Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Ich habe die Talkshow noch nicht gesehen - für alle Interessierten hier der Link:

Ich hab sie gesehen und Lanz hat im wesentlichen Lauterbach und Streek aufeinander losgelassen und den Diskurs immer wieder befeuert mit "war der Lockdown ueberfluessig etc."
Lauterbach hat sachlich und ruhig argumentiert - u.a. das wie in der Pandemie 1918 es vermutlich eine hohe Zahl an Spaetschaeden geben wird bei den 7-9% Schwererkrankten [ohne Beatmung].
Vor allem scheint das Gehirn nach einer COVID Infektion im Zeitraffer zu altern und die 20% der Bevoelkerung die das Demenzgen tragen scheinen besonders betroffen zu sein.

Streek schmunzelte oefters - was fuer mich etwas arrogant rueberkam - und brachte Argumente wie:
Coronaviren sind endemisch und heimisch haben vor 600 Jahren vermutlich auch eine Todeswelle ausgeloest und sind heute harmlos und wir muessen damit leben.

Warum er sein Gebiet als Virologe verliess und mehrmals mit hauptsaechlich wirtschaftlichen Argumenten, Grossverantaltungen und der Verlust and Arbeitsplaetzen argumentiert hat ist mir schleierhaft - das ist nicht seine Aufgabe - sondern die der Politik und das macht ihn fuer mich als Wissenschaftler angreifbar.
Auch das Argument das Coronaviren irgendwann mal in der Menschheitsgeschichte toedlich waren ist kein schluessiges - fuer mich.

Wir verdanken Viren vieles in der Evolution - u.a. stammt das Plazentagen welches das Austragen des Foetus im Koerper ermoeglicht von einem einen Retrovirus der unsere allersten Säugetiervorfahren vermutlich in einer Pandemie hin gerafft hat - jene die ueberlebt haben hatten dann spaeter einen Vorteil.
 
Kommentar
Anzeigen
2 Kommentare
AnjaC
AnjaC kommentierte
Laschi und Lauti - ich kann nicht mehr :ROFLMAO::LOL:
Kannte ich noch nicht, hab mir den Link gleich abgespeichert. Danke für den ersten Lacher des Tages! :)
 
Tom#2
Tom#2 kommentierte
@AnjaC
Das ist Pllichtprogramm bei mir, es läuft mehrmals täglich auf WDR 2
 
Damit kein falscher Eindruck entsteht ...

Zieht euch mal ein paar US Nachrichtensendungen rein, CNN & Co. 50.000 Neuinfektionen nur heute. Texas: Patienten werden jünger und erkranken schlimmer, „wir werden überrannt“ („50-60J in der ersten Welle, jetzt 20-30J und kränker“). Italien war gestern. Wenn es nicht so grausam wäre, könnte man sagen: wer nicht hören will, muss fühlen. Das Sprichwort kommt wohl nicht von ungefähr.

Also, das Virus macht mitnichten Urlaub. Es hat halt nur hierzulande eine Schlacht verloren, aber der Kampf ist nicht vorbei.
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
Nun, das muss jeder für sich selbst beurteilen, was er oder sie als bereichernd empfindet. Dazu gab es heute morgen ja schon einige recht deutliche Rückmeldungen, die dir sicher nicht entgangen sind.

Ich möchte bei der Gelegenheit aber nochmals, wie schon so oft, daran erinnern, dass wir hier keine Triage-Diskussion führen und Leben gegen Leben abwägen werden. Das haben wir schon sehr früh in diesem Thread festgelegt. Daran hat sich nichts geändert.

Weitere Kommentare unter zu falconeyes Beitrag müssen sich nach dieser Ansage ab sofort auf den Beitrag als solchen beziehen, wenn sie nicht Gefahr laufen sollen gelöscht zu werden.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Manchmal muss man auch bereit sein in größeren Zusammenhängen zu denken.
Ich bilde mir als Physiker einfach mal ein, in den größtzmöglichen Zusammenhängen hier überhaupt zu denken. Und mit dem uns eigenen Fatalismus stört mich der menschenverachtende Unterton deiner Sichtweise auch nicht persönlich - weiss natürlich, dass die meisten sich daran schon stören.

Das ist gar nicht mein Punkt - mein Punkt ist, dass Du im grösseren Zusammenhang unrecht hast - denke ich.

Zunächst mal - und das habe ich hier ja auch schon einmal gesagt - „einfach laufen lassen“ war ohnehin nur ganz zu Anfang überhaupt eine Option. Jetzt ist es nur die teuerste Variante, reserviert für die schlechtest regierten Länder. Man hat dann am Ende die Kosten der Prävention PLUS der Kosten aller Toten, die bis zur Herdenimmunität sterben.

Aber selbst wenn man diese Option bereits zu Beginn zieht (analog Brasilien), man also die Kosten eines Lockdowns etc. spart, ist es dennoch extrem teuer. Beispiel USA: Selbst mit 100.000 Infizierten täglich und den entspr. katastrophalen Verhältnissen in den überrannten Hospitälern, dauert es 6 Monate bis zum Erreichen der Herdenimmunität (bei 10x Dunkelziffer). Bis dahin ist für 6 Monate die Krankenversorgung zusammengebrochen und mehr als 1 Million Menschen sind an Corona gestorben und wer weiss wieviele aller Altersgruppen während dieser Phase ohne gute medizinische Versorgung. Ein Land für ein halbes Jahr im Ausnahmezustand - trotz aller Freiheiten für die Wirtschaft. Es glaubt doch wohl niemand, dass die Wirtschaft da einfach „Business as Usual“ auch nur versucht. Selbst, wenn man die Toten nicht rechnet - geschenkt. Aber der Gesamtschaden ist auch ohne sie maximal. Nur weil von der Realwirtschaft entkoppelte Börsen das nicht sofort reflektieren, heisst das nicht, dass es nicht genauso ist. Die Menschen üben sich in solchen Zeiten in Zurückhaltung jeder Art.

Nein, um ein Minimum Normalität zurückzugewinnen - bis zum Impfstoff - gibt es nur einen Schaden minimierenden Weg: Den Deckel draufhalten, so gut es geht: Die Leute entspannen sich ein wenig, konsumieren wieder, gewinnen ein Stück Normalität zurück und die Epidemie bleibt beherrschbar dank niedriger Fallzahlen. Das dauert dann 12 Monate statt 6 Monate, ist aber trotzdem viel billiger.

Jenseits dessen gibt es Aspekte im grösseren Zusammenhang, die wir hier im Thread nicht diskutieren. Es findet in DE gerade eine digitale Transformation der Industrie statt, als Reaktion auf die Krise und die Aufholschlacht danach. Ich habe inzwischen an einigen Unternehmer-Symposien teilgenommen, sogar einen Vortrag zu KI gehalten (JA: dank niedriger Fallzahlen finden diese Sachen wieder statt...). Da geht teilweise die Post ab. Jede Krise führt zur Veränderung und diese ist i.d.R. ein Fortschritt. Wer sich dem versagt und die Krise zu ignorieren versucht, der hat am Ende nicht mal mehr die „Friedensdividende“ hinterher.

Klar, die aktuelle Coronakrise ist eine Epidemie, die man in vergangen Zeitaltern der Menschheitsgeschichte ignoriert hätte. Aber nun sind wir soweit, diese Herausforderung anzunehmen. Und an neuen Herausforderungen kann man nur wachsen. Wir sterben ja auch nicht mehr mit durchschnitlich 35J.

Und natürlich sowieso: wer Vorschläge macht, die gefährlich nah an ein „Verbrechen an der Menschlichkeit“ reichen, sollte die Konsequenzen seiner Vorschläge in allen Aspekten schon sehr genau quantitativ abgewogen haben und das Ergebnis sollte sicher und alternativlos sein. Solche Szenarien kann es geben, ich lehne diese Gedankengänge nicht ab. Schon bei Schiffskatastrophen hiess es „Frauen und Kinder zuerst“. Aber die Coronakrise ist kein solches Szenario.
 
Zuletzt bearbeitet:
C
Christian B. kommentierte
Ein beeindruckende Statement. Vielen Dank.
 
häuschen
häuschen kommentierte
Sehr beeindruckend.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
Es glaubt doch wohl niemand, dass die Wirtschaft da einfach „Business as Usual“ auch nur versucht. Selbst, wenn man die Toten nicht rechnet - geschenkt. Aber der Gesamtschaden ist auch ohne sie maximal. Nur weil von der Realwirtschaft entkoppelte Börsen das nicht sofort reflektieren, heisst das nicht, dass es nicht genauso ist.

