Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Vielen Dank für die Infos zu meiner Frage.

Hab Mitleid, ne alte Frau ist doch kein D-Zug ;) So schnell hab ich den Link nicht wieder gefunden.

Gibt es eigentlich immer noch keine statistischen Stichproben, die man verfolgen kann, um die wahre Erkrankungshäufigkeit und deren Letalität abzuschätzen?

Nicht wirklich. Es sind Studien geplant, aber erst gerade oder noch nicht angelaufen. Das RKI plant die folgenden, ich denke, es wird (und muss!) aber noch deutlich mehr geben:


Das dauert dann wohl doch schrecklich lange, uuuuups! Eventuell auch jahrelang...... Dann müssen wir dringend unsere Arbeitsabläufe umorganisieren, was ja auch schon begonnen wird.

Ja, daran werden wir nicht vorbeikommen. Je eher wir damit auch praktisch anfangen, desto besser.
 
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Hier der Link zu einer Studie aus China, die den Infektionsweg von drei Familien an getrennten Tischen mit mehr als 1 m Abstand in einem Restaurant nachvollzieht.

Übersetzung der beiden folgenden Zitate ins Deutsche von mir:

"Am 26. Januar und 10. Februar 2020 kam es in einem klimatisierten Restaurant in Guangzhou, China, zu einem Ausbruch der neuartigen Coronavirus-Krankheit 2019, an der drei Familiencluster beteiligt waren. Die Richtung des Luftstroms passte zur Tröpfchenübertragung. Um die Ausbreitung des Virus in Restaurants zu verhindern, empfehlen wir, den Abstand zwischen den Tischen zu vergrößern und die Belüftung zu verbessern."

"Wir kommen zu dem Schluss, dass bei diesem Ausbruch die Tröpfchenübertragung durch klimatisierte Belüftung ausgelöst wurde. Der Schlüsselfaktor für die Infektion war die Richtung des Luftstroms. Bemerkenswert ist, dass Patient B3 fieberfrei war und 1% der Patienten in diesem Ausbruch asymptomatisch waren, was eine potenzielle Quelle für Ausbrüche in der Öffentlichkeit darstellt. Um die Ausbreitung von COVID-19 in Restaurants zu verhindern, empfehlen wir, die Temperaturüberwachung zu verstärken, den Abstand zwischen den Tischen zu vergrößern und die Belüftung zu verbessern."

Zur Studie (englisch)

 
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Jetzt kommt man allmählich auch in Deutschland zu der Einsicht, dass eine Tröpfcheninfektion über weitere Entfernungen durch die Luft möglich ist - eine Überlegung, die HaDiDi und meine Wenigkeit schon vor langer Zeit und immer wieder hier im Forum geäußert haben.

Unsere Regierung sollte doch über genügend hochrangige Fachberater (Virologen, Epidemiologen) verfügen, um eine so gefährliche Infektionsquelle etwas früher zu erkennen und darauf mit Maßnahmen zu reagieren .

Gruß
Hans
 
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Ich stolpere gerade über diese Pressemitteilung des Kreises Mettmann, NRW. So kann man die Dunkelziffer natürlich auch hochtreiben.

Land regelt Berichtswesen zu Corona-Fallzahlen neu

Zitat: Einer Vorgabe des Landesgesundheitsministeriums entsprechend muss das Berichtswesen der Gesundheitsämter zu den Corona-Fallzahlen ab sofort umgestellt werden. Demnach will das Ministerium als Basis für die offizielle Kommunikation des Landes ausschließlich auf labortechnisch bestätigte Krankheitsfälle abheben.

Der Kreis Mettmann hatte seine Kommunikation bislang erheblich transparenter angelegt, indem er nicht nur die laborbestätigten Fälle auswies, sondern auch die Fälle, in denen es offensichtlich durch engen Kontakt zu einem Erkrankten (etwa im Familienverbund) zu Ansteckungen und – durch eindeutige Symptome untermauerte – Erkrankungen kam (sog. epidemiologischer Zusammenhang).

Und:

"Uns wäre es bedeutend lieber gewesen, bei unserer differenzierten Darstellung bleiben zu dürfen", erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Rudolf Lange. "Die aus dem epidemiologischen Zusammenhang eindeutig diagnostizierten Fälle aus der Betrachtung herauszunehmen, blendet deren Existenz aus bzw. verbannt sie in den Dunkelzifferbereich."

Die komplette Meldung:

 
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2 Kommentare
Kay
Kay kommentierte
Die haben nicht nur die Dunkelziffer mitberechnet, sondern auch die dunkle Zeit.

