Brasilien - Pantanal


Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien - Vorwort

Schon lange träumt Kiboko davon, Jaguare in freier Wildbahn zu fotografieren.
Auch wäre es schön Riesenotter, Kaiman, Anakonda, Ameisenbär und Hyazinth Ara vor die Linse zu bekommen.
Ideal dafür ist das Pantanal im Südwesten Brasiliens.
Das Pantanal ist das größte Feuchtgebiet der Welt.
In der Trockenzeit von Juni bis September sind die Chancen auf Jaguarsichtungen besonders groß.
Seit dem Kiboko in Guyana (Fotoreportage auf foto-kiboko)(Fotoreportage im Forum) leider keine Jaguare gesehen hat, steht das Pantanal weit oben auf der Reisezielwunschliste.
Der erste Versuch einer Reiseplanung konnte 2017 wegen ausgebuchter Unterkünfte nicht realisiert werden.
Im August 2018 hat es geklappt.
Mit großer Vorfreude fliegen Kiboko und seinen Kumpel Axel auf Naturfotoreise ins Pantanal.
Ob wir einen Jaguar sehen werden?

Reiseverlauf

Es gibt nur wenige Hotels (Pousadas und Fazendas) im Pantanal.
Es sind Rinderfarmen, die sich durch den Tourismus weitere Einnahmequellen erschließen
bzw. Ecolodges, die sich auf den Tourismus spezialisiert haben.
Die Bettenzahl ist stark begrenzt.
Die Saison ist kurz. In der Regenzeit ist alles überflutet.
Das Geld muss in wenigen Monaten verdient werden.
Wegen der hohen Nachfrage sind viele Unterkünfte trotz deftiger Preise frühzeitig ausgebucht.
Kiboko hat sich die Reise vom Reiseveranstalter des Vertrauens nach seinen Wünschen ausarbeiten lassen.
Alle Unterkünfte und Aktivitäten (z.B. Bootstouren im private Boot) wurden vorab gebucht.
Ein Fahrer-Guide wurde mitgebucht, da in vielen Unterkünften und die Fahrer von Booten und Safarifahrzeugen nur Portugiesisch sprechen. Dazu soll alles auch noch bezahlbar sein.
Schweren Herzens wurde der Aufenthalt und die Jaguarsafaris in Porto Jofre gegenüber der Vorplanung auf zwei Tage gekürzt.
Ein Tag mit Übernachtung im Doppelzimmer und privatem Boot liegt hier bei knapp 1000 EUR. Pro Nase, wohlgemerkt!
Das Sparschwein hätte Kiboko das nie verziehen.

  • Tag 1: Cuiaba - Piuval
  • Tag 2: Piuval - Rio Claro
  • Tag 3: Rio Claro - Porto Jofre
  • Tag 4: Porto Jofre, Jaguarsafari
  • Tag 5: Porto Jofre, Jaguarsafari
  • Tag 6: Porto Jofre - Pantanal Hotel
  • Tag 7: Pantanal Hotel
  • Tag 8: Pantanal Hotel
  • Tag 9: Pantanal Hotel - Rio Claro
  • Tag 10: Rio Claro
  • Tag 11: Rio Claro
  • Tag 12: Rio Claro - Cuiaba
  • Tag 13: Ende
Anreise

Mit dem Flieger geht es nach Amsterdam.
Ein himmelblauer Flieger wartet auf Reisende.

Bild 1: B747-400 der KLM in Amsterdam​

Zwischenlandung in Sao Paulo

Mit dem nächsten Flieger geht es nach Brasilien.
Beim Landeanflug erscheint das Häusermeer von Sao Paulo.

Bild 2: Sao Paulo von oben​


Das Terminal in Sao Paulo bei tiefstehender Sonne.
Hier findet die Einreise statt.