Das ist der Punkt!
 
Und das habe ich nur getan, weil mir die Beiträge dieses Historikers gefallen haben.

Historie ist ein gutes Stichwort.

Bei der ganzen Covid-Hysterie versäumen wir es, das Wuhan Virus historisch einzuordnen. Dazu muss man nicht zurück ins Mittelalter gehen, es reicht die deutsche Nachkriegszeit.



Bei der Hong Kong Grippe kam es zu einer Übersterblichkeit von 40.000 Menschen in Deutschland. Schwere Fälle und Tote waren nicht auf Alte und Risikogruppen begrenzt, sondern erfassten die gesamte Bevölkerung. (Für mich macht es schon einen großen Unterschied, ob ein Fünfundsiebzigjähriger an einem Virus stirbt, oder ein fünfunddreißigjähriger Familienvater, der noch mitten im Leben steht.)

Damals gab es keinen Lockdown, man hat das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft einfach weiterlaufen lassen. Und sieh da, durch natürliche Herdenimmunität kam die Seuche zum Stillstand.

Manchmal hilft es sich auch etwas mit der Historie zu beschäftigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Fuer mich macht es keinen Unterschied wie alt jemand ist der stirbt.
Jeder "steht mitten im Leben" kein Leben ist mehr wert oder weniger.

Wie soll unser Gesellschaft aussehen in Zukunft - wenn ich so eine Sichtweise habe.

Wer ist es wert behandelt zu werden und wer nicht?
In wen "investieren" wir Gesundheitsaufwand?

Das waere nicht meine Gesellschaft.
Und so wie es aussieht haben wir uns - historisch betrachtet - fuer mich wohl positiv weiter entwickelt - als Gesellschaft - in Europa.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte


Du bist Biologe und argumentierst wie ein Geisteswissenschaftler. Jede Spezies hat eine biologische Lebenserwartung. Die liegt beim Menschen etwa bei Eintritt der Menopause + 15 Jahre für die Aufzucht des letzten Kindes, also etwa bei 65 Jahren. Alles darüber ist großes Glück.... und beruht primär auf medizinischen Fortschritten. Dieses "Glück" haben Menschen erst seit wenigen Dekaden und auch nicht in allen Ländern. - Das wird manchmal vergessen.
 
luckyshot
luckyshot kommentierte
Ein Rückblick ist gar nicht schlecht, das stimmt.

Allerdings ist die Nachkriegszeit bzgl. der Weltwirtschaft als Vergleichszeitraum denkbar ungeeignet.
Statt in die ferne sollte man also lieber in die jüngste Vergangenheit blicken und von den Erfahrungen anderer profitieren:
Schauen wir doch mal nach Schweden, in die USA, nach Brasilien, nach Großbritannien...
Nirgends hat die verhältnismäßig offene Haltung der Regierungen auch nur im Ansatz dazu geführt, dass die Wirtschaft dort florierte oder dass sich die Pandemie dort abschwächte oder sogar von alleine verschwand, das Gegenteil war der Fall.
Die Frage, ob man seine Alten und Kranken opfern sollte (und ja, sie klingt nicht nur zynisch, sie ist es auch!), stellt sich nicht nur nicht, sie ist deshalb obsolet.
Übrigens sind keineswegs “NUR“ Alte und Kranke betroffen, zwischen 5% und 10% der Toten sind junge, gesunde Menschen, die mitten im Leben stehen...
DAS z.B. ist ein Kollateralschaden, den Du und Deine Krawallkapitalisten gerne außer Acht lasst. Und wofür? Für ein Pokerspiel mit der Gesundheit und dem Leben fremder Menschen als Einsatz...

Nein danke.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Ich will den Thread hier nicht abgleiten lassen in eine Evolutionsdiskussion deswegen ein letztes Statement.
Du siehst die Dinge durch - deine - Brille - das sei dir unbenommen - und du verstehst und interpretierst Evolution dann in deinem Sinn.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Damals gab es keinen Lockdown
Weil er auch nicht nötig war. Die Übersterblichkeit damals war mindestens eine Größenordnung kleiner als jetzt - bis Erreichen einer Herdenimmunität. Ist Rechnen so schwierig?
 
Allein 10.000 Neuinfektionen in Florida.... und wenn man bedenkt, dass Florida nur ein Viertel der Bevölkerung Deutschlands hat, ist das schon eine Hausnummer.

Auf der anderen Seite, würde man nicht testen und die Krankheit einfach laufen lassen, gäbe es für ein paar Monate "schlimme Zustände und Bilder", aber auch weniger Kollateralschäden. Ja und es mag zynisch klingen, ist aber trotzdem sachlich richtig, eine stärkere Übersterblichkeit von Alten und Risikogruppen, entlastet die Sozialsysteme und macht eine Gesellschaft insgesamt stärker. Gerade für Entwicklungsländer kann das Wuhan Virus mittelfristig Vorteile haben. Familien, die die Alten nicht mehr versorgen müssen, haben dann mehr Geld für die Schulausbildung der Kinder. Manchmal muss man auch bereit sein in größeren Zusammenhängen zu denken.
Ich lese diese Woche zum ersten mal wieder mit, seit drei Monaten liest man den gleichen Dreck hier.
 
3 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Da ist es dann besonders hilfreich, dass Du sachlich argumentierst, andere Meinungen akzeptierst und diesen Thread mit intelligenten Beiträgen bereicherst. (y)
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
So wie du?
Danke nein.
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte
Also ich teile HaDiDis Meinung auch nicht, aber "Dreck" ist schon nicht mehr knapp daneben. Wir müssen glaube ich lernen, andere Meinungen auch mal auszuhalten - ohne gleich die Kinderstube zu vergessen. In meinen Augen eines der größten Probleme in unserem Land.
Angenommen man wäre in der Regierungsverantwortung, dann müsste mMn man solche Gedanken durchaus zulassen und ins Kalkül einbeziehen. Das hat Roosevelt mit Pearl Harbor so gemacht oder Churchill mit Dieppe. Das meinte de Maiziere mit "... das würde die Bevölkerung beunruhigen." Aber auch das hätte er besser nicht gesagt. Des einen ist es eh klar, die anderen sind empört.
 
Allein 10.000 Neuinfektionen in Florida.... und wenn man bedenkt, dass Florida nur ein Viertel der Bevölkerung Deutschlands hat, ist das schon eine Hausnummer.

Auf der anderen Seite, würde man nicht testen und die Krankheit einfach laufen lassen, gäbe es für ein paar Monate "schlimme Zustände und Bilder", aber auch weniger Kollateralschäden. Ja und es mag zynisch klingen, ist aber trotzdem sachlich richtig, eine stärkere Übersterblichkeit von Alten und Risikogruppen, entlastet die Sozialsysteme und macht eine Gesellschaft insgesamt stärker. Gerade für Entwicklungsländer kann das Wuhan Virus mittelfristig Vorteile haben. Familien, die die Alten nicht mehr versorgen müssen, haben dann mehr Geld für die Schulausbildung der Kinder. Manchmal muss man auch bereit sein in größeren Zusammenhängen zu denken.

Sorry, aber der menschenverachtende Tenor dieses Beitrags ist einfach nur widerlich.

Dass Du darauf bestehst, das Virus hartknäckig in Trump'scher Manier "Wuhan Virus" zu nennen, vervollständigt das Bild.

Ich werde zum ersten Mal in diesem Forum jemanden blocken.
 
Kommentar
Sorry, aber der menschenverachtende Tenor dieses Beitrags ist einfach nur widerlich.

Dass Du darauf bestehst, das Virus hartknäckig in Trump'scher Manier "Wuhan Virus" zu nennen, vervollständigt das Bild.

Ich werde zum ersten Mal in diesem Forum jemanden blocken.
Du hast es auf den Punkt gebracht. Widerlich ist das richtige Wort, komischerweise kommt der aber immer wieder damit durch.
 
häuschen
häuschen kommentierte
In den Griff bekommen? Im Grunde hat der Scheiß doch gerade erst angefangen.
Keiner weiß, wie weit und wie schnell sich das Virus weiter verbreiten wird, viele
ahnen, dass es mit größerer Macht im Herbst zurück kommt.
Keiner weiß, ob es ein Medikament, oder einen Impfstoff geben wird und ob man
dauerhaft immun werden kann.

