lebens wird unwiederbringlich
vernichtet werden, weil es zu viele Idioten gibt die den Lappen nicht
richtig vorbinden können. Und je länger es dauert, umso unwahrscheinlicher
wird es das wir etwas von dem wiederbekommen, was wir verloren haben.

Eben weil es zu vielen an Vernunft gebricht.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Wenn ich nicht weiss ob das blanke Kabel was aus der Wand hängt Spannung führt
oder nicht, dann gebietet die Vernunft es nicht anzufassen.
Konsens zu allem, was Du oben sagst. Aber zum zitierten Vergleich ...
Ein blankes Kabel, was aus der Wand hängt, trägt zu 50% (oder 33%) Spannung. Türklinken tragen schätzungsweise auch zu 0.000001% Spannung, oder so. Trotzdem fasst man die ungeprüft an. Es kommt dort also auf die Wahrscheinlichkeiten an.

Im Falle der Maske ist das Argument aber gar kein Wahrscheinlichkeitsargument: Sondern man will nur, dass alle Infizierten Maske tragen, solange es Infizierte gibt.
 
Gianni33
Gianni33 kommentierte

Es heißt ja, Gott habe das Licht der Vernunft in den Menschen entzündet.
Aber bei manchen flackert es ein bisschen, und bei manchen ist es schon ganz erloschen...
 
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.... weil man eh weiss was noch kommt, und daß das was kommt
alles sein wird, aber garantiert kein auch nur ansatzweise tragfähiger
Lösungsvorschlag.

Dieses ganze Reden und Reden bringt eh nichts.
Die Politiker kennen das nicht anders: Bevor Verantwortung übernommen wird, muß geredet werden.

Wir ersticken zur Zeit in Talkshows. Jeden Tag ein Kreis mit drei von schon gehabt und drei von ich will auch mal.
Talkshow mit dem , Talkshow mit dem , Ratesendung mit Prominenten
Und noch ne Talkshow

und Ministerpräsident verkündet um und Pressekonferenz und

Wenn hier endlich mal die Macher aus Industrie und Wirtschaft ranließen, wären wir einen Schritt weiter.
Was ist denn so schlimm daran, dass Bill Gates oder Elon Musk kreativ denken können und andere das nicht gewohnt sind ?!
Lasst sie ran!
Noch ein paar von Bosch und Siemens _ Brainstorming am runden Tisch und dann geht es los.

Die Messehallen in Hamburg stehen leer. Es gibt Platz und Platz und Platz.
Verhältnisse wie in dem Video aus Italien sind nicht nötig.
Hier braucht niemand im Toilettenflur auf dem Boden oder auf Gängen in Notbetten einer neben dem anderen in Notbetten zu liegen.

Warum denkt jeder nur fünf Meter voraus an die eigenen Schwierigkeiten:
Pflegekräfte aus Neuseeland und Finnland, oder eben daher, wo ein Austausch noch Kapazitäten hat.
Mit 50 Betten im Abstand von fünf Metern anfangen - Patienten aus Italien versorgen. Helfen.

Wenn global nicht geht, wenigstens europäisch denken.

Mir stinkt es, dass ich immer nur belächelt werde : Du mit der Glaskugel und dem Praktikanten und gibt es schon.

Ja, jetzt wird es vielleicht bald kostenlose Masken geben für ältere gefährdete Menschen - verteilt die Dinger heute.

Ich kann und will mich nicht auf die Ebene derer begeben, die kotzen,
aber ich verstehe nicht, wieso nicht Millionen in neue Behandlingszentren mit qualifiziertem Personal gesteckt werden.
Da wird lange überlegt und muß mit den Gewerkschaften erst ausgehandelt werden,
ob eine Einmalzahlung nun € 350.-, 570.- oder 830.- betragen sollte.
Haut das Geld doch endlich raus, ist im übrigen noch dreimal billiger als zum Stillstand zu kommen.
In Zeiten der Pandemie wird das Pflegehonorar verdoppelt. Einfache Rechnung.

Ich bin nur ein alter mürrischer Sack - aber es muß doch genug kreative junge Menschen geben, die nicht nur ein Golfturnier organisieren können.

Oder ist Fußball für den europäischen Gedanken wirklich wichtiger als Gesundheit und Virusbekämpfung ??
 
Kommentar
@Kay

Dein Wunsch ist doch schon in Erfüllung gegangen.
Biontech hat seit 2019 eine Kooperation mit der Bill & Melinda Gates Foundation im Bereich HIV und Tuberkulose ( TIB ). Die Kooperation könnte in Zukunft um bis zu drei weitere Infektionskrankheiten erweitert werden.

Quelle: Biontech Geschäftsbericht 2019. Kann auf deren Homepage eingesehen werden.
 
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1 Kommentar
Kay
Kay kommentierte
Nein.
Gut - aber nicht ausreichend. Die Entwicklung / Genehmigung / Einsetzung des Impfstoff dauert weiter an.

Bis alle geimpft werden können, ist vorab noch viel zu tun - s.o. !
 
