Diese Gruppe scheint ... hier wühlen kann.
Ich sehe das in weiten Teilen ähnlich.
Was mich allerdings irritiert: Ich lese bei Dir von “unglaublich vielen“, die mit FFP Masken und Gummihandschuhen im Freien unterwegs sind und nochmal woanders gibt es laut den Berichten hier genauso viele, die ohne Masken und mit viel zu wenig Abstand in den Läden oder Bus/Bahn unterwegs sind...
In meiner Lebenswirklichkeit und in der meiner Famile ist beides die Ausnahme...
Wohlgemerkt, ich habe beides schon gesehen, die (meist etwas älteren) mit runtergerutschter Maske kommen gefühlt minimal häufiger vor, als die übertrieben vorsichtigen.
Bei Bildern oder Filmen in Medienberichten wird nach meiner Beobachtung geschickt mit gestalterischen Mitteln gearbeitet, um den gewünschten Effekt zu erzielen - schöne lange Brennweite, die an Stränden oder in Fußgängerzonen zu geringe Abstände suggerieren sollen; geschickte Ausschnitte, wenn es zu wenig Masken sein sollen; Einzelportraits, wenn der übervorsichtige Gasmaskenträger das Thema ist. Mich persönlich treffen solche Bilder nicht emotional, ich würde sie genauso angehen, wenn ich den Auftrag hätte... Aber selbst meine Frau, die ich immer wieder auf die Fotografentricks hinweise, fällt darauf rein.
Es ist ja eine Spezialität von uns Deutschen, dass wir alles, und wenn es noch so gut ist, kritisieren. Wir sind die ungeschlagenen Meckerweltmeister.
Da kann die ganze Welt neidisch sein, weil bei uns alles so perfekt ist - wir meckern trotzdem...
Vielleicht sollten wir ein bisschen “chilliger“ und mit mehr gesundem Hausverstand mit den Dingen umgehen...
Der eine oder andere Opa im Edeka mit der verrutschten Maske wird nicht dafür sorgen, dass tausende Altersgenossen dahingerafft werden und das Maskentragen an sich bringt wirklich niemanden um, solange es nur die paar Minuten beim Einkaufen oder in der Tram sind. Zahnärzte und OP-Teams verbringen ihr halbes Leben hinter den Dingern...
Lasst uns doch verbal ein bisschen runterkommen.
Es muss nicht immer die wortgewaltige Bazooka mit “Volldeppen“, “geistigen Tieffliegern“ oder “Panikblase“ sein (um nur einige wenige Beispiele zu nennen), oft trifft die spitze Feder die Wahrheit viel besser.
Es wäre doch schade um diesen Ort im Netz, wo man breitgefächert Tatsachen und Meinungen finden kann, die verhindern, dass man in seiner eigenen Filterblase verkümmert. Dazu gehört auch, die Argumente anderer zu ertragen, sie im schlimmsten Fall mit eigenen Argumenten zu hinterfragen.
Wer sie nicht lesen will, braucht das nicht zu tun (das gilt übrigens für das ganze Thema hier)! Aber um die eigene Meinung zu schärfen braucht es Gegenmeinungen, um die Details abzuschleifen, die vllt. doch nicht ganz richtig sind.

Ich fände es schade, wenn ich dabei dieses Forum auslassen müsste.