Ich bin tatsächlich auch der Ansicht, dass wir einen guten Anfang gemacht haben
in Deitschland, führe dies aber nicht allein auf die getroffenen Maßnahmen zurück,
sondern auch auf unsere Lebensumstände und Obrigkeitshörigkeit.

Und da ist es wieder: Man weiß vielleicht erst am Ende, wer es richtig gemacht hat.
Bis dahin wird es Erkrankte geben, es wird Verstorbene geben und es wird
gesundheitliche Folgeschäden geben.
Womöglich wird es für viele Jahre, gar Jahrzehnte keine Discotheken mehr geben
und kein Oktoberfest. Wir werden das testen und entweder es geht gut, oder es
wird zwangsläufig wieder abgeschafft.

Und in dieser langen Zeit sollte es erlaubt sein sich auch Gedanken über die mit
der Seuche einhergehenden Veränderungen zu machen, wozu nunmal auch ggf.
auch eine hohe Sterberate alter und kranker Menschen gehört.
Das kann man natürlich im stillen Kämmerlein tun, um bloß nicht negativ aufzu-
fallen, das kann man provokativ und polternd in der Öffentlichkeit tun, oder eben
mit einem gewissen Bedacht und entsprechend vorsichtiger Wortwahl.

Es gar nicht zu tun, aus Rücksicht vor Empörung, ist mEn der falsche Weg.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Das ist mir zu negativ.
Natuerlich - hier im eigentlichen Sinn - wissen wir wie sich Pandemien durch Viren verhalten - es gab ja schon etliche z.B. 1918
Und SARS-COV2 verhaelt sich ja auch standesgemaess wie ein Virus das durch die Atemwege uebertragen wird.

Also - wissen wir mit ziemlicher Sicherheit das die Pandemie ohne Massnahmen NICHT in ein paar Monaten weg ist und das wir lange Zeit mit der Bedrohung leben muessen - ich glaube da sind sich die Experten wohl einig.

ABER es wird Impfungen geben und/oder auch eine Therapie.
Vor allem wenn letzteres da ist - z.B. mit monoklonalen Antikoerpern - verliert das Virus seinen Schrecken.

War doch bei HIV und Hepatitis C genauso.
Die Viren sind da und bleiben weltweit.
Wir leben damit und es gibt Therapien.
Wir schuetzen uns davor - nicht mit Maske und Abstand aber anderen Massnahmen.
Unser Sexualleben hat sich dadurch veraendert und es wird so bleiben - ohne Impfung.
Und wer sich nicht schuetzt der spielt halt russisch Roulette.
Inzwischen hat es eine Mehrheit begriffen - und genau das wird bei COVID statt finden.

Unser Leben und Verhalten wird sich fuer eine lange Zeit veraendern - bis das Virus mutiert ist und harmloser wird werden wohl Jahrzehnte vergehen.

Ob es ein dramatischer Verlust an Lebensqualitaet ist wenn es keinen Ballermann, Oktoberfest oder Diskotheken gibt das kann jeder fuer sich entscheiden.
Ich hab da eine klare Meinung.
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ich teile den Pessimismus bzgl. Verfügbarkeit eines Impfstoffes in 2021 nicht.
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Sehe ich genauso es wird einen Impfstoff geben.
Schon die Tatsache das Plasma von Gesundeten Patienten innerhalb von Tagen wieder in die Spur bringt und die Krankheit ausheilen laesst zeigt das COVID neutralisierende Antikoerper in vivo hervorbringt - kein Wunder sonst wuerden wir es ueberleben.
Die Aufgabe ist es also das genau solche bei einer Impfung entstehen.

Der Zeitverzug entsteht dadurch das bei einer Impfung - im Gegensatz zu einem Medikament - an einer sehr hohen Anzahl an GESUNDEN gezeigt werden muss das sie keine Schaeden verursacht.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Ja, die Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika ist ja schon weit fortgeschritten

Zwischenzeitlich konnte Centivax (Distributed Bio im Artikel, und die ich per Spende unterstütze) zeigen, dass ihre synthetischen, optimierten Antikörper in Hamstern funktionieren. Ihre Therapie würde nicht, wie die der Mitbewerber, extrem teuer - weil Centivax kein Pharmakonzern ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mag den kontroversen Diskurs, sachlich und ohne persönliche Angriffe. Unterschiedliche Sichtweisen und vor allem Denken ohne Leitplanken sind immer eine Bereicherung.
... und ich wünsche mir schon gedankliche Leitplanken. Sie bewahren uns, wie im Straßenverkehr vorgesehen, vor allzu abwegigen Argumenten (Fahrtrichtungen).
 
Matterhorn
Matterhorn kommentierte

Palmer und Schäuble wurde auch schnell das Maul gestopft

Mal abgesehen von der etwas rüden Formulierung, ist ja irgendwie Dein Markenzeichen, ist die Begründung meines Wissens gegeben worden.
Das bei einem solch sensiblen Thema die Grenzen, auch eines diskussionsfreudigen Forums schnell erreicht sind ist mir einleuchtend.
(Nur über die Tastatur zu kommunizieren ist schon sehr einschränkend.)
Davon abgesehen gilt, wie für alle kontrovers geführten Gespräche:
Man darf nur eines nicht erwarten, dass für seine Sicht der Dinge, sich eine Mehrheit stark macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Was sind denn diese Abwehrbegriffe?

Na die Totschlagsargumente denk- und argumentationsfauler Zeitgenossen, die von ihnen unerwünschte Gedanken mit Begriffen, wie menschenverachtend, diskriminierend, rassistisch, usw. versuchen zu unterbinden. Da soll "pc" ganz schnell die sachliche Argumentation ersetzen, aus meiner Sicht nicht unbedingt eine zivilisatorische Weiterentwicklung. ;)
 
falconeye
falconeye kommentierte

Merkt ihr gar nicht, dass der kontroverse Diskurs in Deutschland immer stärker eingeschränkt wird und durch "Abwehrbegriffe" unterbunden wird.
Doch, die Toleranz den Idioten gegenüber nimmt dramatisch ab. Spätestens seit Stuttgart. Was genau findest Du daran schlecht? Besser spät, als nie ...
Da soll "pc" ganz schnell die sachliche Argumentation ersetzen
Das dient doch nur der Effizienz, bei bereits zur Genüge ausdiskutierten Themen. Unter intelligenten Diskussionen wirst Du dies nicht finden.
 
häuschen
häuschen kommentierte


Na, entweder ist Etwas menschenverachtend, oder eben nicht.
Die Sache mit dem Totschlagargument klingt mir sehr nach „man darf ja heutzutage nichts mehr sagen“.
 
bernhard64
bernhard64 kommentierte

" Ethische und moralische Normen sind nichts Unveränderliches, sondern ständig im Fluss. "

Ja, sind sie. Aber sie sollten sich in Richtung Menschlichkeit entwickeln, nicht davon weg.
Es geht dabei nicht darum, welches System erfolgreicher ist sondern wie sich Menschsein entfaltet. Das fängt meinetwegen bei dem Satz aus der jüdischen Tradition an "Wer einen Menschen rettet, rettet die Welt" und führt etwa bis zu "Private Ryan" ;).
Gerade "Aufgeklärten" die ohne Gott und Jenseits leben (müssen) sollte klar sein, dass jeder nur dieses eine Leben hat. Daraus lässt sich dieser unveräußerliche Wert des individuellen Lebens ableiten. Unter diesen Level zu gehen kann man muMn kaum als Entwicklung oder Fortschritt bezeichnen.

Gerade Corona hat hier unser System glänzen lassen. Um zu vermeiden, dass Bürger einsam auf Klinikgängen unbehandelt sterben hat man Stop gesagt. Und das Land stand. Nie hätte ich gedacht dass unsere Politiker die Existenz von Dax-Konzernen zugunsten unserer Schwachen riskieren würden und das tun, was im Grundgesetz steht. Chapeau!

Trotzdem bin ich bei Dir, wenn es darum geht, alles zu denken und über alles zu reden.
Nur wenn Du von zB. Utilitarismus redest sehe ich vor dem geistigen Auge Schweinebauch auf dem Alphas, Betas und Gammas gezüchtet werden.