Bild 3: Flughafenterminal in Sao Paulo​

Die Anakonda von Sao Paulo

Das Gepäck muss abgeholt und neu eingecheckt werden.
Dafür muss auch noch das Terminal gewechselt werden.
Immerhin hat Kiboko bei der Buchung des Fluges darauf geachtet,
dass der Flughafen nicht gewechselt werden muss.
Die Schalter von GOL sind in der hintersten Ecke des Terminals versteckt.
Hier sieht Kiboko die erste Schlange.
Es ist eine Monsteranakonda.
Die Schlange aus vollgepackten Gepäckkarren reicht weit aus dem engen Schalterraum heraus.
Nur langsam geht es voran.
Im Schalterraum selbst hat sich die Schlange wie eine Anakonda eingewickelt.
Sie hat die Reisenden fest im Würgegriff.
Die Luft wird knapp.
Es ist brüllend heiß.
Naßgeschwitzt und dehydriert kann Kiboko endlich den Rucksack aufgeben und erhält die begehrte Boardkarte.

Das Gate Roulette

Der Weg zum Gate ist lang.
Endlich hat Kiboko das Gate erreicht.
Hier steht aber ein anderes Reiseziel.
Oh! Das Gate hat sich geändert.
Es ist jetzt am anderen Ende des Terminals.
Kaum ist Kiboko auf dem Weg schaut er nochmal auf einen Monitor.
Das Abfluggate sich erneut geändert ändert.
Jetzt ist es neben dem Gate, wo Kiboko gerade losgelaufen ist.
Das Gate ändert sich im Minutentakt.
Kiboko sucht sich einen der raren freien Sitzgelegenheiten.
Am Nachbargate wird Kibokos Flug angeschrieben.
Geht doch!

Flug nach Cuiabá

Es ist bereits dunkel in Sao Paulo.
Der Nachtflug ist ereignislos.
Gegen 23 Uhr Ortszeit erreicht Kiboko in Cuiabá das geografische Zentrum Südamerikas.
In Deutschland hat bereits der nächste Arbeitstag begonnen.

Bild 4: Ankunft in Cuiabá B737-800 der GOL​


Der erste Jaguar

Kiboko wird am Flughafen abgeholt und zum Amazonas Hotel gebracht.
Im Hotelzimmer befindet sich der erste Jaguar.
Zumindest als großformatiges Dschungelbild an der Wand.

Bild 5: Dschungelbild mit Jaguar im Hotelzimmer​
 
Zuletzt bearbeitet:
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Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-1: Cuiabá nach Poconé

Nach einer kurzen Nacht mit einer satten Zeitverschiebung hat Kiboko einen Tunnelblick.


Bild 6: Blick aus dem runden Hotelfenster auf Cuiabá
Cuiabá ist eine Großstadt.
Sie hat über eine halbe Millionen Einwohner.
Der Großraum hat über eine Millionen Einwohner.
Das Stadtbild ist ein Mix aus Hochhäuser, kleinen Wohnhäusern und heruntergekommenen Bruchbuden.


Bild 7: Blick auf Cuiabá​
Fahrt nach Poconé

Wir werden von unserem Guide Roberto vom Hotel abgeholt.
Mit einem Renault (kein Dacia!) Duster geht es über gute Teerstrassen ins Pantanal.
Nach rund 100 km wird die Kleinstadt Poconé erreicht.
Es ist der letzte Ort vor dem Pantanal.
Markant ist das Eingangsportal.


Bild 8: Eingangsportal von Poconé
Hier wird das Auto randvoll getankt.
Es gibt keine Tankstellen im Pantanal.
Im bombastischen -Bom Pastor- Supermarkt deckt sich Kiboko mit ein paar Vorräten ein.


Bild 9: Mercado Bom Pastor in Poconé​

Die weitere Fahrt führt am zentralen Platz mit Kirche vorbei.
Das Bild ist während der Fahrt durch die Frontscheibe entstanden.
Die schiefen Türme sind dem starken Weitwinkel geschuldet.



Bild 10: Kirche von Poconé​

Kleine, ärmliche Häuschen säumen die Straßen von Poconé.
Als Goldgräberstadt hat sie schon bessere Zeiten gesehen.


Bild 11: Typische Straße in Poconé​
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-2: Fahrt nach Piuval

Am Ortsausgang von Poconé endet die Teerstrasse.
Bis zum Endpunkt in Porto Jofre sind es noch 145 km rötliche Schotterpiste.