Vorgestern Habe ich mir mal wieder die USA-Karte angesehen. Die Covid-19-Karte, Die Vereinigten Staaten brennen, feuerrot. Vor allem im Nord- und Mittelosten, aber auch in allen dichter besiedelten Gebieten bis in den mittleren Westen hinein. Grausam.

Der zweite Blick zeigt ein etwas anderes Bild. "Feuerrot" bedeutet auf der Karte ab 45 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner und Tag. Dieam schlimmsten betroffenen Gebiete, die ich beim Mouseover entdeckt habe, liegen bei 250 - das sind aber ganz wenige.

In Österreich liegen wir, über alle Bundesländer gesehen, bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 540. Vorarlberg liegt bei über 800! Wie ich unlängst mehrmals gehört habe, liegt Österreich derzeit auf die Bevölkerungszahlen bezogen an der Weltspitze. In Europa habe ich tatsächlich nichts Vergleichbares gefunden.

Aber auch bei uns: Die Opposition ist empört wegen des Lockdowns. Wäre doch gar nicht nötig, so strenge Maßnahmen zu setzen. Die wären doch nur das allerletzte Mittel, das man einsetzen dürfte. Ich frage mich, wann denn nach Meinung der Berufswidersprecher ("Irgendwann kommt wieder eine Wahl!") das allerletzte Mittel eingesetzt werden dürfte. Nach der vollständigen Ausrottung - um es überspitzt zu formulieren?
 
hjklemenz
hjklemenz kommentierte
@ernst.w Ausserhalb Europa liegt nur noch die Schweiz vor Österreich;)

Bleibt gesund. Hans Jörg
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Na, brumm! Die leigen ja nochmals beim Doppelten. Und Liechtenstein.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Nein, aber bis dahin kann man den großen Macker markieren.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Vorarlberg liegt bei über 800
Laut meiner neuen Lieblingskarte lag Vorarlberg am 12.11. bei 921/100k -> https://covid19.innouveau.com/#/timeline?map=Europe&date=2020-11-12
Das ist aber mitnichten der Rekord. Z.B.:

Valais (CH), 30.10.: 1958
Lüttich (BE), 29.10.: 1946
North Dakota (US), 14.11.: 1269
(Die Karte enthält auch US- und Weltkarten).

Aktuell liegen in Europa die Provinzen Norte (PT), Ialomița (RO), Bozen (IT) und Vorarlberg (AT) vorne, in dieser Reihenfolge.

North Dakota ist interessant: In den USA gibt es aktuell ein klares Gefälle, einerseits von GOP-DEM Wählern, andererseits von kalt-warm. North Dakota liegt im Epizentrum, an der kanadischen Grenze und 65% Trump. Das legt ein Erklärungsmuster nahe. -- ich bereite das direkt mal grafisch auf :) s.u.
 
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ernst.w
ernst.w kommentierte

Andere Tabellen, andere Zahlen. Heute (Einträge von gestern, AGES-Dashboard) liegt Vorarlberg im Sieben-Tages-Schnitt bei 803, gestern noch minimal höher. Aber danke für deine Daten-Ergänzungen. Ich bin über die Karte der USA nur mal mit der Maus gewandert und habe ziemlich sicher nicht jedes County erwischt, der Schnitt über die USA dürfte jedenfalls deutlich(!) niedriger sein als bei uns in Österreich. Ich hatte leider gestern und vorgestern (von Seiten der Opposition) mehrfach gehört, dass wir an der Weltspitze liegen, nett, dass das nicht stimmt. "erfreulich" hätte ich zwar lieber geschrieben, aber bei den Zahlen... ;)
 
USA Covid Inzidenz (1.10.) vs. Wahlergebnis 2020

Wie oben beschrieben, hier mal die Korrelation grafisch. Neben der Wählergunst kommt noch das Nord-Süd Temperaturgefälle dazu.

Screen Shot 2020-11-15 at 17.32.32.png

Ich finde die Korrelation frappierend. Selbst das knappe Ergebnis in Georgia ist abgebildet ;)
Hieraus kann man sicher ein mathematisches Modell ableiten, welchen Einfluß die Überzeugung der Bevölkerung auf den R-Faktor hat.
 
5 Kommentare
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Berücksichtigt man daß die Wahl eigentlich überall eher knapp ausgegangen ist,
so wird deutlich wie klein die Zahl derer ist, die das Infektionsgeschehen jeweils
zum Kippen bringen.

Auch wenn die Covidioten, Pandemieleugner, Maßnahmenkritiker oder wie
man sie sonst bezeichnen mag eine Minderheit darstellen mögen, muss man
ihren schädlichen Einfluss vielleicht neu bewerten.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Auch wenn ich die Zahlen jetzt nicht zur Hand habe, aber ÜBERALL eher knapp stimmt so eher nicht. ;)
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Naja, dann fast überall eher knapp.
Trump hat mehr Stimmen bekommen als jeder andere Präsident vor ihm der für eine Wiederwahl antrat.
Biden hat mehr, aber insgesamt nur wenig mehr. Das Land ist gespalten, und ganz offensichtlich kippt
es in sehr vielen Bundesstaaten mit nur einer kleinen Mehrheit.