Langfrisitg sind wir eh alle tot - hat schon Keynes gesagt. Deshalb ist das gegenwärtige Leben jedes einzelnen alles was zählt. Niemand weiss, welcher Saulus noch zum Paulus wird.

Das ist eine dicke rote Linie, die wir - wie ich finde - nicht überschreiten sollten. Schon gar nicht wegen eines mickrigen Virus ;)
 
... und ich wünsche mir schon gedankliche Leitplanken. Sie bewahren uns, wie im Straßenverkehr vorgesehen, vor allzu abwegigen Argumenten (Fahrtrichtungen).
Zum Glück teilen nur wenige Menschen diese rigide Meinung. Ohne Phantasie und ohne für viele scheinbar absurde oder unverständliche Gedankengänge würden wir wahrscheinlich immer noch vor Höhlen oder auf Bäumen sitzen...
Bestes Beispiel ist die SF-Literatur die in der Vergangenheit viele wichtige Anstöße der Technik und Wissenschaften vieler Disziplinen gegeben hat.

Grüße - Bernhard
 
mfey
mfey kommentierte


>> Weder die Schweden, noch wir, wurden vorher gefragt. Die Frage ist eher, wessen Experten am Ende recht behalten werden. Und zum wiederholten Male ... der Ausbruch der Epidemie verlief in Schweden zu Beginn viel weniger dramatisch, als z.B. bei uns.<<

Wer hätte das bestritten, ich kann keinen diesbezüglichen Kommentar finden.

Dass die schwedische Regierung genauso wie die deutsche in den nachfolgenden Meinungsumfragen überwiegend positive Resonanz bekam, ist jedoch nun mal auch eine Tatsache.
Und Schweden ist sehr wohl eine Demokratie, die ähnliche Regeln kennt wie die unsere Gesellschaft.

Wolltest du solche Entscheidungen von einem Referendum abhängig machen., das monatelang vorbereitet werden muss? Ob die schwedische Verfassung das hergibt, weiss ich nicht.
Es ist dennoch eine andere Hausnummer, wichtige Teile der Verfassung ausser Kraft zu setzen ohne breite öffentliche Diskussion oder eben nicht, dafür aber mit begleitender Moderation des Geschehens. Natürlich darf man das unterschiedlich sehen, darum geht es mir ja gerade.
Jedes Land lebt unter anderen Bedingungen: Man kann doch Metropolen, wie NY, die genauso viel Einwohner wie Schweden haben, oder ein zentraleuropäisches Durchgangsland wie Deutschland mit zumindest einigen Metropölchen nicht mit einem urbanen Land wie Schweden vergleichen.
Deshalb haben sie nicht noch mehr Tote.
In Stockholm und den Altersheimen sah es schon deutlich anders aus.
Aus Fehlern sollte man lernen, das haben sie auch bemerkt und deutlich nachjustiert.
Das Ende von Corona ist derzeit nicht absehbar, und deshalb ist die einzig vernünftige wissenschaftliche Haltung einzuräumen, dass wir nicht wissen, welche Strategie sich in 2-3 Jahren als effektivste zeigen wird.
Ich habe mehrfach betont, dass ich die Akutreaktion bei uns im wesentlichen richtig oder nachvollziehbar fand.
Im nachhinein aber der lockdown doch überzogen war, die derzeitigen Lockerungen daher richtig waren.
Hier im Thread wurden die Lockerungen doch teilweise als vollkommen unverantwortlich abgestempelt und die rasche 2. Welle beschrien, die nun genausowenig wie die erste Welle bei Krankenhäusern oder Gesundheitsämtern ankam.
Nun macht man ohne bekannte Prävalenz der Erkrankung und ohne bekannte Letalität zumindest in Bayern schon mal Massentests, die bei geringer Verbreitung der Erkrankung und hoher Dunkelziffer wieder einen hohen Teil falsch positiver Ergebnisse liefern und die apokalytische Stimmung, die manche scheinbar wünschen, befeuern werden.
Und wehe, man beugt sich nicht dem Mainstream.
Konten auf YT werden gelöscht, Anzeigen von über 100 Wissenschaftlern in der FAZ nicht genehmigt........
Der Überwachungsstaat lässt jetzt schon grüssen.
Bill Gates darf zur Primetime bei den Tagesthemen ca. 8 Minuten lang seine sicher hochqualifizierte Meinung zur universalen Rettung durch Impfung erläutern und wir sollen diesem Wohltäter huldigen, .....
Die Blockwarte lauern auf Verfehlungen der Andersdenkenden, doch leider denken immer mehr Menschen etwas anders darüber.
Hier werden aber immer sofort emotionale Stereotype bemüht, wenn man Verständnis für andere Meinungen zeigt, selbst wenn man sie gar nicht oder nur teilweise teilt.
Das ist psychologisch gesehen am ehesten Ausdruck hochgradiger Angst und Panikmache, die wir eben nicht nur nach meiner Meinung durchaus aktuell sehen.
Mit sachlichem Diskurs hat das nichts zu tun.
Ja, ich weiss, das wird jetzt wieder alles geleugnet und ist für viele hier nicht nachvollziehbar, das ist eben auch Demokratie.
Die Erde war früher auch eine Scheibe und Andersdenkende wurden ausgeschaltet. Heute geschieht dies zunehmend digital:
Das Gesetz über Impfzwang bei Corona war schon trotz fehlenden Impfstoffes deutlich angedacht. Spahn musste das zurückziehen. Gott sei Dank.
Auch die zentrale Datenspeicherung einer Corona-APP mußte Gott sei Dank zurückgenommen werden, da die SPD nicht mitmachte.
Auch die liberale FDP zeigt hier wenigstens teilweise Flagge, kann sich aber von dem Verdacht der wirtschaftsnahen Bekenntnisse nicht frei machen.
Auch das ist Gott sei Dank Demokratie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kay
Kay kommentierte
Du hast behauptet (Zitat von oben) :

" Die Akzeptanz bei der Bevölkerung ist das A und O des Erfolges, ... "

Woher nimmst Du Deine Behauptung, die Maßnahmen werden mehrheitlich getragen von der schwedischen Bevölkerung ?

Antworte und verwässere nicht das Thema !
 
mfey
mfey kommentierte
Kay


>>Woher nimmst Du Deine Behauptung, die Maßnahmen werden mehrheitlich getragen von der schwedischen Bevölkerung ?<<

Das wurde sogar in unseren öffentlichen Medien immer wieder, wenngleich mit Erstaunen, so wiedergegeben. U.a in der "Zeit" oder in Coronasendungen im Fernsehen.
Es stimmt, dass, allerdings erst in den letzten Wochen, nachdem die Schweden in andere LÄnder nicht mehr einreisen können, die Stimmung ins Schwanken gekommen ist, und auch die Regierung Fehler im Krisenmanagement eingeräumt hat, insbesondere was den hohen Anteil der Toten in den Altersheimen anbelangt.
In Schweden wird durchaus kontrovers diskutiert und berichtet. Das ist auch gut so.
 
Zuletzt bearbeitet:
hansolo22
hansolo22 kommentierte

Man muss nicht alles im Leben respektieren - schon gar nicht wenn es um Menschenleben geht.
Der Weg der Schweden ist ein klar autoritaerer - fuer mich - getragen von einer buerokratischen Elite die sich verselbststaendigt hat und letztlich einem Menschen hauptsaechlich - der anscheinend ein Genie ist und unangreifbar.


Da lob ich mir unser Ringen und unsere Diskussion um den richtigen Weg.
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Auch das ist Gott sei Dank Demokratie.
Nicht "auch", das ist Demokratie: Ein jeder macht seine Vorschläge, dann wird das debattiert und darüber abgestimmt. Selbst die Aluhutträger und Populisten können blubbern was immer sie wollen, niemand hindert sie daran. Das nennt man Meinungsfreiheit.
Meinungsfreiheit bedeutet allerdings nicht, dass irgendjemand verpflichtet wäre, ihnen zuzustimmen! Da haben gewisse Kreise ein kleines Verständnisproblem.
 
Ich möchte - als Moderatorin dieses Threads - ein paar Worte verlieren zu den heutigen Postings.