Bild 12: Ende der Teerstrasse - Beginn der Transpantaneira​

Pousada Piuval

Schon wenige Kilometer hinter Poconé ist links die Einfahrt zur Pousada Piuval.
Viele Einfahrten sind hier durch ein Tor hervorgehoben.
Hier beginnt das Gelände der Pousada.
Es sind aber noch mehrere Kilometer zu fahren.


Bild 13: Zufahrt zur Pousada Piuval
Das Begrüßungskomitee wartet schon.
Die Pousada betreibt auf einem großen Gelände Rinderzucht.


Bild 14: Zufahrt zur Pousada Piuval
Vorbei geht die Fahrt an einer Pferdekoppel.
Die Pferde werden im sumpfigen Gelände für den Viehtrieb benötigt.
Interessant sind die vielen Termitenhügel.
Vielleicht treibt sich hier auch der dazugehörige Ameisenbär herum?


Bild 15: Pferdekoppel mit Termitenhügeln
Wir erreichen die Pousada.
Hier kann sich Kiboko etwas umschauen.
Die Zimmer sind jeweils in einem Block.
Der Gang davor ist überdacht und schützt vor Sonne und Regen.


Bild 16: Unterkünfte in der Pousada Piuval
Das Zimmer hat drei Betten.
Damit gibt es sogar eine Ablage für das Fotogeraffel.


Bild 17: Zimmer mit drei Einzelbetten
Der Weg zum Restaurant ist schwungvoll angelegt.
Hauptsache die Schlangenlinie passt zur Lauflinie nach reichlich Biergenuss.


Bild 18: Restaurantgebäude im Garten der Pousada​
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-3: Fototour Piuval

Bis zum Mittagessen ist noch Zeit für einen ersten Erkundungsgang.
Kiboko geht Richtung See.
Der Weg führt über Kuhweiden mit einzelnen großen Bäumen.

Auf dem Weg zum See

Bild 19: Der Weg zum See
Neben dem Weg sind breite Gräben.
Sie sind mit Wasser gefüllt.
Gelegentlich schwimmt darin ein Baumstamm oder ein Brillenkaiman.


Bild 20: Wassergräben säumen die Wege​

Reiche Vogelwelt

Hier ist der ideale Lebensraum für viele Vögel.
Kiboko kommt nur langsam voran.
Zu viele verschieden Vogelarten sind hier auf wenigen Metern zu entdecken.


Bronzekiebitz (Southern Lapwing).


Bild 21: Bronzekiebitz
Der Schwefelmaskentyrann (Great Kiskadee) jagt von einem Ansitz aus Insekten.


Bild 22: Schwefelmaskentyrann
ein Trupp Goldstirnsittiche (Peach-fronted Parakeet) macht sich am Wegesrand über Früchte und Pflanzensamen her.


Bild 23: Goldstirnsittich
Auch in den großen Bäumen sind viele Vögel unterwegs.
Ein Rotsensenschnabel (Red-billed Scythebill) sucht in der Baumrinde nach Nahrung.
Es ist immer wieder erstaunlich, was die Natur an Formenviefalt hervorbringt.


Bild 24: Rotsensenschnabel
Ein junger Virginia-Uhu (Great Horned Owl) sitzt regungslos auf einem Ast.
Er hat keine Angst und lässt Kiboko erstaunlich nah herankommen.
Leider sind die Eltern in den umliegenden Bäumen nicht zu finden.


Bild 25: Junger Virginia-Uhu
Schon im nächsten Baum sitzt die nächste Kauz.
Er ist viel kleiner als der Uhu.
Es ist ein Strichelkauz auch Brasilianischer Sperlingskauz genannt (Ferruginous Pygmy Owl).
Er sitzt regungslos im Baum.
Es ist nicht einfach eine halbwegs freie Sicht zu bekommen.


Bild 26: Strichelkauz
Auf der kurzen Tour sind noch viel mehr Vogelbilder entstanden.
Aber wir werden die Vogelarten auf der Reise noch öfter sehen.
Unser Guide drängt zum Aufbruch.
Mittagessen!