Daraus schliesse ich, daß es auch ein eher kleiner Bevölkerungsanteil ist, der das Infektionsgeschehen
so in den Abgrund zieht.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Berücksichtigt man daß die Wahl eigentlich überall eher knapp ausgegangen ist,
so wird deutlich wie klein die Zahl derer ist, die das Infektionsgeschehen jeweils
zum Kippen bringen.
Das ist ein interessanter Gedanke. Ich bin mir aber nicht sicher, ob er so auch zutrifft. Immerhin verschieben sich mit den Mehrheiten auch die getroffenen Maßnahmen des jeweiligen Governors. Eher zeigen die Unterschiede, dass Maskenpflicht und Bar-Schliessungen doch einen Unterschied machen...
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Gibt es eine Karte, die Maskenpflichten und Bar-Schliessungen aufzeigt?
 
Die heutigen Pressetermine werden unterschiedlich angekündigt. Offenbar geraten dabei folgende Termine gelegentlich durcheinander:

  1. Heute Vormittag berät Bundeskanzlerin Merkel mit den zuständigen Fachministern zu aktuellen Themen, die die Corona-Pandemie betreffen. Es wird unter anderem um die Entwicklung des Infektionsgeschehens gehen sowie um die Vorbereitung der Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder.
  2. Am Nachmittag tauscht sich die Kanzlerin in einer Videokonferenz mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder aus. Es werden auch in diesem Gespräch wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Coronakrise besprochen. Im Anschluss an die Videokonferenz findet eine Presseunterrichtung mit dem Regierenden Bürgermeister Berlins, Müller, und Ministerpräsident Söder statt.
Angekündigt wird gerne ein Pressetermin um 14 Uhr. Dabei handelt es sich meiner Meinung nach aber um die übliche montägliche Bundespressekonferenz zum Thema Corona-Kabinett (der erste Termin) und noch nicht um die Pressekonferenz von Frau Merkel, Herrn Müller und Herrn Söder. Die fangen ja am Nachmittag erst an mit ihrer Konferenz.

Wie auch immer, zu sehen ist das jeweils auf phoenix:
 
4 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
ca. 17:30 Uhr (wir wissen, es kann je nach Debattenlänge auch später werden)
Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Markus Söder (Ministerpräsident Bayern, CSU) und Michael Müller (Regierender Bürgermeister Berlin, SPD) nach den Beratungen zur aktuellen Corona-Lage und dem November-Lockdown
 
Kay
Kay kommentierte
Hat noch Zeit - kommt am 25. ...
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay
Aber immerhin soll es jetzt FFP2-Masken für vulnerable Gruppen geben. :6874:
 
Kay
Kay kommentierte


Für wen, bitte ? ( Nein, erklär mir bitte nicht den Ausdruck. Erklär mir nur, wer wann und wo darüber entscheidet und ob der Praktikant verteilt. )
" 15 vergünstigte FFP2-Masken für den Winter "
Vielleicht wird ja die MWSt. auf 8% gesenkt ...


Jetzt haben wir auch die Preise von der hamburger Industie und Wirtschaft - leider ein wenig spät, aber jetzt ist gut :



Mal schauen, was daraus wird ... - ich glaube an solche Unternehmen. Da wird nicht auf den 25. verschoben, sondern gemacht. Jetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einer Durchseuchung mit hohem Rt würden gegen Ende Werte von 2500+ auf 100.000 erreicht, bei angenommener Dunkelziffer von dann 10. Einige Regionen haben bzw. hatten den Wert 1000 überschritten

Da wo ich wohne würden wir uns über einen Wert von 1000 freuen. In manchen Gegenden sind wir in Österreiche bei 2455 auf 100.000
 
4 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
In manchen Gegenden sind wir in Österreich bei 2455 auf 100.000
Als 7-Tages Inzidenz? Wo genau?

Gemäß https://corona-ampel.gv.at/sites/corona-ampel.gv.at/files/Indikatoren_12112020_korr_1311.xlsx ist der Ort (Bezirk) mit der höchsten Inzidenz Rohrbach in Oberösterreich, mit 1475/100k im Zeitraum 5.-11.11. Es gibt 6 Bezirke über 1000. Die Zahl 2455 übersteht meinen schlichten Plausibilitätstest erst mal nicht, aber vielleicht hat sich die Lage in den letzten 5 Tagen ja auch entsprechend zugespitzt :(

Wie gesagt, bei Zahlen von 2500+ würde ich von der letzten Phase einer Durchseuchung ausgehen und jeden Kontakt ohne FFP-Maske einstellen. Die Positivenrate in Oberösterreich ist 35%, in Salzburg sogar 49%! Was auch immer Österreich gerade tut, es kommt zu spät - zumindest in einigen Regionen. Denn wie gesagt, bei Positivenraten über 50% und Inzidenzen über 2000/100k findet die Durchseuchung bereits statt.

