Auflösung FX Objektiv an DX

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pdx7

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Hallo,

nutzt man ein auf FX ausgelegtes Objektiv an einer DX-Kamera ist der Bildausschnitt kleiner, weshalb es so ausschaut als sei es mit Brennweite*Crop-Faktor geschossen worden. Soweit so klar.

Nun ist es aber ja so, dass Licht vom Objektiv, welches normalerweise die äußeren Bereiche des FX-Sensors getroffen hätte nicht auf den DX-Sensor fällt da dieser kleiner ist.
Frage zwischendurch: Auf welches Bauteil trifft dieses Licht bei einer DX Kamera?
Da nun an DX im Vergleich zu FX Licht (also Bildinformationen) nicht auf den Sensor treffen, kann ja auch nur ein kleinerer Teil des Auflösungsvermögens des Objektiv genutzt werden.
Müsste eine FX-Linse dann nicht eine außerordentlich hohe Qualität und Auflösung bieten, um auch an einem DX-Sensor mit 16 Megapixel nicht der limitierende Faktor zu sein?
 
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e-dirk

Sehr aktives Mitglied
Registriert
...
Da nun an DX im Vergleich zu FX Licht (also Bildinformationen) nicht auf den Sensor treffen, kann ja auch nur ein kleinerer Teil des Auflösungsvermögens des Objektiv genutzt werden.
Müsste eine FX-Linse dann nicht eine außerordentlich hohe Qualität und Auflösung bieten, um auch an einem DX-Sensor mit 16 Megapixel nicht der limitierende Faktor zu sein?
...

Falsch und Richtig!

Überlegen wir mal zusammen!
1) Falsch
Das Objektiv kann in der Mitte des Bildfeldes, nur um eine Zahl zu nennen, zwei Objekte trennen, die 2 mm weit auseinander liegen. Das was Rechts und links am Rand abgebildet wird, interessiert uns jetzt nicht.
Jetzt schneidest Du am Rand des Bildfeldes ein Stück ab. Das Auflösungvermögen in der Mitte des Bildfeldes ist danach ... Auch wieder 2 mm!

2) Richtig
Das Objektiv kann am großen Format 16 Mpixel auflösen. Jetzt packst Du Die gleiche Menge Pixel auf einen kleineren Sensor. Das heißt, deine Pixel werden kleiner. Dann braucht Dein Objektiv ein... höheres Auflösungsvermögen!

Dirk
 
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W

Wolle

Guest
Moin,

nutzt man ein auf FX ausgelegtes Objektiv an einer DX-Kamera ist der Bildausschnitt kleiner, weshalb es so ausschaut als sei es mit Brennweite*Crop-Faktor geschossen worden. Soweit so klar.

Dir ist hoffentlich klar, dass das nichts mit dem Objektiv zu tun hat, sondern nur mit der Sensorgröße?
M.a.W. Dir ist klar, dass man ein Bild, das mit einem 50 mm FX-Objektiv an einer DX-Kamera gemacht wurde, in nichts von einem Bild , das mit einem 50 mm-DX- Objektiv an einer DX-Kamera gemacht wurde, unterscheiden kann?
 
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häuschen

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Ich hab mich ja auch schon gefragt, was es bedeutet, wenn ich mein 70-300er an einer J1 festmache.
 
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masi1157

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Moin!


Wenn man erstmal nur die Bildmitte betrachtet, ist die Auflösung (üblicherweise wird die MTF50 betrachtet) des Objektivs selber, gemessen in Lp/mm, natürlich völlig unabhängig von der Sensorgröße. Misst man in Lp/Bh (Linienpaare pro Bildhöhe) ist sie "rechnerisch" am FX-Sensor 1,5x so groß wie an DX. Wenn man die Auflösung der Kombination aus Objektiv und Sensor (mit AA-Filter) betrachtet, hängt sie natürlich auch von der Pixelzahl (für Betrachtung in Lp/Bh) bzw. -dichte (für Lp/mm) ab.


Gruß, Matthias
 
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M_L_

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Frage zwischendurch: Auf welches Bauteil trifft dieses Licht bei einer DX Kamera?
Auf den Rand des Spiegelkastens.

Müsste eine FX-Linse dann nicht eine außerordentlich hohe Qualität und Auflösung bieten, um auch an einem DX-Sensor mit 16 Megapixel nicht der limitierende Faktor zu sein?
Ja und Nein, denn: FX und DX Optiken unterscheiden sich lediglich im Bildkreis. Eine DX Optik kann man günstiger und kleiner bauen da eben nur ein kleinerer Teil ausgeleuchtet werden muss.
Eine FX Optik muss diese Leistung auf den größeren Sensor bringen es ist aber nicht so dass sie schlechter als eine DX Optik auflösen würde, sie ist nur größer und teurer. Und da der kritische Randbereich wegfallt fallen manche Schwächen einer FX Optik am Crop sogar weg. Das 70-200 VR I wäre da ein Beispiel.

