Überbelichtung ist modern?

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Georgie1956

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Jim Krause schreibt in seinem Buch "index foto-idee":
"Moderne Bilder enthalten oft absichtlich überbelichtete Bereiche, die eine stilistische und eine thematische Bedeutung haben."
Zu allem Überfluss zeigt er Beispiele mit ausgefressenen Bereichen.
Ich habe mich doch sehr gewundert, als ich das gelesen habe. Das entspricht so gar nicht meinem Verständnis von guter Belichtung. Ich halte meine Bilder in der Regel etwas knapp belichtet, um etwas mehr Spielraum in der EBV zu haben. Vor allem dann, wenn der Helligkeitskontrast sehr hoch ist.
Was haltet ihr von Krauses Aussage?
 
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Kann mir nicht passieren. Warum sollte ich mich dort eintragen? - Nur, um dies zu erleben???

Fb. ist nach meinen Informationen auch kein Fotografen-Stammtisch, sondern eine Mitteilungsplattform für junge Leute, die in dieser schnelllebigen Zeit nicht bis morgen warten können und weil sie so furchtbar wichtig sind und überhaupt alles so furchtbar wichtig ist, was sie erleben, und deshalb jeden neuen Eindruck sofort loswerden müssen.

Facebook ist Commerz. Die Leute von denen ich hier sprach nutzen die Plattform, um sich zu promoten. Sie haben alle einen Gewerbeschein und generieren mit ihren Fotos Kundschaft. Facebook ist sehr gut geeignet dafür und auch noch kostenlos. So wie du es einschätzt wird es von Schulpflichtigen genutzt. Die sind wirklich stark vernetzt heut zu Tage. Später dann verkünden sie in ihrem Netzwerk ihr Gewerbe.
 
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Deine Ausführungen bestätigen auch meine Beobachtungen. Die richtige Belichtung wird nicht mehr mit dem Belichtungsmesser, sondern mit dem Duden ermittelt. Das Ergebnis sehe ich dann jeden Tag bei Facebook, wenn die Dudenfotografen die Ergebnisse ihrer "Shootings" präsentieren. Ausgefressene Lichter und Haarkannten nicht mehr existent. Genau wie Kinn und Ellenbogen. Alles dem Dudenlicht geopfert.
[...]

Die Lehrbücher schmeißen wir einfach weg. Richtig ist, was gefällt. Herrlich. :)

Wenn ihr mich fragt... Die können einfach nicht mit einem Reflektor (eventuell mangels Assistent) oder Blitz umgehen und gleichen ihr Handicap mit, "gefällt mir so" aus.

[...]

Ich verstehe, was Du sagen willst, aber es auf meiner Aussage und der Definition im Duden aufbauen zu wollen, gefällt mir nicht. Es ist dann schlicht falsch. Jeder Deiner angesprochenen Punkte widerspricht mindestens einer aufgeführten Bedeutung.
Korrekt wären die Bilder nach den Dudendefinitionen auch nicht, denn sie sind nicht einwandfrei (Du als Betrachter hast ja Einwände) und entsprechen nicht den gängigen Normen.

Aber ich stimme Dir schon zu. Die Ausrede "wollte ich halt so" ließt man sehr häufig - und das nicht nur auf Facebook. (Auf der anderen Seite sollte manchmal auch gelten lassen: Jeder fängt mal klein an. Und nicht jeder will überhaupt sehr weit darüber hinaus wachsen.)

Im Prinzip muss man ja Instagram dankbar sein. Die haben die Leute und ihre Bildbeurteilung so versaut, dass Bildkritik praktisch nicht mehr stattfindet. Ich wüsste nicht, das mal jemand zu mir gesagt hat, das gefällt mir nicht, obwohl ich selbst ihm hätte einige Fehler zeigen können.

Ich persönlich habe da keine Veränderung erlebt. Viele Menschen - insbesondere viele aus der aktuellen Zielgruppe von Instagram - waren schon immer nicht sonderlich anspruchsvoll an Fotos.
Das liegt aber häufig einfach am "ungeschulten" Auge. Sie kennen die Fehler nicht, ebenso keine oder nicht viele bessere Beispiele, also bemerken sie sie auch nicht.

Aber meiner Meinung nach ist durch Instagram & Co. der inhaltliche Anspruch gestiegen! Man muss mehr anstellen, um aus der Flut herauszustechen und positiv aufzufallen.


[...] Die Leute von denen ich hier sprach nutzen die Plattform, um sich zu promoten. Sie haben alle einen Gewerbeschein und generieren mit ihren Fotos Kundschaft. [...]

Damit wäre es denn wohl auch nicht mehr korrekt im Sinne von angemessen. Denn gemessen an der professionellen Selbstdarstellung sollte man mehr/anderes erwarten. ;)
 
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Ich verstehe, was Du sagen willst, aber es auf meiner Aussage und der Definition im Duden aufbauen zu wollen, gefällt mir nicht. ...

Das ist mein Schreibstil. Ich schreibe das ein wenig polemisch. Aber wenn wir alle so sachlich wie [MENTION=33431]Lilien[/MENTION] antworten würden, dann würde der ja nicht mehr positiv auffallen. :) Manchmal ist es aber gerade der provokante Schreibstil, der eine Diskussion anfacht. Von daher, hoffe ich, du nimmst mir das nicht krum. Jeder Jeck ist halt anders. ;)
 
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Jim Krause schreibt in seinem Buch "index foto-idee":
"Moderne Bilder enthalten oft absichtlich überbelichtete Bereiche, die eine stilistische und eine thematische Bedeutung haben."
Zu allem Überfluss zeigt er Beispiele mit ausgefressenen Bereichen.
Ich habe mich doch sehr gewundert, als ich das gelesen habe. Das entspricht so gar nicht meinem Verständnis von guter Belichtung. Ich halte meine Bilder in der Regel etwas knapp belichtet, um etwas mehr Spielraum in der EBV zu haben. Vor allem dann, wenn der Helligkeitskontrast sehr hoch ist.
Was haltet ihr von Krauses Aussage?

Na ja, wem es gefällt.......
 
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