Auf dem Rückweg will uns dieser Vogel imponieren.
Auf einem Baumstumpf sitzt ein junger Schneckenmilan (Snail Kite) und wackelt mit den Flügeln.


Bild 27: Junger Schneckenmilan​
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-4: Tümpel in Piuval

Bis zur Nachmittagsaktivität ist noch etwas Zeit.
In der Umgebung der Lodge sind ein paar Tümpel.
Kiboko schaut mal nach, was es dort zu sehen gibt.
Die Gauchos haben ihre Mittagspause beendet reiten zu den Kuhherden.

Bild 28: Gauchos beim Ausritt​
Vogelwelt am Tümpel

Neben mehreren Kaimanen sind am und in den Tümpeln viele Vögel zu sehen.

Mohrenibis (Bare-faced Ibis)

Bild 29: Mohrenibis
Eine Amazonasente (Brazilian Teal) stapft durch den Schlamm.

Bild 30: Amazonasente​

Ein Rotstirn-Blatthühnchen (Wattled Jacana) stapft durch den selben Schlammtümpel.

Bild 31: Rotstirn-Blatthühnchen
Ein Amerikanischer Stelzenläufer, auch Schwarznacken Stelzenläufer genannt (Black-necked stilt) stelzt durch einen flachen Tümpel.
Im Hintergrund ist ein weiteres Rotstirn-Blatthühnchen.

Bild 32: Amerikanischer Stelzenläufer
Im Blattwerk einer Feuchtwiese sucht ein Rallenkranich (Limpkin) nach Nahrung.

Bild 33: Rallenkranich
Der Schneckenmilan, auch Schneckenweih genannt (Snail Kite) hat eine Krabbe erbeutet.

Bild 34: Schneckenmilan mit Beute
Es sind noch viel mehr Vögel und einige Kaimane vor die Linse gekommen.
Aber unser Guide Roberto ruft nach Kiboko.
Schnellen Schrittes geht es zurück zur Pousada.
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-5: Pirschfahrt in Piuval

Die geplante Bootsfahrt auf dem nahen See muss leider ausfallen.
Der See ist wegen der ungewöhnlich langen Trockenheit fast ausgetrocknet.
Als Alternative darf Kiboko mit dem Pickup eine Pirschfahrt auf dem weiten Gelände der Pousada unternehmen.
Ein Pickup mit Sonnendach steht bereit.
Das ist schon fast so, wie in Afrika.

Bild 35: Safariauto
Wegen dem geschlossenen Führerhaus wird mit Klopfzeichen kommuniziert.
Zweimal klopfen: Anhalten
Einmal klopfen: Weiterfahren

Klopf!

Abfahrt!

Capybaras

Am ersten Wasserloch treibt sich ein Familienverband Capybaras herum.
Capybaras werden auch Wasserschweine genannt.
Sie sind mit dem Meerschweinchen verwandt.
Mit einer Schulterhöhe von 50-62 Zentimeter sind sie aber viel größer.
Es sind die größten Nagetiere auf der Welt.

Bild 36: Familienverband aus 20 Capybaras​

Begleitet werden die Capybaras von Kuhreihern (Cattle Egret).
Die Reiher hoffen, dass die großen Tiere Insekten aufschrecken, die sie dann erbeuten können.

Bild 37: Capybara und Kuhreiher​

Eine kleine Familien mit zwei Jungtieren läuft ebenfalls vorbei.

Bild 38 Capybarafamilie​

Vögel

Eine Rotfußseriema (Red-Legged Seriema) schreitet über die Wiese.
Der Vogel erinnert Kiboko an dem Sekretär in Afrika.

Bild 39: Rotfußseriema​

Noch imposanter sind die Nandus (Greater Rhea).
Sie leben hier in kleinen Trupps und teilen sich die Viehweiden mit den Kühen.
Im Gegensatz zu den Nandus in Norddeutschland sind sie nicht aus einem Tiergarten ausgebrochen.
Sie lebten schon vor den ersten Kühen hier.

Bild 40: Nandu auf einer Viehweide​

Die Nandus sind wenig scheu.
Sie lassen sich vom Fahrzeug oder zu Fuß einfach fotografieren.