Kein Wunder, dass bei diesem Infektionsdruck die Zahlen in Oberbayern nicht zurückgehen :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Falter
Falter kommentierte
Entschuldigung, war ein Dreher, sollte bei solchen Zahlen nicht vorkommen :(
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Was auch immer Österreich gerade tut, es kommt zu spät...
Bei der ersten Welle waren wir früh dran, hat gewirkt. Daraufhin hat man von Oppositionsseite der Regierung vorgeworfen, dass alle Maßnahmen ohnehin unnötig gewesen seien, dass die Regierung Panik verbreitet hätte anstatt "souverän zu kalmieren" etc. Das ist vor allem den Grünen tief in die Knochen gefahren. Und die haben jetzt drei Wochen lang so gebremst, dass alles reichlich spät (meiner Meinung nach zu spät) kommt.

Es scheint neben allem "natürlichen" Widerstand gegen Einschränkungen auch nicht ausreichend vermittelbar, dass eine Belegung der Intensivbetten mit 35% bereits einen Notstand darstellt. Die Nachlaufquoten an Intensivbetreuung und Toten ist für die meisten Menschen ebensowenig real wie die Ansteckungsgefahr von symptomlosen Infizierten. Dass "Betten" auch nicht gleich "kompetentes Personal" bedeutet, das geht auch nicht in die Schädel. Und so läuft es eben derzeit bei uns dahin, wiewohl die letzten beiden Tage zeigen, dass der Peak möglicherweise bereits erreicht wurde. Noch immer sehr viel zu hoch, aber man freut sich über jeden noch so kleinen Abschwung.

(Bevor da die nächste Diskussion kommt: Ja, Wochenende, aber trotzdem in Vergleich zur Wochenendkurve leicht rückläufig.)

Ein Anstieg scheint mir noch bevorzustehen: Sowohl Handelshäuser als auch Kunden spielen derzeit das Lied vom Tod. Und wie schon der Lustige Augustin ziehen sie Johlend durch die Straßen, denn jeder Tag könnte der letzte sein. Das sollte aber morgen vorbei sein. Bis dann, nach dem Lockdown, wieder die Baumärkte öffnen...
 
falconeye
falconeye kommentierte

Um das besser einschätzen zu können, benötigt man die Dunkelziffer. Positivenraten von bis fast 50% sprechen für eine eher hohe Dunkelziffer über 5x. Die CFR nach dem Peak in Belgien spricht für eine eher geringe Dunkelziffer unter 5x dort. Wir werden sehen.
 
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Gianni33
Gianni33 kommentierte
...und schon formieren sich die Impfgegner zu Protestaktionen auf der Straße:00009168:
 
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Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

und um so mehr gibt es für die, die sich Impfen lassen ;)
 
Ernie62
Ernie62 kommentierte

Ok, können sie ja, auf einer einsamen Wiese / Wald mit einem Zaun drum. Aber die Zelte nicht vergessen und genügen Dosen Ravioli für die Quarantäne, die vor Ort verbracht werden muß. Verlassen darf den Ort nur wer einen negativen, selbst gezahlten Test vorweisen kann. - Ich fasse es nicht mehr, was da abgeht und an Egoismus nicht zu topen ist.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

(y)
und wenn man sieht was da gestern auf der Ministerpräsidenten Konferenz abgelaufen ist
kann man nur noch mit dem Kopf schütteln :(
 
falconeye
falconeye kommentierte

...und schon formieren sich die Impfgegner zu Protestaktionen auf der Straße:00009168:
Das ist ja unwichtig. Sobald jede, die sich impfen lassen möchte, auch geimpft ist, werden die Corona-bedingten Beschränkungen einfach alle aufgehoben. Das ist bei einer Wirksamkeit von 90-95%, und wegen der geringen Gefährlichkeit für unmündige Kinder, ethisch absolut vertretbar. Der Staat hat dann seiner Schutzpflicht seiner Bürger Genüge getan. Falls eine Herdenimmunität damit allein nicht erreicht wurde, infizieren sich die Nicht-Geimpften danach automatisch durch, bis. So oder so werden die Impfstoffe das Problem daher lösen, tatsächlich umso schneller, je weniger sich impfen lassen wollen.
 
4 Kommentare
Kay
Kay kommentierte
Es bringt nur leider zu diesem Zeitpunkt nicht mehr entscheidende Gewinne, die Lage sachlich zu ergründen. Die Unsachlichkeit hat sich in beiden Lagern verhärtet.
Und die wenigen, die es immer noch versuchen, stehen mit ihren Gebetsmühlen auf abgesägtem Posten.

Leider !
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay
Das kommt drauf an, was Dein Ziel ist. Ich finde, die Lage sachlich zu ergründen, ist hilfreich - für mich. Und für alle, mit denen ich darüber sachlich reden kann. Gerne auch für die, mit denen das Gespräch unsachlich beginnt und dann sachlich weitergeführt werden kann. Die soll es ja auch geben ;)
Dabei ist es mir völlig egal, wo ich mit meiner Gebetsmühle stehe.