So ein bißchen Abweichung in der wissenschaftlichen ... - ( Text wird nach der Krise fortgesetzt)
 
Stefan_N
Stefan_N kommentierte
Steht doch ganz oben:
Disclaimer: Early release articles are not considered as final versions. Any changes will be reflected in the online version in the month the article is officially released.
 
Laufen die Uhren in Guangzhou so anders?

Nein :) Das ist ein sogenanntes "early release", d.h. es wird abgedruckt in Ausgabe 26 des EID Journal, die im Juli erscheint. Darum ja oben drüber auch der Hinweis
"Disclaimer: Early release articles are not considered as final versions. Any changes will be reflected in the online version in the month the article is officially released. "

Hier kann man nachschauen, was sonst alles schon "early released" wurde, sind noch ein paar interessante Sachen dabei, ich mir aber noch nicht genau anschauen konnte:

 
1 Kommentar
Kay
Kay kommentierte
Hugo :D hat das auch schon in der heutigen Politik bemerkt : Da ist ebenfalls vieles early released.
Habe Hugo beruhigt, dass das nur eine vorübergehende Modeerscheinung ist ... - ;)
 
OB Reiter und MP Söder haben heute morgen - wenig überraschend - bekannt gegeben, dass das Oktoberfest 2020 ausfällt.

Gleiches gilt für das riesige Festival der Medizinstudenten, die “Medis“.
 
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Nicht nur die Lunge und das Herz sind gefährdet:

Befall der Endothelien könnte Multiorganversagen erklären
Zürich − Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert offenbar auch die Endothelien, die alle Blutgefäße auskleiden. Eine Endotheliitis könnte nach einem Bericht im Lancet (2020; DOI: 10.1016/S0140-6736(20)30937-5) das Multiorganversagen erklären, das bei 2 Patienten zum Tod und bei einem dritten zu einem schweren Mesenterialinfarkt geführt hat.

https://www.aerzteblatt.de/nachrich...othelien-koennte-Multiorganversagen-erklaeren
 
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gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte
Wollte die Moderation nicht alle OT-Beiträge gleich behandeln? ;)
 
soulbrother
soulbrother kommentierte
Ich hab ein Dejavu, denselben Wortlaut hab ich doch grad erst gelesen hier...
Aber so bekommt man die Seiten dieses Threads auch voll...
 
Klaus Harms
Klaus Harms kommentierte
Manche OT-Beiträge sind gleicher als andere.

 
Kay
Kay kommentierte
Hugo :D meint : K.H. firmierte in seiner Jugend offenbar als " Schwatzwutz " !
„Als die Angelegenheit in diesem Licht präsentiert wurde, hatten sie weiter nichts mehr zu sagen. “ (S.38)
 
Zuletzt bearbeitet:
häuschen
häuschen kommentierte
....

Frauen:
jetzt ist die Zeit, sie Dir nach Hause zu holen, denn ihre Firmensitze sind geschlossen. Da kannst Du sicher auch das eine, oder andere Schnäppchen machen.

Drogen:
In Zeiten, in denen man seinem Chef nicht begegnet und sich ohnehin alles wie Urlaub anfühlt, kann man Jugenderinnerungen zurückholen und auch mal den einen, oder anderen Trip schmeißen.

Haustiere:
...
 
Nicht nur die Lunge und das Herz sind gefährdet:

Befall der Endothelien könnte Multiorganversagen erklären
Zürich − Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert offenbar auch die Endothelien, die alle Blutgefäße auskleiden. Eine Endotheliitis könnte nach einem Bericht im Lancet (2020; DOI: 10.1016/S0140-6736(20)30937-5) das Multiorganversagen erklären, das bei 2 Patienten zum Tod und bei einem dritten zu einem schweren Mesenterialinfarkt geführt hat.

Zusätzlich sollen auch die Nieren besonders gefährdet sein, wie heute in der RKI-Pressekonferenz zu erfahren war.