Bild 41: Nandu​

Rindviecher

Die Pousada Piuval ist auch eine Rinderfarm.
Hier werden die Nelore-Rinder gehalten.
Es ist eine Zebu-Art die aus indischen Ongole Rindern gezüchtet wurde.

Bild 42: Nelore-Rind​
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-6: Pirschfahrt in Piuval

Das Pantanal ist flach.
Es besteht aus einen Mosaik aus Wiesen und Waldinseln.
Auf dem Gelände der Pousada Piuval steht ein Aussichtsturm.
Die Turmspitze ist am rechten Bildrand zu sehen.

Bild 43: Wiese und Wald mit Turmspitze im Pantanal​

Aussichtspunkt

Kiboko besteigt den Aussichtsturm.
Von hier oben hat Kiboko eine schöne Rundsicht auf Wiesen mit Pferden, Regenwaldinseln und sogar entfernte Wasserläufe.


Bild 44: Regenwald und Wiese von oben


Bild 45: Weite Wiese mit Pferden. Die Pousada Piuval liegt rechts oben, außerhalb des Bildes


Bild 46: Wiesen mit Pferden​

Vögel

Es ist ganz nett auf dem Turm.
Aber es ist auch nicht wirklich spektakulär.
Zurück auf dem Boden widmet sich Kiboko wieder der Vogelwelt.
Ein Weißhalsibis (Buff-necked Ibis) stolziert durch ein Blütenmeer.

Bild 47: Weißhalsibis​

Stirnbandibis (Ploumbeous Ibis).

Bild 48: Stirnbandibis​


Ein Schwarzmantel Scherenschnabel (Black Skimmer) fliegt vorbei.


Bild 49: Schwarzmantel Scherenschnabel​
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-7: Drama am Tümpel

In einem Tümpel hat eine Großschnabel-Seeschwalbe (Large-billed Tern) einen Fisch gefunden.

Guck mal, da liegt ein lecker, lecker Fisch!
Lecker, lecker!
Den hol ich mir!




Bild 50: Großschnabel-Seeschwalbe​

Die Großschnabel-Seeschwalbe schnappt sich den Fisch.

Hmmmm, der Fisch ist schön groß!
Jam! Jam!
Noch etwas abtropfen lassen.




Bild 51: Großschnabel-Seeschwalbe mit Fisch​

Dann hinein in den Schnabel mit dem leckeren Fisch.
Irgendwie passt der Fisch nicht in den Schnabel.
Dabei habe ich als Großschnabel-Seeschwalbe den größten Schnabel weit und breit!



Bild 52: Quer passt der Fisch nicht in den Schnabel​

Es fehlt der Schmierstoff.
Ich tauche den Fisch mal in den Matsch.
Patsch - Patsch - Patsch!
Dann rutscht er besser!




Bild 53: Fisch wird in den Matsch getaucht​


Der Fisch rutscht nicht in meinen Schlund.
Was macht ich nur verkehrt?



Bild 54: Seeschwalbe mit Fisch im Schnabel​

Vielleicht sollte ich es mal hochkant quer probieren?


Bild 55: Seeschwalbe mit Fisch im Schnabel, hochkant quer passt auch nicht!​


Scheiß Fisch!


Bild 56: Fisch fällt aus dem Schnabel​

Platsch!
Ich suche mir jetzt einen Döner!


Bild 57: Fisch fällt ins Wasser​


Des einen Leid ist des anderen Freud!
Ein Schopfkarakara (Southern Crested Caracara) findet den Fisch, nimmt ihn auf, fliegt davon und frisst ihn dann genüsslich.



