Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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So ist es richtig:

full



Desgleichen bei den Damen – Gottlob hä ich dort
keine heulende Schwangere gesehen …


.
 
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bernhard64
bernhard64 kommentierte
... und wie kann man wissen, ob nicht schon einer drin ist?;)
 
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Ihr redet offenbar von verschiedenen Menschen.
@BernhardJ redet von Restaurantbesuchern, die sich völlig korrekt an die Schutzmaßnahmen halten.

Nee, er redet von Menschen, die trotz Maskenpflicht
keine Maske tragen und nennt das "einen Fehler".

Ich nenne das respektlos und fahrlässig.
Wir reden schon von den gleichen Leuten, aber
wir bewerten das anders.

Bernhard scheint die Gleichgültigkeit gegenüber Leben,
Gesundheit und wirtschaftlicher Existenz anderer Menschen
als Kavaliersdelikt zu empfinden. Ich sehe das diametral anders.

Daß wir da nicht auf einen Nenner kommen können
ist natürlich auch klar. Ich wüsste kein Argument das
mich überzeugen könnte gegenüber meinen Mitmenschen
ähnlich gleichgültig zu werden.
 
Kommentar
Klare Ansagen hier, gut zu wissen.
Am besten alles sein lassen, was die Menschen so im Leben treiben.

Nein. Aber bei allem was man tut den Kopf gebrauchen.
Die Vorsichtsmaßnahmen sind doch nun wirklich nicht
komplex und schon von Sechsjährigen sicher zu beherrschen.

Eigentlich faszinierend, wie die Kinder den Erwachsenen
vormachen wie spielerisch leicht man das handhaben kann.
 
Kommentar
Nee, er redet von Menschen, die trotz Maskenpflicht keine Maske tragen und nennt das "einen Fehler".
Ist Ordnungswidrigkeit etwa kein Fehler?

Von notorischen Maskenverweigerern habe ich hier nirgendwo gesprochen, und schon gar nicht, dass ich es gut finde.

Mir ging es um Feiern die sich mehr oder weniger im erlaubten Rahmen bewegen und trotztem deren Teilnehmer hier durch die Bank als Dummköpfe und Idioten beschimpft werden.

Hier projizieren anscheinend einige meine kritische Haltung zu Vorurteilen, Baschimpfungen und Verunglimpfungen auf meine Meinung zu den gültigen Gesetzen. Ich kann euch beruhigen, der alte Freud kannte auch schon dieses Phänomen.

Beschimpft sie nicht, tut was dagegen, geht auf die Straße und protestiert für mehr Einschränkungen, Verbot von jeglichen Feiern, privaten Zusammenkünften und Lokalbesuchen. Wenn das die Regierung so realisiert, dann wird die Welt sicher wieder in Ordnung sein...

Grüße - Bernhard
 
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1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Hier projizieren anscheinend einige meine kritische Haltung zu Vorurteilen
Gegensätzliche Stimmen hier im Thread beleben ja. Möglicherweise reden wir ja aber auch aneinander vorbei und es gibt gar keine gegensätzlichen Meinungen. Nur die wenigsten hier sind nämlich wiederum für striktere Maßnahmen. Vielleicht suchen zu viele hier auch die polariserende Gegenstimme, die es gar nicht gibt. Ausserhalb dieses Threads sind die Meinungen viel polarer.

Unterm Strich gibt es für mich eigentlich nur eine Skala: wie ernst jemand die Bedrohung durch Corona (noch) nimmt. Da gibt es alles, von Bedrohung ist längst vorbei, bis das Schlimmste kommt erst noch. Eigentlich müsste jeder sich auf dieser Skala selbst erst einmal einordnen, für eine effektivere Kommunikation.
 
Hallo Ernst!
Darf ich Menschen, die der Gemeinschaft schaden, unter einem Begriff zusammenfassen (pauschalieren)?
Natürlich.
Nur das "Schubladendenken", die sich unangepasst Verhaltenden pauschal als z.B. "CovIdioten" zu bezeichnen, ist fragwürdig.
Damit fasst man diese Einzelnen zu einer Gruppe zusammen und weist ihnen dadurch eine Bedeutung zu, die sie nicht haben.
 