Gruß
Hans
 
5 Kommentare
hansolo22
hansolo22 kommentierte
Die Leber und der Darm haben beide jene Rezeptoren an denen das Virus andockt und koennen auch ohne Lungenbeteiligung befallen werden.
Am Ende ist es aus meiner Sicht egal - es daemmert hoffentlich langsam immer mehr Menschen bei uns, dass wir hier nicht ueber eine Grippe reden sondern ueber ein durchaus toedliches Virus wenn auch nicht fuer jeden gleich gefaehrlich.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Stefan_N
Stefan_N kommentierte
Der Digital Object Identifier (DOI; deutsch Digitaler Objektbezeichner) nach ISO 26324 ist doch im obigen Zitat drin. Ich hab' extra den Lancet Link da reinkopiert. ;)
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Sorry, Stefan, hab zu schnell zum Ärzteblatt geklickt und mir die Studie dann von da aufgerufen. Den DOI hab ich gar nicht wahrgenommen. :pray:;)
 
Stefan_N
Stefan_N kommentierte
:)
 
Zum Stand der Dinge bei Antikörpertests

Zitat:
...Die ersten in kleinen Untersuchungen unter Beteiligung des Konsiliarlabors für Coronaviren in Berlin validierten Antikörpertests (ELISA zum Nachweis von IgG und IgA gegen Spike-Proteine von SARS-CoV-2) sind inzwischen geliefert und zu Studienzwecken in unserem Labor etabliert worden...

...
  • Es ist nicht geklärt, ob der ELISA geeignet ist, eine durchgemachte milde oder asymptomatische Infektion im Nachhinein zu sichern.
  • Es ist nicht geklärt, ob der ELISA dazu beitragen kann, Infektionsketten aufzuklären.
  • Es ist fraglich, ob der ELISA spezifisch zwischen durchgemachten Infektionen mit SARS-CoV-2 und anderen Erregern von Atemwegsinfektionen unterscheiden kann, da eine Kreuzreaktivität mit anderen Beta-Coronaviren (z.B. hCoV-OC43 und hCoV-HKU1) nachgewiesen wurde.
  • Es gibt unspezifische Ergebnisse insbesondere beim IgA-Nachweis, der positive Vorhersagewert ist bei der derzeit noch geringen Prävalenz in der Gesamtbevölkerung sehr niedrig, d.h. positive Ergebnisse für IgA sind nur in jedem fünften bis jedem achten Fall richtig positiv, für das IgG ist jeder zweite bis jeder dritte positive Wert richtig positiv.
...

Quelle: https://www.labor-becker.de/aktuell...n-antikoerpern-gegen-sars-cov-2-covid-19.html
 
1 Kommentar
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Zu deutsch: alles noch viel zu unsicher, um damit irgendwelche belastbaren Aussagen zu erzeugen. Nicht besonders hoffnungsfroh stimmend...
 
Zitat:
"Bis vor zwei Wochen hatte das Robert Koch-Institut auf seiner Website die Empfehlung gegeben: "Eine innere Leichenschau, Autopsien oder andere aerosolproduzierende Maßnahmen sollten vermieden werden." (...) Inzwischen ist der Satz von der RKI-Seite verschwunden. Stattdessen erklärte RKI-Vizechef Lars Schaade während der heutigen Pressekonferenz: "Gerade wenn die Erkrankung neu ist, ist es wichtig, möglichst viel zu obduzieren.""

Erste Ergebnisse aus der Schweiz und aus Deutschland liegen nun vor (darunter die von @Stefan_N dankenswerterweise schon verlinkten Ergebnisse aus Zürich).

Zum kompletten Artikel geht es hier:

 
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Die Leber und der Darm haben beide jene Rezeptoren an denen das Virus andockt

und koennen auch ohne Lungenbeteiligung befallen werden.

Am Ende ist es aus meiner Sicht egal - es daemmert hoffentlich langsam
immer mehr Menschen bei uns, dass wir hier nicht ueber eine Grippe reden
sondern ueber ein durchaus toedliches Virus wenn auch nicht fuer jeden gleich gefaehrlich.

Nicht nur die Lunge und das Herz sind gefährdet:

Befall der Endothelien könnte Multiorganversagen erklären
Zürich - Das neue Coronavirus SARS-CoV-2
infiziert offenbar auch die Endothelien, die alle Blutgefäße auskleiden.
Eine Endotheliitis könnte nach einem Bericht
im Lancet (2020; DOI: 10.1016/S0140-6736(20)30937-5) das Multiorganversagen erklären,
das bei 2 Patienten zum Tod und bei einem dritten
zu einem schweren Mesenterialinfarkt geführt hat.
Zusätzlich sollen auch die Nieren besonders gefährdet sein,
wie heute in der RKI-Pressekonferenz zu erfahren war.
 