Und in dieser langen Zeit sollte es erlaubt sein sich auch Gedanken über die mit der Seuche einhergehenden Veränderungen zu machen, wozu nunmal auch ggf. auch eine hohe Sterberate alter und kranker Menschen gehört. Das kann man natürlich im stillen Kämmerlein tun, um bloß nicht negativ aufzufallen, das kann man provokativ und polternd in der Öffentlichkeit tun, oder eben mit einem gewissen Bedacht und entsprechend vorsichtiger Wortwahl.
Es gar nicht zu tun, aus Rücksicht vor Empörung, ist mEn der falsche Weg.

Ich stimme Albert in der Sache zu. Allerdings kommen wir hier, wie schon öfter in der Historie dieses Threads, an einen Punkt, der virtuell nicht mehr diskutierbar ist. Selbst dann nicht, wenn alle Beitragenden mit Bedacht und sorgsamer Wortwahl schreiben (was, wie ihr selber wisst, nicht der Fall sein wird).

Deshalb habe ich bei diesem speziellen Thema schon sehr frühzeitig die Reißleine gezogen. Daran wird sich auch nichts ändern. Nicht deshalb, weil es off-topic wäre. Sondern weil es die Möglichkeiten dieses Forums und der Moderation dieses Threads überschreitet.

Wir sitzen uns nun mal nicht gegenüber. Wir haben nur die 7 % der geschriebenen Kommunikation. Die restlichen 93% Prozent durch Gestik, Mimik, Stimme fehlen uns und das kann auch nicht kompensiert werden. Die Moderation dieses speziellen Bereichs der SARS-CoV-2-Thematik würde erfordern, dass ich 24/7 nur diesen Thread betreue und die Möglichkeit hätte, über zahlreiche private Nachrichten und/oder Telefonate jeden einzelnen Teilnehmer dieses Threads da abzuholen, wo er bei dieser Thematik ist. Das kann ich nicht leisten.

Und jetzt erzählt mir bitte nicht, ihr seid alle erwachsen und bekommt das schon alleine hin. Jeder einzelne, der hier auch nur still mitliest, ist von ethisch-moralischen Aspekten der Diskussion in irgendeiner Art und Weise berührt, in welcher Form auch immer. Will ich das gut moderieren, muss ich auch ansprechbar sein für alle und alles, was da kommt. Von der Kompetenz und Ausbildung her kann ich das leisten, zeitlich aber nicht.

Deshalb werden wir hier nicht über "was ist ein Leben wert" oder gar "welches Leben ist wertiger als ein anderes" diskutieren. Auch werden wir nicht Leben als "Kollateralschäden" bezeichnen; wir werden noch nicht einmal abstrakt an die Betrachtung herangehen, um sie weniger spürbar, weniger emotional zu machen.

Dieser Thread ist wichtig und er hat vielen von uns schon viel an Erkenntnis und Austausch gebracht. Das soll so bleiben.

Und am Ende eine Bitte, die ich grundsätzlich an alle ausspreche: bitte überlegt nur einen Moment lang vor dem Abschicken eines Beitrags, wie dieser wohl auf die Leser wirken könnte. Ist es die Wirkung, die beabsichtigt ist? Oder könnte es auch falsch verstanden werden? Bleibt sachlich. Diskutiert gerne kontrovers, aber ohne persönlichen Angriff, sondern immer in der Sache, nicht in der Emotion.

Und damit schließe ich offiziell die - ich nenne sie mal so - Triage-Diskussion. Ich bitte um Verständnis, dass dieser Teil der Thematik hier nicht diskutierbar und moderierbar ist. Tauscht euch - wenn ihr wollt und müsst - privat aus, aber nicht öffentlich in diesem Thread.

Danke. Und ein schönes Wochenende.
 
3 Kommentare
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Wir hatten diese unselige Diskussion schon am Anfang des Threads. Plötzlich taucht sie wieder auf. Durch Wiederholung wirds nicht besser....
 
häuschen
häuschen kommentierte
Du hast ja Recht, Anja. Es sollte meinerseits auch keine Triage-Diskussion werden, die steht mir so öffentlich gar nicht zu.
Mir ging es um grundlegende und anhaltende Veränderungen, die durch die Situation entstehen und dass wir sie annehmen müssen.
 
C
Christian B. kommentierte
Anja, das hast Du gut gesagt, und Du bist sowieso die Heldin dieses Threads.
 
Ich war heute beim Arzt und hab einen Test machen lassen.
Seit drei Tagen brutale Halsschmerzen und Nase läuft, Lymphknoten angeschwollen - kein Fieber - aber ziemlich platt.

Ergebnis soll wohl morgen da sein - bis dahin bleib ich zu Hause - er ruft mich an.
 
Kay
Kay kommentierte
Wünsche Dir, dass die quälende Ungewißheit einer beruhigenden Nachricht weicht !
 
falconeye
falconeye kommentierte
Es würde mich wundern, wenn es bei den beschriebenen Symptomen Corona wäre, ist aber nicht ausgeschlossen.
 
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte
Ich wünsche Dir ein negatives Testergebnis und gute Besserung. Gern auch umgekehrt.

PS: In Dresden waren die letzten Wochen ich, meine Kinder und noch viele mehr Leute krank. (Habe mehrere Wartezimmer besucht, KiTas und Schulklassen waren sehr lückenhaft besucht.) Die Wocheninzidenz/100000 lag durchweg bei 0,2-0,4, jetzt bei 0. Was ich sagen will: Die allermeisten Atemwegserkrankungen sind dann meist doch was anderes als Covid-19.
 
kommentierte
Ich wünsche Dir, dass es was anderes ist. Gute Besserung von hoffentlich was anderem, als dem Virus
 
Sedlitzer
Sedlitzer kommentierte
Gute Besserung!
 
Kritische Stimmen muss man nicht teilen, aber man sollte sie wenigstens mal anhören.
 
Kay
Kay kommentierte
Hab seinen Namen gerade nicht parat. Er lief mir ab und zu am " alten " Büro über den Weg. In seiner Altersklasse war er Weltmeister. Ob er das noch ist ? - Hab noch mehr Bilder. Wieviel er dann gedrückt hat, weiß ich nicht mehr. - Aber Du bist sicher viiieel stärker !
 
häuschen
häuschen kommentierte
„Aber Du bist sicher viiieel stärker !“

Bestimmt nicht. Der Typ hat ja Dackelarme ;)
 
mfey
mfey kommentierte


Er hat in einigen Dingen durchaus recht. Die Ausweitung der Tests führt nicht nur zu einem Nachweis einer sich ausbreitenden Infektion, sondern ergibt auch bei gleich bleibenden Selektionskriterien, die wir erst ab April n.m.W. hatten, eine Zunahme der positiv Getesteten selbst bei unverändertem Krankenstand.

Das kann man doch gar nicht leugnen.
Allerdings widerlegt das keineswegs einen zusätzlichen exponentiellen Anstieg der Erkrankten, es relativiert ihn allenfalls.

Seine Kritik an den zunächst verbotenen Obduktionen sowie der fehlerhaften Todesstatistik wird durchaus von vielen Ärzten geteilt.
Seine Behauptung, die Letalität sei bekannt ist falsch. Deshalb ist auch sein Schluss falsch, dass es nicht viel mehr als eine Grippewelle sei. Auch deren Letalität beruht eher auf groben Schätzungen und dürfte zwischen 0,1 und 0,2 % liegen.
Covid19 würde ich eher zwischen 0,2 und 0,4 Prozent ansiedeln, sofern man die Alten schützt und Hygiene- und Abstandsregeln einhält.
Derzeit laufen m.W. Studien vom RKI dazu, das bislang von 3% Letalität ausgeht.
Da die gegenwärtigen Massnahmen und Annahmen von den RKI Zahlen ausgingen, würden die bisherigen Ansichten wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.
Seine Aussagen zur Grippeimpfung sind ebenfalls durchaus plausibel, sofern seine Statistiken stimmen.

Die Überlastung der Krankenhäuser in Spanien, Italien und anderswo schon durch normale Grippewellen scheint mir ebenfalls plausibel belegt zu sein, obwohl ich das im Detail noch nicht nachprüfen konnte.
Den totalen Verriss dieses Videos halte ich für ungerechtfertigt.

Dass ein Psychologiestudent sich hier viel Mühe gemacht hat, und durchaus einige zutreffende interessante Fakten belegt und erwähnt hat, finde ich sehr gut.
Eine etwas differenziertere Reaktion auf das Video hätte ich mir gewünscht.

Ich gebe gerne zu, dass das auch ein bisschen Test der Diskussionskultur sein sollte.