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Die Stadt Hamm meldet heute mittag eine 7-Tagesinzidenz von 87,1/100.000. Grund für den Anstieg ist laut Aussage des Oberbürgermeisters eine Hochzeitsfeier, die bereits vor 3 Wochen stattfand.

"Insgesamt stehen mindestens 99 akut infizierte Personen aus Hamm im Zusammenhang mit der Hochzeit. Die mehr als 300 identifizierten Hochzeits-Gäste aus Hamm sind in Quarantäne gesetzt und verpflichtend getestet worden."


Hamm hat nun weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Darunter diese hier, von der ich das erste Mal gehört habe - kennt das jemand von euch, dass private Feiern angemeldet werden müssen?

"Private Feiern mit geselligem Charakter (z. B. runde Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen) sind ab sofort ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen anzeigepflichtig. Ab 50 Teilnehmern bis zur Obergrenze von 150 Teilnehmern müssen Feiern von der Stadt Hamm genehmigt werden. Als verpflichtender Bestandteil der Anzeige bzw. des Antrags müssen außerdem Listen über die voraussichtlichen Teilnehmer der Veranstaltung sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept eingereicht werden."

Quelle:

Siehe dazu auch Interview des Spiegel mit Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann:
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Das ist, um mal Fontane zu zitieren, ein weites Feld.... die festgeschriebenen Bußgelder werden wohl fällig. Aber: Als Gast auf der Feier kann ich kaum was für die Organisation. Als Veranstalter der Feier kann ich nichts für verantwortungsloses Verhalten meiner Gäste. Da musst du erstmal nachweisen, welche von den über 300 tatsächlich haftbar gemacht werden könnten. Das kostet gleich nochmal viel mehr bei ungewissem Ausgang.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Ja, das mit dem „eindeutigen Gesetzesverstoß“ hatten wir schon mal. Und als Gast bei Feiern mit 300 Menschen im Innenraum zuzusagen, hat nichts mit der Organisation, wohl aber mit Eigenverantwortung zu tun. DAS ist der Punkt, den ich angreifen würde.

EIGENverantwortung macht nur Sinn, wenn ich ein schlagendem (vorher bekannten) Risiko dann aus EIGENmitteln ausgleiche. Und jetzt komme mir bitte niemand mit „Wie hätte ich denn erwarten können, dass die bösen Anderen mir den Zweimeteranstand nicht ermöglichen?“ Eine solche Antwort und ab in die Versachwaltung!
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Hmm, gut ich melde an - aber wenn keiner die Einhaltung des AHA kontrolliert was bringt das dann.
Oder muessen die Teilnehmer mit angemeldet werden?
 
häuschen
häuschen kommentierte
Vor zwei Wochen ist es mir gelungen, meinen muslimischen Baggerfahrer davon abzuhalten an einer Hochzeitsfeier in Marseille teilzunehmen. Er hat sogar seine Frau überreden können vor der Party nach Hause zu kommen (sie war schon vor Ort).
Nicht schlecht für so einen Corona-Leugner, wie mich, was? ;)

Wer so blöd ist, in diesen Zeiten eine solche Hochzeitsparty feiern zu müssen, oder meint daran teilnehmen zu müssen, dem ist ohnehin nicht zu helfen.
Als passionierter Scheidungsfotograf kenn ich mich da aus.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
So, wie ich das verstanden habe, muss es vor Ort bei der Feier einen Verantwortlichen geben, der auch die Namen und Adressen der Teilnehmenden haben und sicherstellen muss, dass die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden. Durch die Voranmeldung 2 Wochen vor der Feier ist es dem Ordnungsamt oder wer auch immer das macht dann möglich, unangekündigte Stippvisiten zu machen.
 
Die bayerische Landesregierung macht nun konkretere Vorgaben für Kommunen, die den 7-Tages-Wert Wert von 50/100.000 Infizierten überschreiten. Bisher lag die Entscheidungsfindung weitestgehend bei den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten.