Bild 58: Schopfkarakara mit Fisch​
 
Zuletzt bearbeitet:

Glaser

Nikon-Clubmitglied
Mal wieder ein absolut sehenswerter Naturreisebericht mit klasse Aufnahmen der dortigen Tierwelt und vielen Begleitinfos von Dir!(y)
Eine Freude, Dich auf deiner Pantanal Reise zu begleiten. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was es dort für eine Artenvielfalt zu sehen gibt.
Davon kann man hier nur träumen. Na gut---Nandus haben wir ja jetzt auch---;)
Freue mich auf die Fortsetzung!
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Mal wieder ein absolut sehenswerter Naturreisebericht mit klasse Aufnahmen der dortigen Tierwelt und vielen Begleitinfos von Dir!(y)
Eine Freude, Dich auf deiner Pantanal Reise zu begleiten. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was es dort für eine Artenvielfalt zu sehen gibt.
Davon kann man hier nur träumen. Na gut---Nandus haben wir ja jetzt auch---;)
Freue mich auf die Fortsetzung!
Hallo Peter,
vielen Dank für das viele Lob.
Das Pantanal hat schon eine erstaunlich hohe Artenvielfalt.
Viele Tiere sind auch einfacher zu erwischen, als im Amazonas Regenwald oder in Guyana.
In zwei Wochen kann man aber auch nur einen kleinen Teil der Artenvielfalt vor die Linse bekommen.
Das sind hauptsächlich die Tierarten, die einfach zu erwischen sind und in großer Zahl vorkommen.
Wenn man zwei Wochen Fotourlaub in Norddeutschland macht, kann bestimmt auch auf eine erstaunliche Artenvielfalt kommen.
Kohl- und Blaumeisen sind auch sehr schöne bunte Vögel und für einen Brasilianer ähnlich exotisch, wie für uns ein Mönchssittich und ein Mantelkardinal.
Ich bin mit meiner Fotoausbeute sehr zufrieden, auch wenn ich einige Tiere von meiner Wunschliste (z.B. Tapir) nicht gesehen habe.
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-8: Am Rio Bento

Die Pirschfahrt auf dem Gelände der Pousada Piuval endet an einen Fluss.
Es ist der Rio Bento Gomes.
Es ist eine Idylle im Abendlicht.
Vögel haben sich die umliegenden Bäume als Schlafplatz ausgesucht.
Reiher suchen am Fluß nach dem Abendessen.


Bild 59: Rio Bento Gomes im Abendlicht​


Kiboko ist gerade ausgestiegen, da taucht ein Ungeheuer aus dem Fluss auf!
Es schaut neugiereig Kiboko an.
Aber als Kiboko ein Beweisfoto machen will, taucht es wieder unter.
Beim zweiten Auftauchen ist Kiboko schneller und erwischt Nessie vom Rio Bento Gomes.
Nessie entpuppt sich als Riesenotter (Giant Otter)!


Bild 60: Riesenotter im Rio Bento Gomes​


Den Weg zum Fluss versperren Brillenkaimane!
Sie sonnen sich auf der Wiese.



Bild 61: Brillenkaimane auf einer Wiese am Fluss​


Tiere fotografiert man auf Augenhöhe.
Was macht Kiboko?
Kiboko legt sich auf die Wiese, um eine besser Perspektive beim Fotografieren zu bekommen.
Ein Nilpferd fühlt sich zwischen Panzerechsen wohl.


Bild 62: Drei Brillenkaimane auf Augenhöhe​

Kiboko robbt noch etwas dichter heran, um einen Kaimankopf formatfüllen ablichten zu können.



Bild 63: Brillenkaiman​

Hallo Kaiman, mach mal den Mund ganz weit auf.

Aaaaaaa!

Das Bild ist im Kasten. Braver Kaiman!


Bild 64: Aaaaaaaa!​


Kiboko robbt noch etwas dichter an die Kaimane heran.
Jetzt sind Detailfotos möglich.
Auge in Auge mit einem Kaiman.


Bild 65: Auge eines Brillenkaimans​

Hier sollte der Zahnstein entfernt werden.



Bild 66: Zahnstein!​

Deine Zähne sind in Ordnung!

Danke, Gute Pflege Herr Doktor!

Aber gegen den Mundgeruch solltest Du etwas unternehmen.



