Acht Paradiese und vierzig Säulen
die Paläste "Hascht Behescht" und "Tschehel Sotun"
Wie erwähnt, diente der Ali Qapu-Palast als Durchgang zu den dahinter liegenden königlichen Gärten und Palästen. Es müssen sehr viele Gebäude für die königliche Familie und den Hofstaat gewesen sein; nur noch wenige sind heute erhalten.
1669 wurde der Palast mit Namen "Hascht Behescht" (Acht Paradiese) fertiggestellt. Eine Legende besagt, der Name rühre daher, dass hier die acht Lieblingsfrauen des Schahs wohnten.
Typischerweise liegt er inmitten eines persischen Gartens mit der Bezeichnung Nachtigallengarten (Bagh-e Bolbol).
Der Palast gehörte einst zu den am reichhaltigsten verzierten Gebäuden der Stadt. Mit der Zeit wurden die Innendekorationen jedoch weitestgehend zerstört; als wir ihn im Sommer 2010 besuchten, wurde er restauriert und war kaum zugänglich.
Der Palast "Tschehel Sotun" (Vierzig Säulen) gehört zu den schönsten Exemplaren safawidischer Architektur. Neben einer Veranda spielgeln sich zwanzig Säulen aus Zypressenholz im Becken - macht 40 Säulen.
Leider habe ich da keine vorzeigbaren Fotos, da das Licht extrem ungünstig war.
Am Eingang gibt es einen grandiosen Spiegelsaal. Hier hat sich der Fotograf in der Decke selbst abgelichtet.
Das Innere ist übervoll mit Wandgemälden.
Dieses ist eine Besonderheit:
Nicht nur, dass die Szene das zoroastrische Fest "Tschahar schanbeh suri" darstellt, an dem man kurz nach Nowrouz über ein Feuer springt, damit es seine reinigende Kraft entfalte, nein, noch viel schlimmer: Es sind barbusige Frauen zu sehen! In einem islamischen Land eigentlich undenkbar. Uns wird erzählt, dass dieses Gemälde nach der Islamischen Revolution eine lange Zeit verdeckt wurde.
Der Hauptsaal ist bedeckt von riesigen Fresken mit Darstellungen vom Leben am Hofe der Safawiden und unterschiedlichen historischen Ereignissen, meist Schlachten.
Diese Szene eines Banketts zu Ehren des Emirs von Buchara im Jahre 1611 zeigt rechts Schah Abbas I.
Hier der Empfang des Mogulherrschers Humayun durch Schah Tahmasp I. im Jahr 1544.
In den Räumen des Palastes befinden sich zahlreiche Kunstobjekte, darunter Teppiche, Porzellan und Münzen. Mir hat es diese Tür eines Schrankes aus dem 16. Jahrhundert ganz besonders angetan:
Ich musste hier durch Panzerglas hindurch fotografieren - außerdem war es relativ dunkel. Aber diese Einlegearbeit mit verschiedenfarbigen Hölzern und Kamelknochen ist unglaublich fein und schlichtweg faszinierend.
die Paläste "Hascht Behescht" und "Tschehel Sotun"
Wie erwähnt, diente der Ali Qapu-Palast als Durchgang zu den dahinter liegenden königlichen Gärten und Palästen. Es müssen sehr viele Gebäude für die königliche Familie und den Hofstaat gewesen sein; nur noch wenige sind heute erhalten.
1669 wurde der Palast mit Namen "Hascht Behescht" (Acht Paradiese) fertiggestellt. Eine Legende besagt, der Name rühre daher, dass hier die acht Lieblingsfrauen des Schahs wohnten.
Typischerweise liegt er inmitten eines persischen Gartens mit der Bezeichnung Nachtigallengarten (Bagh-e Bolbol).
Der Palast gehörte einst zu den am reichhaltigsten verzierten Gebäuden der Stadt. Mit der Zeit wurden die Innendekorationen jedoch weitestgehend zerstört; als wir ihn im Sommer 2010 besuchten, wurde er restauriert und war kaum zugänglich.
Der Palast "Tschehel Sotun" (Vierzig Säulen) gehört zu den schönsten Exemplaren safawidischer Architektur. Neben einer Veranda spielgeln sich zwanzig Säulen aus Zypressenholz im Becken - macht 40 Säulen.
Leider habe ich da keine vorzeigbaren Fotos, da das Licht extrem ungünstig war.
Am Eingang gibt es einen grandiosen Spiegelsaal. Hier hat sich der Fotograf in der Decke selbst abgelichtet.
Das Innere ist übervoll mit Wandgemälden.
Dieses ist eine Besonderheit:
Nicht nur, dass die Szene das zoroastrische Fest "Tschahar schanbeh suri" darstellt, an dem man kurz nach Nowrouz über ein Feuer springt, damit es seine reinigende Kraft entfalte, nein, noch viel schlimmer: Es sind barbusige Frauen zu sehen! In einem islamischen Land eigentlich undenkbar. Uns wird erzählt, dass dieses Gemälde nach der Islamischen Revolution eine lange Zeit verdeckt wurde.
Der Hauptsaal ist bedeckt von riesigen Fresken mit Darstellungen vom Leben am Hofe der Safawiden und unterschiedlichen historischen Ereignissen, meist Schlachten.
Diese Szene eines Banketts zu Ehren des Emirs von Buchara im Jahre 1611 zeigt rechts Schah Abbas I.
Hier der Empfang des Mogulherrschers Humayun durch Schah Tahmasp I. im Jahr 1544.
In den Räumen des Palastes befinden sich zahlreiche Kunstobjekte, darunter Teppiche, Porzellan und Münzen. Mir hat es diese Tür eines Schrankes aus dem 16. Jahrhundert ganz besonders angetan:
Ich musste hier durch Panzerglas hindurch fotografieren - außerdem war es relativ dunkel. Aber diese Einlegearbeit mit verschiedenfarbigen Hölzern und Kamelknochen ist unglaublich fein und schlichtweg faszinierend.