Außerdem heißt es:
"Der Ministerrat hält eine Verschärfung der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung für erforderlich. Auch bei Kurzaufenthalten in Risikogebieten besteht eine erhebliche Infektionsgefahr, insbesondere beim Besuch von Großveranstaltungen. Eine Ausnahme von der Quarantänepflicht bei Reisen mit einem Aufenthalt von weniger als 48 Stunden soll nicht mehr gelten, wenn die Reise dem Besuch einer kulturellen Veranstaltung, eines Sportereignisses oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung dient."

Die Einzelheiten stehen im Bericht aus der Kabinettssitzung vom 22. September 2020:

 
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Ich war mit meiner Tochter heute in Leipzig im Zoo - bestes Wetter dafuer - und eine angenehme Zahl an Besuchern wuerde ich sagen.
So macht Zoobesuch wirklich Laune.

Alle haben sich an die Regeln gehalten - indoor - Maske oder Tuch hoch - teilweise auch draussen.

Leider muss ich sagen dass gerade die Alten und Gebrechlichen die Maske ueberwiegend unter der Nase trugen.

Ich kann die Atemprobleme mancher ja nachvollziehen nur so schuetzen die Masken halt nicht den Traeger.
Und die Frage die sich mir stellt - macht es Sinn in Coronazeiten mit steigenden Zahlen - als Hochrisikogruppe im hohen Alter mit Gebrechen gerade jetzt in den Zoo zu gehen und speziell ins Tropenhaus mit hoher Luftfeuchtigkeit.
 
Kay
Kay kommentierte


Bleib positiv (in Deiner Grundhaltung):
Diese Kneipen, in denen sich " Junge Leute austoben wollen " (Kurzform), sind Mangelware, machen jetzt dehhn Umsatz aller Zeiten.
Das bleibt nicht lange so (meine Vermutung): Entweder die Behörde macht dicht, oder irgendwann wird auch das Feierpublikum mal wieder nüchtern.
Jetzt fahren die, die nicht zum Ballermann nach Malle (oder so, oder überhaupt) können, auf den Kiez oder in die Schanze zum saufen und abfeiern, bis es kracht.
 
Kay
Kay kommentierte
Erläuterung:
Hamburg war einmal " ein wenig " kleiner.
Von den einstigen Befestigungsanlagen der Stadt zeugen jetzt noch Namen wie " Landwehr ", " Sternschanze ", " (Damm, bzw.) Dammtor ", ...
Im Viertel der Sternschanze liegt zentral die " Rote Flora " als Widerstandszentrum gegen die bürgerliche Kultur (Kurzform): https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Flora
Das Viertel, genannt " Die Schanze " entwickelt sich langsam zu schick, aber eben langsam. In diesem Viertel liegt z.B. die Bar " Katze ", in der ein Vorfall gerade war.

Der Kiez (Hamburg St. Pauli) entwickelt sich vom Rotlichtviertel zur Amüsiermeile (habe ich gerade im Seefahrtfaden beschrieben). Da fährt man hin!
Es gibt Rundgänge mit Publikum und Geschichten von damals. Es gibt Kneipen für Menschen aus der Umgebung. Keiner braucht (fast) keine Angst mehr vor Messerwerfern zu haben. Es werden fast täglich Junggesellen* Abschiede gefeiert. Es wird auch viel getrunken (ich vermeide mit Absicht den Ausdruck " natürlich " ).
Die Wirte kassieren.

Die Gastronomie erlebt in Hamburg so etwas wie den Goldrausch. Und genau auf einer dieser Haupt-Goldrauschmeilen wurde kontrolliert und in der Sendung von M. Lanz berichtet; die Kontrolleure waren auf Kieztour (dienstlich), also im Vietel St. Pauli, wo es noch immer Wirte und andere Personen* geben soll, die nicht jede Vorschrift beachten.
(Nur mal so zum Verständnis vom " erweiterten Anwohner ".)
 