Es gibt nicht nur Filterblasen von kritischen jungen Menschen, die wenig Vertrauen in unser System haben, sondern auch Filterblasen von denen, die alles glauben, was die Regierung sagt, da Frau Merkel ja verlangt hat, dass man nur offiziellen Meinungen vertrauen möge.

Dass manche Kommentatoren mich jetzt auf eine ignore Liste setzen wollen, weil sie das Video nicht mögen, spricht Bände für die fehlende Diskussionskultur bei einigen hier im Thread.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kay
Kay kommentierte
Du schreibst mir nur zu viel Gedankengänge, die ich im Laufe der Zeit kaum noch verstehen kann, oder will.
Da wird es anstrengend.
Eine Diskussion ist zwar nur möglich, wenn unterschiedliche Standpunkte bestehen. Wenn aber nur einer nur eine Ansicht vertritt, sollte er überlegen.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Covid19 würde ich eher zwischen 0,2 und 0,4 Prozent ansiedeln, sofern man die Alten schützt und Hygiene- und Abstandsregeln einhält.
Derzeit laufen m.W. Studien vom RKI dazu, das bislang von 3% Letalität ausgeht.
Das RKI geht nicht von einer IFR von 3% aus. Vielleicht als CFR, obwohl die im Augenblick bei uns 4.6% beträgt.
Drosten geht von 0.5-1% aus, mit einem Trend hin zu 1% in der Literatur.
Die besten Arbeiten zum Thema errechnen für DE eine IFR von 1.01%, bei gleichmässiger Infektion aller Altersschichten. Und eine sehr starke Abhängigkeit vom Altersprofil der Infizierten.
Aerosolinfektionen scheinen zu höherer Sterblichkeit zu führen, vermutlich, weil die Lunge direkt infiziert wird. Dies lässt sich nicht durch Regeln verhindern, die nicht schon die Infektion an sich verhindern. Aufgrund der Clusterung der Fälle ist dies auch häufig. Da lässt sich kaum dran schrauben.
Das Schützen der Alten hat nur bei geringer Gesamtinzidenz eine Chance. Aber wenn man die Epidemie ohnehin eindämmen muss, kann man es auch gleich richtig machen. Bei nicht eingedämmter Epidemie schlägt auch die volle IFR durch. Du kannst ansiedeln, was Du magst, aber der Stand der seriösen Publikationen dazu ist ein anderer.

Die Überlastung der Krankenhäuser in Spanien, Italien und anderswo schon durch normale Grippewellen scheint mir ebenfalls plausibel belegt zu sein, obwohl ich das im Detail noch nicht nachprüfen konnte.
Laut einer guten Freundin und Krankenschwester, kommt es auch in einer typischen deutschen Klinik regelmäßig zu Triageentscheidungen. Klar, sind die bei einer schlimmen Grippewelle punktuell überlastet. Aber es macht doch wohl einen Unterschied, ob dies eine Ausnahme ist oder zur Regel wird.

Es gibt nicht nur Filterblasen von kritischen jungen Menschen, die wenig Vertrauen in unser System haben, sondern auch Filterblasen von denen, die alles glauben, was die Regierung sagt, da Frau Merkel ja verlangt hat, dass man nur offiziellen Meinungen vertrauen möge.
Das ist natürlich absolut korrekt.
Allerdings schliessen sich „kritisch“ und „Filterblase“ aus. Der einen Filterblase die andere zu präsentieren, bringt gar nichts.

Was tun wirklich kritische Geister? Sie bemühen sich, die vorhandenen Originalquellen in der Breite zu sichten und zu bewerten. Wie ich das für die IFR tue, getan habe und hier auch dem Thread zur Verfügung gestellt habe. Da finde ich es i.d.T. enttäuschend, wenn für abweichende Aussagen nicht auf dem gleichen Niveau argumentiert wird, sondern mit einem Propagandavideo.

Nichts in diesem Video ist neu (für mich, nach Sichtung der Quellen im Abspann). Es ist nur einfach längst widerlegt. Und dank Abspann wird die extreme Einseitigkeit des Videos sofort deutlich. Youtube hat daher sogar das Original versteckt, es ist ohne Direktlink nicht suchbar. Deine Version ist ein Re-Upload. *Das* könnte man diskutieren. Aber wie schon gesagt, die Geduld mit den Idioten nimmt z.Zt. gerade rasant ab. Da wird gerade eine andere Epidemie bekämpft, nämlich die der Verblödung. Das hat sogar schon Trump zu spüren bekommen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
International

USA
New Cases 03.07.2020: 52104
Weekly average: 46657
7 day incidence: 98,3
Rt: 1,17 (1,13 - 1,22)
Forecast 31.07: 181043 (132334 - 247680)
Alert Value A: 1,68 very high risk

Screen Shot 2020-07-04 at 14.41.56.png

Es gibt Zeichen einer Trendumkehr in den letzten Tagen. Scheinbar reagieren die USA doch. Aber noch sehe ich keinen Trend zu fallenden Zahlen, lediglich der Trend eines ansteigenden Rt ist gebrochen. In 2-3 Wochen erreichen sie vermutlich dennoch 100k Neuinfektionen täglich.

Switzerland
A: very high risk !!

Austria
A: high risk

Italy
A: low risk

UK
A: low risk

Spain
A: moderate risk

Thailand
A: low risk

Israel
A: very high risk

Sweden
A: high risk
 
Zuletzt bearbeitet:
3 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Ich habe so eine Theorie entwickelt ... demnach tun sich im Sommer die Länder am leichtesten, die dann outdoor angenehme Temperaturen haben, oder wo man daran gewöhnt ist, dann trotzdem draussen zu schwitzen. Dort wird der Klima-Effekt am stärksten sein. Klimatisierte Indoor-Aktivitäten, oder wirklich überfüllte Strände, sind vermutlich nicht förderlich. Süd-Kalifornien, Texas, Arizona, Florida, Israel, arabische Ölmetropolen ...
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Was genau ist denn da in der Schweiz los? Man hört in den deutschen Medien relativ wenig. Allerdings habe ich gelesen, dass erst ab kommendem Montag eine Maskenpflicht im ÖPNV gilt und dass einige Stimmen von einer zweiten Welle sprechen. Ich denke aber mal, es sind doch hauptsächlich SSEs, oder?
Wir haben hier doch auch einige Schweizer, wie empfindet ihr denn die Situation bei euch?
 
Kay
Kay kommentierte

Die Schweiz hat etwas Mühe, die Begegnungen nachzuverfolgen (in nicht-deutsch " contact-tracing " ) - Quelle NZZ (immer lesenswert).
 
...
Merkt ihr gar nicht, dass der kontroverse Diskurs in Deutschland immer stärker eingeschränkt wird und durch "Abwehrbegriffe" unterbunden wird.

Wenn ich mir gerade zu aktuellen Themen im Fernsehen so ansehe und anhöre, merke ich nur eine ungehöre Freiheit.

Ich darf sogar in der Öffentlichkeit den Namen der Frau Merkel, unserer Kanzlerin, aussprechen und muß sie nicht als Heiligkeit verehren.
Wie ist das eigentlich in Thailand ?
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Kay
Unser "Chef" heißt Prayut, der ist in Thailand präsent und der widmet täglich seine Kraft dem Wohle des thailändischen Volkes.... :cool:
 
Kay
Kay kommentierte

... ach, da meinst Du aber den Chef der Militärjunta, den Tiger des Ostens und nicht Euren lieben König, den Abkömmling von allmächtigen Gottheiten,
den weltweit vermögensden Monarchen, der gerade durch unser Bayern tourt bei einem Viertel der Bevölkerung in Armut ?
Gefällt das, wenn man sich in so einem Land aufhalten muß ? Das jeden Tag zu sehen, muss doch schrecklich sein ?
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Meine Teleobjektive reichen nicht bis Bayern. 300mm am DX Sensor sehen etwa so aus, von meinem Westbalkon:


full


Die Armut in Thailand ist relativ, ich kenne auch Bangladesch und Laos. Auf Großbaustellen in Thailand sieht man überwiegend Kambodschaner und vermehrt Burmesen. Die Thais sind noch nicht so arm, dass sie diese schwere Arbeit zum Mindestlohn machen wollen. Gestern mein Moped zur Handwäsche gebracht, der Inhaber Thai, die "Reinigungskräfte" aus Kambodscha...... (fast so, wie in Gütersloh ;)). Jedoch konnten die "Billiglöhner seit rund drei Monaten Thailand nicht mehr verlassen, weil sie sonst nicht mehr hätten einreisen können, Grenzkontrollen - so hat man es geschafft, dass es seit rund 5 Wochen keine SARS2 Infektionen mehr im Lande gibt:


full
 
falconeye
falconeye kommentierte
@Kay @HaDiDi bitte lasst uns hier im Thread keine Systemvergleiche anstellen.
@HaDiDi Bitte berücksichtige bei deinen Postings auch, dass wir dich als im Exil lebenden Deutschen zu einem kleinen Anteil auch als Ausländer wahrnehmen, der uns vom Ausland aus Ratschläge erteilen will. Das kommt nie gut, nirgendwo. Schalt mal nen Gang runter, bitte.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Back to topic, bitte!
 