Bild 67: Beisserchen​


Der Mundgeruch zieht schon die Geier an.
Rabengeier (Black Vulture)


Bild 68: Rabengeier​
 

Wölkchen

NF-F Premium Mitglied
Danke, für den interessanten Reisebericht mit den wunderbaren Bildern.👍


:cool:
Kiboko robbt noch etwas dichter an die Kaimane heran.
Puh, ganz schön mutig. Die Viecher sind doch recht schnell, haben die Dich völlig ignoriert oder hast Du mit einer Brennweite von 1000mm fotografiert.:cool:
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Danke, für den interessanten Reisebericht mit den wunderbaren Bildern.👍


:cool:

Puh, ganz schön mutig. Die Viecher sind doch recht schnell, haben die Dich völlig ignoriert oder hast Du mit einer Brennweite von 1000mm fotografiert.:cool:
Danke für das Lob.
Brillenkaimane sind eher klein (2-2,5m) und ernähren sich von Fischen und Fröschen.
Sie haben eine Masse von bis zu 60 kg.
Unterwegs war ich mit dem 500/4 an der D500 und etwas Beschnitt macht zusammen eine Abbildung, die 1000mm entspricht.
Schon wegen der Naheinstellgrenze muss man 5m Abstand halten.
Als ich auf dem Boden gelegen habe, haben sie mich ignoriert.
Am Fluss war auch eine Sitzbank, die ich gerne nutzen wollte.
Die war natürlich auch von den Brillenkaimanen umzingelt.
Stehend, ist es sehr schwer dichter als 2m heranzukommen.
Dann werden sie unruhig.
Wenn man sich sehr sehr langsam bewegt, kommt man bis auf 1m heran.
Aber dann kriechen sie davon ...
... und die Bank war mein.

Mit Krokodilen oder Mohrenkaimanen (die werden bis zu 6m lang) würde ich das niemals machen.
Da besteht Lebensgefahr!
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 1-9: Vögel am Rio Bento

Am Rio Bento Gomes finden sich die Vögel zur Nachtruhe ein.
Die großen Bäume sind die Schlafbäume für Störche, Reiher und Geier.
Die Äste und der Boden sind vom Kot der Vögel weiß gefärbt.
Ein Rosalöffler (Roseate Spoonbill) balanciert auf seinen Schlafbaum.


Bild 69: Rosalöffler​

Ein Waldstorch, auch Amerikanischer Nimmersatt genannt, (Wood Stork) mit Heiligenschein.
Der Heiligenschein ist der aufgehende Mond.


Bild 70: Waldstorch mit Mond als Heiligenschein
Die Bäume und das niedere Buschwerk sind auch Lebensraum für kleinere Vögel.
Ein Rotbrauner Bündelnister, auch Rotschwingen Bündelnister genannt, (Greater Thornbird) ist im Gestrüpp unterwegs.


Bild 71: Rotbrauner Bündelnister​

Der Tag neigt sich dem Ende.
Über dem Pantanal geht die Sonne unter.
Die Kuh schaut zu.


Bild 72: Sonnenuntergang in Piuval​

Die Gauchos reiten nach Hause.
Auch wir reiten mit dem Pickup zur Pousade Piuval.

Feierabend!

Bild 73: Gauchos auf dem Heimweg​
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 2-1: Piuval am Morgen

In der Morgendämmerung startet Kiboko zur Pirschfahrt auf der Pousada Piuval.
Dank unseres Guides Roberto können wir uns auch mit dem Auto auf der Pousada frei bewegen.
Die Fahrt geht Richtung See.
Die Sonne kündigt sich mit orange angestrahlten Wolken an.


Bild 74: Kurz vor Sonnenaufgang auf der Pousada Piuval​


In einem kleinen Waldstück flitzt ein kleines Tier über die Straße.
Es ist ein Aguti.
Im Unterholz sucht es nach Nüssen.
Kiboko steigt aus und schleicht sich an.
Das Aguti steht auf den Hinterbeinen und hält eine Nuss mit den Vorderpfoten.
Obwohl es im Unterholz sehr dunkel ist gelingen ein paar scharfe Aufnahmen.


Bild 75: Aguti im Unterholz
Der Renault Duster ist für Pirschfahrten nur bedingt geeignet.
Auf der weiteren Fahrt lassen sich noch ein paar Sumpfhirsche blicken.
Sie laufen schnell weg und lassen sich nicht fotografieren
Einfacher ist es bei der Baumgruppe im Morgenlicht.
Die Bäume sind nicht weggelaufen.