Zuletzt bearbeitet:
ernst.w
ernst.w kommentierte

Ich denke, die werden die App gleich gar nicht verwenden.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Ich finde, es sollte viel mehr Werbung sowohl für die Map, als auch für alle sinnvollen, selbst praktizierbaren Maßnahmen gemacht werden. Seit Wochen hört man nichts mehr von der App. Kein Wunder, das viele Leute sie gar nicht mehr auf dem Schirm haben, oder glauben, dass man die App eh nicht mehr braucht.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte


Bleib positiv (in Deiner Grundhaltung):
Diese Kneipen, in denen sich " Junge Leute austoben wollen " (Kurzform), sind Mangelware, machen jetzt dehhn Umsatz aller Zeiten.
Das bleibt nicht lange so (meine Vermutung): Entweder die Behörde macht dicht, oder irgendwann wird auch das Feierpublikum mal wieder nüchtern.
Jetzt fahren die, die nicht zum Ballermann nach Malle (oder so, oder überhaupt) können, auf den Kiez oder in die Schanze zum saufen und abfeiern, bis es kracht.

Es widerspräche meinem Wesen und meiner Lebenseinstellung zutiefst, nicht positiv zu bleiben! ;)
Es war nicht die Rede von jungen Leuten und von Feiernden, es war die Rede von “Gastronomie“ (aber ich habe die Sendung nicht ganz gesehen). Und ein gut befreundeter Gastronom mit vorwiegend Gästen mittleren bis gehobenen Alters hat auch schon erzählt, dass er in den letzten Wochen überraschend viele prominente Gäste hatte, ohne sich an sie zu erinnern (John Wayne, Darth Vader, Don Johnson und andere)... Nein, diese blöden Scherze werden nicht exklusiv von jungen Leuten gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ AnjaC
mit ging es nur darum das auch einfache Masken den Träger in einer gewissen Weise schützen,
mich hat die Aussage das diese Masken den Träger Null schützen etwas gestört hat.
Es ist mir vollkommen klar das diese Masken kein Ersatz für FFP2-Masken sind

Es gibt keine in der NBCI geführte und ISI-gerankte Publikation, die evidenz-basiert zeigt, dass der MNS, wie er zur Zeit gängig ist, den Träger vor einer Ansteckung schützen kann.
 
T
Tom.S kommentierte
Das mag ja sein, Tom, aber im realen Leben gibt es eben doch unendlich viele Abstufungen zwischen “hilft nicht“ und “schützt“.

Im Sinne der EBM (=Evidenz basierte Medizin) gibt es das nicht. Es hilft erstmal oder nicht d.h. an irgendeinem Punkt der Analysen zeigt sich ein signifikanter Vorteil. Und wenn es also helfen würde, dann wären die nächsten Fragen die Abstufungen betreffend, in welchem Umfang oder für welche Populationsgruppe z.B. Alter, unter welchen Bedingungen z.B. Jahreszeit etc.
 
falconeye
falconeye kommentierte
@Tom.S
Oben schreibst Du
Der Mund-Nasenschutz in der Form wie er üblich ist (einfacher medizinischer MNS, Stoff, Plexiglas etc) schützt den Träger sowieso nicht.
Jetzt
Es gibt keine in der NBCI geführte und ISI-gerankte Publikation, die evidenz-basiert zeigt, dass der MNS, wie er zur Zeit gängig ist, den Träger vor einer Ansteckung schützen kann.
D.h., Du selbst revidierst „schützt nicht“ zu „schützt nicht vor einer Ansteckung“. Denn die erste gemachte Aussage war i.d.T. falsch.

Nach Stand der aktuellen Erkenntnisse reduziert eine Maske auch für den Träger die Infektionsdosis. Das kann je nach Situation eine Ansteckung ganz verhindern, den Verlauf abmildern, oder auch gar keinen Effekt haben.

Natürlich ist eine Maske vor allem für den Epidemieverlauf wichtig, wo es einen grossen Unterschied macht, ob ein Infizierter Maske trug oder nicht. Aber auch zum Selbstschutz trägt sie bei.

Die einzige korrekte Aussage wöre gewesen: eine einfache MNB oder OP-Maske kann eine Ansteckung nicht sicher verhindern. Daraus folgt aber nicht, dass sie nicht schützt.

Analogon: ein Sturzhelm verhindert nicht sicher eine Kopfverletzung. Trotzdem schützt er.
 