4 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Wenn man sich das mal im Detail anguckt, so liest man oft in den Statusberichten: "Recruiting". Statt "Active, not recruiting". Haben wir es etwa nicht eilig? Die Teilnehmer an den studien hätte man doch wohl wirklich schon vorab identifizieren, einladen und aufklären können.

Das ist mir schon beim RKI aufgefallen ... dass sie ihren gewohnten Trott nur geringfügig anpassen, nicht in dem Maße, den eine Billionen-€ verschlingende Pandemie erfordert. Ich glaube ja, dass die beteiligten Wissenschaftler für ihre Begriffe echt Gas geben. Aber es fehlt Ihnen ggfs. an Fantasie, was mit mehr Rwsourcen alles möglich wäre und fragen dann nicht danach. Bei kriegsentscheidenden Projekten identifiziert man den kritischen Pfad und stellt sicher, dass nichts, das darauf nicht liegt, zu Verzögerungen führt. Und "Recruiting" liegt ganz sicher nicht auf dem kritischen Pfad :(
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte
Mein Liebling ist:
Applicant's institution:Wuhan Institute of Biological Products co., LTD.
"Ihr Impfstoff direkt von der Quelle" :)
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Viele Hunde sind des Hasen Tod - das gilt auch fuer COVID-19 :)
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Tja, das Recruiting.... kommt halt auch immer sehr darauf an, WIE man den möglichen Probanden klar macht, dass man sie braucht. Da gibt es sehr große Unterschiede in der Kommunikationsfähigkeit der einzelnen Verantwortlichen. Deswegen habe ich mich seinerzeit immer sehr gefreut, wenn wir ein Studiendesign mit Hausarztbeteiligung hatten und nicht nur Klinikärzte. Erstere waren, wenn wirklich engagiert, ziemlich gut darin, vor allem auch, weil sie ihre Patienten gut / schon lange kennen. 1A mit Sternchen war immer der niedergelassene Arzt mit Study Nurse. Gabs damals nur selten, ich hoffe, das ist heute anders. Bei der Impfstoffentwicklung wird man allerdings Arztpraxen kaum miteinbezogen haben.
 
Dort wird der Klima-Effekt am stärksten sein. Klimatisierte Indoor-Aktivitäten, oder wirklich überfüllte Strände, sind vermutlich nicht förderlich.
Ich würde das etwas anders definieren:
Pauschalurlaub in warmen Gefildern findet meistens am überfüllten Strand samt allen dort zum "Klumpen" tendierenden Einrichtungen, in klimaanlagen verseuchten Speiseräumen, Bars, Tanzlokalitäten und Verkehrsmitteln. Da würde ich das Ansteckungsrisiko am höchsten sehen.
Individualurlauber oder Camper sind da m.M.n. weniger gefährdet.

Grüße - Bernhard
 
1 Kommentar
Kay
Kay kommentierte
In Spanien und Portugal ist es eh nicht üblich, zu viel herumzusausen. Wenn es heiß ist, noch weniger . Und die Alten sitzen irgendwo, wo das Haus echten Schatten gibt.
 
Was genau ist denn da in der Schweiz los? Man hört in den deutschen Medien relativ wenig. Allerdings habe ich gelesen, dass erst ab kommendem Montag eine Maskenpflicht im ÖPNV gilt und dass einige Stimmen von einer zweiten Welle sprechen. Ich denke aber mal, es sind doch hauptsächlich SSEs, oder?
Wir haben hier doch auch einige Schweizer, wie empfindet ihr denn die Situation bei euch?

Switzerland
New Cases 03.07.2020: 134
Weekly average: 88
7 day incidence: 7,2
Rt: 1,80 (1,45 - 2,23)
Forecast 31.07: 3990 (759 - 20978)
Alert Value A: 1,14 very high risk

Screen Shot 2020-07-04 at 15.44.22.png

Habe das mal als Zitat angefügt, in Kommentaren kann man leider keine Bilder anhängen.

Die Schweiz scheint ein Problem zu haben, seit zwei Tagen "very high risk" in meiner Skala. Zu den Gründen ga es ja schon den Kommentar https://www.nikon-fotografie.de/community/comments/6008/

Der Direktlink zum Artikel:

Offensichtlich hat die Schweiz den Begin einer zweiten Welle und versucht nun, diese im Keim zu ersticken. Es wurden Verschärfungen verkündet. Es ist wohl kein singuläres Ereignis wie Gütersloh. Bad :(

Ich glaube auch nicht, dass die Schweizer bereits ausreichend alarmiert sind. Ein Alert-Level von 1,14 ist groß, und aktuell steigt dieser Wert täglich weiter. Das Label "Very High Risk" tragen nicht viele Länder. Das Schweizer BAG verfügt ja aber nicht über das Tool "A Value" - also ist ihnen ihre prekäre Lage ggfs. gar nicht bewusst.

Ich lese "Die Covid-19-Taskforce des Bundes empfiehlt der Bevölkerung eindringlich, vom Besuch von Bars, Klubs und grundsätzlich allen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen abzusehen, bei denen die Distanz- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden können."

Bei einem "very high risk" Alert gehören alle Clubs behördlich sofort geschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye
falconeye kommentierte

Danke für diese wirklich nützlichen Infos.

Ich vermute schon seit längerem, dass das Öffnen der Clubs nicht möglich sein wird, ohne die Kontrolle zu verlieren. So leid mir das persönlich auch tut, es betrifft auch ein paar meiner Lieblingsclubs.

Die einzige seriöse Möglichkeit für Cluböffnungen ist eine massive Belüftung, mit minimal 3 Umwälzungen pro Stunde, besser 6+. Zum Beispiel Open Air Discos in Spanien. Oder der Einbau entspr. Anlagen in Deutschland etc. Das könnte behördlich verordnet und gefördert werden - mit Teilfinanzierung und Krediten. Und einen Boom der deutschen Klimatechnik auslösen, auch als Exportboom, wenn andere Länder folgen. Ich sehe das ganz konkret vor meinem geistigen Auge, hätte das alles ziemlich exakt Anfang Mai auf den Weg gebracht - da lagen alle Erkenntnisse bereits vor. Die Zeit hätte für die Umbauten genutzt werden können, die Förderung hätte den Clubs auch zusätzlichen finanziellen Spielraum verschaffen können - denn bei einem solchen Umbau müssen sie ja ohnehin schliessen. Dito für alle Fitnessstudios! Dito in Klassenräumen! Dito in Konferenzzentren! Dito in gekühlten Räumen mit Menschen! Dito in Restaurants mit Vollbesetzung! Dito in „Gotteshäusern“ - Buddhistische Tempel erfüllen das ja schon :)

Aber es passierte nichts. Selbst in der koordinierten und reichen Schweiz offensichtlich nicht. Man kann die Clubs einfach nicht öffnen - dafür gibt es keinen „Öffnungszeitpunkt“. Das Virus ist doch nicht weg und die Aerosol-getriebenen SSEs ermöglichen erst seine effektive (Wieder-)Verbreitung. Ohne SSEs bleibt R unter 1, daher ist dies kritisch. Das war wirklich dumm von der Schweizer Covid-Taskforce. Wer sitzt denn da drin?

Und es hätte einen langfristig positiven Effekt: Bessere Luft bei Freizeitaktivitäten - im Jahr 2050 würde man auf 2019 zurückblicken als das letzte Jahr, in dem man im Studio, Restaurant, Meeting oder Club schlechte Luft atmen musste ... Ähnlich dem Zigarettenqualm in anachronistischen Zeiten.