Prinzipiell fordert das DX Format mit aktuell 16 Megapixel die Objektive aber sehr und egal ob DX oder FX Objektiv, es gibt nur sehr wenige die diese Auflösung auch bringen.
 
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pdx7

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Okey,

danke für die Antworten. Da lag ich mit meinen Überlegungen ja schon ganz richtig.

Beispiele für die "Pixelgröße" auf dem Sensor:

D3s - 8,45 Mikrometer
D3X - 5,94 Mikrometer
D5100 - 4,79 Mikrometer


Daher fällt ein schwachauflösundes Objektiv dann ja eigentlich vorallem an einer hochauflösenden DX-Kamera sofort auf.
 
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klein0r

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Gibt es eigentlich eine Liste mit den Auflösungen der Verschiedenen Objektive?
Sowas suche ich noch ;)

lg
 
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Flat D

Sehr aktives Mitglied
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Wobei einige Antworten hier nicht weit genug gedacht sind. Geht es allein um den Bildkreis und den Auschnitt, den der mal größere (FX), mal kleinere (DX) Sensor davon nutzt, ist das Auflösungsvermögen nebensächlich. Aber die Sensoren haben erstens eine unterschiedliche Pixeldichte und zweitens kommt danach ja noch etwas. Nämlich die Darstellung auf einem Monitor und hier wird das DX-Foto ja ordentlich aufgeblasen und größer dargestellt, als das FX-Foto. Und spätestens hier spielt es eben doch eine Rolle.
 
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Flat D

Sehr aktives Mitglied
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Auch vom Bildkreis (und hier ist KREIS wirklich wörtlich zu nehmen) eines DX Objektivs wird nur ein kleiner rechteckiger Ausschnitt vom DX Sensor erfaßt und aufgenommen. Bei FX Objektiven ist dieser Bildkreis größer, damit der FX Sensor keine Vignettierung aufzeichnet.
 
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masi1157

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Auch vom Bildkreis (und hier ist KREIS wirklich wörtlich zu nehmen) eines DX Objektivs wird nur ein kleiner rechteckiger Ausschnitt vom DX Sensor erfaßt und aufgenommen. Bei FX Objektiven ist dieser Bildkreis größer, damit der FX Sensor keine Vignettierung aufzeichnet.

Ja natürlich. Aber was hat das damit zu tun? Der Durchmesser dieses Kreises ist bei FX-Objektiven auch näherungsweise 1,5x so groß wie bei DX.


Gruß, Matthias
 
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Flat D

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Weil einige sogar glauben, ein Objektiv würde schon ein rechteckiges Bild abgeben. Daß es sich um eine Scheibe handelt, ist vielen gar nicht bewußt.
 
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dkochina

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Daher fällt ein schwachauflösundes Objektiv dann ja eigentlich vorallem an einer hochauflösenden DX-Kamera sofort auf.

Umso sinnfreier ist es, eine 16MP DX-Kamera mit dem 18-105VR Kitobjektiv zu kaufen (ich fand mein 18-105VR an der 6MP D40 sehr ordentlich, an der D300 schon schwächelnd......). An eine D5100 gehört ein AFS 35/1.8 oder ein micro40/2.8, oder eben gute FX-Objektive - das 16-85VR könnte als "Notlösung" noch so gerade gehen, als leichtes Gepäck auf der Städtereise, oder Bergtour.
 
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masi1157

ehemaliges Mitglied
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Umso sinnfreier ist es, eine 16MP DX-Kamera mit dem 18-105VR Kitobjektiv zu kaufen (ich fand mein 18-105VR an der 6MP D40 sehr ordentlich, an der D300 schon schwächelnd......). An eine D5100 gehört ein AFS 35/1.8 oder ein micro40/2.8, oder eben gute FX-Objektive - das 16-85VR könnte als "Notlösung" noch so gerade gehen, als leichtes Gepäck auf der Städtereise, oder Bergtour.