Zuletzt bearbeitet:
markusm1000
markusm1000 kommentierte
EBM ist ein anderes Wort für Heilpraktiker und sonstige Esoterikabzocker, von welchen ein gewisser Teil bekanntermaßen zu gewissen Gruppierungen gehört. Naturwissenschaft gibt es dort nur in homöopatischen Dosen. Also bloß nicht von hochtrabenden Worten verwirren lassen.
 
T
Tom.S kommentierte
D.h., Du selbst revidierst „schützt nicht“ zu „schützt nicht vor einer Ansteckung“. Denn die erste gemachte Aussage war i.d.T. falsch.

Die erste Formulierung war in der Tat nicht ganz korrekt aber entsprach der Formulierung auf die ich entgegnet habe.
Vielleicht habe ich ja was übersehen aber wo gibt es eine Publikation zu der These, dass eine MNS vor Ansteckung schützt. Damit es einfach bleibt reicht ein link zu PubMed.
 
Fraenker
Fraenker kommentierte

EBM ist ein anderes Wort für Heilpraktiker und sonstige Esoterikabzocker
Hmm, das finde ich merkwürdig. Ich denke, es gibt keine größere Diskrepanz, als die zwischen evidenzbasierter Medizin und Heilpraktik.
Und nein, das ist sicher nicht OT. Schließlich könnten einige Unbedarfte auf die Idee kommen, Heilpraktiker könnten Corona heilen.
 
Hier nochmal ein Link zu einer Studie mit mehr als tausend Krankenschwestern[bruederrn] zeigte das sich lediglich 8 - in Worten ACHT Prozent ansteckten wenn sie Maske trugen egal of KN95 oder einfache chirurgische.
Das heisst die Schutzwirkung war >90%



HIer ist der Uebersichtsartikel dazu


Bottom Line: N95 Masks and Surgical Masks Are Equally Effective

There’s scientific evidence finding that (1) masks prevent flu infection and (2) surgical masks prevent infection of viruses like the coronavirus (Covid-19), as well as more sophisticated N95 masks.
 
Kommentar
Zum Thema evidenzbasierte Medizin:

Grundsätzlich ist das was gutes. Vertreter der evidenzbasierten Medizin fordern wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit einer Therapie; in diesem Sinne setzen sie sich z.B. für wirklich gut durchgeführte Studien mit entsprechenden Protokollen und Auswertungen ein. Das ist etwas, das ich aus meiner früheren Berufspraxis so auch wirklich unterschreiben kann: das ist wichtig -und leider selbst heute noch nicht selbstverständlich.

Was mir an vielen Vertretern dieser Richtung nicht gefällt, ist die Überhöhung dieses Anspruchs. Wie immer ist auch evidenzbasierte Medizin allein nicht der Schlüssel zur Glückseligkeit, die richtige Mischung macht es - oder auch: die Dosis macht das Medikament.

Mit Esoterik und Wunderheilmitteln hat die evidenzbasierte Medizin aber nichts zu tun.

Allerdings könnte man mittlerweile auf den Gedanken vielleicht kommen. Der Begriff ging nämlich neulich durch die Schlagzeilen, als ein Statement des Deutschen Netzwerks für evidenzbasierte Medizin zu den bisherigen Maßnahmen in der Corona-Pandemie unter Fachleuten sehr kontrovers diskutiert wurde. Ich muss ehrlich sagen, auch ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich es las. Meiner persönlichen Meinung nach ist das, was die Autoren dort ablieferten, eben gerade nicht evidenzbasiert, schon gar nicht entspricht diese Publikation dem eigenen Anspruch an wissenschaftliche Gründlichkeit. Ich finde dort einige falsche Schlussfolgerungen. Nun ist das nur meine persönliche Meinung, aber ich dachte mir "bist doch gar nicht so blöd", als sich dann kompetente Virologen wie Christian Drosten so ähnlich, selbstverständlich aber fachlich versierter äußerten.

Man muss ein bisschen aufpassen, dass man die Kritik an dieser Publikation nicht mit der Ablehnung des kompletten Ansatzes evidenzbasierter Medizin gleichsetzt.