Leider, leider, aber ... sehe ich nirgends diese Diskussion ... Lanz, Illner & Co., ... vielleicht könnt ihr mal mitdenken. Immerhin, Kekulé hatte mal einen ähnlichen Gedanken geäussert, allerdings nicht zu Ende gedacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
hjklemenz
hjklemenz kommentierte
Der wissenschaftlichen Covid-Taskforce kann man keinen Vorwurf machen. Diese hat vor den massiven Lockerungen, insbes. im Zusammenhang mit Maskenpflicht und Clubs, eindringlich gewarnt. Sie besteht aus führenden Virologen, Epidemiologen usw. der Schweiz.

In der Verantwortung steht die Landesregierung (der Bundesrat). In der Schweiz trat im März die sog. ausserordentliche Lage in Kraft (de facto "Notrecht", zum ersten Mal seit dem 2. WW). Damit werden den Kantonen die Kompetenzen weitgehendst entzogen und der Bundesrat entscheidet gesamtschweizerisch, zum Beispiel über den Lockdown in der CH. Diese ausserordentliche Lage wurde mit einem Schritt zurück zur Normalität (massive Lockerungen) am 19. Juni aufgehoben, wobei Teile der
Notverordnungen in Kraft bleiben.

(Anmerkung: Der Bundesrat ist in der CH das Gremium der sieben Minister (Exekutive). Es entscheidet kollegial und spricht mit einer Stimme.)

Task Force:

 
falconeye
falconeye kommentierte

nach den massiven Lockerungen vom 22. Juni
Die Fallzahlen steigen ab 5.6. leicht, ab 20.6. verstärkt an, entsprechend einen Infektionsgeschehen ab ca. 27.5., und vor allem ab ca. 12.6. (Frohnleichnam). Das hat mit Lockerungen ab 22.6. nichts zu tun. Sagt mein Modell, vgl. auch die Grafik hier. Lockerungen ab 22.6. machen sich erst ab ca. 1.7. bemerkbar. Zwar sind die Fallzahlen da tatsächlich größer, aber eben in genau dem Maße des Trends seit ca. 20.6. Ich kann daher (noch) keinen Effekt der Lockerungen zum 22.6. erkennen. Es ging schon vorher los, seit ca. 27.5. infizieren sich Schweizer wieder verstärkt, in einem sich stetig beschleunigendem Maße.
 
Zuletzt bearbeitet:
hjklemenz
hjklemenz kommentierte
falconeye
falconeye kommentierte

Der wissenschaftlichen Covid-Taskforce kann man keinen Vorwurf machen
Sie hat aber doch wohl nicht einen Vorschlag zum Einbau konkreter Umluftanlagen in Clubs als Auflage für deren Öffnnung gemacht, oder?
Daher würde ich ihr sehr wohl einen Vorwurf machen, wäre ich Schweizer!
 
Gerade kam das Testergebnis - Negativ - anscheinend nur eine saftige Erkaeltung - nach wie vor.
 
2 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Das freut uns alle, zu hören. Hatte ich dir im Kommentar oben aber auch schon so prognostiziert, die Symptome haben nicht wirklich gepasst.

Was mich interessieren würde: wie unangenehm war der Abstrich? Rachen, Nase?
 
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Der Arzt hat nur Rachen abgestrichen - kein grosses Problem - beim tiefen Abstrich hinten bekommt man halt kurz einen Brechreiz - einmal links und einmal rechts.
Naja, besser getestet und negativ als einmal jemand kontaminiert den es dann heftig erwischt - meine Meinung.
Zudem wollen wir evtl. mit dem Wohnwagen nach Suedfrankreich und zu wissen das man nur eine Erkaeltung hat ist da schon von Vorteil.
 
Nun geht es um die Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel. Kann ja verstehen, dass die Händler dies wollen, weil sich die Kundschaft mit Maske unwohl fühlt und das „Shopping-Erlebnis“ dadurch gestört wird. Über den richtigen Zeitpunkt kann man sicher streiten. Damit zu warten, bis wir alle geimpft sind, wird man eh nicht durchhalten.

Das Tragen der Maske soll nicht mehr Pflicht, sondern „freiwillig“ sein. Was für eine bekloppte Bezeichnung.
Mein Gegenüber ohne Maske zu mir: „Danke, dass Du mich schützt - ich schütze dich nicht!“ Antwort: „Ach bitte, hab ich freiwillig getan“.

Auf solche Begegnungen habe ich keine Lust. Da kann sich der Onlinehandel freuen.
 
5 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Meine Meinung hierzu: Eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel in einem LK oder SK ist ok, sofern der Alert-Value des Gebietes eines Landkreises inklusive aller seiner angrenzenden Landkreise zusammengenommen, unter -1.25 liegt ("very low risk"). Steigt er über -0,75, ist die Maskenpflicht unverzüglich wieder in Kraft zu setzen.
Steht A als Werkzeug nicht zur Verfügung (z.B., wenn der Landrat oder Bürgermeister hier nicht mitliest ;) ), ist ein gleichwertiges Kriterium zu erarbeiten.

Der Alertvalue für Gesamtdeutschland liegt aktuell bei -0.4. D.h., die Aufhebung könnte aktuell in einer nicht kleinen Minderheit, der LK/SK erfolgen.

Eine grundsätzliche Ablehnung der Aufhebung der Maskenpflicht halte ich nicht für verhältnismäßig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Egal welche/n Parameter man für die Aufhebung der Maskenpflicht heranzieht. M.E. sollte über die Aufhebung erst zu einem Zeitpunkt nachgedacht werden, zu dem man SSEs nahezu ausschließen kann. Davon sind wir mMn noch weit entfernt.
Im übrigen muss man sich überlegen, wieviel "Einschränkung" die Maskenpflicht überhaupt bedeutet. Und das sieht jeder anders. Ich persönlich halte die "Einschränkungen" durch die Maskenpflicht für verschwindend gering. Ich habe mich längst daran gewöhnt und ertappe mich immer wieder dabei, dass ich nach Verlassen eines Geschäftes vergesse, die Maske abzunehmen und damit Auto fahre.... (ja ich weiss, das ist nicht erlaubt)
 
falconeye
falconeye kommentierte

Aber eben nicht überall. In MV gibt es in Summe aktuell ganze 3 Fälle, da kann und muss man eine solche Diskussion schon nachvollziehen.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte

Ja, das kann ich auch nachvollziehen. Die Entscheidungsgewalt liegt eh bei den Ländern. Nur, nach der Ankündigung durch MVP hatte ich den Eindruck, dass plötzlich alle Länder mitmachen sollen. Aber -oh Wunder- die NRW-Landesregierung hat sich gegen due Aufhebung der Maskenpflicht ausgesprochen. Für NRW ist diese Entscheidung definitiv richtig.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Was mich an der ganzen Sache so stört: wir tragen die Masken zum Schutz unserer Mitbürger, nicht zu unserem eigenen Schutz. Das heißt, es müssen schon möglichst alle mitmachen, sonst bringt es nichts. Leider verstehen das viele nicht. Ich mache diese Erfahrung regelmäßig. Auch an den verschiedenen Arbeitsplätzen sind trotz vollmundiger und sicher gut gemeinter Versprechungen zum Arbeitsschutz die Gegebenheiten nicht so, wie sie mit wenig Aufwand sein könnten. Nach der Home Office Phase finden sich viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis in einem Arbeitsumfeld wieder, dass mitnichten angepasst ist. Es steht und fällt offenbar deutlich mit der Haltung der jeweiligen Vorgesetzten. Laufen die ohne Maske in engen Gängen rum oder stehen zu dritt über ein Handy gebeugt in der Kaffeeküche, senden sie damit ein Signal. Achten Sie dagegen darauf, Abstand zu ihrem Gegenüber zu halten, gut zu lüften und keine Massenbesprechungen in Miniräumen abzuhalten, tun das auch die Mitarbeiter ganz selbstverständlich.

Das Vorpreschen des Wirtschafts(!!)ministers in MV (nicht etwa des Gesundheitsministers....) hat imho nicht sonderlich viel Zuspruch gefunden. Auch die Bürger und Bürgerinnen stimmen da nicht freudig ein. Im Gegenteil trendet in den sozialen Medien heute morgen der Hashtag #KeineMaskeKeinKonsum, sprich: wenn in eurem Laden keine Maskenpflicht herrscht, kauf ich woanders (z.B. online).
 
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten