Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Unter anderem, ja. Es hat ja nicht nur eine Veranstaltung gegeben, es gab hunderte Anmeldungen
mit dem Ziel die Verwaltung auszuhebeln. Der 29.8. wurde von Schwurblern, Esoterikern,
Nazis, Reichsbürgern und Vollpfosten gleichermaßen als Datum ausgerufen, und jede einzelne
Gruppierung wusste genau wer sonst noch alles Seite an Seite mitlaufen würde.

Wer sich von den Nazis hätte distanzieren wollen, hätte auch ein anderes Datum wählen können.
Haben sie aber nicht. Jeder der da mitgelaufen ist hat akzeptiert neben Nazis und Hooligans
zu laufen.

Hunderte Anmeldungen? - nein, Tausende! Nach Angabe des Berliner Innensenators soll es für diesen Tag in Berlin ca. 5000 Demo-Anmeldungen gegeben haben!
Man kann ja mit allem Missbrauch treiben - hier mit dem Demonstrationsrecht.
Ich denke, das wird noch ein Nachspiel haben.

Gruß
Hans
 
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Zu Moderationszwecken schließe ich diesen Thread für kurze Zeit. Wenn ich aufgeräumt habe, wird er wieder geöffnet.
 
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Am Wochenende sind die Diskussionen hier z.T. eskaliert, wurden vielfach unsachlich geführt und drifteten ins off-topic ab. Ich habe daher heute Morgen etliche Beiträge editiert, moderiert und auch gelöscht. Leider hatte ich Samstag und Sonntag aus persönlichen Gründen kaum Gelegenheit, online zu sein. So konnte ich leider nicht schnell genug reagieren.

Ich erinnere nochmal daran, dass dieser Thread dazu gedacht ist, unsere Communitymitglieder in einer für uns alle einmaligen und nie dagewesenen Zeit zu begleiten und zu informieren. Er ist gedacht zur gegenseitigen Unterstützung innerhalb unserer virtuellen Gemeinschaft.

Ausdrücklich NICHT dient er als Bühne für die Vertretung persönlicher politischer Meinungen, gegenseitige Anfeindungen, Selbstdarstellung und/oder eingehender Diskussion von weitestgehend themenfremden Sachverhalten oder Ansichten.

Als Betreiber dieser Plattform nehmen wir uns heraus und haben darüber auch bereits mehrfach informiert, bestimmten Beiträgen entgegenzutreten bzw. diese hier nicht zuzulassen. Dies betrifft insbesondere:
- rechtsgerichtete Ansichten und entsprechende Propaganda
- Reichsbürgertum
- Corona-Leugner und -Verharmloser

Diese Aufzählung ist nicht abschließend oder vollständig, es sind lediglich Beispiele.

Interessant ist eine Entwicklung, die hier öffentlich im Thread nicht sichtbar ist: es treffen viele Beitragsmeldungen ein von Usern, die hier im Thread bisher nicht oder kaum durch sachliche oder informative Beiträge aufgefallen sind. Der Eindruck entsteht, dass dieser Thread mehr und mehr dazu benutzt wird, unliebsame Äußerungen unliebsamer User zu melden und uns zu harten Konsequenzen aufzufordern. Das betrifft Vertreter ganz verschiedener Ansichten. Zudem beschweren sich die einen, wir löschen und moderieren zu wenig und die anderen, wir löschen und moderieren zu viel. Wir wissen natürlich seit langem, dass wir es grundsätzlich nicht allen recht machen können - das ist unser Los seit Bestehen dieser Community. Wir nehmen auch jede Meldung ernst und gehen ihr nach. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen benötigen wir allerdings nicht - unsere Entscheidungen müssen und werden wir nicht rechtfertigen.

Wem das nicht gefällt, dem steht es jederzeit frei, den Thread nicht mehr zu lesen oder einzelne User zu ignorieren.

Grundsätzlich halten wir nichts von Verabschiedungsmeldungen wie "an diesem Thread nehme ich aus Grund xy nicht mehr teil". Das bringt den Thread nicht weiter und enthält keine relevante Information. Macht es einfach, ihr braucht das nicht anzukündigen. Selbstverständlich helfen wir aber gerne, den gefassten Vorsatz auch einzuhalten und werden in Zukunft bei einer solchen Ankündigung auch direkt und ohne weitere Ankündigung das Schreibrecht in diesem Thread entziehen.

Damit in Zukunft solche Eskalationen wie in den letzten beiden Tagen nicht nochmals auftreten, werde ich diesen Thread nun jedesmal dann temporär schließen, wenn ich absehen kann, dass ich längere Zeit den Thread nicht betreuen kann. Das wird insbesondere die Wochenenden betreffen. Diese Tage nutze ich derzeit hauptsächlich für die Erledigung und Bewältigung privater Dinge, die für meine Familie und mich aufgrund der Corona-Pandemie hinsichtlich unserer Zukunftsplanung z.T. sehr kurzfristig erledigt werden müssen.

Darüber hinaus werde ich alle Teilnehmer, die zum Thema SARS-CoV-2/COVID19/Corna-Pandemie nichts inhaltlich beitragen, sondern dauerhaft den Thread nur als Bühne zur Vertretung ihrer politischen Ansichten nutzen, aus dem Thread entfernen.

Diese Entscheidungen werde ich weder öffentlich noch privat diskutieren.

Ich finde es außerordentlich bedauerlich, dass ich die Dinge nun so handhaben muss. In Anbetracht der Tatsache, dass hier intelligente Erwachsene miteinander diskutieren, habe ich es lange nicht für möglich gehalten, dass wir zu so einer Maßnahme greifen müssen. Eine andere Möglichkeit sehe ich leider nicht.

Ich sage auch gleich dazu, dass dies der allerletzte Versuch ist, diesen imho grundsätzlich sehr wertvollen Thread am Leben zu erhalten. Sollte auch das nichts fruchten, werde ich den Thread endgültig schließen.

Der Thread ist nun wieder geöffnet für sachliche und informative Beiträge zum Thema SARS-CoV2. Von Kommentaren zu meinem Beitrag bitte ich abzusehen.
 