Das sieht natürlich anders aus, wenn man sich auf die Fahne geschrieben hat, möglichst viele Menschen mit sachlichen Argumenten zu überzeugen und dabei oft erlebt, dass das nichts bringt. Also wie so oft eine Frage der eigenen Erwartungshaltung.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ich finde das im Artikel zu kompliziert gedacht.

Es ist genau eine Frage zu beantworten:
Ist Covid-19 zu gefährlich, um eine Durchseuchung der Bevölkerung zulassen zu können?

Aus der Antwort folgt das Weitere. Insbesondere jetzt, da klar wird, dass Impfen wohl funktionieren wird (ohne Impfungen gäbe es ja gar keine zwei Alternativen). Die Antwort kann so oder so gegeben werden. Meiner Meinung nach wird an dieser einen zentralen Frage aber nicht transparent und offen diskutiert - und so ein Konsens ermöglicht. Stattdessen bilden sich Lager, als stünde die Antwort auf diese Frage unverrückbar fest. Der Telepolis-Artikel leistet hier ebenfalls nichts Hilfreiches.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Der Artikel hat zumindest für mich noch eine Reihe von Aspekten in
Erinnerung gerufen, die ich zwar alle kannte, aber teils aus den Augen
verloren hatte.
 
Bayerns Ministerpräsident Söder geht davon aus, dass die Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus verlängert werden. Nach den Bund-Länder-Beratungen meinte er, er habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut sei.

 
falconeye
falconeye kommentierte

Den zeitlich begrenzten Light-Lockdown fand ich von Beginn an zweifelhaft.
Das ist aber eine unfaire Einschätzung. Der Rt-Wert jetzt nach 2.5 Wochen pendelt sich bei knapp 1 ein (~0.97) und verharrt dort. Das reicht nicht für den angestrebten Rückgang der Fälle, für 50 bis Ende November wäre ab jetzt ein Rt von etwa 0.8 erforderlich.

Aber zu behaupten, es sei von Beginn an klar gewesen, dass die Maßnahmen einen Rückgang von 1.5 auf 0.97, aber nicht von 1.5 auf 0.8 bringen, ist unfair. Immerhin wurde 75% des Ziels (der Reduktion von Rt) erreicht. So viel fehlt da nicht. Aber das kann man erst jetzt erkennen, bzw. nächste Woche noch genauer. Die Politik fährt hier doch auch nur auf Sicht. Für die fehlenden 25% muß halt eine Maßnahmenschippe draufgelegt werden - aber nicht viel.

Ein Kandidat hier ist die Schul- und Kitaschliessung - bzw. die Halbierung von Klassen. Will man vermeiden, ist allerdings die klassische Maßnahme zur Epidemieeindämmung. Ich verstehe nicht wirklich, dass es der Epidemiologie nicht gelingt, ein mathematisch belastbares Modell der Wirkung der Schulen auf Rt zu erarbeiten. Aus dem (wohl aktuell noch geringen) Infektionsgrad der Schulen (3%?) müsste sich das doch berechnen lassen. Eine andere mögliche Maßnahme wäre die Einschränkung von Mobilität ohne triftigen Grund nach einer Uhrzeit - da dies private Besuche nach Feierabend erschwert.
 
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häuschen
häuschen kommentierte
Ich kann ja auch gar nicht einschätzen, wie lange Light dauern muss. Ich finde es schwierig, wenn man einen Zeitraum von 4 Wochen festlegt und das Versprechen dann nicht halten kann. Wenn man mit Weihnachten halbwegs sicher sein wollte, so war wohl der Gedanke, wären 6 Wochen die bessere Wahl gewesen. Man könnte dann ja früher wieder „aufmachen“, wenn sich die Sache positiv entwickelt. Das käme sicher auch besser an, als eine nachträgliche Verlängerung.
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Das stimmt. U.a. deswegen will man ja möglichst auf Schul- und Kitaschließungen verzichten. Aber wenn das Pandemiegeschehen es erfordert, müssen leider auch Schulen und Kitas vorübergehend geschlossen werden. Das bleibt also abzuwarten.
 
Kay
Kay kommentierte


Das ist doch viel schlimmer:
Wo sollen denn die hamburger Jungmütter hinfahren, wenn sie ihre Kids nicht mehr mit dem SUV zur Schule bringen können/dürfen ?
 
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Jetzt haben wir auch die Preise von der hamburger Industrie und Wirtschaft - leider ein wenig spät, aber jetzt ist gut :



Mal schauen, was daraus wird ... - ich glaube an solche Unternehmen. Da wird nicht auf den 25. verschoben, sondern gemacht. Jetzt.
 
3 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
CE zertifiziert durch: 4ward Testing Ltd, UK
Ich finde kein Prüfzertifikat und keine CE-Nummer zum selber überprüfen.

Sorry, aber nach dem ein oder anderen Fehlkauf bin ich da kritisch.
 
Kay
Kay kommentierte


Leider finde ich/gibt es online den Artikel nicht: In der MOPO ( Druckausgabe ) stand heute ein Bericht.