1 Kommentar
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hallo Heide, die entsprechenden Links zu den Artikeln und der Studie findest Du ab Beitrag #3250
 
Ich muss gestehen, dass ich manchmal Zweifel an grundsätzlichen Annahmen habe, die ich für gegeben gehalten habe.
So etwa die Aussage, dass das Krankheitsgeschehen in seiner Dynamik fast ausschließlich von der Reproduktionszahl und dem Prozentsatz der Genesenen bestimmt wird, und daher uns noch eine lange Durststrecke der zwangsläufigen Durchseuchung bis zur Herdenimmunität bevorsteht.
Andererseits sehe ich bislang Gott sei Dank noch keine überfüllten Intensivstationen, sondern eine geregelte Behandlung.
Hier in Lüdenscheid sind noch freie Betten auf der Intensivstation, wohl gibt es nun auch jüngere beatmete Coronafälle.

Die Reproduktionszahl soll angeblich schon vor dem lockdown unter 1 gewesen sein und habe sich danach nicht weiter verändert, behauptet Prof. Homberg aus Hannover, der die Notwendigkeit des Lockdowns bestreitet und offizielle RKI Zahlen präsentiert.

unter
wird ein Folgebeitrag mit Prof. Homburg gezeigt.
Er meint die davor getroffenen Maßnahmen hätten schon ausgereicht.....
Ja, die Welle sei schon vorüber, was ja eigentlich den oben von mir genannten und von mir immer auch unterstellten Grundannahmen widerspräche.
In ein bis zwei Monaten werden wir hoffentlich mehr Gewissheit haben.
Würde mich sehr freuen, wenn meine eher schlechten Erwartungen sich nicht erfüllen würden.
Da fiele uns allen doch ein gewaltiger Stein vom Herzen....
Martin
 
5 Kommentare
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
In einer Welt, in der Wohzimmervideointerviews mit Finanzprofessoren zu Pandemiethemen auf YouTube als relevante Stimmen angesehen werden, läuft einiges verkehrt. Prof. Drosten wird ihm dann demnächst in einem Esstischvideo erklären, warum seine Ansichten zum Euro unsinnig sind. Manchmal kann ich gar nicht so viel Alkohol trinken, wie ich in dem Moment eigentlich müsste...
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Demnach haben also alle Länder, die einen Lockdown praktiziert haben, genau das falsch gemacht? Das sagt ein Finanzwissenschaftler..... Dann kann ich auch meinen Maurer fragen, ob der Elektriker richtig gearbeitet hat. Und dann noch diese eher seltsame Moderation nach dem Motto: "Sie haben gesagt...., andere haben gesagt.... was ist denn nun richtig?" Welche Antwort bekommt sie denn da?
Dieser Beitrag gehört in den Bithimmel!
 
mfey
mfey kommentierte
Das alle Länder da einen Fehler gemacht hätten, habe ich nicht heraus gehört. Es kommt sicher darauf an, in welchem Stadium der Epidemie sich das jeweilige Land befindet. Er sagt nur, dass das angepeilte Ziel der Absenkung der Reproduktionszahl unter Null schon vor dem Lockdown erreicht gewesen sei. Ob das wirklich so war, weiss ich nicht.
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Martin, das weiss ich auch nicht. Aber der Kern meines Kommentars war ja, das sich hier jemand zu Wort meldet, dessen Kompetenz in einem völlig anderen Sektor liegt.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Nur so als Info: In Wuhan wurden die Maßnahmen erst bei R0=0,37 gelockert. Woher diese Fixierung auf "unter 1" kommt, aus der sich all diese etwas quengelnden Beiträge ableiten, ist mir nicht ganz ersichtlich. Vielleicht wurde das in einem frühen Stadium mal von einem Politiker (BK Merkel?) so formuliert, ohne dass das in dem Stadium überhaupt als valides Ziel ansehbar war?
 
Jetzt kommt man allmählich auch in Deutschland zu der Einsicht, dass eine Tröpfcheninfektion über weitere Entfernungen durch die Luft möglich ist - eine Überlegung, die HaDiDi und meine Wenigkeit schon vor langer Zeit und immer wieder hier im Forum geäußert haben.Unsere Regierung sollte doch über genügend hochrangige Fachberater (Virologen, Epidemiologen) verfügen, um eine so gefährliche Infektionsquelle etwas früher zu erkennen und darauf mit Maßnahmen zu reagieren .
Die daraus zu einem frühen Zeitpunkt abzuleitenden Maßnahmen hätten in Deutschland zu einer Revolte geführt. De facto bedeutet das, dass im Prinzip alle Geschäfte und der ÖPNV komplett schließen müssen und nur zertifizierte Masken in der Öffentlichkeit getragen werden dürfen, und zwar permanent - nicht nur im Supermarkt, sondern auch auf dem Feldweg, wo sich zwei Menschen nicht mit mehreren Metern Abstand ausweichen können. Deutsche sind nicht reif für solche Maßnahmen, es fehlt die Einsicht. Deswegen werden wir nach den Lockerungen und Schulöffnungen jetzt wie 1918-1920 auch eine zweite, verheerende Pandemiewelle erleben, die das bisherige Klagen über wirtschaftliche Folgen des ersten Lockdown völlig vergessen lassen wird. Die Frage danach wird eher sein, ob die noch bestehenden Betrieb überhaupt genug Arbeitskräfte für ihren Betrieb übrig haben werden.