2 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Das wird insbesondere die Wochenenden betreffen.
FYI Ich veröffentliche mein Update zur Pandemie immer Samstags vor 12:00, weil erst bis dahin alle Zahlen der abgelaufenen Woche beisammen sind.

Ich fände es schade, wenn ich dabei dieses Forum auslassen müsste.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Falk, dafür finde ich eine Lösung. Deine Updates sind mir und vielen anderen hier wichtig.
 
Und im Gegensatz zu Dir weiss ich schon länger
wie sich diese Querdenker zusammensetzen, ich habe auch nicht nur ein Video gesehen.

Diese Gruppe scheint mit im Dunstkreis von Ken Jebsen und Co zu agieren. Ich schrieb bereits, dass ich keinerlei Sympathie für diese Leuten habe und ganz sicher nicht der Ansicht bin, dass ich eine Viruserkrankung durch gesunde Ernährung bekämpfen kann. Die spinnen halt.

Aber ebenso spinnen Menschen, die ihre Kinder mit Maske auf die Straße schicken, oder japsend mit FFP-Mundschutz und Gummihandschuhe im Freien rumlungern und von solchen Menschen gibt es in meiner Umgebung unglaublich viele. Aus welchen Quellen diese Leute ihre Informationen schöpfen frage ich mich wirklich. Ich denke nämlich nicht, dass es eine Gegenbewegung zu den Corona-Leugnern gibt und dass diese Menschen sich über die üblichen Kanäle informieren.

Ich schnappe hier im Thread Hinweise auf, die ich ernst nehme, aber ich lese auch Dinge, die ich für übertrieben halte. Ich lese Konversationen, in denen sich unsere anscheinend riesige Risikogruppe reihenweise Späße über Rausnasler und Volldeppen erlaubt. Satzreihen, die niemand braucht und die niemandem weiterhelfen. Informationen der Gegenseite werden konsequent entfernt, da hat man nicht einmal die Möglichkeit Sinnhaftes von Unsinnigem zu trennen.

Der Betreiber hat eindeutig Stellung bezogen und das mag im Sinne eines Internetforums auch die richtige Entscheidung sein. Ich persönlich hielte es für richtiger, in solch einem Thread auch Leute zu Wort kommen zu lassen, die mit der Situation weniger verkniffen und angstfreier umgehen.

Ich würde mich gern in diesem einen Thread über den augenblicklichen Stand der Pandemie erkundigen, weil ich gerade Falks Einlassungen zum Thema als ordentlich recherchiert und entspannt einschätze. Das ist mir aber durch die ständige Hysterie und das boshafte Heruntermachen anders Denkender nicht mehr möglich. [off-topic, persönlicher Austausch bitte per PN!]
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Ich trage normalerweise Stoffmasken, Handschuhe nur anlassbezogen. Im Auto liegen eine Packung OP-Masken und Nitril-Einmalhandschuhe, falls ich mal vergesse, mich zuhause entsprechend auszurüsten.
Ich habe auch FFP2-Masken mit und ohne Ventil. Die mit Ventil sind nur bedingt brauchbar, da sie nur den Träger schützen. FFP2-Masken ohne Ventil (also zum beidseitigen Schutz) habe ich bisher nur bei der Hin- und Rückreise nach/von Island getragen. Sie machen sich schon etwas mehr bemerkbar, als Stoff- bzw. OP-Masken, aber noch im gut erträglichen Maße. 8 Stunden Tragezeit haben mir nichts ausgemacht. Trotz meines vielen Gepäcks musste ich auch nicht japsen.


Auf welche Temperatur stellst du den Backofen ein und wie lange bleiben die Masken drin?
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Übrigens:
Im Testcenter am Frankfurter Flughafen sah ich eine Miarbeiterin, die eine FFP2-Maste ohne Ventil trug. Darunter lugte noch eine OP-Maske hervor. Der Sinn erschloss sich mir nicht....
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hm.... möglicherweise bei durchfeuchteter OP-Maske diese wechseln und die FFP2-Maske dadurch länger nutzen? Was besseres fällt mir da auch nicht ein.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

jaaaa.... könnte vielleicht sein
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

75C haben sie bisher immer ausgehalten - ich mach 2h.
Dann ist auch die Feuchtigkeit draussen aus der Maske.
 
Eine abgewogene Meinung, beinhaltet mehrheitlich Ansichten die ich sofort unterschreiben könnte.
Nur, es gibt in diesem Forum, wie im übrigen in allen Foren verschiedene Naturelle, also alles so wie im richtigen Leben.
Es sind dort zu finden, die nüchtern Argumentierenden, oft mit viel Hintergrundwissen, die emotionalen, denen leicht mal die Hutschnurr hoch geht,
die neutralen, meist nur lesende Forenten, die grundsätzlich gegen etwas sein Wollende usw. usw. aber das ist sicherlich, was Du selbst weißt.

Man kann, mit ein wenig Mühe, die substantiellen Antworten/Meinungen leicht herausfinden. Es gibt bei diesem, in irgendeinerweise jeden betreffenden Thema, mit hoher Wahrscheinlichkeit die oben angedeuteten, keinesfalls vollständig erfassten, Mitforenten.

Ja und zur Wortwahl, naja da gibt es eben Menschen, die so aufgeladen sind, dass es vielleicht sinnvoll wäre, auch in Hinsicht auf ihr eigenes Anliegen, mal etwas Zeit verstreichen zu lassen, bevor man zur Tastatur greift.

Ich selbst bin mehrmals in diesem Thread, aufs Glatteis geführt worden. Wollte gleich antworten, weil ich die betreffende Stellungnahme nicht so stehen lassen wollte. Eventuell kann man ja aus Fehlern lernen.

Also ich finde, trotz oben beschriebenen Nebensächlichkeiten, diesen Thread sehr informativ.

Zu den anderen von Dir festgestellten Forumeigenschaften möchte ich mich nicht äußern.
 
