Das wäre dann ja nichts anderes als Timemachine in die Cloud.
Wenn es so käme, gäbe es ja nichts auszusetzen und selbst die Cloud-Gegner könnten zufrieden sein, weil man die Cloud-Dienste ja abschalten kann.
Allerdings lesen sich die (spärlichen bisherigen) Aussagen doch etwas anders, nämlich so, dass die Cloud die Zentrale der Bildverwaltung darstellt.
Ich glaube schon, dass das auf absehbare Zeit so bleiben wird. Die Performance eines lokalen Systems ist gerade durch SSDs nochmal deutlich gewachsen, Online-Bearbeitung macht im Office-Bereich zwar Sinn, aber bei der Bildbearbeitung großer Raw-Dateien...
Schau dir zum Vergleich Adobes Cloud-Konzept an: Du markierst einzelne Ordner für eine Synchronisierung in die Adobe-Cloud aus. Änderungen auf dem iPad und dem PC werden gespeichert und zurücksynchronisiert. Auch da erfolgt die Bearbeitung mit lokalen Anwendungen, die ihre Ergebnisse in die Cloud zurückspielen.
Deiner Vermutung nach müsste Photos eine Web-App sein. Es heißt aber doch überall, dass es ein Programm in der kommenden OS-X-Version sein soll. Das klingt alles nicht nach reiner Cloud. Eher nach Cloud, die mit einem bestimmten Verzeichnis auf der Festplatte synchronisiert wird. Eben analog zu lokal eingebundenen Google-Drive- oder Dropbox-Laufwerken, die auf meinem Mac als lokales Verzeichnis angezeigt werden, aber mit der jeweiligen Cloud im Hintergrund abgeglichen werden.
Aber warten wir es einfach ab. Was man Apple zugute halten muss ist, dass ihre Lösungen, wenn sie auf den Markt kommen, meist auch gut nutzbar waren. Wie groß die Einschränkungen sein werden, werden wir ja sehen.
So oder so besteht aktuell m.E. noch kein Grund für hektisches Suchen nach Alternativen. Aperture funktioniert noch und Apple möchte eine Migration auf den Nachfolger ermöglichen. Dann kann immer noch entschieden werden, ob der Nachfolger einen Versuch wert ist oder ein anderes Programm her muss.
Wäre jedenfalls höchst ärgerlich, wenn man jetzt wegen der Abkündigung hektisch einen Wechsel durchführt und später feststellen müsste, dass der Nachfolger (natürlich abhängig vom jeweiilgen Bedarf) vielleicht sogar tatsächlich besser als Aperture ist!