Bild 76: Baumgruppe im Morgenlicht​

An einem Tümpel sind eine Gruppe Pferde.
Ein Silberreiher steht auf einer Insel.


Bild 77: Tümpel mit Pferde östlich der Pousada​

Ein Schmuckreiher (Snowy Egret) ist auf der Jagd nach seinem Frühstück.


Bild 78: Schmuckreiher auf der Jagd​

Der Schmuckreiher ist erfolgreich. Er hat einen kleinen Fisch zum Frühstück erbeutet.


Bild 79: Erfolgreicher Jäger​

Eine Cayenneralle (Grey-necked Woodrail) ist ebenfalls dabei sich das Frühstück zu suchen.
Da bemerkt die Ralle einen Artgenossen im eignen Tümpel. Das geht gar nicht.
Sofort stürzt sie sich auf den Eindringling!

Hau ab! Das ist mein Tümpel!


Bild 80: Streitende Cayennerallen. Mein Tümpel!​

Unbeachtet von den Streithähnen pickt ein einsamer Vogel am Ufer des Tümpels.
Es ist ein Einsamer Wasserläufer - das Einsamer gehört zum Namen - (Solitary Sandpiper).


Bild 81: Einsamer Wasserläufer auf der Nahrungssuche​

Jetzt hat sich auch Kiboko das Frühstück verdient.
Auf der Fahrt zurück zur Pousada sehen wir weitere Vögel.
Eine Weißbürzelmonjita (White-rumped Monjita) sitzt sehr fotogen auf einem trockenen Ast am Wegesrand.


Bild 82: Weißbürzelmonjita auf einen trockenen Ast​

Obwohl das Licht optimal ist, fährt Roberto zurück zur Pousada.
Das Frühstück darf er nicht verpassen.
 

Kiboko

NF-F Platin Mitglied
Brasilien, Tag 2-2: Piuval am Restaurant

Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig.
Der Lärm vor dem Restaurant ist interessanter.
Ein Baum trägt Früchte.
Ein Trupp Braunohrassaris (Chestnut-eared Aracari) sitzt dort in seinem Frühstücksbuffet.
Lautstark hüpfen sie durch den Baum und pflücken die Früchte.



Bild 83: Braunohrassari mit Frucht im Schnabel​

Im Nachbarbaum ist es dagegen ganz still.
Ein Strichelkauz (Ferruginous Pygmy Owl) sitzt hier gut sichtbar im Morgenlicht
und bleibt wegen der hektischen Aktivität im Nachbarbaum fast unbemerkt.



Bild 84: Strichelkauz im Feigenbaum​

Ein Schwefelmaskentyrann (Great Kiskadee) sitzt im selben Feigenbaum.


Bild 85: Schwefelmaskentyrann
Ein kleiner Trupp Safranammern (Saffron Finch) verweilt kurz im Baum.
Die Männchen sind gelb gefärbt und haben eine orangefarbene Stirn.
Die Weibchen sind unscheinbarer und braun gefärbt.


Bild 86: Männliche Safranammer​

Ein Weidezaun grenzt die Pousada von den umliegenden Weiden ab.
Darauf ruht sich eine Braunbrustschwalbe (Brown-chested Martin) aus.


Bild 87: Braunbrustschwalbe
Auf dem Boden sucht ein Chopistärling (Chopi Blackbird) nach seinem Frühstück.


Bild 88: Chopistärling
Ähnlich ist der Riesenkuhstärling (Giant Cowbird).
Er ist größer als der Chopistärling und hat ein weißes Auge.


Bild 89: Riesenkuhstärling​

Vor dem Restaurant ist es ein ständiges Kommen und Gehen.
Immer wieder tauchen neue Vogelarten auf.
Hier könnte Kiboko "ewig" bleiben.
Aber unser Guide Roberto drängelt zum Aufbruch.
 

Crossi

Nikon-Clubmitglied
Ein sehr unterhaltsamer Reisebericht mit wirklich tollen Fotos. Vielen Dank dafür.
 

seamaster

Well-known member
Moin Bernd, die Vielfalt ist schon mehr als beeindruckend. Schöner Bericht mit tollen Bildern!
 
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