Ihr könnt ja mal selber nachlesen und euch eure Meinung bilden:
Definition und Historie der evidenzbasierten Medizin bei Wikipedia
Das Statement des Deutschen Netzwerks für evidenzbasierte Medizin (mit Überarbeitungen vom 4.9. und Stellungnahme vom 18.9.)
Ein Faktencheck des ZDF vom 15.9.
MedWatch mit einem Bericht über das Papier, die Kritik daran und die Hintergründe
Ein Spiegel-Artikel zur Kritik am Papier vom 19.9.
Artikel bei MedScape vom 21.9.
 
Kommentar
Guten Morgen zusammen,

es gibt Neuigkeiten bei den ausgewiesenen Risikogebieten.

Neu seit der letzten Änderung vom 18.9.:

Dänemark: die Region Hovedstaden gilt als Risikogebiet.
Frankreich: es gelten nun auch die Regionen Bretagne, Centre-Val de Loire und Normandie als Risikogebiete.
Irland: die Region Dublin gilt als Risikogebiet.
Kroatien: es gilt nun auch die Gespanschaft Lika-Senj als Risikogebiete.
Niederlande: es gilt nun auch die Provinz Utrecht als Risikogebiet.
Österreich: es gilt nun auch das Bundesland Vorarlberg als Risikogebiet.
Portugal: die Region (Großraum) Lissabon gilt als Risikogebiet.
Rumänien: der Kreis Covasna gilt als weiteres Risikogebiet.
Slowenien: die Region Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain) gilt als Risikogebiet
Tschechien: das gesamte Land mit Ausnahme der Regionen Aussiger Region (Ústecký) und der Mährisch-Schlesischen Region (Moravskloslezský) gilt als Risikogebiet.
Ungarn: es gilt nun auch Region Györ-Moson-Sopron als Risikogebiet.
Vereinigte Arabische Emirate: das gesamte Land gilt als Risikogebiet.

Antigua und Barbuda, Barbados, Dominica, Grenada, Kuba, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Sankt Kitts und Nevis, Seychellen und Sri Lanka, gelten nicht mehr als Risikogebiete.

Die komplette Übersicht gibt es hier beim RKI:

Den Link findet ihr auch in der Übersicht im Startbeitrag des Threads.
 
Kommentar
Zum zuletzt viel diskutierten Thema der Verkürzung von Quarantäne, Isolation und dem sog. "Freitesten" gibt es ein neues Papier des RKI:

Im Epidemiologischen Bulletin 39/2020 wird der Unterschied von Quarantäne und Isolierung basierend auf den Grundlagen des Infektionsverlaufs näher erläutert. Erste Ergebnisse aus internen Rechenmodellen des Robert Koch-Instituts verdeutlichen, wie sich das Restrisiko einer Infektion Dritter in Abhängigkeit von der Quarantänedauer mit oder ohne abschließende Testung verhält.

Hier geht es zum PDF (9 Seiten)
 
Kommentar
Verschärfte Maßnahmen für München.
Seit gestern wurden - für zunächst eine Woche - neue, verschärfte Maßnahmen gegen Coronainfektionen verhängt, u.a gilt eine generelle Maskenpflicht in der und um die Fußgängerzone und verschärfte Kontaktregelungen. Genaueres hier: https://www.muenchen.de/rathaus/Sta.../Infektionsschutz/Neuartiges_Coronavirus.html

Die Begründung für diese Maßnahmen irritiert ein wenig. Sie lautet, die Inzidenz liege seit Ende letzter Woche über 50/100.000.
Im Dashboard des RKI ist sie jedoch seit Anfang dieser Woche schon unter 50/100.000 (heute 45.1). Da scheint das Institut anders zu rechnen, als die Stadtverwaltung...
 
Zuletzt bearbeitet:
luckyshot
luckyshot kommentierte

Betrifft die Inzidenz nicht immer das Meldedatum?
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hm, ist wohl nicht ganz so einfach, das Thema. Das RKI schreibt dazu (Lagebericht vom 23.09.)