Ach ja? Bricht die Auflösung des 18-105VR zwischen 6MP oder gar 12,6MP und 16MP (das bedeutet 13% mehr Sensorauflösung!) derart ein, dass es unbrauchbar und sinnfrei wird? Und sogar auch die des 16-85VR? Und macht man mit einer D7000 grundsätzlich 13% größere Abzüge bzw. 13% kleinere Ausschnitte, so dass man dieses Manko bei jedem Bild sieht? Erstaunlich... :.eek:

Gruß, Matthias
 
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Flat D

Sehr aktives Mitglied
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Ach ja? Bricht die Auflösung des 18-105VR zwischen 6MP oder gar 12,6MP und 16MP (das bedeutet 13% mehr Sensorauflösung!) derart ein, dass es unbrauchbar und sinnfrei wird? Und sogar auch die des 16-85VR? Und macht man mit einer D7000 grundsätzlich 13% größere Abzüge bzw. 13% kleinere Ausschnitte, so dass man dieses Manko bei jedem Bild sieht? Erstaunlich... :.eek:

Gruß, Matthias

Die Auflösung wird, wenn nicht anders angegeben, über die Fläche gerechnet und da multiplizieren sich vertikale und horizontale Auflösung. Somit sind es 30% mehr Auflösung von 12,3 zu 16MP.

Nicht, daß ich grundsätzlich die Meinung teile, daß die Kameras schärfere Bilder machen würden, wenn nur die Objektive besser wären. Aber mit dem Auflösungsvermögen von ca. 1150 bis 1400 Linienpaaren bei den meisten üblichen Zoom-Objektiven bewegen sich diese in einem Bereich, den die heutigen Sensoren auch abdecken. Spätestens eine 24MP Kamera braucht aber schärfere Objektive, als 90% der heute üblichen.
 
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masi1157

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Die Auflösung wird, wenn nicht anders angegeben, über die Fläche gerechnet und da multiplizieren sich vertikale und horizontale Auflösung. Somit sind es 30% mehr Auflösung von 12,3 zu 16MP.

Ach ja? Wo denn das? Ich kenne ausschließlich Angaben in Lp/mm oder Lp/Bh, und die sind nicht auf die Fläche, sondern auf eine Länge/Breite bezogen.

Nicht, daß ich grundsätzlich die Meinung teile, daß die Kameras schärfere Bilder machen würden, wenn nur die Objektive besser wären. Aber mit dem Auflösungsvermögen von ca. 1150 bis 1400 Linienpaaren bei den meisten üblichen Zoom-Objektiven bewegen sich diese in einem Bereich, den die heutigen Sensoren auch abdecken.

1150-1400 Linienpaare? Pro Bild? Pro Quadratmillimeter? Oder etwa doch auf eine Länge bezogen?

Spätestens eine 24MP Kamera braucht aber schärfere Objektive, als 90% der heute üblichen.

Die brauchen sie evtl. dann, wenn man die größere Sensorauflösung denn auch ausreizt. Wenn man weiter so fotografiert, wie man es vorher schon getan hat, und die 24MP vielleicht nur unbenötigter "Beifang" waren, bleibt alles beim alten. Gleich große Bilder werden durch mehr Pixel mit dem selben Objektiv nicht schlechter, sondern eher ein bisschen besser.


Gruß, Matthias
 
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häuschen

NF-F "proofed"
Platin
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Meine lieben Experten,

ich hatte nicht nur aus Eigennutz eingeworfen, dass mich die Sinnhaftigkeit der Konstruktion V1 und z.B. 70-300VR interessiert, schließlich ist der Sensor der V1 nochmals kleiner, als ein DX-Sensor. Schließlich gibt es einen Adapter für die DSLR-Objektive.

Jetzt mal für Doofe bitte - Bezug nehmend auf einen Nachbarfred:p:fahne::

Wäre ein Originalobjektiv für die V1, wie das 10-100er daran bei 100mm weitaus besser geeignet, als das 70-300er bei 100mm? Welchen Sinn macht dieser Adapter? Der Gedanke, dort 400mm zu installieren ist doch sehr verlockend.
 
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Hans-Peter R.

Administrator
Platin
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Hi,

mindestens bei Matthias weiß ich es ziemlich sicher, bei Flat D gehe ich auch mal davon aus, dass bekannt ist, dass der Begriff "Auflösung" mehrdeutig ist. Man kann entweder zunächst den Begriff klären kann oder man kann natürlich auch gleich wieder aufeinander einkloppen.

Umgangangssprachlich wird die Auflösung in der Einheit "Pixel" angegeben und bezieht sich auf eine Fläche, bei quantitativen Messungen wird die Einheit LP/BH verwendet und bezieht sich auf eine Strecke.

Stellt Euch doch nicht selber immer dümmer dar als Ihr in Wirklichkeit seid. Das ist ja peinlich. Und jetzt schütteln wir die Hände, tanzen unseren Namen und alles ist wieder gut.

Ciao
HaPe

(kopfschüttel)
 
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