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1 Kommentar
Kay
Kay kommentierte
" Mein " Praktikant hatte sich wohl im März gemeldet. Schön, dass sich jemand darum kümmert. :6874:

Bewegliche Fährtensucher für eine eventuelle Impfversorgung mit Lagerung und Kühlketten, Vorratshaltung und Verteilung könnte dann ein weiterer Schritt sein.
 
Eine höhere Letalität und lange Beatmungsdauer unterscheiden COVID-19 von schwer verlaufenden Atemwegsinfektionen in Grippewellen

Im Rahmen des ICOSARI-Sentinels werden Patienten mit einer schweren akuten respiratorischen Erkrankung (SARI) erfasst. Im Epidemiologischen Bulletin 41/2020 werden hospitalisierte COVID-19-Patienten mit SARI-Patienten aus 5 vergangenen Grippewellen hinsichtlich Krankheitsschwere, Altersstruktur und Dauer der stationären Behandlung verglichen. Die Ergebnisse zur Erkrankungsschwere von SARI-Patienten mit COVID-19-Erkrankung belegen die Notwendigkeit, intensivmedizinische Ressourcen weiter vorzuhalten, falls die Zahl der COVID-19-Fälle im Herbst 2020 wieder ansteigen sollte. Aufgrund des höheren Anteils beatmungspflichtiger Patienten und der beobachteten langen Beatmungsdauer muss man sich auf eine höhere Zahl von Beatmungsplätzen einstellen, als dies bei der gleichen Anzahl schwerer Erkrankungen während einer Grippewelle vergangener Saisons erforderlich war.

Quelle und Link zum PDF:
 
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Diese Gruppe scheint ... hier wühlen kann.

Ich sehe das in weiten Teilen ähnlich.
Was mich allerdings irritiert: Ich lese bei Dir von “unglaublich vielen“, die mit FFP Masken und Gummihandschuhen im Freien unterwegs sind und nochmal woanders gibt es laut den Berichten hier genauso viele, die ohne Masken und mit viel zu wenig Abstand in den Läden oder Bus/Bahn unterwegs sind...
In meiner Lebenswirklichkeit und in der meiner Famile ist beides die Ausnahme... :oops:

Wohlgemerkt, ich habe beides schon gesehen, die (meist etwas älteren) mit runtergerutschter Maske kommen gefühlt minimal häufiger vor, als die übertrieben vorsichtigen.
Bei Bildern oder Filmen in Medienberichten wird nach meiner Beobachtung geschickt mit gestalterischen Mitteln gearbeitet, um den gewünschten Effekt zu erzielen - schöne lange Brennweite, die an Stränden oder in Fußgängerzonen zu geringe Abstände suggerieren sollen; geschickte Ausschnitte, wenn es zu wenig Masken sein sollen; Einzelportraits, wenn der übervorsichtige Gasmaskenträger das Thema ist. Mich persönlich treffen solche Bilder nicht emotional, ich würde sie genauso angehen, wenn ich den Auftrag hätte... Aber selbst meine Frau, die ich immer wieder auf die Fotografentricks hinweise, fällt darauf rein.

Es ist ja eine Spezialität von uns Deutschen, dass wir alles, und wenn es noch so gut ist, kritisieren. Wir sind die ungeschlagenen Meckerweltmeister.
Da kann die ganze Welt neidisch sein, weil bei uns alles so perfekt ist - wir meckern trotzdem...

Vielleicht sollten wir ein bisschen “chilliger“ und mit mehr gesundem Hausverstand mit den Dingen umgehen...
Der eine oder andere Opa im Edeka mit der verrutschten Maske wird nicht dafür sorgen, dass tausende Altersgenossen dahingerafft werden und das Maskentragen an sich bringt wirklich niemanden um, solange es nur die paar Minuten beim Einkaufen oder in der Tram sind. Zahnärzte und OP-Teams verbringen ihr halbes Leben hinter den Dingern... ;)

Lasst uns doch verbal ein bisschen runterkommen.
Es muss nicht immer die wortgewaltige Bazooka mit “Volldeppen“, “geistigen Tieffliegern“ oder “Panikblase“ sein (um nur einige wenige Beispiele zu nennen), oft trifft die spitze Feder die Wahrheit viel besser.
Es wäre doch schade um diesen Ort im Netz, wo man breitgefächert Tatsachen und Meinungen finden kann, die verhindern, dass man in seiner eigenen Filterblase verkümmert. Dazu gehört auch, die Argumente anderer zu ertragen, sie im schlimmsten Fall mit eigenen Argumenten zu hinterfragen.
Wer sie nicht lesen will, braucht das nicht zu tun (das gilt übrigens für das ganze Thema hier)! Aber um die eigene Meinung zu schärfen braucht es Gegenmeinungen, um die Details abzuschleifen, die vllt. doch nicht ganz richtig sind.

:)
 
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3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Vielleicht sollten wir ein bisschen “chilliger“ und mit mehr gesundem Hausverstand mit den Dingen umgehen...
Jedes Land hat seine Stereotypen. Lass uns doch die unseren, sind ja nicht nur schlecht ;)
 
häuschen
häuschen kommentierte
Ich werde mal drauf achten, ob mir die extrem Vermummten ggf. besonders auffallen. Vielleicht entstaube ich ja auch mal ein Tele :)
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
@häuschen
Ich frag´ mal den Knaben, der hier in Schwabing mit Filter-Gasmaske und Gummihandschuhen rumläuft, ob ich ihn für Dich fotografieren darf... ;)
 
Die Gesundheitsämter in eurer Stadt oder eurem Kreis sind diejenigen, die die Entscheidungen der Landesregierung z.B. zu Teststrategien und Nachverfolgung umsetzen müssen. Das gelingt ihnen je nach Vorgaben und Ausstattung vermutlich unterschiedlich gut.

Hier bei uns (ja, ich weiß, in Bayern ist alles ein bisschen anders ;) ) sieht das ab heute so aus:
Bisher gab es eine sog. "Teststrecke", also eine provisorische Einrichtung, in der die Tests durchgeführt wurden, die vom Gesundheitsamt angeordnet waren (z.B. Kontaktpersonen Grad I). Am 10.8. hat die bayerische Landesregierung beschlossen, dass in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt ein Testzentrum eingerichtet werden muss. Die Vorgabe ist, dass jedes Testzentrum zwei bis drei Promille der Einwohnerzahl von Stadt und Landkreis pro Tag testen kann.