Die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz erfolgt auf Basis des Meldedatums, also dem Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Für die heutige 7-Tage-Inzidenz werden die Fälle mit Meldedatum der letzten 7 Tage gezählt.

Die Differenz zum Vortag, so wie sie im Lagebericht und Dashboard ausgewiesen wird, bezieht sich dagegen auf das Datum, wann der Fall erstmals in der Berichterstattung des RKI veröffentlicht wird. Es kann sein, dass z.B. durch Übermittlungsverzug dort auch Fälle enthalten sind, die ein Meldedatum vor mehr als 7 Tagen aufweisen. Gleichzeitig werden in der Differenz auch Fälle berücksichtigt, die aufgrund von Datenqualitätsprüfungen im Nachhinein gelöscht wurden, sodass von dieser Differenz nicht ohne weiteres auf die 7-Tage-Inzidenz geschlossen werden kann

Da die Meldung der Gesundheitsämter ans RKI meist einen Tag braucht und das RKI die Zahlen im Dashboard auch nur einmal täglich (und zwar um Mitternacht) aktualisiert, sehen wir dort 7-Tages-Inzidenzen, die sich einfach aufgrund des Zeitverzugs von denen der Gesundheitsämter unterscheiden können. Das ist mir in Würzburg letzter Tage auch schon aufgefallen.
 
ernst.w
ernst.w kommentierte
Ist bei uns nicht anders.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
So was wie hier in Remscheid ist z.B. ein typischer Fall für unterschiedliche Zahlenangaben (Hervorhebung von mir)

Wie berichtet, wurde gestern auf Bitte des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) das Berichtswesen zur aktuellen Gesundheitslage umgestellt.
Eine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Remscheid mit 7-Tages-Inzidenzen, Gesamtinfektionszahl, Neuinfektionen und Anzahl der Verstorbenen stellt das COVID-19-Dashboard des RKI täglich spätestens um 8 Uhr zur Verfügung.
Die Zahlen an dieser zentralen Stelle sind ein einheitlicher und rechtlich maßgeblicher Datenstand, der vom LZG.NRW und dem Robert-Koch-Institut (RKI) übereinstimmend jeweils mit Stand 0:00 Uhr festgestellt wird.

Bei den gestrigen Meldedaten ist es allerdings zu Übermittlungsproblemen gekommen, so dass die heute online ausgewiesene aktuelle Wocheninzidenz zu niedrig angegeben ist. Es sind keine neuen Fälle vom 23.09.2020 berücksichtigt.
Die Wocheninzidenz beträgt mit aktualisiertem Meldestand 24.09.2020 11:00 Uhr 55,9 Fälle pro 100.000 Einwohner
.

Quelle:
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ja, die Angaben sind widersprüchlich, zuletzt aber auch bei der Stadt München wieder unter 50.

Tipp: ich musste mich testen lassen, da ich einen Aufenthalt in Sachsen habe und nicht riskieren wollte, vom Hotel abgewiesen zu werden, da in einem Risikogebiet (München) ansässig. Testtermine in München sind aktuell nicht kurzfristig zu bekommen.

Hier: https://www.lra-ffb.de/testzentrum habe ich dann den Test gemacht, ohne Anmeldung, ohne Wartezeit (Mi 15:00). Am Do 11:00, also nach nur 20h hatte ich das Ergebnis (negativ) und die Bescheinigung (E-Mail).
 
TV-Tipp für heute Abend: (ausnahmsweise mal) maybrit illner, 22.15 Uhr im ZDF.

Nicht wegen Frau Illner, auch nicht wegen Herrn Wissing oder Herrn Müller, sondern vor allen wegen Frau Sibylle Katzenstein, Allgemeinmedizinerin mit Covid-19-Schwerpunktpraxis in Berlin.
Sie war schon ganz zu Anfang der Pandemie mal in einer Talkshow, zu der Zeit, als es nicht genug Schutzausrüstung für medizinisches Personal gab. Damals fiel sie mir sehr positiv auf, weil sie den Damen und Herren Entscheidungsträger mit ihrer anpackenden Art klar gemacht hat, worauf es im Alltag und in einer Arztpraxis ankommt und wie sie das regelt.