Angeblich sollen FFP2-Masken noch folgen.
Hoffentlich war das keine Eintagsfliege. Wenn es weitere Berichte gibt, bleibe ich am " Ball " ( Hugo :D meint: Auch ohne Zuschauer ).
 
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Kay
Kay kommentierte
Wenn Du Schulen und Kitas schließt, können die Eltern nicht mehr arbeiten.
Tja, es ist ein Dilemme. Die Coronaentscheidungstreffer haben natürlich auch verinnerlicht, dass ein Wirtschaftsshutdown unrealistisch ist.
Also wurden die Schulen eine gewisse Zeit für relativ ungefährlich erklärt. Wie lange sich das wohl aufrecht erhalten lässt - sicher nur eine Frage der Zeit. Es bleibt spannend.
 
Kommentar
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falconeye
falconeye kommentierte
Die 95% errechnen sich zu 1 - 8/162 = 95.1%. Nach 162 + 8 = 170 Infektionen. 3 Fälle mehr oder weniger (der Poisson-Fehler von 8 ist 2.8) würde die Zahl ändern auf 93% - 97%.

Ohne Impfstoff hätten sich also ca. 162 + 162 = 324 = 753/100k infiziert - entsprechend einer Inzidenz von ca. 100 über 7 Wochen. Weshalb ein solcher Test in Deutschland im Sommer z.B. nicht möglich gewesen wäre ;)

Ermutigend ist auch, dass die Wirksamkeit bei 65+J scheinbar nicht abgenommen hatte.
 
3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Danke. Ich möchte insbesondere den folgenden Satz herausheben, der so für mich eine neue Info beinhaltet:
Wir haben zum Beispiel gute Hinweise, dass die Testungen bei den über 60-jährigen im Spätsommer und Herbst fast vollständig waren.
Eine altersabhängige Dunkelziffer ist ein interessantes Konzept, das man in jedes Modell einbauen müsste.

Ferner berechnet Viola Priesemann eine über die Gesamtbevölkerung gemittelte IFR von 1.5%. Dies ist ein interessanter Kontrapunkt zu den vielen Schätzungen <0.5%, die in den Medien kursieren. Ich selbst verwende weiterhin den zu 1.01% berechneten Wert der IFR für die deutsche Demografie. Möglicherweise zu wenig Beachtung erhält die Frage, ob die IFR bei Aerosol-Infektion (Lunge) möglicherweise höher als bei Tröpfcheninfektion (Gespräch) ist. Aber für die grundsätzliche Betrachtung von Fr. Priesemann ist die IFR ja ohne grossen Belang.

Was mir aufgefallen ist: Aktuell hat Australien einen "Ausbruch" mit ~20 Fällen (der Adelaide Cluster), auf den die Provinz Süd-Australien mit weitergehenden Restriktionen als unserem Lockdown-Light begegnet, u.a., Schulschließungen, Einschränkungen des Flugverkehrs, Grenzschliessungen zu Nachbarprovinzen, Stay at Home Order etc. Nur auf 1 Woche begrenzt, man schlägt halt JEDEN Fall tot. D.h., der Inzidenzgrenzwert ist 0+! Wir erinnern uns: Bei 0-Inzidenz können die Gesundheitsämter allein das Virus besiegen, wie der Webasto-Fall zeigte, bei dem Kontakte noch extrem aggressiv verfolgt werden konnten.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Bei der niedrigen Zahl von Infizierten in Südaustralien (unter 40, Quelle: Google mit Verweis auf JHU) ist ein 20-Fälle-Cluster vergleichsweise ein Großereignis. Daher finde ich die Reaktion angemessen.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Zunächst mal gehen wohl alle Fälle z.Zt. auf das Adelaide Cluster zurück, plus wenige Einreisequarantänefälle.

Zum anderen will ich genau das Gegenteil dessen sagen, was Du vermutest: Es geht mir nicht darum, ob eine bzw. ~20 Infektionen im Vergleich zur Inzidenz viel oder wenig ist. Sondern darum, dass eine (in Australien) erfolgreiche Strategie auf einer Null-Toleranz Politik gegenüber JEDER EINZELNEN Infektion basiert. Das ist kein Grenzwert 35, sondern 0+!. Das wollte ich nur einmal erwähnen, da Fr. Priesemann im Artikel darauf hinweist, dass man Rt bei jeder Inzidenz unter 1 drücken kann, der Aufwand und damit wirtschaftliche Schaden dafür aber mit der Inzidenz ansteigt.

Und Australien hatte bisher ca. 27.000 Fälle, es ist also nicht so, als wäre Australien verschont geblieben. Die niedrige Zahl von Infizierten in Südaustralien ist also eine Wirkung und keine Ursache.
 
