Nächster Versuch. Es fällt ja bereits in den geposteten JPEG-Bildern auf, dass das analoge Bild mehr rauscht als das digitale Bild. Wenn man das NEF-File etwas hin und her filtert erkennt man, dass es zusätzlich zu dem Pixelrauschen mit der hohen Ortsfrequenz auch ein weiteres Rauschmuster mit einer niedrigeren Ortsfrequenz gibt. Woher dies kommt kann ich momentan nicht sagen, halte es aber nicht unwahrscheinlich, dass hier ein gewisses inhomogenes Reflexionsverhalten des weißen Hintergrunds eine Rolle spielt ... ist aber eigentlich auch egal. Aus anderen Untersuchungen weiß ich, dass das Offensichtliche manchmal knapp an der Wahrheit vorbeischrammt. Es würde mich deshalb interessieren, in wie weit das Rauschmuster der Bilder möglicherweise an den Tonwertabrissen der Bildern beteiligt ist. Vermuten kann man bei der visuellen Betrachtung der Bilder, dass es nicht beteiligt ist. Wir haben es hier aber mit zwei Effekten zu tun (Rauschen, Tonwertabriß) die an bzw. knapp unterhalb der Sichtbarkeitsschwelle liegen. In Kombination kann sich aber alles mögliche einstellen. Klarheit schafft nur eine objektive Messung und keine subjektive Beurteilung.
Folgender Ansatz: Im Bereich der Tonwertabrisse ist das Bild ja extrem homegen (sollte es zumindest sein) mit extrem niederfrequenten ortlichen Grauwertänderungen. Im Prinzip müßte es also möglich sein über die iterative Anwendung eines Noisepattern-orientiertes Tools wie etwa NoiseNinja oder Neat Image (oder im einfachsten Fall über eine megamäßige Weichzeichnung

) jedwedes Rauschen aller Ortsfrequenzen an diesen Stellen zu eliminieren. Bildet man die Differenz aus Originalbild und gefiltertem Bild, ergibt sich das individuelle Rauschbild, bei dem wir jetzt schon erwarten können, dass der Mittelwert des analogen Rauschbildes höher ist. Tauscht man nun die beiden Rauschbilder gegeneinander aus und verrechnet sie wieder mit dem rauschfreien Bild, dann müßten sich ... wenn die Annahme stimmt ... die Tonwertabrisse jetzt bei dem analogen Bild einstellen.