Die bisherige provisorische Strecke wurde also nun in kürzester Zeit umfassend umgebaut. Dass das hier so schnell und gut ging, liegt zum einen am guten Miteinander von THW, Feuerwehr, Krankenhaus, Gesundheitsamt und Wohnungsbaugesellschaft. Zum anderen haben wir hier seit ein paar Jahren räumlich viele Möglichkeiten durch die großen, freigewordenen Liegenschaften der ehemals hier stationierten amerikanischen Soldaten (da sind inzwischen auch ein Ankerzentrum sowie verschiedene Unternehmen, z.B. Physiotherapie etc angesiedelt). Also wurde ein bestehendes Gebäude umgebaut. Nun können dort ab heute statt bisher 150 bis zu 340 Tests pro Tag durchgeführt werden.

Durchgeführt werden:
  • Tests für Kontaktpersonen 1. Grades auf Anordnung des Gesundheitsamts
  • Reihentestungen z.B. für Personal von Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen
  • Tests für Reiserückkehrer (egal ob aus Risikogebiet kommend oder nicht)
  • Tests für symptomatische Personen mit Überweisung des Hausarztes (wobei der das auch selber machen kann, ist also wohl nur gedacht für solche Praxen, die die Möglichkeit nicht haben oder überlastet sind)
  • Außerdem kann sich nach wie vor jeder in Bayern jederzeit auf eigenen Wunsch testen lassen
Natürlich muss man einen Termin vereinbaren, einfach vorbeigehen ist nicht. Ordnet das Gesundheitsamt einen Test an, bekommt man den Termin sofort mit der Anordnung mitgeteilt. Anders als zuvor ist das Testzentrum an 5 Tagen in der Woche geöffnet. Das Personal besteht z.T. aus niedergelassenen Ärzten. Außerdem haben Stadt und Kreis Schweinfurt per Amtshilfeersuchen Personal von der Bundeswehr angefordert und bewilligt bekommen.

Um die Zahl von 340 Tests pro Woche Tag besser einordnen zu können: die Einwohnerzahl des Landkreises ist ca. 115.500 in 29 Gemeinden, die der kreisfreien Stadt Schweinfurt ca. 54.000.

Wie ist das bei euch geregelt (andere Bundesländer, Österreich, Schweiz?)
 
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Bisher war hier eher von aus Risikogebieten heimkehrenden Touristen die Rede.
Kennt jemand die aktuellen Regeln für Einreisen aus beruflichen Gründen? Beispiel: Ingenieur oder Musiker für einen Tag aus Paris.
 
5 Kommentare
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
ich würde bein örtlichen Gesundheitsamt nachfragen, da es jedes Bundesland augenscheinlich
anders regelt.
warum sollte es unterschiedliche Regelungen geben. Ob private oder berufliche Reise??
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
In NRW wird nicht nach dem Anlass des Auslandsaufenthaltes unterschieden.
 
Bertho
Bertho kommentierte
Danke. Nachträglich habe ich dann einen passenden Link gefunden, wo die Regeln ab heute sehr gut dargestellt sind. Ganz offiziell auf hamburg.de.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Gib uns den Link doch mal hier herein.
 
Bertho
Bertho kommentierte
Hier der Link zur Hamburger Regelung ab 1. September 2020 und ein Auszug mit Hervorhebungen von mir:

https://www.hamburg.de/verordnung/14238770/2020-08-25-rechtsverordnung/


Teil 8 Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende

§ 35 Absonderung für Ein- und Rückreisende; Beobachtung
(1) Personen, die auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland in die Freie und Hansestadt Hamburg einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet nach Absatz 4 aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern; dies gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Den in Satz 1 genannten Personen ist es in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Sorgeberechtigte Personen oder Pflegepersonen im Sinne des § 1688 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches in der Fassung vom 2. Januar 2002 (BGBl. 2002 I S. 45, 2909, 2003 I S. 738), zuletzt geändert am 15. Mai 2020 (BGBl. I S. 948), sind verpflichtet, die Einhaltung der Sätze 1 und 2 durch die gemeinsam mit ihnen in einem Haushalt lebenden Kinder zu gewährleisten.
...
(4) Risikogebiet im Sinne des Absatzes 1 ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht.

§ 36 Ausnahmen
...
(3) § 35 Absatz 1 Satz 1 gilt nicht für Personen, die über ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder in englischer Sprache verfügen, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus vorhanden sind, und dieses der zuständigen Behörde auf Verlangen unverzüglich vorlegen. Das ärztliche Zeugnis nach Satz 1 muss sich auf eine molekularbiologische Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus stützen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut veröffentlichten Staat durchgeführt und höchstens 48 Stunden vor Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden ist. Das ärztliche Zeugnis nach Satz 1 ist für mindestens 14 Tage nach Einreise aufzubewahren. Ein aus einem fachärztlichen Labor stammender Befund gilt als ärztliches Zeugnis.
...
 
Wie ist das bei euch geregelt (andere Bundesländer, Österreich, Schweiz?)
Gar nicht in Österreich. Wir haben solche Teststrecken, sie sind keineswegs angeordnet und schaffen trotzdem deutlich mehr Tests. Für Kroatien-Urlauber beispielsweise wurden in wenigen Tagen 14.300 Tests durchgeführt. In Wien standen Autoschlangen vor den Teststationen:
Die kostenlosen Corona-Tests für Kroatienheimkehrer sind abgeschlossen. Die bisher über 14.300 durchgeführten Tests ergaben bisher 279 positive Ergebnisse. "In Summe ist das ein großer Erfolg", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