Knapp drei Wochen nach Beginn des "Lockdown light" stabilisieren sich die Zahlen der Neuinfektionen auf hohem Niveau, so das Credo der Nachrichten in den letzten Tagen. In meinen Augen ist das nur ein kläglicher Teilerfolg. Es wäre m.E. mehr möglich gewesen, mit genau den aktuellen Maßnahmen. Voraussetzung wäre gewesen, es hätten sich mehr Leute dran gehalten. Stattdessen verhallen die Appelle der Pollitik im Nirgendwo.
Hierzu hier ein Bericht des WDR, bezogen auf NRW. Ich vermute, in den anderen Bundesländern sieht es nicht besser aus.
https://www1.wdr.de/nachrichten/the...a-lockdown-innenstadte-einkaufen-nrw-100.html
 
Fraenker
Fraenker kommentierte

Die Schulen sind noch offen, Handwerker arbeiten in Häusern und Wohnungen, die Bahnen und Flieger sind gut besetzt.
Quasi eine ganze Herde von rosa Elefanten:rolleyes:.
Die Schulschließungen werden wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Schulschließungen will keiner, aber die von mir noch nie sonderlich geschätzte Kultusministerkonferenz sowie die Länder wollen ja noch nicht mal die Klassen teilen, obwohl das ab einer 7-Tagesinzidenz >50 Empfehlung u.a. des RKI ist. Genau das wurde ja von Frau Merkel angestrebt, erntete aber wohl den meisten Widerstand der Länderchefs. Man könnte es den Schulen imho wenigstens frei stellen, es so zu handhaben, statt es sogar noch zu untersagen.
Wenn man der Regenbogenpresse glauben darf, bereiten die (oder einige) Länder für das nächste Treffen mit dem Bund einen eigenen Vorschlag vor, auch da keine Spur von Distanzunterricht, lediglich Verlängerung der Weihnachtsferien bis 10.01.

Eine Quelle z.B.:

Im Text mal wieder ein Beispiel für mangelndes Sprachgefühl:
Im Eckpunktepapier der SPD-Länder ist zudem eine Ausweitung der Mund-Nasen-Bedeckung (...) geplant.
Das wär eher schlecht - ist schon besser, wenn die Dinger gut passen!
 
Fraenker
Fraenker kommentierte

Schulschließungen will keiner...
Natürlich will die keiner, aber das ist doch irrelevant. Kann mir auch keiner erzählen, dass er eine Maskenpflicht "will".
Aber wenn es zur Eindämmung beiträgt, muß es eben sein. Und dann darf es auch keine politisch motivierten Ausnahmen geben.
 
Kay
Kay kommentierte


So ist das.
Hugo hat seine erste Stunde im Englischkurs gehabt und :D meint : Schulschließungen sind ein Mask Have !
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ja, natürlich muss es sein, wenn es sein muss. Ich finde halt eben nur, dass es schon vorher auch andere Möglichkeiten gegeben hätte, siehe meinen Kommentar hier.
 
Es wäre m.E. mehr möglich gewesen, mit genau den aktuellen Maßnahmen. Voraussetzung wäre gewesen, es hätten sich mehr Leute dran gehalten. Stattdessen verhallen die Appelle der Pollitik im Nirgendwo.
Genauso sieht es auch in Österreich aus nach dem Lockdown Light. Selbst jetzt, nach dem fast echten Lockdown scheren sich einige noch immer nicht um die nötigen Maßnahmen zur Eindämmung. "Wurscht, aber das Bier beim Wirten fehlt mir." Vorgestern musste ich einkaufen, auf einem Markt (leider, aber ausnahmsweise unumgänglich). Ich bin zu einer Zeit hingegangen, in der dort schon nichts mehr los ist. Kaum Leute, die Standler packen schon ein, was ich brauche, bekomme ich trotzdem. Und was sehe ich dort? Mehrere (männliche) Marktbesucher, die den Mund-Nasen-Schutz nicht mal am Kinn oder in der Hand tragen.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Weniger als zehn.

Und eine persönliche Einschätzung ist völlig irrelevant, wenn es klare und einzuhaltende Vorgaben gibt. Es stehen sogar Tafeln an den Enden des Marktes, dass MNS innerhalb des Marktes verpflichten zu tragen ist.

Das mit der persönlichen Einschätzung führt auch zu vielen Strafmandaten („Knöllchen“).
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Die Gefährdung der eventuellen Infektion durch diese Masken-nicht-Träger sehe auch ich nur als gering.
Die Gefährdung besteht m.E. vielmehr darin, dass das Handeln gegen die Vorschriften aufgrund "eigener Risiko-Einschätzung" der Masken-nicht-Träger ein schlechtes Beispiel gibt.
Nach allem was ich von Anderen zu dem Thema Masken tragen oder nicht hören musste, wird diese "eigene Einschätzung" selten von Logik getragen.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Ich weiss nicht mehr, wann mir die Idee kam. Da war Google näher als eine Supermarkt-Angestellte.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Wer unbedingt seinen Einkaufszeitpunkt optimieren möchte, der mache dies bitte anders!
Kein Anruf, keine Brigitte, mit oder ohne de ...
Auf Google nach dem Markt suchen (z.B. Buxtehude Edeka), auf den rot markierten Buchstaben des Google Treffers klicken und dann erscheint eine Statistik der Besucherfrequenz zu jedem Tag und Uhrzeit, inkl. der aktuellen LIVE Auslastung (roter Balken). Google weiss das aufgrund der Bewegungsdaten von Android Smartphones. Wir kennen das ja schon von der Strassenverkehrsstatistik (Stauerkennung), die auch jeden Radiosender mit Verkehrsnachrichten schlägt.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Das kannte ich noch gar nicht. Tatsächlich kam dabei heraus, dass für meinen Supermarkt (abgesehen von den unchristlichen Morgen- und Abendzeiten) Dienstag um 14:00 die beste Einkauzfszeit ist.
 