Pessimistisch? Ein wneig sicher, und ich hoffe es, aber Geschichte wiederholt sich in etwas veränderter Form eben doch gelegentlich, weil der Mensch vergisst und verdrängt, wie schon Grönemeyer sang...
 
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Die daraus zu einem frühen Zeitpunkt abzuleitenden Maßnahmen hätten in Deutschland zu einer Revolte geführt.

Möglicherweise wurde der Bevölkerung aus solchen Erwägungen heraus nicht die volle Wahrheit gesagt.
Aber jetzt kommt die Wahrheit, dass man eine Übertragung der Viren durch die Luft nicht ausschließen kann, doch durch Meldungen aus China, England, USA und Finnland ans Licht - und das ist jetzt umso peinlicher für die offizielle Informationspolitik.
Die entsprechende 3-D-Simulation aus Finnland wird ja jetzt in vielen TV-Sendern gezeigt.

Ein weiterer Punkt, der meiner Meinung nach nicht genügend herausgestellt wird - und der nur von Prof. Kekulé ab und zu angedeutet wird - ist die mögliche Infizierung über die Schleimhaut (Bindehaut) der Augen. Das würde bedeuten, dass man der Bevölkerung auch sagen müsste, dass das Tragen eines Mund-/Nasenschutzes nicht vollkommen genügt und auch die Augen geschützt werden müssten.

Gruß
Hans
 
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Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Der Infektionsweg "Augenschleimhäute" ist von Anfang an in der Diskussion gewesen, nur hat bisher keiner so recht eine Infektion darüber nachweisen können. Wahrscheinlich steht das daher derzeit nicht so im Fokus. Wenn das ein wesentlicher Übertragungsweg ist, ist es sowieso aus, denn dann brauchen wir fast Vollschutzanzüge à la "Outbreak", und aus Gesprächen mit Arbeitern bei uns in der (Hormonarzneimittel-)Produktion kann ich entnehmen, dass der Aufenthalt im Vollschutzanzug alles andere als ein Vergnügen ist (und auch extra bezahlt wird). Selbst habe ich noch nicht darin gesteckt, daher fehlt mir eigene Erfahrung - bequem sieht es aber nicht aus...
 
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Auf den Infektionsweg über die Augenschleimhäute wurde von Anfang an hingewiesen. Es wurde m.E. das Tragen einer Schutzbrille nicht empfohlen, aber mehrfach darauf hingewiesen, dass Brillenträger einen gewissen Vorteil haben.
 
Was ich schwierig für uns hier finde, ist die Fülle der Informationen auf ihre reale Bedeutung hin zu filtern. Dass neben der klassischen Tröpfcheninfektion auch andere Wege möglich sind, ist sicher richtig, gilt aber bislang als klinisch eher nicht bedeutsam. Dass ein Wirtschaftswissenschaftler wie Prof. Homberg epidemiologisch keine fundierten Aussagen machen kann, räumt er ja selbst ein. Dass er aber Statistiken lesen kann, wird man nicht leugnen können. Herr Drosten wiederum hat nullAhnung von den wirtschaftlichen Konsequenzen seiner Szenarien. Deshalb muss zwingend eine interdisziplinäre Diskussion auch unter Einbeziehung andererDisziplinen stattfinden. Herr Laschet in NRW hat das zumindest auch angesagt. Wenn wir die Todeszahlen bislang nehmen sind wir glimpflich dran. Solange keine repräsentativen Erhebungen mit realistischer Letalität existieren, besteht m.E. die Gefahr, dass wir die Realität vollkommen falsch einschätzen.
Gibt es valide Erkenntnisse darüber, weshalb die übliche Grippe, die auch schon mal über 20 000 Tote gefordert hat, nur saisonal Auftritt? Wird da immer ganz schnell Herdenimmunität erreicht oder wirklich erwiesen erfolgreich auch gegen mutierte Viren geimpft? Ich habe keine Zweifel, dass wir es nun mit einer gefährlichen Grippe zu tun haben. Aber ich bin ehrlich gesagt verwundert und auch froh, dass wir relativ wenig Todesfälle unter Bezug auf übliche Grippetote bislang haben.
 
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