"Sonderscreening" für Kroatien-Rückkehrer: 14.300 Coronatests
Das Sonderscreening mit gratis Coronatests galt für Urlauber, die zwischen 7. und 16. August aus Kroatien kamen, also vor Inkrafttreten der verschärften Einreisebestimmungen seit Montag. Betroffene konnten sich bis inklusive gestern, Freitag, nach vorherigem Kontakt bei der Gesundheitshotline 1450 testen lassen - Ausnahme war Wien, wo dies nicht notwendig war. "Mit so vielen Interessierten haben wir absolut nicht gerechnet. Alle waren ja ohne Symptome - mit Symptomen hätten sie ja ohnedies einen Zugang zum Gratistest via 1450", bilanzierte Anschober. Screening-Testungen für Menschen ohne Symptome würden zwar die Tageszahlen erhöhen, aber auch die Sicherheit für die Zukunft.
Quelle: https://www.vienna.at/kroatien-rueckkehrer-14-300-tests-279-corona-infizierte/6714687 vom 22.8.2020, die Testzahl von 14.300 wurde also in etwa einer Woche abgewickelt.
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Ja, die Autoschlangen hatten wir auch und je nach Anlass (SSE, Betrieb mit mehreren Fällen, Reiserückkehrer) wurde/wird situationsbezogen reagiert. Die Testzentren sind was anderes und sollen dauerhaft bleiben auch bei sinkenden Zahlen. Ich vermute, die Infrastruktur soll dann auch für Impfungen genutzt werden.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Ich hoffe doch, dass auch in Deutschland die Effizient der Teststationen/straßen auf ein bei uns übliches Maß gehoben werden kann und wird.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Eine einzige Teststraße in Wien: zwei Wochen Betrieb mit 11.000 Testungen.

@AnjaC: Stimmen deine Zahlen wegen der wöchentlichen Testzahlen in Deutschland wirklich?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Vielleicht ein Missverständnis, falls du die Zahl 340 im Kopf hast? Erstmal gelten meine Zahlen nur für Bayern, nicht bundesweit. Und die 340 gar nur für Schweinfurt und das pro Tag (ich hatte in meinem Text leider einmal "pro Tag" und einmal "pro Woche" geschrieben, sorry, ist korrigiert!)

Die Vorgabe in Bayern ist, dass jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt ein eigenes Testzentrum haben und das jedes Testzentrum zwei bis drei Promille der Einwohnerzahl von Stadt und/oder Landkreis pro Tag testen kann.

Edit: Bayern hat so ca 13 Millionen Einwohner, das wären also 26.000 bis 39.000 Tests pro Tag (es sei denn ich hab mich jetzt völlig blamabel verrechnet). Wenn ich das mit Wien vergleiche (ca 2 Millionen Einwohner, stimmt das?), sind unsere Zahlen ziemlich gut.
 
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ernst.w
ernst.w kommentierte
Okay, also nur Schweinfurt und nun doch pro Tag. Sieht schon anders aus. ;)
 
In NRW kann sich jeder testen lassen, mit oder ohne Anlass. Kostenübernahme und Organisation des Tests sind anlassbezogen:
Es bestehen Symptome: behandelnder Arzt entscheidet über Testnotwendigkeit, er organisiert den Test, Kassenleistung
Corona-App meldet "erhöhtes Risiko": behandelnder Arzt oder Gesundheitsamt organisieren den Test, kostenlos
Urlaubshotel verlangt negativen Test: Selbstorganisation, kostenpflichtig
Arbeitgeber verlangt negativen Test: Selbstorganisation, kostenpflichtig (evtl. Übernahme der Kosten durch den Arbeitgeber)
Krankenhaus verlangt negativen Test vor Aufnahme: Krankenhaus organisiert den Test und bezahlt ihn
Wohnort oder Aufenthalt in Region (Deutschland) mit hohem Risiko: Veranlassung vom Gresundheitsamt bzw. Allgemeinverfügung, kostenlos
Rückkehr aus dem Ausland (symptomfrei): Test z.B. am Flughafen, Hausarzt oder Testzentrum innerhalb von 72 Stunden, kostenlos
Beschäftigte im Krankenhaus/Altenheim: Veranlassung vom Gresundheitsamt bzw. Allgemeinverfügung, kostenlos
Anlassloser Test: Selbstorganisation, kostenpflichtig
(abschließende Liste)

Es gibt eine täglich aktualisierte Liste von testenden Praxen in NRW (ca. 1.500 - 1.600 Praxen)

Außerdem gibt es eine Liste der Testzentren (16 über ganz NRW verteilt)
(Quelle: www.coronavirus.nrw)
 
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Lange wurde der Termin aufgeschoben, aber nun findet er am Samstag, den 5.9. in der Schweiz, Kanton Wallis, statt.

Es ist eine Eigentümerversammlung, die mir/uns, im Vorfeld einige Kopfschmerzen bereitet hat.

Anlässlich steigender Infektionszahlen, im Kanton, sind wieder restriktivere Massnahmen, nach vorhergehender Lockerung, eingeführt worden.

Wir gehören, altersbedingt, zur Risikogruppe. Nachdem es in der Versammlung um wichtige und entscheidende Zukunftspläne geht, ist uns die

Entscheidung, Für und Wider, sehr schwer gefallen.

Die Versammlung ist in einem größerem Sitzungssaal. Es werden ca. 25 Teilnehmer aus der gesamten Schweiz, England und Deutschland teilnehmen.

Warum ich dies hier schreibe ? Nun es ist nur ein extrem kleiner Ausschnitt aus dem Leben mit Corona. Wir haben uns an alle hygienischen

Empfehlungen bisher gehalten, um uns und andere zu schützen. Jetzt stellt sich die Frage ob der Besuch dieser Veranstaltung ein Bruch dieser

Vorsichtsmassnahmen darstellt.

Fragen wie, zur Zeit wieder steigende Infektionzahlen bei gleichzeitiger Abnahme der Hospitalisierungen (weniger schwere Fälle),

Langzeitschäden nach überstandener Krankheit, wieviel Mitmenschen halten sich an die bestehenden, jetzt eigentlich ohne große Einschränkungen

durchzuführenden, im Anbetracht der Gefahrenabwehr, Regeln zu minimierung der Infektionsgefahr.

Es war ein kleiner Einblick in meiner Sichtweise. Es kommt auf jeden Einzelnen an, sich einzubringen, um den Komplikationen so gut wie möglich

aus dem Weg zu gehen.

Wie groß die Letalität und Langzeitschäden auch seln mögen, werden wir höchstwahrscheinlich erst in Monate/Jahre

endgültig einschätzen können, wir sollten präventiv handeln.

ps. Wir fahren, sollte sich etwas berichtenswertes ergeben werde ich kurz berichten
 
5 Kommentare
Fraenker
Fraenker kommentierte
Die Versammlung ist in einem größerem Sitzungssaal. Es werden ca. 25 Teilnehmer aus der gesamten Schweiz, England und Deutschland teilnehmen.
Bei der geringen Teilnehmerzahl und dem großen Einzugsgebiet bietet sich doch ein virtuelles Treffen an (Zoom; Teams; Skype oder...).
Ein wirkliches Treffen mit soviel Anreiseaktivitäten stellt doch ein tatsächliches (aber vermeidbares Risiko) dar.
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
25 Personen in einem größeren Saal, da sollten Abstände ja möglich sein. Der Organisator und der Gastgeber, der den Sitzungssaal stellt, haben hoffentlich Vorkehrungen getroffen (Lüftung?). Ich gebe Dir recht, es kommt auf jeden einzelnen an - darauf verlassen, dass alle das so empfinden, würde ich mich aber nicht und so gut wie möglich selbst tätig werden. Achten würde ich auch auf die Gegebenheiten bei An- und Abreise.
Virtuelle Konferenzen wären natürlich vorzuziehen, aber beim Stichwort Eigentümerversammlung denke ich hauptsächlich an Privatpersonen, die ggf zu Hause diese technischen Voraussetzungen nicht haben.
Immerhin weiß man bei diesem Personenkreis genau, wer da ist und wo man ihn/sie im Zweifelsfall erreichen kann zur Nachverfolgung, das ist schon mal gut.
 
Matterhorn
Matterhorn kommentierte


Telekommunikation wurde angedacht, aus logistischen Gründen ( u.a. fehlende Netzsicherheit, da Bergdorf) nicht durchführbar.
Noch allgemein, wir werden in die Schweiz fahren, ob wir an d. Versammlung teilnehmen ist noch offen. Da wird unser persönliches Risikomanagement einsetzen.
Fragen zu der Durchlüftung des Raumes, Einhaltung der Abstandsregeln und Mund-Nasenschutz müssen an Ort und Stelle gesichert sein.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Ich schreibe momentan täglich zwischen einem und drei Angeboten um solche
Treffen zu virtualisieren.

An- und Abreise sind dabei das bei weitem größte und unkontrollierbarste Risiko.

Der Drang ins Netz ist jedoch an keiner Stelle zu übersehen. Bei allen Händlern sind
Streamingprodukte auf Wochen, wenn nicht Monate ausverkauft. Die beiden Händler
bei denen ich immer mal wieder Laptops und Computer als Leasingrückläufer gekauft
habe, haben aktuell statt früher hunderter (!) Angebote nur noch knapp zweistellige
Restbestände auf Lager. Was da reingeht muss einen Pferdefuss haben um nicht am
gleichen Tag wieder raus zu gehen.

Ein Internetanschluss und ein Laptop mit Webcam und Mikrofon werden in Zukunft
für die Teilhabe am öffentlichen Leben zwingend notwendig werden.
 
Kay
Kay kommentierte
Eigentümerversammlungen bereiten im Vorfeld fast immer Kopfschmerzen - nicht nur seit Corona.

Es ist nur meine Erfahrung und ich war nun schon auf einigen Zusammenkünften, wenn auch auf noch keiner eigenen.
Eigentümer sind noch wichtiger als Kurz und Merkel und können stundenlang über die Reinigung einer Dachrinne sehr, sehr ernsthaft sehr weise Reden führen.
 
Thema: Luftreinigung am Arbeitsplatz

Wer für die kühle Jahreszeit den Einsatz von mobilen Luftreinigern plant, sollte sich ggf. jetzt schon langsam kümmern.

Anläßlich der Anfrage einer Altenpflegeeinrichtung, die im Rahmen Ihres Pandemieschutzkonzeptes zertifizierte Luftreiniger für die Büros, Sozial- und Gemeinschaftsräume von uns mieten wollen, hat uns der Hersteller der Geräte darauf hingewiesen, dass die Versorgung allmählich eng werden könnte und wir uns mit der Bestellung sputen sollen.

Das kann natürlich Marketing sein, aber wenn man bedenkt, dass diese Geräte bisher nur in beschränktem Umfang zum Einsatz kommen (bei Labors, Allergikern und Sanierungen), kann ich mir gut vorstellen, dass die Nachfrage bald stark steigen und womöglich ähnliches passieren wird, wie im März mit den Masken. Man könnte zB je ein Gerät in einem Klassenzimmer aufstellen und die ganze Diskussion um Masken und nicht zu öffnende Fester wäre erledigt. Aber wieviele Klassenzimmer haben wir in Deutschland? Auch das Vorhandensein einer Lüftungsanlage allein ist übrigens KEIN Garant für Virenschutz, da viele Anlagen die Raumluft lediglich mit frischer Aussenluft mischen - aus energetischen Gründen. Davon abgesehen, dass Lüftungsanlagen idR keinen 6-fachen Luftwechsel bewirken können.

Vor kurzem war bei Lanz Prof. Kähler (ca. 20.08.), der bereits ein solches Gerät, das auch bei Viren funktioniert, gestestet hat und insgesamt wohl 10 solche Geräte testen will. Er forderte auch diesen mindestens 6-fachen Luftwechsel je Stunde. Das erscheint mir nicht schlecht, bei unseren Sanierungen im Gefahr- und Biostoffbereich verwenden wir 8 - 15-fachen Luftwechsel (+FFP-Masken ;-)).

Wie sieht in Eurem Arbeitsumfeld das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung aus?
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte

bei 50m2 und ca. 3m Raumhöhe hat so ein Zimmer etwa 150m3. Für einen sechsfachen Luftwechsel braucht man also eine Leistung von ca. 1.000m3/h mit eingebautem Filter (manche Hersteller geben die Leistung ohne Filter an, was nur bedingt Sinn macht).
Wenn man dann bedenkt, dass die Turbine die Luft durch ein Filtermedium ziehen/drücken muss, das Viren zurückhält kann man sich vorstellen, dass das kein PC Lüfter sein kann ;-)
Ich würde hier zwei der folgenden Geräte empfehlen:
Die sind sehr leise (verhältnismäßig) Und das sind auch die, die wir der Altenpflegeeinrichtung geliefert haben (ich bekomme vom Hersteller kein Geld und habe von der Nennung auch sonst keine Vorteile).
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte

Ja, deine Preisangabe ist nicht ganz falsch. Dazu kommen regelmäßige Filterwechsel (je bis zu einigen 100€ und das dazugehörige sachkundige Personal / Gerätschaften / Raum.
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte
Ja, das kann ich so unterstreichen ...
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte


Danke, sehr aufschlussreich.
Für den Einsatz in einem Klassenraum würde eines der HealthPro-Geräte 100 - 250 also gar nicht ausreichen (max. 470m3/h), zudem entstünde ein Geräuschpegel, als ob dauernd einer dazwischenquatscht (bis zu 67 dB(A), ok, das ist ja in Klassenräumen nicht so selten ;)). Bei Klausuren wäre das aber schon sehr störend.
Hat mich nur mal so interessiert.
 
C
Christian B. kommentierte
Wir haben für die Besprechungszimmer und Wartebereiche unserer Kanzlei jeweils dieses Gerät angeschafft: https://www.deconta.eu/deutsch/isolation_r150.html (mit H14-Filter, UV-Filter und allem drum und dran). Wenn die Dinger geliefert sind, berichte ich einmal.
 
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luckyshot
luckyshot kommentierte
Wir hatten ja schon Anfang März über die Qualität der Berichterstattung diskutiert und ich habe schon damals geschrieben:

Da liest Du ... nur, was ein Journalist - klug oder nicht klug, medizinisch vorgebildet oder nicht, neutral oder provokativ etc. - aus den ihm vorliegenden Informationen macht.“ Hinzuzufügen wäre noch: Oder woanders abschreibt...

Ich persönlich habe die Berichterstattung in den Medien von Anfang sehr kritisch gesehen (tägliche Sondersendungen, tägliche Talkshows, tägliche Schlagzeilen... usw) und habe für meinen Teil den Schluss daraus gezogen, dass ich meine Informationen nach Möglichkeit nur noch von wissenschaftlicher Seite und von staatlichen Stellen heranziehen möchte und nach Möglichkeit selbst interpretiere.
 
Entwicklung der Fallzahlen, der Hospitalisierten und der Todesfälle aktuell laut RKI


In der 34. und 35. Kalenderwoche gab es deutschlandweit 10 bzw. 6 Todesfälle.
(bei ca. 2600 Todesfällen täglich insgesamt in Deutschland / eigene Anmerkung)
0,1 Prozent der positiv gemeldeten Fälle endeten tödlich.
Die Hospitalisierungsquote ist von ehemals max. 22% nun auf 9 bzw. 6% gesunken.
Wir warten weiter auf die 2. Welle.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Es kommen viele Effekte zusammen: (Vermutlich) schützen sich Risikogruppen besser. Der Altersdurchschnitt der Neuinfizierten liegt niedriger. Möglicherweise hat sich das Virus durch Mutationen im Krankheitsverlauf abgeschwächt....

Die kühlere Jahreszeit, wenn sich wieder mehr Aktivitäten in schlecht gelüftete Räumlichkeiten abspielen, wird zur eigentlichen Nagelprobe. Eine "2. Welle" halte ich für recht wahrscheinlich.

Die Frage ist für mich viel mehr, wie wir dann damit umgehen. - Verschieben sich die (ethischen) Prioritäten?

[off-topic gelöscht]
 
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mfey
mfey kommentierte

Tja, offenkundig sollte man mal die zweite Welle definieren.
Die Spekulation darüber entstand aufgrund eines m.M.n. ungerechtfertigten Analogieschlsses zur Spanischen Grippe.
Dass bei der nun ab Oktober wieder zu erwartenden Grippewelle wieder wie jedes Jahr Coronaviren und damit auch SarsCoV-2 mitmarschieren werden ist geschenkt.
Wir werden ja sehen, welches Ausmaß entstehen wird.
Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie bei der Hongkong Grippe in 1969/70, die ein Vielfaches an Todesopfern gefordert hat.
Damals hat man glatt Vergessen den Notstand auszurufen, man hat sich im Wesentlichen auf Schulschliessungen beschränkt, soweit ich mich erinnere. Unsere 5-köpfige Familie lag eine Woche mit fieberhafter Erkältung im Bett, danach musste ich wieder zur Schule gehen. Das übrige Leben lief ohne Paniksendungen ganz normal weiter, komisch, oder?
Ohne es zu Ahnen haben wie nach Meinung einiger Foristen Russisch Roulette gespielt.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Was soll die Polemik? Bleib sachlich, bitte. Du bist doch eloquent genug, deine Meinung ohne solche Provokationen zu vertreten. Oder ist das vielleicht Absicht und dein Ziel, diesen Thread nach meiner letzten ausführlichen Info dazu geschlossen zu sehen?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
AnjaC
AnjaC kommentierte
Zu den genannten Zahlen:

In der 34. und 35. Kalenderwoche gab es deutschlandweit 10 bzw. 6 Todesfälle.
0,1 Prozent der positiv gemeldeten Fälle endeten tödlich.
Die Hospitalisierungsquote ist von ehemals max. 22% nun auf 9 bzw. 6% gesunken.

muss man die Fußnote unter der Tabelle, der die Zahlen im gestrigen RKI-Lagebericht entstammen, mitlesen und imho auch mitzitieren - sie gilt für die Meldewochen 33 bis 35:
*Daten noch nicht aussagekräftig, da Ausgang der Erkrankungen in diesen Wochen noch unklar
(Wer die Stelle sucht: Seite 9 des oben verlinkten PDF.)