Einen Tag, nachdem Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) auf einer Pressekonferenz behauptet hat, dass sich neun von zehn infizierten Schülern und Lehrern außerhalb der Schule angesteckt haben, zeichnet sich in Hamburg Deutschlands größter Ausbruch in einer Bildungseinrichtung ab.

 
5 Kommentare
ernst.w
ernst.w kommentierte
Für mich der wichtigste Teil:
Der Leiter der Bundesbehörde appellierte gestern noch einmal an die Bundesländer, den Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb zu folgen – die eine Maskenpflicht im Unterricht und kleinere Lerngruppen vorsehen. Kein Bundesland beachtet bislang die Empfehlungen.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Genau, sehe ich auch so. „Wir wissen es besser als das RKI“
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Ja, Schulöffnung ist jetzt ein Politikum. Ich habe den Eindruck, dass das überhaupt nicht mehr unter epidemiologischen Gesichtspunkten betrachtet wird. Anfangs ging es ja durchaus mit geteilten Klassen und kleinen Lerngrupppen, je nach Schule auch mit wechselndem Präsenzunterricht. Mit dem Argument "Schule ist ein überschaubarer Ort, da lassen sich Cluster gut beherrschen" konnte ich mich anfreunden. Nur ist es inzwischen (eben ab einer Inzidenz >50) so, dass das eben nicht mehr beherrschbar ist und schon gar nicht nachverfolgbar von den Gesundheitsämtern. Manche Länder schicken bei einem positiven Fall die ganze Klasse in Quarantäne, manche nur den direkten Sitznachbarn. Im Sommer wurde verpennt, die Schulen zu sanieren oder so auszurüsten, dass Lüften wirklich überall möglich ist. Einige Schulen haben Luftreiniger gespendet bekommen und dürfen sie jetzt wegen fehlender Genehmigung der Schulbehörde nicht einsetzen.

Manche Schulen protestieren laut und öffentlich (google mal "Solinger Weg"), die meisten seufzen nur hinter vorgehaltener Hand.

Und von der besten Freundin unserer Jüngsten hören wir von enormem Notenstress (bei ihr steht der Realschulabschluss an, Prüfungen sind im Mai). So nach dem Motto "wir machen schon mal so viele Noten wie möglich, falls wir doch irgendwann schließen müssen". Bei uns hat das Schuljahr Mitte September wieder begonnen. Die Freundin hatte Anfang November, also nach ca. 7 Wochen Schule, bereits 11 (elf) Noten absolviert (und ich rede da nicht von Vokabeltests oder Kurzabfragen, die gibts noch obendrauf). Unsere Tochter hatte da vor einem Jahr gerade mal 4 (vier) Noten, was völlig normal ist. Das Mädel ist ein Nervenwrack und kann schon nicht mehr schlafen vor lauter Lernen. Ich kenne sie schon lange, aber so habe ich sie noch nie erlebt.

Mhh, an der Länge meiner Texte merkt man immer ganz gut, wenn mich was sehr beschäftigt, in diesem Fall: extrem wütend macht....
 
Kay
Kay kommentierte


Die Veddel ist eh ein besonderer Stadtteil: Eng, abgeschlossen, unterste soziale Abgrenzung mit hohem Migrationsanteil. Da ist eh alles problematisch.
Die ärztliche Versorgung ... - ich such mal was raus - schlimm !


Ergänzung Mopo:

 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

Ja, Schulöffnung ist jetzt ein Politikum.
War ein Politikum. Da der Lockdown Light nicht ausreicht, Rt unter 1 zu drücken, werden weitere Maßnahmen erforderlich und nächste Woche sicher auch verfügt - meine Einschätzung. Da hat die Abkehr vom Schul-Regelbetrieb noch den geringsten wirtschaftlichen Schaden - vor allem, wenn sich Eltern für die Betreuung zusammentun.
 
Die Veddel war schon fast runter bis zum Ghetto. Abgeschnitten vom Rest von Hamburg durch Nebenarme der Elbe und den Hafen.
Wenig Versorgung medizinisch und auch sonst. Wenig deutsch auf der Strasse.

In der letzten Zeit gab es einige Bemühungen, das Viertel wieder positiv in Schwung zu bringen.
Es wäre jammerschade, wenn jetzt das Virus den zaghaften Anfang zurückwirft. Und für die Menschen dort ist das ohnehin eine Katastrophe.
 
Kommentar
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