Im Anschluss an die Sendung kann man sie vermutlich hier nochmals ansehen:
 
2 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay
Kay kommentierte


Ach, Anja, Du bist ja so gut zu uns!!!

Hugo :D meint:
Also .... Honig ums Mündchen ... und für morgen freuen wir uns dann auf den von Dir präsentierten Ausschnitt von heute nacht. Dann können wir früher schlafen gehen ... :6874:
 
Update 28.9.2020

Germany
New Cases 27.09.2020: 1313
Weekly average: 1768
7 day incidence: 14,9
Rt: 1,02 (0,84 - 1,23)
Forecast 25.10: 1938 (454 - 8277)
Alert Value A: 0,35 high risk

Screen Shot 2020-09-28 at 11.34.59.png

In Deutschland hat sich die Lage aktuell bei einem Wert von A ca. 0.5 stablisiert.
Langsam diffundiert die Epidemie wieder zu anderen Altersschichten, die Zahl der Totel steigt wieder langsam an. Aktuell auf 10+ täglich, nach einem Tiefstand von 2.9 am 6.9. Auf dem Höhepunkt im März waren es allerdings 250 täglich.

Austria
New Cases 27.09.2020: 662
Weekly average: 683
7 day incidence: 54,0
Rt: 0,97 (0,86 - 1,11)
Forecast 25.10: 593 (220 - 1598)
Alert Value A: 0,86 high risk

Switzerland

New Cases 27.09.2020: 0
Weekly average: 369
7 day incidence: 30,1
Rt: 0,91 (0,73 - 1,13)
Forecast 25.10: 288 (55 - 1512)
Alert Value A: 0,58 high risk

Spain

7 day incidence: 162,8
Rt: 0,97 (0,70 - 1,33)
Alert Value A: 1,40 very high risk

France

7 day incidence: 123,3
Rt: 1,33 (0,45 - 3,89)
Alert Value A: 1,56 very high risk

Italy

7 day incidence: 19,4
Rt: 1,06 (1,01 - 1,10)
Alert Value A: 0,60 high risk

Israel

7 day incidence: 485,4
Rt: 1,26 (0,44 - 3,58)
Alert Value A: 2,21 out of control

US

7 day incidence: 93,3
Rt: 1,02 (0,98 - 1,07)
Alert Value A: 1,35 very high risk

Sweden

7 day incidence: 26,3
Rt: 1,23 (1,09 - 1,39)
Alert Value A: 1,08 very high risk
 
4 Kommentare
luckyshot
luckyshot kommentierte
Danke Falk!
Wenn man sich den Kurvenverlauf von GB auf dem Dashboard ansieht, dann müsste Dein A-Wert für dort eigentlich auch ähnlich hoch sein, wie der von Israel, oder?
 
falconeye
falconeye kommentierte

GB auf dem Dashboard
United Kingdom
7 day incidence: 61,1
Rt: 1,29 (1,09 - 1,53)
Alert Value A: 1,40 very high risk

Nein, UK liegt im Bereich von Spanien, Frankreich aktuell sogar noch düsterer.

Israel ist allerdings noch einmal eine andere Liga. Das Land ist ja kleiner, die Zahlen darf man da nicht absolut vergleichen. Die Inzidenz in Israel liegt aktuell 8x höher als in UK! Bei der Inzidenz wie in Israel kommt man mit dem Testen nicht nach, die Dunkelzifefr ist dort mindestens 10x. In nur 20 Wochen wäre bei der jetzigen Inzidenz Israel durchinfiziert. Allerdings wird es dazu nicht kommen, Tel Aviv hat ja den zweiten Lockdown verhängt. Und dass, obwohl die Sterberate in Israel zwar steigt, aber durchaus noch niedrig bleibt.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
Schon klar, die absoluten Zahlen sind nicht vergleichbar.
Ich meinte das Tempo, in dem sie steigen...
 
falconeye
falconeye kommentierte

Das misst der Rt-Wert. Der liegt aber nirgends so hoch wie ganz zu Anfang im März. Mein A-Wert setzt sich aus mehreren Kriterien zusammen, nicht nur der Zuwachsrate.
 
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