Dazu dann bitte auch die Zahlen von heute 00:00 Uhr miteinbeziehen: von gestern auf heute gab es 11 (elf) neue Todesfälle zu verzeichnen. An einem Tag wohlgemerkt, nicht in einer Woche.

Im übrigen lohnt sich immer die komplette Lektüre des Lageberichts, um einen Gesamteindruck über das Geschehen zu erhalten.
 
Wir warten weiter auf die 2. Welle.

Wenn wir mit Zahlen spielen, dann bitte auch mal diese Überlegungungen:
Auf eine Milliarde Personenkilometer kommen beim Auto 2,9 Todesopfer , würdest Du auch in diesem Fall die Gurtträger als Paniker bezeichnen.
( Quelle: https://www.angurten.de/news/3195-wie-sicher-ist-autofahren-meinungen-statistiken-und-tipps.html)
Es gibt ca. 7.5 Millionen Lottespieler und im Jahr ca. 125 Lottomillionäre( man darf davon ausgehen dass die allermeisten Lottospieler die Hoffnung haben 6 Richtige zu bekommen). Also eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit.
Ich verkneife mir jetzt die Zahlen der Prognose für den Eintritt eines Supergaus bei KKW. (Tschernobyl lässt grüßen)

Ich bin mir durchaus bewußt, dass Vergleiche nur bedingt taugen, um Parallelen zu ziehen. Aber irgendwie versucht man die Stastistiken einzuordnen.

Und jeder ordnet für sich sein Risikomanagment ein. Es ist ja nicht so dass die Gefahren sich gegenseitig ausschließen. Ich kann als Autofahrer in einem Unfall geraten, zusätzlich kann ich an Krebs oder Covid 19 erkranken. Da ist der Gurt beim Auto und z.B. das Masketragen in den Bereichen wo das Abstandhalten nicht möglich ist, durchaus zumutbar.

Ich würde selbst mit einem Revolver der 1000de Kammern hätte, kein Russisches Roulette spielen.

Zur Bericherstattung in den Medien, nunja das ist ja wohl nicht nur bei Covid 19 der Fall dass hier oft voneinander abgeschrieben, skandalisiert, verkürzt, uninformiert Meldungen weitergegeben werden. Dieses muß man einordnen können durch eine vielseitige Informationssuche.( auch dort , wo bekanntermaßen, die Probleme anders eingeordnet werden)

Also ich ziehe für mich den Schluß, das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Mund-Nasenschutz in geschlossenen Räumen(ÖVM, Läden, allgemein in Räumen wo ein Abstandhalten nicht möglich ist.) Desinfektion der Hände bei unklarer Kontaminationslage. Das sind alles Dinge die ich ohne große Eischränkungen durchführen kann. Ich gehe davon aus dass diese Vorsichtsmassnahmen sich nach Einführung von geeigneten vaccines noch im nächsten Jahr erledigt haben. Wir alle wollen kein 2. Look down, aus meiner Sicht ist dieser zu vermeiden, durch durchdachte, zielgerichtete hygienische und soziale angepasste Massnahmen. Dann hätten wir doch alle gewonnen oder ?
 
Kommentar

Auch im Mainstream beginnt es zu rumoren.

Ich habe bei meinem Verweis ja keine RKI Zahlen erfunden, sondern auf deren Entwicklung hingewiesen.

[falsche Begrifflichkeit führt zu Missverständnissen - gelöscht]

Persönliche Risikoenschätzung darf jeder gerne machen, Zwangsmaßnahmen für alle ist da schon eine andere Hausnummer, für die man Daten braucht, die es nicht gibt, auch wenn man es anfangs befürchten konnte .
 
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Matterhorn
Matterhorn kommentierte
Ich befürchte Deine Einlassungen werden dankbar von einer Seite, die Du soweit ich Dich einschätzen kann, nicht bedienen möchtest, als Freibrief für Regellosigkeit missbraucht.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Zwangsmaßnahmen für alle ist da schon eine andere Hausnummer, für die man Daten braucht, die es nicht gibt, auch wenn man es anfangs befürchten konnte .

Daten, die es nicht gibt? Was ist denn mit all den hier belegten Quellen, Links, wissenschaftlichen Studien? Diese Daten gibt es.
Wenn die deiner Interpretation nach nicht ausreichen, ist das eine Sache, die du natürlich auch so formulieren kannst. Die Existenz der Daten abzustreiten, rückt dich wieder nahe in eine Ecke, in der du nach eigener Aussage nicht sein möchtest.
 
mfey
mfey kommentierte
Da bin ich auch nicht. Es geht um erfasste Todesfälle, denn das sind die harten Daten und deren Entwicklung, die ich dargestellt hatte. [off-topic gelöscht]
 
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AnjaC
AnjaC kommentierte
Zur Transparenz für alle: die erfassten Todesfälle hast Du in einem anderen Beitrag, nicht in diesem dargestellt. Es fällt schwer, den Überblick zu behalten, wenn Du mit den Kommentaren in deinen eigenen Beiträgen hin- und herspringst. Der Zusammenhang war hier glaube ich keinem von uns klar. Zu den Todesfällen siehe meine Anmerkung in Deinem dazu passenden Beitrag.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
@mfey

Zwangsmaßnahmen für alle ist da schon eine andere Hausnummer

Da ist aber immer die Frage, was man selbst als “Zwangsmaßnahme“ betrachtet...
Ist die Maskenpflicht in ÖPNV und Supermärkten eine Zwangsmaßnahme, oder nur eine einfache Prävention?
Ist es die Abstandsregel?
Ist es der Zwangstest bei Einreise aus einem Risikogebiet?
Ist es die häusliche Quarantäne bis zum Ergebnis des Tests...?
 
So, Freunde. Ich hab jetzt keine Zeit für hochkochende Emotionen, WhatAboutism und Anfeindungen - alles Dinge, die ihr sowieso privat und nicht hier im Thread austragen solltet. Ich muss noch ein paar Links und Quellen überprüfen und ich habe gleich einige termingebundene Aufgaben zu erledigen, die unter anderem zum Fortbestand dieser Community beitragen sollen.

Der Thread ist zu, bis ich wieder Zeit zum Aufräumen habe.
 
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